Fanfic: Sleeping hell?
ein Stück weiter zu einem Fenster. Ich wollte noch einmal diese wunderschöne Aussicht erblicken, die eine eigenartige Wirkung auf mich hatte.
Doch als ich aus dem Fenster schaute, stockte mir der Atem.
Hier war nichts so wundervoll, wie davor.
Es war grausam!
Alles war mechanisch. Rauch verseuchte die Luft und machte alles undeutlich.
Kein Mensch war auf der Straße, die wie eine Autobahn aussah.
Nur Autos, die von einem zum andern Ort flitzten.
Das hatte Shayne also mit zwei Gesichtern gemeint?
„Hier bist du also! Du kannst dich doch nicht einfach verlaufen! Wir brauchen dich noch!“ Keuchend kam Jim auf mich zu.
Ich schreckte hoch.
„Es ist grausam, nicht wahr?!“, meinte Jim schwer atmend, stellte sich zu mir und schaute ebenfalls raus.
„Die zwei Gesichter…“, murmelte er.
Ich schaute in sein Gesicht. Er hatte den gleichen Ausdruck in den Augen, wie Shane, als er auf die wunderschöne Landschaft blickte. Trauer und…vielleicht Schuldgefühle und Reue?
Er schüttelte energisch den Kopf und drehte sich zu mir.
„Gut, dass ich dich gefunden habe! Wir müssen etwas besprechen.“
Er legte seine Hand auf meine Schulter. Sobald er sie berührte, spürte ich einen Stromschlag durch meinen ganzen Körper zucken. Erschrocken wich ich zurück und schaute Jim an.
Der schaute nun zu Boden.
„Entschuldige! Das wollte ich nicht…“, murmelte er.
Ich blickte ihn noch einmal an.
„Wo geht´ s lang?“, fragte ich kalt und Jim ging schnellen Schrittes voran.
„Da seid ihr ja endlich!“ Er schritt ungeduldig auf uns zu sobald Jim und ich den Raum betraten.
„Bedank dich bei dem kleinen Fräulein, das durch das ganze Gebäude bis in die hinterste Ecke latschen musste!“
Ich hörte gar nicht zu, sondern betrachtete den Raum in dem wir uns befanden.
Es war ein großer Saal. An einem langen Tisch standen viele Stühle und es sah aus, als würden hier immer große Entscheidungen getroffen werden.
"Ist doch jetzt auch egal! Weswegen sollten wir denn kommen?“ Shayne mischte sich nun auch ein.
„Wo ist Gary?“, fragte er unvermittelt.
„Er wurde aufgehalten. Eine familiäre Sache, nichts worüber wir uns Sorgen machen müssen.“, antwortete Shayne.
"Dann ist er voraussichtlich morgen Mittag da.“, meinte Jim.
„Vielleicht auch schon morgens, wenn er gut durchkommt und ihn nichts aufhält.“, wandte Shayne ein.
„Gut. Dann sollten wir uns schon mal bereit machen, um schnell die Reise an treten zu können, wenn er da ist.“
„Wer ist Gray?“, fragte ich, nachdem ich eine Weile stumm der Unterhaltung gelauschte hatte.
„Und was ist das für eine Reise? Und warum braucht ihr mich dafür?“
Es war eine Zeit lang still, doch dann begann er zu reden.
„Gary ist unser letzter Mann, aber du wirst ihn morgen kennen lernen, also weiß ich nicht warum ich dir großartig was über ihn erzählen soll.“
Wieder entstand eine Pause, dann fuhr er fort.
„Was es mit dieser Reise auf sich hat, wissen wir selbst nicht genau. Wir haben nicht viele Informationen bekommen und sitzen eigentlich komplett auf dem Trockenen. Wir müssen den Leuten von oben einfach vertrauen.“
Auf einmal brach er ab und sein Blick schweifte ab. Es dauerte eine Weile bis er sich wieder gefasst hatte.
„Gut. Mehr wollte ich nicht von euch. Jim, Shayne! Zeigt Anna bitte die Ausrüstung. Ich muss noch wichtige Dinge klären.“
„Machen die von oben wieder einmal Probleme?“, fragte Jim.
„Ja…es scheint so!“ Mit diesen Worten wandte er sich ab und ging aus dem Raum.
Ich schaute auf die geschlossene Tür.
„Warum hat er mir keine Frage wirklich beantwortet?“, dachte ich laut.
„Er ist nicht so der direkte Typ, weißt du…“, murmelte Jim nur.
„Lasst uns zu den Waffen! Vielleicht erinnerst du dich ja an etwas.“
Auch Shayne ging nun zur Tür, öffnete sie und wartete bis wir ihm folgten.
Gedanken verloren ging ich neben Shayne und Jim her.
,Woran soll ich mich denn bitte erinnern?’, dachte ich genervt.
Nichts hier kam mir bekannt vor.
Ich fühlte mich unwohl. Man hatte mich urplötzlich aus meiner gewohnten Umgebung geholt und nun sollte ich Menschen, die ich nicht kannte und die in einer Welt lebten, die ich nicht kannte, blind vertrauen.
„Da wären wir…“
Wir traten auf einen großen Sandplatz. Die beiden brachten mich zu einer Kammer am Ende des Platzes.
„Was macht ihr hier?“, fragte ich.
„Trainieren!“, antwortete Shayne.
„Und Streitigkeiten beenden!“, feixte Jim.
Er öffnete die Tür zu der Kammer. Ein paar Stufen führten nach unten in einen Kellerraum. Er war voll gestellt mit Regalen, die über und über mit Waffen gefüllt waren.
„Dann such dir mal eine Waffe aus!“
Jim und Shayne stellten sich an den Rand und ich ging unschlüssig vor den Regalen auf und ab.
Keine der Waffen wollte mir gefallen.
,Eigentlich ist es auch egal. Ich werde so oder so nicht damit umgehen können!’, dachte ich noch.
Ich wollte schon irgendeine Waffe blindlings herausziehen, als mir etwas ins Auge fiel.
Ich drehte mich um. Es war ein Schwert, dessen Scheide rot war. Ich zock es heraus und schaute es mir genau an. Der Griff war verziert mit einem Drachen und die Scheide war aus edlem Stahl. Das Schwert war ganz leicht, ich hätte es auf meinem kleinen Finger balancieren können.
„Sie hat es gefunden!“, flüsterte Shayne Jim zu. Ich verstand jedes Wort, tat aber so als hätte ich nichts gehört.
„Vielleicht sind die Teile doch nicht so gut, wie wir immer dachten! Sie wird sich bestimmt doch noch erinnern!“, gab Jim zurück.
Ich musste grinsen. Dieser Typ schien ein fanatischer Optimist zu sein.
,Wie ein kleines Kind…’, dachte ich noch, als ich auf einmal höllische Kopfschmerzen bekam.
Shayne kam zu mir gerannt.
„Was ist los Anna?“, fragte er besorgt.
„Es geht schon…“, antwortete ich, doch ich klang nicht halb so sicher, wie ich es beabsichtigt hatte.
Ich kniff die Augen zusammen.
Bilder schossen durch meinen Kopf. Ich konnte nicht alle erkennen, weil ich sie nur den Bruchteil einer Sekunde sah.
Aber einige erkannte ich doch. Ich erkannte Jim und Shayne. Und ich war bei ihnen. Und er war auch da.
Und wir waren alle glücklich und ich lachte die ganze Zeit.
Dann war alles vorbei.
Ich schaute auf. Jim war auch noch zu mir geeilt und nun standen beide neben mir und betrachteten mich besorgt.
Es war ein grausames Gefühl von den beiden angestarrt zu werden.
"Es ist alles in Ordnung!“, meinte ich genervt.
„Dann ist ja gut…“, meinte Jim langsam.
Ich schaute Jim mit einem bösen Blick an und machte ihm dadurch klar, dass wirklich alles in Ordnung war. Jedenfalls wollte ich, dass die beiden das glaubten.
Ich war verwirrt und wollte gerne länger darüber nachdenken, aber nicht jetzt. Ich musste alleine sein und das würde wohl noch etwas dauern, also verdrängte ich das Gefühl dieser Ungewissheit erst einmal.
„Und was soll ich jetzt mit dem Teil machen?“ Ich hob das Schwert hoch und schaute die beiden an.
Shayne ging wortlos nach draußen und Jim folgte ihm.
„Danke, dass ihr meine Frage beantwortet!“, rief ich hinterher und folgte den beiden nach einer Weile.
Die beiden warteten schon auf dem Platz auf mich.
Shayne hatte sich etwas abseits hingestellt und Jim stand in der Mitte, zwei Langschwerter in der Hand.
Er grinste mich an.
„Na dann zeig mal was du draufhast!“, rief er mir zu.
Ich hatte keine Ahnung was er meinte.
Erst als Shayne mir etwas zurief wurde mir bewusst was los war.
„Zieh dein Schwert Anna!“, rief er.
Ich hatte kaum Zeit es aus der Scheide zu ziehen, da stürmte Jim schon auf mich zu.
Er wollte tatsächlich mit mir kämpfen.
Und ich sollte mich im Kleid verteidigen!
soo....des wars erstmal!
schreibt mir bitte wie´s euch gefallen hat!
*grinsel*
knuddl eusch alle!!
dat keksl!
hegggggdl! ^-^