Fanfic: Ein tripp in die Altewelt

Antwort zufrieden und freute sich innerlich schon darauf, wenn sein Herr mit diesem Menschenweib kurzen Prozess machen würde. Das würde er sich bestimmt nicht entgehen lassen, wenn es soweit war. Er schielte zu Kimie zurück, doch prallte er kurz darauf gegen Sesshouamrus Bein. "Ah! Verzeiht mir, mein Herr! Ich habe eben nicht..." Jaken stutzte und schaute nach oben. "Sesshoumaru-sama, was habt Ihr denn?"
Der Youkai war aus irgendeinem Grund plötzlich stehen geblieben. Rin und Kimie bekamen das ebenfalls mit und Kimie ließ Ah-Un daraufhin ebenfalls zum Stehen kommen.
>Was für ein schräger Gedanke ist ihm wohl jetzt wieder gekommen?<, dachte Kimie misstrauisch.
"Da kommt etwas auf uns zu.", sagte Sesshoumaru ruhig. Sofort horchten alle auf, doch konnte man zunächst keine Geräusche wahnehmen. Erst nach einer Weile hörte man ein Rascheln im nahe gelegenen Gebüsch und konnte dann sehen, wie sich einige Zweige der Büsche bewegten.
>Ist das etwa... ein Dämon?<, fragte sich Kimie beunruhigt und sah auf das Gestrüpp, hinter dem plötzlich die weißen Spitzen von zwei Ohren hervorlugten.
Kimie stutzte. "Das ist doch..."
Kurz darauf sprang ein schwarzer Hund hinter dem Busch hervor. Rin war im ersten Moment ziemlich erschrocken, erinnerte sie dieser Hund doch sehr stark an die Wölfe, die sie und das Dorf, in dem sie lebte, mal angegriffen hatten. Ängstlich stieg sie von Ah-Un ab und versteckte sich hinter einem seiner Beine. Kimie hingegen lief sofort unbeirrt auf den Hund zu. "Inuki! Du bist das!"
Freudig bellend lief Inuki ihr entgegen und sie schloss ihn sogleich in ihre Arme. "Bin ich froh, dass du mich gefunden hast! Ich habe dich vermisst! Zum Glück geht es dir gut!"
Jaken wirkte reichlich irritiert. Sesshoumaru hingegen beobachtete das Wiedersehen schweigend. Er erkannte Inuki sofort wieder. Das war der selbe Hund, der ihn schon am Fluss so argwöhnisch beäugt hatte. Er hatte seinen Menschen also wiedergefunden.
Während Kimie Inuki erfreut streichelte, lugte Rin vorsichtig hinter Ah-Un hervor. "Kimie-san? Hast du gar keine Angst?"
"Nein! Nicht doch! Das ist mein Hund Inuki.", erwiderte Kimie lächelnd. Rin wirkte überrascht. "Dein Hund?"
"Ja, und er ist wirklich ganz lieb."
Plötzlich lief Inuki noch einmal in das Gebüsch zurück und kam kurz darauf mit Kimies Schwert, welches er im Maul hielt, wieder zum Vorschein.
"Du hast mein Schwert bei dir?" Kimie war erstaunt. Inuki musste es irgendwo am Fluss gefunden haben. Zwar fehlte nun die Tasche, aber das war jetzt sowieso unwichtig.
Sesshoumaru kam daraufhin auf Kimie und Inuki zu. Ohne zu fragen, nahm er das Schwert an sich, das Inuki vor dem Mädchen ins Gras abgelegt hatte.
"Sieh an! Ein Schwert. Du kannst also ein Schwert führen?", fragte der Youkai als er das Schwert aus der Scheide zog, wenngleich die Frage etwas prüfend klang, mit einem leicht amüsierten Unterton. Es war, als wollte er sagen: "Du und ein Schwert? Das ich nicht lache!"
Wobei sich Kimie aber nicht so recht vorstellen konnte, dass dieser Typ überhaupt mal lachte und wenn, dann sicherlich nur aus Schadenfreude, oder ähnlichem.
"Ich trainiere Kendo, wenn du es genau wissen willst.", antwortete Kimie leicht genervt auf die Frage. Super! Jetzt machte er sich bestimmt gedanklich über sie lustig!
"Auch eine Waffe macht einen schwachen Menschen nicht stärker.", fuhr Sesshoumaru fort. Kimie verdrehte die Augen und erhob sich langsam, da sie bis eben noch auf dem Boden gehockt hatte. Als ob sie es geahnt hätte!
"Reizend... Kann ich es wiederhaben?" Sie hielt ihm auffordernd die Hand hin, doch sofort sprang Jaken hinzu und fing an zu zetern: "Falls du planen solltest, meinen Herren bei einer günstigen Gelegenheit heimtückisch mit deinem Schwert angreifen zu wollen, dann kannst du es gleich vergessen! Ein so gewöhnlicher Mensch wie du würde ihn sowieso niemals besiegen können! Schon gar nicht ein Menschenweib!"
"Habe ich etwa behauptet, dass ich das vor habe?", erwiderte Kimie verärgert. Hielt dieser Krötendämon sie denn für völlig bescheuert? Als ob sie Sesshoumaru wirklich angreifen würde, dann könnte sie sich ihr Schwert auch gleich selbst in die Brust jagen oder Sesshoumaru selbst sagen, er könne an Ort und Stelle dafür sorgen, dass sie von nun an die Radieschen von unten betrachtet! Zwar war sie noch nicht lange in dieser Welt und wusste auch so gut wie nichts über sie, aber dass mit Sesshoumaru nicht gut Kirschen essen war, war ihr schon klar. Da brauchte sie sich nur an seine nette Art von vorhin erinnern. Und auch, wenn er ihr mittlerweile mächtig auf die Nerven ging, wollte sie dennoch noch etwas länger am Leben bleiben.
"Und außerdem ist mein Name Kimie, nicht Menschenweib!", fuhr Kimie fort und verschränkte die Arme vor der Brust. Sesshoumaru steckte währenddessen das Schwert wieder in die Scheide und hielt es ihr hin. "Zumindest scheinst du nicht so dumm zu sein, wie viele andere Menschen.", meinte er, da er es genau in ihren Augen ablesen konnte, dass sie nichtmal im Traum daran dachte, ihn eventuell anzugreifen. Im Gegensatz dazu hatten schon viele andere Menschen und auch Dämonen versucht, ihn, Sesshoumaru, anzugreifen, doch alle haben sie diesen Versuch mit dem Leben bezahlt.
Mit einem leichten Grummeln nahm Kimie ihr Schwert wieder an sich. "Welch ein Kompliment! Darf ich mich jetzt etwa geschmeichelt fühlen?"
Sofort war da wieder dieser stechende Blick seitens Sesshoumaru.
"Komm wieder runter! Ich bin ja schon ruhig." Kimie wollte sich abwenden, als ihr wieder seine Stimme ins Ohr drang: "Ich sagte dir schon vorhin, du hast mich 'Sesshoumaru-sama' zu nennen, wenn du mit mir sprichst! Oder muss ich mich noch klarer ausdrücken, damit selbst du es begreifst?"
Das Mädchen blieb stehen. Hatte dieser Kerl denn wirklich keine anderen Sorgen?
"Ich warte auf eine Antwort!", bohrte Sesshoumaru nach.
"Ja, ich habe verstanden!", antwortete Kimie mächtig genervt und würgte dann mühsam noch ein "Sesshoumaru-sama" hervor. Im nächsten Moment hätte sie kotzen können! Sie hatte das wirklich gesagt!
>Aber bilde dir jetzt deswegen bloß nicht ein, dass ich nach deiner pfeife tanze!<
Damit wandte Kimie sich ab. Nachdenklich ruhte ihr Blick auf ihrem Schwert, während sie zu Ah-Un und Rin zurückging. Vielleicht konnte sie sich damit nicht gegen diesen Youkai verteidigen, falls er sie wirklich mal angreifen sollte, aber zumindest konnte sie sich so vielleicht ein paar schwächere Dämonen vom Hals halten, die ihr auf die Pelle rücken sollten.
>Zumindest bis Kagome und die anderen mich endlich finden.<, dachte Kimie.
Inuki folgte dem Mädchen. Rin hielt sich noch immer hinter Ah-Un versteckt, doch Kimie winkte sie zu sich. "Komm ruhig her. Er beißt wirklich nicht." Zögerlich näherte sich das kleine Mädchen und sah Inuki an. Dieser warf ihr einen neugierigen Blick zu. Vorsichtig streckte Rin eine Hand nach dem Hund aus und berührte seinen Kopf. Sie bemerkte daraufhin schnell, dass er sie wirklich nicht beißen würde und lachte. "Der ist ja wirklich süß und hat ein ganz weiches Fell! Und er heißt Inuki?"
Kimie nickte lächelnd. Das war fast die gleiche Situation, wie die, als Rin ihr Ah-Un vorgestellt hatte. Doch sogleich blickte Kimie noch einmal vorsichtig zu Sesshoumaru. Würde er es überhaupt dulden, dass Inuki jetzt da war? Der Youkai aber sagte nichts, sondern begab sich wieder an die Spitze des Trupps. Seinen Blick konnte Kimie aber nicht deuten. Sie seufzte.

Das nächste Mal buche ich meine Reise woanders...<

So ENDE des 2.Kapitel viel spass noch mit dem DRitten.....