Fanfic: Der eigenartige Geschmack von Scotch
sich Ran zu ihm runter gebeugt und schaute ihn mit schmalen Augen.
„Warum wolltest du das wissen? Hat er sich bei dir gemeldet, oder was? Ich warne dich, egal was es ist, ich kriege es raus! Sag’ es mir also gleich, wenn du etwas zu verbergen hast!“ Conan wurde knallrot.
„Nein, nein, hat er nicht. Ich war nur um dich besorgt, weil du in letzter Zeit so traurig gewirkt hast.“
„Oh, wirklich?“, fragte Ran nun deutlich freundlicher, „Das ist nett von dir, Conan. Komm, lass dich mal drücken!“
„Nein, bitte nicht! Ran, aahhh! Bitte nicht so fest, du erwürgst mich!“
Gemeinsam saßen sie mit Sonoko an einem Tisch in der Bibliothek. Während Ran über einem Haufen fachlicher Bücher in Sachen Gesellschaftswissenschaften brütete, war Sonoko in einem Krimi vertieft. Ran sah sie fragend an.
„Sag mal, Sonoko. Seit wann liest du denn?“
„Na ja“, antwortete Sonoko, „Tu ich eigentlich auch nicht. Aber das Buch hier hat es echt in sich! Es ist die spannende Geschichte eines wahnsinnig cleveren Detektivs, der fast alle Fälle lösen kann…“
„Kommt mir irgendwie bekannt vor.“, sagte Ran und lächelte.
„…und dabei alle Frauen rumkriegt.“
„WIE!?!“, schrie Ran entsetzt.
„ Ha ha, reingelegt! Natürlich nicht. Der Detektiv in dem Buch kümmert sich nicht um Frauen. Er arbeitet mit neuen mathematischen Methoden und redet über die Chaostheorie und so.“
„Chaostheorie? Und das verstehst du?“
„Normalerweise ist das auch kompliziert. Der Detektiv erklärt das aber sehr einfach. Jedenfalls ist er sehr intelligent.“
„Das wäre sicher was für Shinichi.“, murmelte Ran.
Conan sah von einem Buch über Geheimorganisationen auf und sah sich das Buch in Sonoko’s Händen an: Dawshan Cooley: Die Träger der Fünf.
Klingt mir ziemlich nach einer Nachmache von Arthur Conan Doyle, dachte er.
„Ich weiß, warum du dir das Buch wirklich gekauft hast, Sonoko.“, sagte er. Sonoko sah ihn drohend an.
„Das Bild des Autors auf dem Buchrücken wird dich eher überzeugt haben als der Inhalt.“ „Halt den Mund, du Knirps!“ Tatsächlich war auf dem Buchrücken das Foto eines gut aussehenden blonden Mannes zu sehen. Ran lachte.
„Und ich dachte schon…“
Eingeschnappt schlug Sonoko das Buch zu.
„Wo wir gerade bei Männern wären“, fing sie an, „Was ist denn eigentlich aus deinem Shinichi geworden, Ran?“
„Na, das weißt du doch, er hat sich nicht mehr gemeldet.“
„Also, ich an deiner Stelle würde ihn fallen lassen. Kann ja nicht sein, dass…“
„Hähä, ich gehe dann schon mal, ja Ran?“, sagte Conan plötzlich.
„He, warte doch Conan. Geht es dir nicht gut? Du bist so rot im Gesicht. Warte doch mal kurz…“
Währenddessen hatte sich Scotch in seinem Appartement eingerichtet und mit seinen Studien begonnen. Die Informationen, die er aus dem Gespräch mit Gin und Wodka erhalten hatte, waren sehr beunruhigend. Shinichi Kudo lebte, dessen war er sich sicher.
Und Sherry auch. Und das wichtigste - sie waren beide geschrumpft. Die Situation war pikanter, als er es sich anfangs vorgestellt hatte. Er musste sie finden - so schnell wie möglich. Doch dazu brauchte er einen Plan, einen verdammt guten Plan.
Ende des 2.Kapitel
Nachwort: So, die ersten zwei Kapitel meiner ersten Fanfic sind fertig, und ich hoffe, dass sie euch bisher gefallen haben. Vielleicht waren sie bisher etwas langweilig, doch die Story wird sich noch steigern. Auf jeden Fall brauch ich eure Kommentare, damit ich weiß, ob meine ersten ‚Gehversuche’ gelungen sind. Schon jetzt Danke dafür :)