Fanfic: F.F.E - Erbe Lazarus

Kapitel: Melittas Stränge


2.Melittas Stränge

Mir ist kalt. So bitter kalt. Und ich fühle mich verloren in der Menge… jeder starrt mich an als wäre ich ein Tier, ein Objekt… vielleicht sogar der Begierde… diese Stimme. Sie klingt so vertraut… ruft mich jemand? Nein. Ich bin allein wie immer… ich bin weit weg, niemand sehnt sich nach mir oder will mich sehen niemand… aber er… diese warmen Arme und dieser Kuss auf meiner Stirn waren sie etwa Traum? Ich leide ich werde nicht geliebt… von niemanden… ich bin allein… allein… für immer? Liebe…
Yuffie wachte in einem Fremden Zimmer auf. Ein Kamin in dem helles Feuer loderte, erhitzte das Zimmer und füllte es mit wohlig warmer Luft. Es ist warm…
„Du bist wach!“, ertönte eine Stimme. Seine Stimme…
Drei Tage und Drei Nächte voller Visionen und nun wachst du endlich auf! Er weiß das ich Visionen habe? Wer ist er?
Yuffie versuchte aufzustehen –aus diesem wohlig weichem Bett- und verlor jedoch gleich wieder das Gleichgewicht. „Vorsichtig… du bist noch nicht Gesund.“, Rio fing sie auf und setzte sie aufs Bett. „Du bist der Mann aus meinen Träumen…“, murmelte Yuffie und griff mit ihrer Hand an der Bettkante entlang. „Ah, dein Traummann also!“, grinste Rio auf. Yuffie runzelte die Stirn und hatte leichte Migräne während ihr für einen Moment schwarz vor Augen wurde: „Bild dir bloss nichts darauf ein…“ „Ich kann meine Visionen wenigstens kontrollieren Fräulein! Aber ich danke dir… ich kann Menschen nicht nach belieben heilen…“, dankte Rio leicht lächelnd und auf Yuffie hinunterschauend. „Ich dachte es wäre ein Traum gewesen… ich kann Realität und Fiktion kaum noch auseinander halten.“ „Du willst sicher essen, bist schon ganz mager! Musste dir auf Befehl von Kira Suppe und Wasser einflösen und du hast es immer wieder ausgespukt, ausserdem genügt das auf dauer nicht.“ „Du ließt es mir Regelrecht von den Lippen ab…“ Rio half Yuffie im gehen dadurch, dass er sich ihrem Arm als Stütze anbot. Leise durch die Gänge schreitend zuckte Yuffie zusammen. Diese Flure …dann kamen diese Blicke…
Rio führte Yuffie –fast so ähnlich wie ein Blindenhund- in den Speisesaal. Es war Laut und der Raum schien prall gefüllt zu sein, von Menschen, Katzenmenschen, Telepathen, Formwandlern und anderen eigenartigen Wesen. Ehrfürchtig räumten sie den Platz vor Rio und hielten 2Plätze frei. Rio setze Yuffie auf einem Stuhl ab: „Was willst du essen? Heute haben wir fast alles hier!“ Yuffie sah erst rechts und dann links von sich. Die vielen Gestalten kamen ihr Zwielichtig und wunderlich vor. „Das da…“, sie deutete auf den Lachs. „Lachs? Gut, sonst was? Das kann doch nicht alles sein!“, Rio zog das Tablett mit dem Fisch nahe an Yuffie heran und diese sog erkennend den Duft des frischen Fisch ein. Ein lautes Lestern der Leute erstreckte sich über die Halle und die vielen Blicke die Yuffie trafen, verunsicherten sie noch mehr. Rio sah wie Yuffie zitternd um sich sah, Furchtvoll, so zerbrechlich. Er haute mit der rechten Faust auf den Tisch und die Blicke der Leute verschwanden. Es waren wiedermal die Vorurteile die ihn ärgerten. Yuffie begann den Fisch mit einer Gabel aufzupieken und vertilgte ihn nach und nach bis sie nach einem Salat zu essen griff. Rio striff sich elegant und prozig durchs Haar, sodass es seinen Stolz bemerkbar machte. Lauria, ein weiblicher Katzenmensch im Overal, trat aus der Menge hervor und senkte ihr Haupt vor Rio bevor sie zu sprechen begann: „Nur noch Zwei Tage, dann ist der Komplette Schaden behoben.“ „Dann haben wir endlich wieder unsere Ruhe und unseren verlorenen Schlaf können wir dann auch zurück holen.“, sagte Rio gelassen in einem müden Ton. „Ja ausser die Piloten.“, kicherte Lauria. „Ich bin ein grausamer Sklaventreiber, was Lauria?“, Rio lachte vor sich hin. „Ach wie ,ach wo du bist ganz in Ordnung. Wir Frauen können deinem Charm sowieso nicht wiedersprechen!“ Rio erötete leicht: „Aber nur bei den Frauen Lauria, nur die Frauen!“ Lauria zwinkerte Rio zu und verschwand wieder unter den Leuten. Yuffie hatte längst zwei weitere Geflügel-Keulen eines Thendara-Wüstenvogels verspeist und nahm ein Glas Wasser zu sich. „Er ist wirklich mehr beliebt, als das sich jemand vor ihm fürchten würde…“, dachte Yuffie und sagte es dabei Halblaut. Sie stupste Rio leicht an, der sie schon fast vergessen hatte: „Wie heißt du eigentlich?“ „Rio. Rio der das Erbe Lazarus in sich trägt oder Rio la Andra de Daniel. Das bedeutet soviel wie: Rio Sohn von Andra verheiratet mit Daniel.“, Yuffie kam das Wort Lazarus bekannt vor aber sie fand keine Übereinstimmung in ihrem Gedächtnis dafür: „Lazarus…“ „Ja Lazarus…!“,erwiderte Rio. Für einen Moment blieben beide still bis Rio austand, den Stuhl an den Tisch schob und wieder einen ernsten Gesichtszug machte. Auf den Tisch sehend fragte Yuffie, Rio: „Wer sagt mir eigentlich das du das bist und du mich nicht anlügst.“ „Niemand. Aber du hast jederzeit das Recht zu gehen, wir bringen dich hin wo du willst.“, Rio ließ sich leicht zurücksinken und richtete seinen Blick wieder zu: „Liegt an dir.“ „ABER!“, wandt Neriah eine Telepathin ein. „Du undankbares Stück! Du stellst ihm so eine Frage nachdem er dir das Leben rettet?“ Rio blickte Neriah zornig an: „Zügle deine Zunge Neriah, wie kann sie den sicher sein wenn sie auf solche weise davor betrogen wurde?“ Yuffie sah Rio erschrickt an. „Wieso… woher weißt du das alles über mich?“ „Ich habe dir doch schon längst gesagt das ich auch Visionen habe! Yuffie …als du geträumt hast habe ich mitgeträumt ich habe alles gesehen.“ „WAS?“, schreckte Yuffie vom neuen auf. „Verzeih, wenn ich das nicht dürfte! Ich wollte mehr über dich wissen…“ Yuffie stand auf: „Ich weiß über dich so gut wie nichts.“ Yuffie war sich jetzt im Klaren warum sie Rios Anwesenheit im Schlaf spürte. Yuffie fühlte sich erneut verunsichert, nicht mehr durch die Mengen sondern durch Rio. Rio senkte seinen Blick vor Yuffie und flüsterte: „Tut mir leid, wenn ich zu sehr in deine Intimsphäre eingedrungen bin. Es hat mich… so fasziniert.“ Yuffies Angstgefühle anhand der vielen neuen Blicken die sie erphähten kehrte zurück, und die Tatsache das sie für Rio wie ein offenes Buch zu lesen war, das er nach Lust und Laune öffnen und wieder schließen konnte, entzündete in ihr zugleich erneute Panik, die sie zu fesseln schien. „Gehen wir lieber woanders hin, der Speisesaal dient zum speisen nicht zum tratschen…“, Rio wirbelte die Situation plötzlich um und packte Yuffie am Arm, sanft und trotzdem fest mitzerrend. Eigentlich hätte Yuffie sich losgerissen, aber sie wollte von den vielen Personen und Augen weg. Nachdem Rio und Yuffie den Saal verließen ließ Rio Yuffies Hand sofort los. „Ich möchte mich bei dir entschuldigen. Ich hätte warten sollen bis du wach bist und dich diese Dinge fragen sollen. Ob du sie mir offenbart hättest wäre dann deine Sache gewesen.“, bedauerte Rio. „Ja hättest du.“, entgegnete Yuffie fast wütend aber dennoch freundlich. Yuffie griff Rio am Oberkörper und senkte ihren Kopf auf seine Brust, sodass er stehen blieb. „Wie machst du das?“ „Was?“ „Du kannst deine Visionen kontrollieren, richtig? Mich quälen sie abermals im Schlaf und sie kommen und gehen gegen meinen Willen!“ Rio legte seinen Kopf auf Yuffies Kopf: „Ich werde dir alles sagen… ist aber sicherlich gemütlicher in einem warmen Zimmer und bei einer Sitzgelegenheit, oder?“ „Ja“, erwiederte Yuffie, ließ Rio los und ging mit ihm wie zuvor angedeutet in Rios Zimmer. Yuffie nahm auf seinem Bett platz und er saß gemütlich in seinem Sessel. Rio zögerte kurz, fing dann aber an zu erzählen: „Ich wurde in der nähe der Slums in dem Gildenhaus Jaelle zur welt gebracht, zusammen mit meinem Bruder Noire.“ Lebensgeschichten interessierten Yuffie ganz und gar nicht, doch dieses mal schien es anders zu sein. Rio fuhr also fort: „Mit dem Alter von 4Jahren erhielt ich und mein Bruder die Gabe die Elemente der Natur zu lenken. Unsere Mutter Andra verbiet uns den Gebrauch davon, damit niemand verdacht schöpfte, dass wir Lazarus seien. Ein Jahr darauf bekamen wir Visionen genau wie du im schlaf. Wir konnten unser Geheimnis nicht länger bewahren und abgesehen davon das ich, meine Mutter und mein Bruder Noire entlarvt wurden, mussten wir wie es die Regeln die besagten das sich kein Männliches Wesen über 5Jahren im Gildenhaus aufhalten darf, das Gildenhaus verlassen. Man stellte uns als Gefahr hin und verbannte uns aus Jaelle. Wir schlugen uns 5Jahre irgendwie durch bis wir einem Untergeordneten der Regierung Namens Zhong begegneten. Er bot uns Geld und eine Behausung an wenn wir für die Regierung arbeiten würden. Darunter begaben wir uns in das Forschungsprojekt Yenova. Noire und ich verstanden damals nicht was das alles zu bedeuten hatte , aber Tatsache war das unsere Mutter dabei geholfen hatte dieses Monster zu erschaffen durch Einwilligung unsere Gene mit der von Menschen zu kreuzen. Vielleicht wusste unser Vater, dass es so kommen würde, vielleicht verließ Mutter ihn als sie dieses Schicksal erfuhr, dass er ein Lazarus sei, aber er hatte sie längst geschwängert. So wurden viele Geschöpfe erschufen die mit unseren Fähigkeiten bestückt sein sollten, doch es waren mehr Monster als wirkliche Lebewesen.“ Yuffie horchte auf. „Aber unsere Mutter war um uns besorgt, wollte das Projekt abbrechen, das sie sowieso nur aus dem Grund damit wir ernährt wurden gestartet hatte. So geschah es… das Andra erschossen wurde in dieser jener Nacht wo unsere Visionen unerträglich wurden und es kein erbarmen zu geben schien.“ Yuffie fühlte Rios tiefen Schmerz in seiner Seele, die durch den Tod seiner Mutter verloren schien. „Die Experimente scheiterten unendliche Male, es konnte kein Wesen