Fanfic: 8 Final Bit Beast

schwarz färbte. Nur um den Mond und um die kleinen funkelnden Sterne war er noch dunkelblau. Ihre Gedanken schweiften ab. Weit, weit weg. Ins kalte verschneite Moskau, wo vielleicht in diesem Moment mehrer Kinder gequält wurden, vielleicht auch ihre kleine Schwester. Lucy hatte nie auf sie aufpassen können. Denn nach dem Tod ihrer Eltern war Lucy in die Abtei und April ins Heim gekommen. Lucy wusste erst nichts von April bis ihr einmal das Tagebuch ihrer Mutter in die Hände fiel. Boris hatte eigentlich nicht gewollt das Lucy es liest doch sie war dran gekommen. Es war mehr ein dummer Zufall. >Ein dummer Zufall der mein Leben verändert hat! < dachte Lucy betrübt und dachte zurück. Zurück an die Zeit in der Abtei und an den Tag an dem sich ihr Leben schlagartig umkrempelte:

Flashback (schreib das mal aus Lucys sicht)

War mal wieder ein Tag wie jeder anderer. Ich bin allein hier in meinem `Zimmer`, so nennt Boris es.
„Sei froh dass ich dich nicht auf dem boden schlafen lasse!“ tadelt er immer im herrscherischen Ton.
Ich sollte wirklich froh sein, das er mich nicht mit diesen anderen Bladertypen auf ein Zimmer geschickt hat. Die wollen doch alle nur das eine. Aber ich bin ja Bladerin, da kann man keine Kinder gebrauchen. Aber ich will ja auch gar kein, denn, mein Gott, ich bin erst 13. Gut es gibt Leute die auch in diesem alter schon Kinder kriegen, aber ich will keins. Oh ich merke ich wiederhol mich.
„Na Griffer (Aussprache wichtig: englisch)? Wenigstens hab ich dich!“ flüsterte ich und er leuchtete kurz auf.
Ich schloss die Augen und lauschte dem gleichmäßigen Tröpfeln der Wassertropfen die von der Wand perlten und unten in einem `See` zusammen flossen. Ich wollte unbedingt einmal das Meer sehen. Ich war in Moskau aufgewachsen und war auch dort geblieben. Meine Eltern hatten mir mal versprochen zu meinem 4 Geburtstag mit mir ans Meer zu fahren Muscheln sammeln zu gehen. Doch das ging ja nicht. Da waren sie ja schon tot. Damals habe ich mich über meine Eltern geärgert und sie gehasst, weil sie nicht mit mir ans Meer gefahren sind. Mir war nicht klar dass sie das nicht mehr konnten. Ich zog meinen Schreibblock unter meine Kissen hervor und schreib ein paar Zeilen eines Songs darauf. Auf Englisch. Ich wusste nie warum ich Englisch konnte, es war so als ob es mir angeboren wäre. Ich wollte später mal Sängerin werden und keine riesengroße Bladerin oder Weltmeisterin. Ich wollte mit dem Geld das ich dann verdienen würde, den armen Kinder in der dritten Welt helfen und den Kinder überall in der Welt. Meine Eltern wollten auch das mit mir üben, wollten mir eine Band besorgen mit der ich dann üben konnte, aber erst wenn ich alt genug war. Doch jetzt sind sie nicht mehr da. Ich bin schon seit 10 Jahren in der Abtei und versuche zu Vergessen. Doch Boris macht alles so schwer. Kann er sich nicht einer Schönheits- OP unterziehen, ne Geschlechtumwandlung machen und seinen Namen in Olivia ändern. Dann hätte ich bei seiner Anwesenheit immer was zu lachen, doch so wie er jetzt war. Na ja. Er is eben Boris. Der, der meine Eltern umgebracht hatte. Ich schreckte auf, als die Tür geöffnet wurde und die Wache ein kleines, blutüberströmter, zierliches Mädchen in mein `Zimmer` (Gefängniszelle *düster guck*) schupste. Sie hatte ein Buch in der Hand. Sie zitterte stark und ihre Schläfen schienen zu pulsieren.
„Hey alles in Ordnung (boa dumme Frage! Natürlich nicht)?“ fragte ich besorgt und rutscht zu ihr herunter.
„E…es geht!“ stotterte sie sich zusammen und warf verängstigte Blick zur Tür.
„Komm leg dich auf mein Bett!“ bot ich ihr an und half ihr sich zum Bett zu bewegen.
Ich ging zu Tür, öffnete diese und ging ins Arztzimmer (wow so was haben die da?). Dort suchte ich ein paar Sachen zusammen um die kleine Notdürftig zu versorgen.
„Was hast du eigentlich da?“ fragte ich, als ich wieder im Zimmer war und der kleinen den Arm verband.
„Ein Tagebuch!“ antwortete diese zitternd.
„Und von wem?“
„Das weiß i… ich nicht! Ich hab’s bei Boris auf dem Schreibtisch gefunden und dann hab ich’s mitgenommen. Ich wollte drin lesen, aber dann musste ich zum Training und ich war völlig in Gedanken und war grottenschlecht und …!“ weiter kam sie nicht den ich unterbrach sie mit weicher Stimme:
„Hey ich weiß wie das ist! Ich lebe auch hier! Wie alt bist du?“
Ich wollte sie wach halten.
„1…10! Und du?“
„13! Wie heißt du?“ fragte ich weiter und wunderte mich über meine Neugierde.
„Mimi!“
„Ich bin Lucy!“ meinte ich und verband ihr Bein, welches die letzte Verletzung war.
„D…Danke!“
„Wofür?“ fragte ich in der Annahme dass das jeder getan hätte.
„Dafür dass du kein Herzloser Sklave bist wie die meisten hier!“ antwortete sie.
„W…Wie heißt du mit Nachnamen?“ fragte sie dann.
„Barkinson! warum?“ fragte ich darauf.
„Weil das hier dann dir gehört!“ meinte Mimi leise und gab mir das Buch.
„Wow!“ staunte ich.
„Aber…!“ weiter kam ich nicht, denn die Tür wurde aufgestoßen und zwei Männer in schwarz, wie die Wachmänner, stand dort vor einem ziemlich wütend aussehenden Boris.
„Du…!“ zischte er und deutete auf Mimi, „Bist jetzt dran!“
Ich legte das buch schnell und unerkannt weg und richtete mich dann aus.
„Aber Boris! Sie ist verletzt und…!“ versuchte ich sie zu verteidigen, worauf ich mir eine saftige Ohrfeige einfing.
Ich hielt mir die Wange und versuchte ruhig zu bleiben.
„Halt du dich da raus! Klar?“ raunte er.
„Ja! Sir! Aber…!“
„Nehmt beide mit!“ herrschte er.
„Was?“ fragte ich ungläubig.
„Ich glaube dir müssen mal wieder die Regeln eingeprügelt werden!“
Ich konnte mich nicht wehren und wurden von den Männer in schwarz in den Folterraum gezerrt. Was dort passiert war, war schrecklich. Ich werde es nie vergessen, denn diese Narbe, die an meinem Hals, wird mich immer an diese Nacht erinnern. Ich stand völlig neben mit als Boris wie ein verrückter (was er ja auch is) auf mich einschlug, mit seiner komischen Peitsch. Ich kam mir vor wie ein Zuschauer in diesem Moment. Zuschauer meiner eigenen Tragödie. Es kam mir so vor als würde ich in diesem Moment nicht in meinem Körper sein, nur ein Geist der für kurze Zeit zwischen den Gezeiten hängen geblieben ist. Ich hörte meine eigenen stummen Schreie, doch nur ich hörte sie. Ich sah meine unsichtbaren Tränen, die nur ich sah. Und diesen zerreißenden Schmerz, den auch nur ich spürte. Die Tränen und die Schreien waren nicht da. Das war nur das was ich in diesem Moment am liebsten getan hätte. Doch der Schmerz war, nicht nur der Körperlich auch der Geistliche. Ich hatte in meinem Leben immer gehofft jemand würde mich befreien aus diesem Gefängnis, doch just in diesem Moment wurde mir klar: Für mich gibt es kein Licht am ende des Tunnels. Keinen Menschen der mich hier rausholt oder dem ich meine Gefühle zeigen würde. Niemand hörte mich wenn ich Hilfe brauchte. Schon bei dem Gedanken alleine zu sein, stiegen die tränen in mir hoch. Ich unterdrückte sie mit dem Gedanken, Boris wartet nur darauf, auf deine Schwächen um sie schamlos auszunutzen. Ich kannte dieses Spiel. Noch lange ließ ich diese Prozedur über mich ergehen. Ich habe keine Ahnung wie ich hinterher in mein Zimmer kam. Ich weiß nur noch das ich mich auf mein Bett legt und unter großen Kraftaufwand in dem Buch las das mir Mimi gegeben hatte. >Mimi! < dachte ich in diesem Moment nur. Die Arme. Sie war doch schon verletzt gewesen. Ich wandte mich wieder dem Buch zu.

Auf der aller ersten Seite stand: Eigentum von Melinda P. Barkinson.

Vielleicht war das ja meine Mum. Ich blättert etwas weiter, bis zum letzten Eintrag.

Liebes Tagebuch,
Es ist alles so wunderschön in meinem Leben. Marcus ist nun jeden Tag zu hause und spielt viel mit Lucy. Sie ist ein richtig aufgewecktes Kind und spielt uns andauernd streiche. Erst gestern habe ich eine Gummischlange in meinem Bett gefunden. Du weißt ja wie sehr ich alle möglichen Krabbeltier und Echsen fürchte. Lucy kommt genau nach Marcus. Ihre rabenschwarzen Haare und den Charakter hat sie von ihm, aber alle sagen sonst wäre sie ganz die Mutter. Heute hat uns Boris eingeladen mit ihm und den Familie von Marcus’ Arbeitkollegen an den Gerfierd- See zu fahren. Der liegt irgendwo in China. Ich würde mich freuen. Endlich mal weg aus dem eintönigen Moskau. Raus in die freie Natur. Aber ich weiß noch nicht ob ich ihm wirklich vertrauen sollte. Du weißt er hat einmal Lucy gekidnappt. Ich hoffe er hat sich geändert. Aber noch mal zu etwas schönem. April ist wohl auf und schläft nun schon die Nächte durch. Sie ist viel zierlicher als Lucy und nicht so scherzhaft. Doch sie beteiligt sich lebhaft an den Spielen. Ich finde meine Kinder sind richtig Glücksgriffe. Marcus hat gesagt die beiden sollen später einmal Blader werden und hat Lucy schon beigebracht wie man ihr Blade startet. Sie hat Talent, meint Marcus immer. April hingegen lasse ich noch kein Blade anfassen. Sie ist noch viel zu klein. Immerhin erst 1 Jahr alt und kann gerade erst mal laufen. Ich melde mich morgen nach dem Ausflug mit Boris wieder und
Bis bald

Melinda

Darunter hatte sie zwei große Lippenstift abdrücke hinterlassen. Ich war geschockt. Hatte ich etwa noch eine kleine Schwester?

Flashback ende

Unsanft wurde Lucy aus ihren Gedanken gerissen. Sie war ans andere Ende des Sees getrieben worden und hatte sich dabei an einem Stein die Unterseite des Fußes aufgerissen, was auch daran lag das die Haut aufgeweicht war. Sie öffnete abrupt die Augen und hielt sich den Fuß. >Hilft ja nichts! < meinte sie zu sich selbst und schwamm zurück. Sie stieg aus dem Wasser und warf sich ein Handtuch über die Schultern um die Narben zu verbergen, die alles verraten könnten. Lucy wollte die Blade Breakers und die Blitzkrieg Boys nicht in Familienangelegenheiten hinein ziehen