Fanfic: Ein tripp in die Altewelt
doch nicht so an!", erwiderte der Hanyou teils empört und teils gequält. "Ich meinte das doch nicht als Beleidigung! Aber überall an dir haftet der Geruch von Sesshoumaru und den kann ich nicht ab!"
Abrupt wich Kimies Wut der Irritaion. "Wie bitte?"
Wieder kam Inu Yasha auf das Mädchen zu und schnüffelte erneut an ihrer Kleidung, diesmal aber aus einem gewissen Sicherheitsabstand. "Und wie du nach ihm riechst!", bestätigte er seine Aussage und rümpfte die Nase. "Sag mal, was habt ihr denn gemacht? Wollte er dich fressen? Anders kann ich mir kaum vorstellen, wie du in seine Nähe hättest kommen sollen." Die Bemerkung über das Fressen war natürlich als solche nicht ernst gemeint gewesen, doch Inu Yasha interessierte es schon, was wohl zwischen Kimie und Sesshoumaru abgelaufen war. Auch Kagome wirkte neugierig und fragte ihre Cousine ebenfalls danach aus. Diese aber zögerte mit der Antwort. Erstmal musste sie für sich selbst überlegen, woher es wohl kam, dass sie Sesshoumarus Geruch mit sich herumtrug. Dann fielen ihr aber einige Möglichkeiten ein, die das erklären konnten. Einmal hatte Sesshoumaru Kimie ja über diesen Fluss getragen, dann war sie noch einmal in seiner Nähe gewesen, als sie sich um seinen beschädigten Kimono gekümmert hatte. Und letztendlich war da noch diese Sache mit den Räubern gewesen. Sie hatte sich an ihm festgehalten, ihr Bewusstsein verloren und wachte direkt an ihn gelehnt wieder auf. Doch sollte sie das den anderen so erzählen? Das musste doch zu absurd klingen! Kimie rang sich schließlich dazu durch, es bei der Sache mit dem Fluss zu belassen. Vielleicht würde sie Kagome irgendwann des ganzen Rest erzählen, aber momentan war ihr wirklich nicht danach. Die anderen gaben sich mit dieser Erklärung zufrieden, auch wenn Inu Yasha noch etwas skeptisch wirkte. Er fragte aber nicht weiter nach.
"Schade.", meinte Miroku aber plötzlich mit gespieltem Bedauern. "Ich hätte doch auf traute Zweisamkeit getippt."
"Halt die Klappe, Miroku!", fuhr ihm Sango aufgebracht dazwischen. Solche Bemerkungen gingen ihr wirklich mehr als auf die Nerven. Kimie schaute irritiert von einer Person zur anderen. "Wovon redet ihr hier eigentlich?"
Kagome winkte eiligst ab und lächelte. "Ach, gar nichts! Am besten, wir vergessen das alles ganz schnell. Hauptsache, du lebst und bist gesund."
Kimie sah ihre Cousine an und nickte mit einem leichten Lächeln.
"Naja, dein Schwert sah aber weniger gesund aus.", warf Inu Yasha plötzlich ein. "So zweigeteilt macht es nicht wirklich ein gute Figur."
Kimie horchte auf. "Woher wisst ihr das?" Sie hatte ihr Schwert, oder besser gesagt die Überreste davon, an dem Ort zurückgelassen, wo dieser Dämonenwurm die Gruppe angegriffen hatte. Warum hätte sie es auch weiter mit sich herumtragen sollen?
Sango klärte die Situation auf: "Wir sind immer deiner Spur gefolgt. Inu Yasha hat deine Fährte aufgenommen und dann sind wir genau den selben Weg langgelaufen, wie du mit Sesshoumaru. Natürlich sind wir dann auch an den Überresten dieses Dämons vorbeigekommen und daneben lagen die Bruchstücke von deinem Schwert."
"Achso."
"Ich hatte schon befürchtet, dir wäre was zugestoßen.", sagte Kagome an Kimie gewandt. "Aber als Inu Yasha sagte, dass du lebst, war ich wirklich erleichtert. Stimmt es aber, dass du einen Dämon auch selbst getötet hast?"
Kimie nickte. Sie ahnte, was Kagome meinte und erinnerte sich noch gut an diesen Schlangendämon, der sie in der zweiten Nacht angegriffen hatte. "Ja, aber ich habe mehr aus einem Reflex heraus zugeschlagen. Dass ich ihn auf Anhieb so gut getroffen habe, war eher Zufall."
"Du hast wohl echt Glück gehabt.", sagte Inu Yasha. "Aber diesen Wurm hat Sesshoumaru erlegt. Das bestätigte mir der Geruch." Er warf einen prüfenden Blick auf Kimie. "Aber erzähl mir jetzt nicht, dass er das Vieh erledigt hat, um dir zu helfen."
Auf diese Bemerkung wusste Kimie auch nicht wirklich, wie sie reagieren sollte. Sie musste sich eingestehen, dass sie es selbst nicht wusste. Vielleicht hatte Sesshoumaru diesen Dämonenwurm auch nur getötet, weil die ganze Gruppe in Gefahr war. Aber eigentlich war ihr das im Moment gleich. Worüber sie sich wirklich Gedanken machte, war die Tatsache, dass Sesshoumaru sie kurz darauf aus einer wirklich brennzligen Lage gerettet hatte. Doch einen wirklichen Grund hatte er dafür eigentlich nicht gehabt.
"Was hast du Kimie?", fragte Kagome plötzlich mit verunsichertem Unterton. "Du bist auf einmal so nachdenklich."
"Was?" Kimie sah die Jüngere kurz an, schüttelte dann aber mit einem leichten Lächeln den Kopf. "Es ist nichts. Ich bin nur müde."
"Das ist verständlich.", sagte Sango. "Dann sollten wir jetzt wieder ins Dorf zurückgehen."
Die anderen nickten zustimmend und kurz darauf machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Rückweg. Kimie schaute mit einem eigenartigen Gefühl noch einmal zurück in die Richtung, in die Sesshoumaru verschwunden war, und schloss sich dann den anderen an.
"Sesshoumaru-sama! Ihr seid wieder zurück." Jaken lief aufgeregt auf seinen Herrn zu, der sich wieder der Gruppe anschloss. "Wir ziehen weiter.", bestimmte der Youkai sofort im üblichen Ton und ohne Umschweife. Rin war von dieser Anweisung aber reichlich irritiert und sah ihn fragend an. "Aber was ist mit Kimie-san und Inuki? Sie sind noch nicht zurückgekommen."
"Sie kommen auch nicht wieder.", erwiderte Sesshoumaru und ging bereits voran. Rin konnte mit dieser plötzlichen neuen Situation nicht wirklich was anfangen. "Wieso?", fragte sie den Youkai, der sich nicht zu ihr umdrehte aber dennoch nach einem kurzen Moment für einen Augenblick stehen blieb und ruhig antwortete: "Sie sind nach Hause gegangen." Damit setzte Sesshoumaru seinen Weg wieder fort, dicht gefolgt von Rin, Jaken und Ah-Un. Die drei wollten nicht unbedingt den Anschluss verlieren. Während Rin sich aber noch fragte, warum Kimie und Inuki auf einmal und ohne sich zu verabschieden gegangen waren, musste Jaken sich eingestehen, dass auch er etwas überrascht darüber war. Doch wirklich zu stören, schien ihn das nicht.
Sesshoumaru ging unbeirrt an der Spitze des Trupps und verlor auch während des weiteren Weges kein Wort mehr über dieses Thema.
Der Rückweg ging für Kagome, Kimie und die anderen etwas schneller von statten, da sie nun ja genau wussten, wo sie hinwollten. Ihr Weg führte geradewegs zum Dorf, welches sich in der Nähe des knochenfressenden Brunnens befand. Während Inu Yasha Kagome und Shippo auf seinem Rücken trug und so mit schnellen Schritten den Rückweg antrat, flogen Sango, Miroku und Kimie, die Inuki vor sich festhielt, auf Kirara zurück. Zwar legte die Gruppe während der Nacht noch eine Rast ein, doch am nächsten Morgen ging es sofort wieder weiter, so dass sie bereits am Nachmittag das Dorf erreicht hatten. Dort lernte Kimie auch Kaede kennen, die ebenfalls froh war über den guten Ausgang dieser Geschichte. Doch bereits am Abend machten sich Kagome und Kimie für ihren Rückweg in die Neuzeit bereit. Nachdem sie sich von Kaede verabschiedet hatten, ging die ganze Gruppe gemeinsam zum knochenfressenden Brunnen.
"Und du willst wirklich schon wieder gehen?", fragte Shippo Kimie mit einem traurigen Unterton in der Stimme. "Kommst du denn mit Kagome noch einmal wieder?"
Kimie lächelte leicht und hockte sich auf den Boden, damit sie Shippo besser anschauen konnte. "Ich glaube, ich bleibe lieber in meiner Zeit. Wenn ich hierbleiben würde, würde ich euch sicher nur im Weg sein und das will ich nicht. Schon gar nicht, nachdem ihr meinetwegen bereits solche Umstände hattet. Ich glaube, das ist besser so."
Shippo senkte den Blick, nickte dann aber leicht. Er wollte Kimie nicht in ihre Entscheidung hineinreden. Inuki stubste den kleinen Kitsune sanft an, als wollte er ihn aufmuntern. Shippo streichelte den Kopf des Hundes und lächelte leicht.
"Dann wünschen wir dir alles Gute.", sagte Miroku an Kimie gewandt, die dankbar nickte. "Das wünsche ich euch auch."
"Ich komme mit euch.", sagte Inu Yasha zu Kagome und Kimie und trat einen Schritt vor. "Irgendjemand muss ja schließlich Inuki aus dem Brunnen holen, wenn ihr wieder in eurer Zeit seit."
"Danke, Inu Yasha.", bedankte sich Kagome bei dem Hanyou. Auch Kimie bedankte sich bei ihm und wandte sich dann an den Rest der Truppe: "Also, macht's gut, Leute! Es war toll, euch kennengelernt zu haben und danke, dass ihr gekommen seid, um mir zu helfen."
"Das war doch selbstverständlich.", erwiderte Sango lächelnd. "Auf wiedersehen, Kimie." Kirara, auf Sangos Schulter sitzend, maunzte noch einmal zum Abschied.
Nun machten sich Kagome und Kimie für den Rückweg bereit. Inu Yasha nahm Inuki auf den Arm und trat an den Brunnen heran. Er würde als erster gehen. Bevor sich die kleine Gruppe aber auf den Weg machen konnte, wandte sich Shippo nochmal an Kimie: "Wer weiß, vielleicht überlegst du es dir ja nochmal und kommst doch noch einmal auf einen kurzen Sprung vorbei."
Kimie drehte sich mit einem leichten Lächeln um und winkte ihm noch einmal zu. Als Inu Yasha dann in den Brunnen sprang, folgte sie ihm und dann kam Kagome. Als sie fort waren, war es für einen kurzen Moment ganz still.
"Tja, jetzt sind sie weg.", sagte Miroku schließlich mit einem leichten Seufzen in der Stimme. Dann wandte er sich an die anderen: "Gehen wir ins Dorf zurück und warten dort auf Inu Yasha." Sango und Shippo nickten und gemeinsam machten sie sich dann auf dem Weg.
Behutsam setzte Inu Yasha Inuki