Fanfic: Ein tripp in die Altewelt
erzählt, dass die Erde tatsächlich flach sei und der Mond allen Ernstes aus grünem Käse bestünde. Rin sah sie nun doch etwas irritiert an. "Stimmt was nicht?"
"Hm? Nein! Schon gut!" Kimie winkte ab. >Ich kann ihr doch wohl schlecht erzählen, dass der Typ mich wohl irgendwann kalt machen will...<
Plötzlich griff Rin nach Kimies Hand. "Komm! Ich stelle dir jetzt Jaken-sama und Ah-Un vor!"
"Äh... okay." Kimie ließ sich hinter Rin herziehen, wobei ihr aber immer noch dieser Gedanke im Kopf herumspukte: >Ein kleines Mädchen, wie sie, bei so einem Kerl, wie dem? Da könnte man ja gleich einen Fuchs in einen Hühnerstall sperren.<
Und während sie sich noch ihre Gedanken machte, waren beide plötzlich raus aus dem Wald rausgekommen und direkt vor ihnen erstreckte sich nun eine Wiese. Kimie ließ ihren Blick schweifen und erblickte eine kleine Gestalt, die wartend im Gras saß. Ohne zu zögern zog Rin sie zu ihr hin.
"Jaken-sama! Das ist Kimie-san!", stellte Rin Kimie vor. Jaken wandte den Blick um, wirkte aber wenig erfreut. "Ein Menschenweib, weiter nichts. Es wundert mich, dass mein Herr, Sesshoumaru, seine Zeit damit zugebracht hat, jemanden wie dich vor einem Dämon zu retten. Aber er wird wohl seine Gründe gehabt haben."
"Auch schön, dich kennenzulernen...", erwiderte Kimie sarkastisch. Herrlich! Jetzt gab es schon zwei Typen, deren Sympathie sie wohl nicht unbedingt für sich verbuchen konnte. Sie hatte nicht einmal bemerkt, wie Rin nun kurz verschwunden war, nur um jetzt mit etwas anderem zurückzukommen. "Und das hier ist Ah-Un!"
"Hm?" Kimie drehte ihren Kopf und sah hinter sich. "UAAH!!", entfuhr es ihr sofort, denn vor ihr stand jetzt ein zweiköpfiger Drache, der von Rin an Zügeln festgehalten wurde. Kime saß etwas geschockt auf dem Boden und wagte kaum, sich zu rühren. Das war doch das Vieh, was sie in der Nacht so angestarrt hatte, nachdem dieser Dämon bereits tot war!
Rin musste lachen. "Keine Angst! Er ist ganz lieb." Rin streichelte Ah-Un an einem seiner Köpfe. Dieser ließ sich das nur zu gern gefallen. Bei näherer Betrachtung empfand Kimie den Drachen wirklich als irgendwie niedlich. Sie stand auf und streckte vorsichtig eine Hand nach einem der Köpfe aus. Ah-Un schien wirklich nicht bösartig zu sein. Kimie lächelte und streichelte ihn nun unbefangen. "Du bist ja wirklich ein ganz Süßer!" Und auch Ah-Un schien Kimie zu mögen. Naja, jetzt war die Sache wieder etwas ausgeglichen: Zwei konnten Kimie dem Anschein nach gut leiden, die anderen beiden daher wohl weniger.
"Du kommst doch mit uns, Kimie-san, oder?", fragte Rin plötzlich und sah Kimie abwartend an. Was sollte sie jetzt darauf antworten? Eigentlich wollte sie ja verschwinden. Doch als sie Rin so ansah, konnte sie sich nicht dazu durchringen, ihr das zu sagen, also nickte sie nur leicht lächelnd.
>Was soll's?<, dachte Kimie. >Ich mache einfach das beste daraus, soweit das geht.<
Jaken saß noch immer im Gras und blickte missmutig zu dem Mädchen. Noch ein Mensch! Das hatte ihm gerade noch gefehlt!
"Wir brechen auf.", drang plötzlich die kühle Stimme von Sesshoumaru zu den anderen vor. Der Youkai stand am Waldrand und hatte sich bereits zum Gehen umgewandt. Jaken war sofort aufgestanden, während Rin auf Ah-Uns Rücken kletterte. Kimie entschied sich, neben dem Drachen herzulaufen, während Sesshoumaru an der Spitze des kleinen Trupps ging, dicht gefolgt von Jaken. Für gewöhnlich hielt der Krötendämon Ah-Uns Zügel fest, doch hatte er wohl keine große Lust, neben Kimie herzutrotten. Also nahm sie das kurzerhand in die Hand und führte den Drachen neben sich her. "Wo gehen wir eigentlich hin?", fragte sie Rin leise, doch diese schüttelte nur den Kopf. "Weiß nicht. Aber Sesshoumaru-sama wird es wohl wissen."
>Ja, den werde ich aber kaum fragen!<, dachte Kimie und schielte zu dem Youkai. Bei dem Gedanken an das Gespräch zu Anfang und was darauf folgte, wurde ihr schlecht. Eigentlich hatte sie ja nicht vorgehabt, bereits im Alter von 17 Jahren das Zeitliche zu segnen und konnte wohl wirklich nur darauf hoffen, dass Kagome, Inu Yasha und die anderen sie möglichst recht bald finden würden.
>Sonst ende ich wirklich noch als Dosenfutter à la Pedigree Pal...<
Sesshoumaru verschwendete währenddessen nur einen kurzen Gedanken an Kimie. Er fragte sich lediglich, wie lange sie wohl mit der kleinen Gruppe mitreisen würde, wenngleich es ihm eigentlich egal war. Für ihn war es höchstens interessant zu wissen, wann Kimie vor ihm reißaus nehmen würde. Aber sicherlich würde sie schon bald von allein verschwinden. Seine kleine Demonstration von eben hatte ja wohl den gewünschten Eindruck hinterlassen.
"Sango! Miroku! Habt ihr Kimie gefunden?"
Kagome trat aus Kaedes Hütte und lief den beiden aufgeregt entgegen, während Kirara zum Landeanflug ansetzte und nun sanft wieder auf dem Boden aufkam. Doch sowohl von Sango, als auch von Miroku kam nur ein Kopfschütteln zurück.
"Nein, leider nicht.", antwortete Sango enttäuscht und stieg von Kirara ab. Miroku tat es ihr gleich und erzählte weiter: "Wir sind dem Fluss lange gefolgt. Wir dachten, vielleicht würde sie irgendwo am Ufer sein, aber da war nichts und niemand zu sehen. Irgendwann wurde der Fluss immer schmaler und bis dahin kann sie unmöglich abgetrieben worden sein."
"Und sie war wirklich nicht am Ufer oder noch in der Nähe?", fragte Kagome besorgt und wieder wurde die Frage verneint.
"Allerdings haben wir etwas gefunden.", sagte Sango plötzlich und zeigte den anderen nun eine längliche Tasche. Kagome erkannte sie sofort. "Die gehört Kimie! Darin hat sie ihr Schwert aufbewahrt!"
"Ja, aber die Tasche ist leer.", erklärte Miroku und er hatte recht. Die Tasche war offen und es war nichts drin.
Shippo ließ verunsichert den Blick schweifen. "Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?"
"Das muss nicht zwangsläufig was schlechtes bedeuten.", meinte Inu Yasha. "Zumindest hat Kimie wohl nicht tot am Ufer gelegen. Das ist schonmal als positiv zu bewerten. Und wenn sich ihr Schwert nicht in ihrer Tasche befand, dann kann es doch sein, dass sie es irgendwohin mitgenommen hat."
"Vielleicht ist sie ja in den Wald gegangen, oder sowas.", meinte Shippo.
"Das könnte sein.", stimmte Kagome der Vermutung zu, wenngleich sie es aber als höchst eigenartig empfand, dass Kimie ihr Schwert zwar mitnehmen, die Tasche aber zurücklassen sollte.
Kaede trat nun ebenfalls aus der Hütte. "Wollen wir hoffen, dass sie das nicht getan hat."
Alle drehten sich zu ihr um. "Und warum nicht?", fragte Shippo unsicher.
"Tja, wie soll ich sagen?" Kaede war sich nicht sicher, ob sie wirklich mit der Wahrheit rausrücken sollte. Nach kurzem Warten sprach sie aber weiter: "In dieser Gegend wimmelt es von Dämonen. Ich will ja niemanden beunruhigen, besonders nicht dich, Kagome, aber so sieht leider die Realität aus. Man kann nur hoffen, dass sie ihre Waffe gegebenenfalls gut einsetzt."
"Um Himmels Willen!" Kagome war geschockt und wandte sich hilfesuchend an die anderen: "Wir müssen sie finden, bevor es vielleicht zu spät ist! Kimie hat doch noch nie gegen Dämonen gekämpft!" Inu Yasha legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter. "Beruhige dich, Kagome. Wir werden jetzt dem Fluss zu Fuss folgen und ich versuche, ihre Spur aufzunehmen. Ich bin mir sicher, dass es ihr gut geht."
Tja, zwar war Kimie noch nicht von einem Dämon gefressen worden, aber fraglich ist, ob das die anderen beruhigt hätte, hätten sie gewusst, in was für einer Lage Kimie stattdessen war. Sie durfte weiterhin hinter Sesshoumaru herdackeln und mittlerweile mussten ein paar Stunden vergangen sein. Wohin er wollte, wusste sie immer noch nicht und Rin hatte ja deswegen auch keine Ahnung. Jaken wollte Kimie nicht fragen. Auf noch mehr Stress hatte sie jetzt nämlich wirklich keine Lust. Ihr Blick fiel auf Sesshoumaru, der weiterhin an der Spitze des kleinen Trupps ging, dicht gefolgt von Jaken. Neben der Gruppe verlief noch immer der nahe gelegene Wald.
Rin beobachtete von Ah-Uns Rücken aus Kimie, wie diese nachdenklich neben dem Drachen herlief. "Stimmt was nicht?"
Kimie schaute auf und schüttelte leicht lächelnd den Kopf. "Nein, schon gut." Sie wollte Rin nicht mit ihren Problemen belästigen.
Den ganzen Tag lang waren sie unterwegs und machten hin und wieder nur kurze Pausen von gerade mal höchstens fünf Minuten. Rin aß während ihres Ritts auf Ah-Un ein paar Beeren und andere Früchte, die sie bei sich trug, und gab Kimie immer wieder welche ab. Diese war dafür sehr dankbar, sonst wäre sie wohl schon längst in sich zusammengeklappt. Dennoch kam sie nicht drum herum, einmal zu gähnen. Sie war noch immer totmüde.
"Und schon macht unser Neuzugang schlapp. Menschen sind eben doch nur schwache Geschöpfe.", hörte man Jaken spöttisch sagen. Kimie funkelte ihn wütend an. "Danke, für das Kompliment!", erwiderte sie sarkastisch. "Übertreibe es bloß nicht zu sehr mit deiner Freundlichkeit, sonst werde ich noch verlegen, du abgebrochener Zwerg!"
"So eine Unverschämtheit!" Jaken wandte sich an Sesshoumaru: "Mein Herr! Habt Ihr das eben auch gehört? Dieses Menschenweib ist eine reinste Zumutung!" Dann fügte er flüsternd hinzu: "Können wir uns nicht ihrer Anwesenheit entledigen, Sesshoumaru-sama?"
Der Youkai ging weiter und drehte sich auch nicht um, antwortete aber trotzdem: "Wenn ich es für richtig erachten sollte, dann werde ich mich darum kümmern."
Jaken gab sich mit dieser