Fanfic: Ein tripp in die Altewelt

in der Luft, doch konnte sie ganz deutlich das lange weiß-silberne Haar und die goldenen Augen erkennen. Kimie zögerte noch einen Moment und stand dann langsam auf.
"Sesshoumaru!" Mit einem Male sprang Inu Yasha hervor und landete direkt neben Kimie und Inuki. Kagome und die anderen waren ebenfalls da und glitten die Böschung hinab. Kagome wirkte sichtlich geschockt. "Kimie! Ist alles in Ordnung mit dir?"
"Ja, es ist alles in okay! Aber..." Kimies Blick schweifte wieder zurück. "Wer ist das?"
"Inu Yashas älterer Halbbruder. Sein Name ist Sesshoumaru, aber er ist keinesfalls auf unserer Seite.", erklärte Kagome eiligst und Shippo fügte hinzu: "Du kannst froh sein, dass du noch heil bist. Mit Sesshoumaru ist nicht zu spaßen."
Inu Yasha hatte währenddessen bereits Tessaiga gezogen und war bereit, sich seinem Halbbruder entgegenzustellen. Doch dieser wirkte wenig angetan von dem Vorhaben des Jüngeren. "Ich habe jetzt wirklich nicht die Zeit und die Lust, mit dir zu spielen, Inu Yasha."
"Pah! Als ob mich das interessieren würde! Du hast doch sicher wieder irgendwas vor, oder?!"
"Erstens geht dich das nichts an und zweitens werde ich dir darauf sowieso nicht antworten."
Jetzt war Inu Yasha erst recht auf 180. Ohne weiter zu zögern schnellte er auf Sesshoumaru zu und der übliche Geschwisterkampf entbrannte.
"Das wird zu gefährlich! Wir sollten uns lieber etwas abseits aufhalten!", meinte Miroku. Sesshoumaru setzte währenddessen sein Peitsche gegen Inu Yasha ein, dieser konnte aber noch rechtzeitig ausweichen. Doch stattdessen schnellte sie nun genau in die Gruppe hinein. Zwar sprangen alle noch rechtzeitig zurück, doch Kimie stolperte dabei und fiel rücklings in den reißenden Fluss. Kagome sah geschockt zu ihr rüber. "Kimie!"
Die Strömung war sehr stark und immer wieder wurde Kimie unter Wasser gedrückt.
Inu Yasha spitzte die Ohren. Das Geräusch, was er hörte, klang alles andere als gut. "Verdammt! Da ist ein Wasserfall!" Damit ließ er Sesshoumaru Sesshoumaru sein und beeilte sich, Kimie noch rechtzeitig aus dem Wasser zu fischen. Diese war dem Wasserfall schon bedrohlich nahe gekommen und noch bevor Inu Yasha sie erwischen konnte, war es schon zu spät.
"AAAH!!"
"Kimie!!"
Kagomes Ruf bekam Kimie nur noch halb mit. Zu laut war das Rauschen des Wasserfalls. Wann sie am Ende ihres Falls angekommen war, bemerkte sie auch kaum, denn um sie herum war nur noch Wasser. Kimie bekam keine Luft mehr und hatte jeglichen Orientierungssinn verloren. Irgendwann erschlaffte ihr Körper und ihr wurde schwarz vor Augen.

"Verflucht! Ich habe sie nicht mehr erwischt!" Inu Yasha stand am Ufer des Flusses und ballte wütend die Hand zur Faust. Die anderen starrten entsetzt den Wasserfall hinab. Man konnte das Ende überhaupt nicht sehen.
"Dein eigenartiger Drang, Menschen zu helfen, ist eine Schande.", drang die kühle Stimme von Sesshoumaru zu den Ohren der Freunde vor. Inu Yasha wandte sich zu seinem Halbbruder um. "Sei still! Das ist doch überhaupt nur deine Schuld!"
"Meine Schuld?", fragte Sesshoumaru, wenngleich es doch reichlich gleichgültig klang. "Wenn ich dich daran erinnern darf, Inu Yasha, dann warst du es doch, der mich zuerst angegriffen hat. Aber egal, was kümmert mich das schon?" Und mit diesen Worten verschwand Sesshoumaru im Nebel. Inu Yasha wollte ihm zuerst folgen, wurde aber von Miroku daran gehindert. "Warte, Inu Yasha! Lass ihn! Wir müssen jetzt zuerst versuchen, Kimie wiederzufinden!"
Inu Yasha wusste natürlich, dass der Mönch recht hatte.
"Oh nein, Kimie! Hoffentlich ist ihr nichts passiert!", sagte Kagome besorgt. Inu Yasha kam auf sie zu und legte ihr eine Hand auf die Schulter. "Keine Sorge. Wir werden sie finden."
Kagome nickte dankbar.
Inuki hatte bis eben den Wasserfall hinuntergestarrt, doch plötzlich sprang er wieder die Böschung hinauf und verschwand im Gebüsch, wie man am Rascheln der Blätter wahrnehmen konnte.
"Inuki! Inuki, komm zurück!" Kagome wollte dem Hund sofort folgen, doch Sango hielt sie davon ab. "Nicht, Kagome! Mitten in den Nebel hineinzurennen ist viel zu gefährlich!"
Tatsächlich war es jetzt wirklich sehr neblig geworden. Die Freunde sollten sich jetzt besser nicht voneinander trennen.
"Das ist ja nicht gerade toll gelaufen.", meinte Shippo. "Kimie und Inuki sind weg und wir sitzen hier im Nebel fest."
"Schon möglich, aber die beiden kommen bestimmt zurecht.", erwiderte Inu Yasha fest. Doch wohlmöglich versuchte er somit hauptsächlich, Kagome zu beruhigen.