Fanfic: Ein tripp in die Altewelt
eigentlich?"
Kagome wandte sich an ihre Cousine: "Also, Kimie, das hier sind Inu Yasha, Sango, Miroku und Shippo. Freunde von mir."
"Achso! Na dann! Schön, euch kennen zu lernen.", erwiderte Kimie lächelnd und verbeugte sich höflich. Ihr kam das alles zwar noch recht seltsam vor, doch irgendwie war es auch aufregend. Auch die anderen begrüßten sie nun.
"Eigentlich komisch, dass sie es geschafft hat, hierher zu kommen. Ohne das Juwel der Vier Seelen ist es doch, außer vielleicht für Inu Yasha, gar nicht möglich, von Kagomes Welt in unsere Welt zu gelangen.", meinte Miroku plötzlich und legte sich eine Hand ans Kinn. Daraufhin wurde Inu Yasha hellhörig. "Hast du ihr etwa einen von deinen Juwelensplittern gegeben?", fragte er Kagome, die die Frage aber verneinte. Kimie hörte dem Gespräch zu und holte dann den Juwelensplitter aus ihrer Hosentasche. "Meinst du mit Juwelensplitter vielleicht sowas?"
"Das ist tatsächlich ein Juwelensplitter!", erkannte Shippo den kleinen Gegenstand, den Kimie zwischen Daumen und Zeigefinger festhielt. Die anderen waren sichtlich überrascht.
"Inuki hat ihn gefunden.", erklärte Kimie und übergab Kagome den Splitter. Diese bedankte sich und steckte ihn wieder zu den anderen in ihre Tasche.
"Er lag auf dem Boden vor dem Schrein und...", wollte Kimie erklären, doch plötzlich hielt sie inne und griff sich an den Kopf. "Oh nein, Inuki! Den hätte ich fast vergessen!" Sofort hatte sie sich zum Brunnen umgewandt und rief Inukis Namen in diesen hinein.
"Wie jetzt? Ist Inuki etwa auch hier?", fragte Kagome irritiert, doch als sie ein Bellen hörte, was aus dem Brunnen kam, war ihre Frage schnell beantwortet.
"Wer ist denn Inuki?", fragte Sango. Kimie seufzte. "Das ist mein Hund. Eigentlich bin ich ja nur hier gelandet, weil er in den Brunnen gesprungen ist. Als ich ihn festhalten wollte, hat er mich mit hineingezogen."
Kagome wandte sich an Inu Yasha: "Inu Yasha, kannst du Inuki bitte aus dem Brunnen rausholen?" Der Hanyou willigte ein und sprang in den Brunnen. Kurze Zeit später kam er mit Inuki unter dem Arm wieder zum Vorschein. Der Hund kam sofort auf Kimie zu, die ihn erleichtert umarmte. "Du bist mir ja auch einer! Was machst du für Sachen?"
"Der ist aber hübsch!", meinte Shippo. Kirara, die bis eben hinter Sango stand, kam nun hinter ihrer Herrin zum Vorschein und schritt auf Inuki zu. Er war zwar deutlich größer als sie, doch Angst schien sie dennoch nicht zu haben. Neugierig beäugten sich die beiden.
Als Kimie Kirara nun sah, war sie begeistert. "Oh! Ist die niedlich! Darf ich sie streicheln?", fragte sie Sango, die lächelnd nickte. "Sicher. Sie heißt übrigens Kirara."
Die Dämonenkatze ließ sich gerne von Kimie streicheln, bis Inu Yasha wieder auf ein vorheriges Thema zurückkam: "Damit wäre das dann wohl geklärt, wie Kimie hierhergekommen ist. Und jetzt haben wir noch mehr Ärger am Hals."
"Inu Yasha!" Kagome war empört. Das musste ja wieder kommen. Kimie schaute auf und wollte soeben etwas darauf erwidern, als ihr Blick wie gebannt an dem Hanyou haften blieb. Dieser zog nun skeptisch eine Augenbraue hoch. "Was ist? Was starrst du mich denn so an?"
"Einen Moment, bitte." Kimie kam auf Inu Yasha zu und streckte die Hände nach ihm aus. Er wich irritiert zurück, doch sie hatte ihn schon an seinen Ohren gepackt.
"Hey! Was soll das?!"
"Diese Ohren... Sind die etwa echt? Wow!" Völlig gebannt befühlte Kimie die Ohren des Hanyous, der die Prozedur reichlich geplättet über sich ergehen ließ. Zuvor war Kimie diese Besonderheit noch gar nicht aufgefallen. Kagome musste unweigerlich anfangen, leise zu lachen. "Genau wie ich. Das habe ich auch zu allererst gemacht."
"Du bist doch kein Mensch! Was bist du?", fragte Kimie verunsichert, noch immer mit den Händen an Inu Yashas Ohren. Doch Kagome gab ihr stattdessen die Antwort: "Ein Hanyou. Halb Hundedämon, halb Mensch."
Kimie überlegte kurz und lächelte dann. "Wie süß!"
"Süß?!" Inu Yasha glaubte, sich gründlich verhört zu haben. "Was ist süß?! Wer ist süß?! Ich bin nicht süß!"
"Alles, was irgendwie mit Hunden zu tun hat, macht Kimie schwach.", erklärte Kagome lächelnd.
Schließlich ließ Kimie doch wieder von Inu Yasha ab. "Das ist echt unglaublich!"
"Ach ja? Ich finde es ganz normal.", erwiderte er trocken und befühlte prüfend seine Ohren.
"Inu Yasha! Jetzt sei doch nicht immer so unhöflich!", schaltete sich Miroku ein und kam auf Kimie zu. Ehe sie reagieren konnte, hatte er schon ihre Hände genommen und sah ihr tief in die Augen. "Kimie, wir haben uns zwar eben erst kennen gelernt, dennoch möchte ich dich fragen, ob du dir vorstellen könntest, die Mutter meiner Kinder zu werden?"
"Bitte?!" Kimie fiel aus allen Wolken, während die anderen nur unter lautem Seufzen in sich zusammenbrachen. Außer Sango, sie wirkte eher reichlich geknirscht. Sie zögerte auch nicht lange und zog Miroku eins mit ihrem Bomerang über. Kimie wich zurück und wandte sich an Kagome. "Was war denn das eben?"
"Nichts besonderes.", winkte Kagome ab. "Das macht er immer. Ignoriere es einfach."
"Können wir mal beim Thema bleiben?", fragte Inu Yasha und wirkte leicht gereizt. "Auf noch mehr sinnloses Gepäck lege ich nämlich wirklich keinen Wert!" Er wandte sich Kimie zu. "Also mach, dass du wieder zurück in deine Zeit kommst!" Damit deutete er auf den Brunnen. Kimie zog eine Augenbraue hoch und verschränkte dann demonstrativ die Arme vor der Brust. "Vergiss es! Jetzt bin ich schonmal hier und jetzt will ich auch mehr über all das hier erfahren. Mach lieber Sitz, Bello!"
"Also, das ist doch...!"
Wieder schaltete sich Kagome ein: "Kleinen Moment! Das geht so, Kimie." Damit wandte sie sich Inu Yasha zu. "Inu Yasha?", säuselte sie mit einer Unschuldsmiene und dann folgte ein "Osuwari!"
Nach etwa einer Stunde und ungefähr 100 mal "Osuwari!" von Kagome, ließ sich Inu Yasha doch noch dazu breittreten, Kimie im Mittelalter zu lassen. Nachdem sie Kimie selbst gefragt hatte, hatte Kagome keine Bedenken mehr deswegen. Doch Inu Yasha musste noch ein paar Sachen an Kimie verlauten lassen: "Eines gilt es klarzustellen: Wir spielen nicht deine Bodyguards! Wenn du hier bleiben willst, dann musst du dich schon selbst verteidigen können."
Kimie zuckte gleichgültig mit den Schultern. "Wie du meinst."
Inuki lag dösend im Gras, wobei seine Ohren aber ab uns zu lauschend die Gegend erkundeten.
"Der Name 'Inuki' klingt ähnlich, wie der von Inu Yasha.", bemerkte Shippo, doch Inu Yasha hörte gar nicht mehr wirklich zu.
Sangos Blick blieb nun an Kimies Tasche hängen, die sie bei sich trug. "Was ist denn in dieser Tasche drin?"
Kimie schaute auf ihren Rücken und nahm die Tasche in die Hand. "Ach, nichts besonderes. Nur das hier." Als sie daraufhin ihr Schwert herausholte, ging doch ein erstauntes Raunen durch die Gruppe.
"Zum Glück, hast du es mitgenommen, Kimie.", meinte Kagome. "Glaub mir, du wirst es bestimmt noch brauchen können."
"Das war wirklich nur Zufall. Eigentlich wollte ich ja nur ein paar Übungen machen, als ich dich zum Brunnen hab gehen sehen. Da hat doch meine Neugier gesiegt."
Kimie steckte ihr Schwert wieder in ihre Tasche. Plötzlich hob Inuki seinen Blick und stand kurz darauf auf seinen Beinen, was ihr nicht verborgen blieb. "Inuki? Was ist denn?"
Doch auf einmal spurtete der Hund in den Wald hinein.
"Hey, Inuki! Komm zurück!" Kimie folgte im natürlich sofort und auch Kagomes Rufe hielten sie nicht mehr auf. "Kimie! Warte! Lauf lieber nicht alleine hier rum! Das könnte gefährlich sein!"
"Und schon haben wir Ärger am Hals.", meinte Inu Yasha mit einem misstrauischen Blick in die Richtung, in der Inuki und Kimie verschwunden waren. Kagome war von dieser Bemerkung wenig begeistert. "Hör auf, Inu Yasha! Kimie ist gar nicht..."
Ich rede nicht von Kimie, sondern von dem, dessen Geruch ich eben wahrgenommen habe."
"Inuki! Wo bist du?" Kimie musste sich etwas durch das Unterholz durchkämpfen, wobei ihr immer wieder einige Zweige im Weg hingen. Zusätzlich zog jetzt auch noch Nebel auf, was ihre Sicht noch mehr einschränkte. Als sie aber endlich aus diesem Blättergestrüpp hinausgefunden hatte, hörte sie das Rauschen eines Flusses. Daraufhin erblickte sie direkt vor sich eine Art Böschung. Sie lief darauf zu und schaute hinunter. Da war tatsächlich ein Fluss und da war auch Inuki.
"Inuki! Was machst du denn da?"
Der Hund stand wie gebannt an dem Fluss und schaute hochkonzentriert auf die andere Seite hinüber. Auch reagierte er nicht auf Kimies Rufe. Das war eigenartig, denn normalerweise hörte er immer sofort. Kimie glitt vorsichtig sich die Böschung hinab und lief zu ihm.
"Du kannst doch nicht einfach weglaufen, Inuki!", mahnte sie ihn, kniete sich auf den Boden und legte ihre Hand auf seinen Kopf. Doch noch immer schaute Inuki gebannt auf das andere Flussufer hinüber.
"Hm? Was hast du denn?" Kimie folgte dem Blick ihres Hundes und erspähte plötzlich auf der anderen Seite des Flusses eine, ihr unbekannte Person. Der aufmerksame, aber auch kühle Blick haftete zuerst an Inuki, dann an Kimie.
"Wer ist das?", murmelte Kimie leise, während sie auf das andere Flussufer hinübersah. Irgendwie hatte sie ein ungutes Gefühl, obwohl sie zugleich auch fasziniert war. Zwar lag noch der Nebel