Fanfic: Ein tripp in die Altewelt

schließlich. "Bilde dir aber nicht ein, wir hätten uns zum letzten Mal gesehen. Du lässt deine Finger von Kagome und das so lange, bis ich Nraku erledigt habe. Danach werde ich sie nämlich zu mir nehmen." Und mit diesen Worten und einem letzten Gruß an Kagome verschwand Kouga ebenso schnell, wie er gekommen war. Inu Yasha rief ihm wütend ein paar Flüche hinterher, während Kagome seufzte. "Also, ehrlich! Musste das sein, Inu Yasha?" Inu Yasha brach daraufhin sofort wieder eine Diskussion zum Thema "Kouga" vom Zaun.
Nachdem sich die Gemüter aber wieder beruhigt hatten, fragte Kimie neugierig an die Gruppe gewandt: "Sagt mal, was hat Kouga eigentlich mit diesem Naraku zu schaffen?"
"Naja..." Kagome senkte den Blick. "Durch eine Falle von Naraku wurden viele von Kougas Freunden getötet. Dafür will er sich jetzt natürlich rächen."
"Achso." Kimie wurde nun noch nachdenklicher. Dem Anschein nach war dieser Naraku wirklich ein übler Zeitgenosse, dem man wohl besser nicht über den Weg laufen sollte. Ob die Freunde ihm früher oder später wohl auch gegenüberstehen würden?

Am Abend rastete die Gruppe in der Nähe eines Waldes. Kimie war zugegeben etwas enttäuscht, hatte sie immerhin gehofft, Sesshoumaru zu treffen. Allerdings war ihr schon klar, dass sie nicht erwarten konnte, dass sie ihm sofort wieder über den Weg laufen würde. Abwarten und Tee trinken, hieß wohl die Devise. Und anstatt sich weiter unnötig Gedanken darüber zu machen, nahm sie lieber an der Unterhaltung der anderen teil. Die Freunde saßen um das Lagerfeuer herum und über dem Feuer köchelte in einem kleinen Topf etwas Wasser vor sich hin. Kagome hatte nämlich ein paar Instant-Nudeln aus der Neuzeit dabei, die sie nun an die anderen verteilte. Besonders Inu Yasha war davon begeistert, wie Kimie feststellen konnte, denn der Hanyou schaute ganz gebannt auf das Wasser im Topf und schien sehnsüchtig darauf zu warten, bis es endlich heiß genug war.
"Du weißt ja, dass du trotzdem noch ein paar Minuten warten musst.", sagte Kagome. "Immerhin müssen die Nudeln noch etwas in dem Wasser ziehen."
"Jaja, ich weiß!", erwiderte Inu Yasha wie nebenbei, noch immer den Blick auf den Topf gerichtet. Kimie musste nun doch leise lachen. Irgendwie empfand sie es als sehr angenehm, sich im Kreise der Freunde aufzuhalten. Auch, wenn sie eigentlich wieder zurückgekommen war, um Sesshoumaru noch einmal zu treffen, so musste sie zugeben, dass auch die Erfahrungen, die sie wohl mit den anderen machen würde, sie in ihrer Entscheidung ebenfalls bereicherten.
Sango stand auf und beugte sich etwas vor, um nach dem Wasser im Topf zu schauen. "Es müsste eigentlich bald heiß genug sein.", sagte sie zufrieden und wollte sich auch sogleich wieder hinsetzen, als sie aber abrupt in ihrer Bewegung inne hielt. Ihr Gesicht hatte plötzlich einen ganz merkwürdigen Ausdruck angenommen und bald erkannten die anderen auch den Grund dafür.
"Wenn du das sagst, Sango, dann muss es wohl so sein.", meinte Miroku während er mal wieder seine Finger nicht bei sich behalten konnte und seine Hand auf Sangos Hintern gelegt hatte. Kurz darauf kassierte er von dem Mädchen eine deftige Kopfnuss. "Du kannst es nicht lassen, was?", fragte Sango gereizt, während Miroku nun doch etwas mitgenommen auf seinem Platz saß. Eine nette Beule zierte seinen Kopf. Die anderen seufzten. Miroku würde sich wohl nie ändern. Nur Kimie hatte dem ganzen etwas irritiert zugeschaut. "Was war das denn?", fragte sie Kagome flüsternd, die leise antwortete: "Frag nicht. Das ist normal."
"Aha..."
Plötzlich richtete Sango sich auf und schritt auf den nahe gelegenen Wald zu. Kirara folgte ihr und sprang auf ihre Schulter.
"Sango! Wo willst du denn hin?", fragte Kagome sofort. Ihre Freundin antwortete: "Ich gehe nur noch nach etwas Feuerholz suchen."
"Warte! Ich komme mit!" Und mit diesen Worten war Kagome auch schon aufgesprungen und Sango gefolgt. "Äh... Dann komme ich auch mit!", meinte Kimie und stand ebenfalls auf.
"Hey! Und wer kümmert sich jetzt um das Wasser?", rief Inu Yasha den Mädchen nach und deutete auf den Topf über dem Feuer. Kagome drehte sich kurz um und winkte lächelnd ab. "Ach! Damit kommt ihr doch auch allein klar, oder? Ihr müsst das Wasser ja einfach nur in die Behälter mit den Nudeln gießen, wenn es heiß genug ist. Und nicht vergessen, es ziehen zu lassen!" Und damit verschwanden die drei Mädchen auch schon im Wald. Inu Yasha, Miroku, Shippo und Inuki blieben am Lagerfeuer zurück. "Tja, jetzt sind wir Männer wohl unter uns.", meinte Shippo nachdenklich und Miroku seufzte. "Hach, manchmal ist das Schicksal wirklich grausam."

"Hey, Sango! Miroku scheint ja einen richtigen Narren an dir gefressen zu haben.", meinte Kimie leicht amüsiert, während sie mit Kagome und Sango nun nach Feuerholz suchte. Auf ihre Bemerkung hin erwiderte Sango möglichst gleichgültig: "Das bildest du dir ein. Er hat doch immer nur andere Mädchen im Kopf, sobald ihm welche über den Weg laufen." Aber während sie das gesagt hatte, hatte sie so einen merkwürdigen Unterton in der Stimme gehabt, was ihren Freundinnen nicht verborgen blieb. "Aber du magst ihn, oder?", fragte Kimie, woraufhin sich Sango sofort zu ihr umdrehte. "Den?! Soweit kommt's noch!", versuchte sie zu leugnen, doch hatte ihr Gesicht einen leichten rötlichen Schimmern angenommen. Kagome lächelte. "Ach, Sango! Wir sind doch jetzt unter Mädchen, also jetzt sei doch mal ehrlich zu dir." Zuerst wollte Sango erneut widersprechen, senkte dann aber etwas verlegen den Blick. "Naja... Gut, ich gebe es zu, ich mag ihn schon irgendwie.", gab sie zu. "Aber bei ihm scheint das wohl nicht so zu sein."
"Wie kommst du darauf?", fragte Kimie nun, woraufhin Sango sofort antwortete: "Sonst würde er doch nicht ständig anderen Mädchen nachschauen!" Kimie zuckte mit den Schultern. "Vielleicht macht er das ja nur, weil er nicht weiß, dass du ihn eigentlich magst."
"Merken Männer sowas überhaupt?", fragte Kagome nun. "Wenn man es ihnen nicht schriftlich gibt, dann kriegen die meisten das doch eh nie mit."
"Das Gefühl habe ich irgendwie auch.", stimmte Sango ihrer Freundin zu. Dieses Gespräch brachte Kimie zu einer anderen Frage, die sie nun an Kagome richtete: "Sag mal, Kagome, wen magst du eigentlich lieber? Kouga oder Inu Yasha?"
Auf diese Frage war Kagome in diesem Moment gar nicht gefasst gewesen und entsprechend überrascht sah sie ihre Cousine an.
"So, wie ich das sehe, scheinen beide dich zu mögen.", sprach Kimie weiter. "Wobei dieser Kouga das etwas mehr zeigt, als Inu Yasha, wie ich das bis jetzt mitgekriegt habe."
Nach einem kurzen Moment senkte Kagome den Blick. "Inu Yasha ist in eine andere verliebt.", sagte sie leise. Kimie zog überrascht eine Augenbraue hoch. "Wie? Er hat eine Freundin?"
"Hatte. Sie ist schon lange tot. Etwa seit 50 Jahren.", erklärte Kagome ruhig, doch für ihre Cousine schien diese Antwort etwas verwirrend zu sein. "Er trauert einem Mädchen nach, das seit 50 Jahren tot ist?", fragte sie mit etwas ungläubigem Unterton, was zugleich die Frage in ihr aufwarf, wie alt Inu Yasha eigentlich war. Und wie alt mochte Sesshoumaru dann wohl sein? Länger konnte Kimie aber nicht darüber nachdenken, da Kagome nun weitersprach: "Ja, aber sie lebt wieder. Mehr oder weniger jedenfalls. Eine Hexe hat sie mit Magie wieder zum Leben erweckt. Ihr Körper wurde aus Knochen und Erde neu erschaffen."
"Auweia... Diese Welt steckt echt voller Überraschungen.", meinte Kimie noch etwas irritiert, fragte aber gleich weiter: "Und weißt du genaueres über dieses Mädchen?"
Kagome zögerte kurz, gab ihrer Cousine aber dann doch die Antwort: "Ihr Name ist Kikyo und sie war eine Miko in dem Dorf, das sich in der Nähe des knochenfressenden Brunnens befindet. Außerdem war sie Kaedes ältere Schwester. Sie hat das Juwel der vier Seelen behütet. Naja, und ich bin ihre Reinkarnation."
"Echt jetzt?! Ist ja irre!" Kimie sah Kagome teils ungläubig, teils völlig überrascht an. Das war ihr neu gewesen, hatten die anderen ihr bis jetzt schließlich noch nichts von Kikyo erzählt. Nach kurzem Zögern sagte Sango: "Kikyo ist es auch gewesen, die Kagome ihren Juwelensplitter abgenommen und ihn an Naraku übergeben hat."
Kimie hatte sich sofort zu der Dämonenjägerin umgewandt und ihr einen ungläubigen Blick zugeworfen. Sollte das etwa heißen, diese Kikyo war eine Gegnerin der Freunde? Dann verstand Kimie aber nicht, weshalb Inu Yasha weiterhin an ihr festhielt. Aber irgendeinen Grund musste das alles schließlich haben.
Kagome setzte sich nun neben einem Baum ins Gras. "Inu Yasha kann sie einfach nicht vergessen. Obwohl, ich glaube, ich kann eh nicht mit Kiyko mithalten. Sie würde mich mit links in die Tasche stecken." Sie seufzte und wirkte mit einem Mal auch irgendwie niedergeschlagen, was den anderen beiden Mädchen nicht verborgen blieb.
>Das macht ihr wirklich was aus...<, dachte Kimie besorgt. So hatte sie Kagome noch nie gesehen. Nach einem kurzen Moment kam sie aber auf die Jüngere zu. "Hey, Kagome! Ich kenne diese Kikyo zwar nicht, aber wenn ich du wäre, würde ich nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen.", sagte sie überzeugt, aber Kagome wirkte nicht sonderlich motiviert. Kimie wartete kurz, verschränkte dann demonstrativ die Arme vor der Brust und stellte dann die entscheidende Frage: "Kagome, du bist doch in Inu Yasha verliebt, oder?"
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