Fanfic: Ein tripp in die Altewelt
gehabt.<
Aber darüber beschweren würde sie sich jetzt deswegen noch lange nicht, immerhin ging es ihr ja nur deswegen noch im großen und ganzen gut. Aber sie hatte sich noch gar nicht bei Sesshoumaru für seine Hilfe bedankt. Ob sie das jetzt noch nachholen sollte? Allerdings wirkte er auf sie nicht so, als ob er einen Dank erwarten würde. Sie traute sich nicht, etwas zu ihm zu sagen und schwieg daher lieber.
"Da seid Ihr ja wieder, Sesshoumaru-sama!" Rin lief überglücklich auf den Youkai zu, als dieser zusammen mit Kimie wieder bei den anderen eintraf. Der Weg war kürzer gewesen, als Kimie gedacht hatte. Sie waren vielleicht gerade mal ein Stunde unterwegs gewesen. In dieser Zeit hatte sie aber kein Wort mit Sesshoumaru gesprochen. Irgendwie wurde sie aus ihm einfach nicht schlau. Weiter darüber nachdenken, konnte Kimie aber nicht, denn Rin kam auf sie zu, nachdem sie Sesshoumaru begrüßt hatte. "Kimie-san! Endlich bist du wieder da! Geht es dir gut?", fragte das kleine Mädchen und sah Kimie abwartend an. Diese nickte lächelnd. "Ja, es ist alles in Ordnung." Und jetzt wurde sie auch von Inuki begrüßt. Sie war erleichtert, zu sehen, dass es ihm gut ging und streichelte sanft seinen Kopf. "Hallo, Inuki!"
Kimie war unheimlich froh, dass diese Sache noch gut ausgegangen war. Es hätte schließlich auch ganz anders laufen können.
Rin lächelte fröhlich und streichelte Inuki dann über den Rücken. "Inuki ist ganz schön schlau! Er hat uns ein Stück Stoff gebracht und da wusste Sesshoumaru-sama ganz schnell, dass etwas nicht stimmte und du wahrscheinlich Hilfe brauchst."
Kimie schaute überrascht auf. >Deswegen wusste Sesshoumaru, dass ich...?< Niemals hätte sie gedacht, dass Inuki gerade Sesshoumaru um Hilfe bitten würde.
"Reden wir nicht weiter darüber.", erwiderte der Youkai kühl und beendete damit das Thema.
Kimie bemerkte nun, dass Inuki Sesshoumaru genau anschaute. Langsam ließ der Hund dann von seiner Herrin ab und kam nun auf ihn zu. Bei dem Youkai angekommen, schaute der Mischling diesen kurz an, dann senkte er den Kopf, wie zur Verneigung. Es schien, als wollte er ihm danken.
>Sieh mal einer an!< Kimie war ehrlich überrascht. Sowas hätte sie von Inuki nicht erwartet, zumal er Sesshoumaru eigentlich nicht leiden konnte, wie es immer schien.
Als Inuki wieder aufschaute, nickte Sesshoumaru kaum merklich und kehrte der Gruppe dann wieder den Rücken zu.
"Mein Herr, wo geht Ihr hin?", fragte Jaken, der bis eben keinen Kommentar zu der ganzen Sache abgegeben hatte, doch erhielt er nur eine typische Anweisung als Antwort: "Ihr wartet hier." Und damit verschwand Sesshoumaru wieder, wie es bereits am Morgen der Fall war.
>Wohin verschwindet er denn dieses Mal?<, überlegte Kimie. Aus Sesshoumaru würde sie wohl wirklich niemals schlau werden. Erst jetzt bemerkte sie den eigenartigen Blick, den Jaken ihr zuwarf.
"Ist was?", fragte sie den Krötendämon, der sich daraufhin von dem Mädchen abwandte und eingebildet antwortete: "Du machst meinem Herrn wirklich nur Umstände, Menschenweib!" Und prompt kassierte er für diese Bemerkung sogleich ein deftige Kopfnuss. "Und du bist noch immer eine unheimliche Nervensäge!", erwiderte Kimie, triumphierend die Faust emporgehoben, während Jaken sich seine Beule rieb.
Inuki beschäftigte Sesshoumaru noch eine Weile. Dieser Hund hatte ihn erst vor kurzem angeriffen und es lag klar auf der Hand, dass er den Youkai nicht mochte. Er hatte zwar eine Vermutung, was Inuki anbelangte, war sich dessen aber nicht wirklich sicher. Dieser Hund war der erste gewesen, der ihm wirklich Rätsel aufgab. Aber jetzt war er zu ihm gekommen und hat ihn auf seine eigene Art um Hilfe gebeten. Und Sesshoumaru war tatsächlich auf diese Bitte eingegangen!
Der Youkai hatte irgendwie so ein nagendes Gefühl, dass ihn nicht mehr losließ. Er hatte irgendwie den Eindruck, als habe er etwas übersehen. Aber was? Konnte das denn überhaupt sein?
"Nun, ich werde es schon noch herausfinden."
Damit widmete sich Sesshoumaru wieder der Angelegenheit zu, die er eigentlich erledigen wollte, und setzte unbeirrt seinen Weg fort.
Mittlerweile waren wohl wieder 1 1/2 Stunden vergangen und Sesshoumaru war noch nicht zurückgekommen. Kimie hatte die Zeit genutzt um sich etwas zu erholen. Dieser Tag war bisher wohl der anstrengendste gewesen. Nachdem sie noch eine Weile darüber nachgedacht hatte, entschloss sie sich doch noch dazu, Sesshoumaru aufrichtig für seine Hilfe zu danken, wenn er wieder zurückkommen würde. Jetzt saß sie nachdenklich auf einem kleinen Hügel und schaute in den Himmel hinauf. Inuki lag dösend neben ihr. Rin, Jaken und Ah-Un waren am Lagerplatz geblieben, der sich in einiger Entfernung befand. Kimie hatte sich aber nicht so weit von den anderen entfernt, wie vorhin.
"Wie viele Tage sind eigentlich inzwischen vergangen?" fragte sich das Mädchen. "Hmm... Vor vier Tagen bin ich hier gelandet, glaube ich. Die Zeit ist irgendwie ziemlich schnell an uns vorbeigezogen, findest du nicht auch, Inuki?"
Der Hund schaute auf und sah seine Herrin aufmerksam an. Kimie streichelte lächelnd den Kopf des Hundes, dann stand sie auf. Gerade wollte sie sich mit ihm wieder auf den Rückweg machen, als sie jemanden ihren Namen rufen hörte: "Kimie!"
Kimie kannte die Stimme nur zu gut. Zuerst glaubte sie, sich verhört zu haben, drehte sich dann aber doch noch um. "Kagome?", flüsterte sie, als konnte sie es immer noch nicht wahrhaben. Doch da war wirklich Kagome und nicht nur sie, auch Inu Yasha und die anderen waren da. Sie standen in einiger Entfernung auf einem anderen Hügel und Kagome winkte Kimie zu.
"Schaut nur! Inuki ist auch da!", rief Shippo fröhlich. Kagome lief nun auf ihre Cousine zu, die ihr entgegenkam. Überglücklich fiel die Jüngere ihr um den Hals. "Mensch! Bin ich froh zu sehen, dass es dir gut geht!"
Auch Kimie war sehr glücklich über das Wiedersehen und Inuki sprang erfreut um die beiden herum.
"Ist das schön, dich zu sehen, Kagome!", sagte Kimie erleichtert. In der Tat war sie sehr froh darüber, dass sie nun doch noch gefunden wurde.
"Du scheinst ja wirklich noch ganz gut drauf zu sein.", sagte Inu Yasha ruhig an Kimie gewandt, als er und die anderen nun ebenfalls bei den beiden Mädchen eintrafen. Kimie lächelte etwas verlegen. "Ihr habt wirklich alle nach mir gesucht?"
Kagome stieß ihr leicht den Ellenbogen in die Seite. "Na, hör mal! Das ist doch selbstverständlich! Was dachtest du denn?"
Kimie hob beschwichtigend die Hände. "Ist ja gut, Kagome!" Dann wandte sie sich an die versammelte Truppe: "Tja, dann danke ich euch sehr. Und entschuldigt bitte, wenn ich euch Unannehmlichkeiten bereitet habe."
"Kein Problem.", erwiderte Sango lächelnd.
Nachdem die erste Wiedersehensfreude hinter ihnen lag, ließ Miroku suchend seinen Blick schweifen. "Sag mal, Kimie, wo ist Sesshoumaru eigentlich?"
"Das würde ich auch gerne wissen.", fügte Inu Yasha ernst hinzu und schaute sich ebefalls um. Kimie wollte soeben antworten und ihnen erklären, dass sie es selbst nicht wusste, doch da kam ihr eine Stimme noch vor ihrer Antwort zuvor. "Ich habe mich schon gefragt, wann ihr sie wohl finden werdet."
Sofort waren alle Blicke auf einen Hügel gerichtet, auf dem nun Sesshoumaru stand. Mit seinem üblich kühlen Blick sah er die Freunde an. Inu Yasha trat sofort hervor. "So! Du lässt dich also doch noch blicken, Sesshoumaru. Gut, das erspart mir die Suche nach dir!" Und mit diesen Worten zog der Hanyou sein Schwert Tessaiga. Was nun kommen würde, war für jeden klar.