Fanfic: Cold Sunshine

Kapitel: A cold Sunshine

Meine erste handmade Shonen-Ai FF...

Ich bin total hibbelig, weil ich nicht weiß wie das so ist und ob ich so was überhaupt kann.

Diese FF widme ich:

RoterFuchs, Anna, Babs(falls sie erwänt werden will), Seta_Kaita, Readfluffy, Chi_Yuna und Merietamun ... die Betreffenden wissen zwar nixx davon aber okay XD

Ich habe 2 Enden gemacht, damit sich jeder aussuchen kann was ihm lieber ist. ^-^ (Zum freundliche Kommi meiner Leserin (damit das andere nicht auch denken) Kazuki hat kein Alter verlauten lassen sonder nur 19XX geschrieben, also weiß man nicht wie alt Yugi ist geschweige denn wie alt Yami ist, dieser Part ist also meine künstlerischen Freiheit überlassen) Ach ja... das frist ending ist da wo Yami sterben möchte und das Second ist am ende dieses Kapitels XD

Yami blickte durch den Drahtzaun hindurch über die Stadt Domino. Die Sonne ging gerade unter und warf ein letztes, schwaches Licht über die Dächer der Häuser und tauchte die Straßen in einen angenehmen Rot-Ton. Ein zarter Wind kam auf, schon leicht abgekühlt, sodass er nicht mehr, wie den ganzen Tag über, angenehme Wärme spendete. Man hörte das muntere Zwitschern einiger Vögel, die sich in die Luft erhoben, sanft wieder landeten und nach Nahrung suchten. Ein kleiner Spatz ließ sich auf der oberen Querstange des Zaunes nieder und gab ein vergnügtes Quieken von sich. Dann sprang er etwas zur Seite und wieder zurück, als wolle er Yami mit seinem munteren Tanz unterhalten.

Doch Yami fühlte in sich nichts weiter, als eine bedrückende Leere, die lediglich die unangenehmen Gedanken verdrängte, die schon seit Tagen seinen Verstand quälten. Fragen, die auf ihn einhämmerten und seine Sinne betäubten und dieser verfluchte Kampf in seinem Inneren, der ihn tobend und brodelnd zu zerreißen drohte, wie auch schon sein Herz nahezu in zwei Hälften zerteilt war. Was war er schon? – Nicht mehr als eine schwache Seele, die in dieser Welt lediglich als eine Art Parasit im Geiste eines anderen weiter zu existieren vermochte, ein Leid und Qualenbringender Schmarotzer, der seinen Wirt nach und nach von Innen heraus zerstörte. Und deswegen würde er gehen, denn wenn er blieb, würde er irreparable Schäden an Yugis Seele hinterlassen und das letzte was er wollte war dem Kleinen Schmerzen zu bereiten. Sie waren einander längst viel näher gekommen, als es gut für sie beide war, folglich musste er es beenden, bevor sie die letzten Grenzen überschritten. Nur noch ein kurzes Stück ihres Weges würden die beiden gemeinsam gehen, das spürte Yami in der Tiefe seines zerrissenen Herzens ganz genau. Er wandte seinen Blick zur Seite und sah Yugi an. Sie hatten sich vor kurzem ausgesprochen und Yami wusste nun wie es um sie beide stand. Yugi hatte immer in Yamis Schatten gestanden und hatte somit niemals die Gelegenheit erhalten zu wachsen und sich zu entwickeln. Bilder hatten sich schmerzhaft in Yamis Gedächtnis eingegraben, Bilder von Yugi, wie er mit gequältem Blick zu ihm aufsah, leidend unter dem Schicksal, dass ihm durch Yami aufgebürdet worden war. Yugi wollte dass er ging und wenn Yami ehrlich zu sich selbst war, so war er auch zu müde um weiterhin in diese Welt weiter zu existieren. Nicht nur sein Gewissen plagte ihn, auch die Kraft die er einst wohl besessen hatte, war aus seiner Seele gewichten, er lebte nun schon viel zu lange und sehnte sich nach Ruhe und Schlaf. Yugi wusste das, er konnte es spüren, so wie auch Yami größte Teile von Yugis Empfindungen zu spüren vermochte und so waren sie beide stumm zur Übereinstimmung gekommen, dass es für sie am besten war wenn Yami endlich starb. Noch eine letzte Probe würden sie gemeinsam bestreiten und dann galt es Abschied nehmen.

Yami hatte Angst. Unbeschreibliche Angst vor diesem Augenblick, da er seine eigene Schwäche kannte und genau wusste, dass er die Schmerzen, die dieser Abschied mit sich brachte kaum zu überstehen vermochte. Und wie würde es mit Yugi sein? Yami wusste nicht, ob Yugis Gefühle für in so stark waren, wie seine Gefühle für den kleinen, doch wenn es so war, dann wollte Yami sich nicht ausmalen, was geschehen würde, nachdem er gegangen war, da er selbst den Gedanken wahrscheinlich nicht ertragen würde.

„Aibou“, flüsterte Yami leise und mit zittriger Stimme. Yugi hob den Kopf und sah ihn an, mit seinen glitzernden Augen, die das Funkeln jedes noch so reinen Edelsteines mit Leichtigkeit in den Schatten stellten. Es schien, als habe die Zeit beschlossen auf einmal stehen zu bleiben, oder vielleicht lief die Zeit auch weiter und sie beide waren nur zu unbeweglichen Skulpturen, gefangen in ihren eigenen Herzen, erstarrt. Yamis Stimme war verstummt, verweigerte, wie so oft in ähnlichen Situationen, ihren Dienst, doch Worte waren nicht nötig, um Yugi begreiflich zu machen was er ihm hatte sagen wollen. Tausende Wörter schwebten bereits zwischen ihnen und würden niemals gesprochen werden, aus Furcht sie könnten zu tiefe Wunden in Fleisch reißen, dass eventuell niemals wieder heilen würde, doch sie waren da und sowohl Yami als auch Yugi spürten das jede Sekunde ihres Lebens. Sie würde einander ihre Liebe niemals gestehen, da die Angst, sie würden sich auch nach ihrer Trennung dann niemals wieder vergessen können einfach zu groß war, besonders Yami hatte Angst er könne Yugis weiteres Leben zerstören. Das Band das zwischen ihnen bestand war schon viel zu fest, im schlimmsten Falle sogar zu fest um wieder zertrennt zu werden.

Der Himmel hatte einen hauchzarten rosa-orange Ton angenommen den violette Streifen durchzogen. Wenn man die Wolken betrachtete, so sahen sie aus wie Inseln die in einem großen, weiten Meer lagen, auf das die Sonne im Abendrot schien. Ihre letzten, kalten Strahlen streiften Yamis Körper und ließen das grausame Gefühl der Einsamkeit in ihm mit neuer, brennender Wut aufflammen. Yami wünschte sich, er könne jetzt auf der Stelle sterben.

-First Ending-

Auf einmal streckte Yugi seine Hand nach dem Zaun aus und zog sich hoch. Seine Bewegung schien wie in Zeitlupe zu verlaufen, aber vielleicht auch nur weil sie Yami so gefiel. In einem raschen Schwung hob sich Yugis schlanker, blasser Körper vom Boden, bis er aufrecht stand und die Sonne nun ihre wärmelosen Strahlen von oben bis unten auf den Körper des Jungen warf. Yami bewunderte Yugis erhabenes Profil. Die orange-roten Facetten schimmerten auf seinem Gesicht wie Feuer, dass von weißem Marmor zurückreflektiert wurden, seine wunderschönen Augen funkelten, als ob die Flammen sich darin brächen, den Kopf erhoben richtete sich sein Blick auf höhere Ziele, die ein normaler Mensch nicht zu ergreifen vermochte. Yugis Körper war klein, schmächtig und schwach und dennoch strahlte er eine so enorme Kraft und Erhabenheit aus, wie Yami sie zuvor niemals gesehen hatte, nicht einmal bei Kaiba, als sei Yugi in Wahrheit der ägyptische Pharao, eine Verkörperung eines Gottes auf Erden und nicht Yami. Wenn Yami so darüber nachdachte, so hatte Yugi wahrhaftig viel mehr Königliches an sich als er selbst, als habe das Schicksal ihn zu einem Gott in Menschengestalt gemacht.

Dann wandte sein Aibou den Kopf und blickte ihn an. Sein blick strahlte fest und entschlossen, mit einer Kraft, die Yami nie aufzubringen vermochte, wenn er seinen Partner ansah, und ohne das unsichere Flackern, dass immer in seinen Augen aufblitze. Entschlossen kam Yugi einige Schritte auf ihn zu, bevor er direkt vor ihm stand. „Yami“, flüsterte er. Seine Stimme durchbrach die Stille wie das sanfte klingen eines göttlichen Instrumentes, welches vollkommen Glücksseligkeit zu spenden vermochte. „Ich habe genug… machen wir uns nichts vor. Sag mir, warum soll dich denn schon leiden, wenn du bei mir bist, wenn ich doch genau weis, dass mir noch genügend Jahre Leid bevorstehen, wenn du erst gegangen bist?“ Der traurige Unterton in Yugis wunderschöner, sanfter Stimme lies Yamis Herz zu Eis gefrieren, die traurigen blicke, aus seinen zauberhaft glänzenden Augen schnürten ihm die Luft ab. Yugis ganzer Körper schien ein einziger Ausdruck der Schmerzen zu sein, die der kleine ertragen musste und nach deren Erlösung er sich so sehnte. Yamis Hand zitterte, als er sie langsam erhob um Yugis goldglänzende Haarsträne aus dessen Auge zu streichen. Seine Fingerspitzen berührten Haut des Jüngeren, die wie von einem fremden und unendlich kostbarem Stoff überzogen schien und ein merkwürdiges Gefühl zuckte durch Yamis Körper, tosenden Blitzen gleich, doch gleichzeitig kehrten seine Kraft und sein Selbstbewusstsein auf einen Schlag zurück und er scheute sich nun nicht weiter seinen Aibou zu berühren, im Gegenteil, er genoss den Kontakt sogar. Wie von selbst, ohne nachzudenken legte Yami den Arm um Yugis Hüfte und zog ihn das restliche Stück an ihn heran, das erwartungsvolle Prickeln in der Luft um ein vielfaches verstärkend. Der Pharao streichelte zärtlich und so sanft, als bestünde Yugis Haut aus hauchdünnem Glas, das unter der kleinsten Bewegung zu bersten drohte, über die Wange des Jungen. Seine Augen schienen den Jüngeren förmlich aufzusaugen, immer wieder glitten seine Blicke über Yugis Gesicht. All die quälenden Sorgen, die Yami bisher nicht hatten ruhen lassen, waren auf einmal fort, alle Zweifel beseitigt und unnötige Gedanken, waren wie fortgeweht. Er musste nicht mehr nachdenken, um zu wissen was er zu tun hatte, die durch seinen Kopf spukenden Worte hätten eh nur gestört. Ihre Gesichter waren einander nun so nahe, dass Yami Yugis warmen Atem auf seinem Gesicht spüren konnte. Sein Herz, das auf einmal wieder zu einem Ganzen verschmolzen zu sein schien, pochte heftig gegen seine Rippen und es war, als stünde sein Blut in Flammen. Sein Aibou schloss die Augen, schwer und ruckartig atmend, seine Wangen glühten und Yami wusste ganz genau, dass es ihm selbst genauso erging. Er durfte jetzt nicht zögern und so schloss auch er seine Augen und küsste Yugi. Als er