Fanfic: Die Vergangenheit oder doch nicht?
Kapitel: Alles was geschah....real?
Ich sah mich um und ging schnell weiter. Ich war schon einige Zeit lang unterwegs und mir war richtig kalt geworden, als ich meine Freundin nach Hause begleitet habe. Die Kälte drang durch mich hindurch. Aber ich ging gelassen in der schwach beleuchtenden Allee weiter. Bis zur Unterführung war es noch ein Stück zu laufen. Ein Liebespaar kam mir entgegen und ich fragte mich, wieso es eigentlich so still war. Gemerkt habe ich es nicht, obwohl viele Autos auf der Landstraße unterwegs waren. Nur ein leichtes Zischen des Windes, der so kalt war, nahm ich wahr. Ich sah auf zum Himmel, der die Dunkelheit wiederspiegelte. Es waren wenig Sterne und man konnte den Mond vor lauter grauen Wolken auch nicht sehen. Das erinnerte mich schnell an ein Lied, dass ich vor Kurzem per Mail geschickt bekommen habe. Es gab mir mein Selbstvertrauen wieder und ich konnte mich beruhigen, aber irgendwie erschien mir das völlig sinnlos. Ich war schon fast an der Unterführung angekommen, da fiel mir auf, dass ich lieber nicht nach Hause gehen wollte. Ich wusste aber auch, dass meine Eltern sich sicher Sorgen machen würden und meine Mam nicht schlafen gehen würde, wenn ich nicht zu Hause wäre. Also, beschloss ich diesen Gedanken ´noch ein bisschen draußen zu bleiben` wieder zu verdrängen und doch weiterzugehen. Als ich die Unterführung betrat sah ich noch meinen Namen auf der Wand geschrieben und dann fiel ich um.
Als ich aufwachte lag ich im Park nicht weit vor dem Hochhaus indem ich mit meinen Eltern wohnte entfernt. Ich konnte mich nur schlecht an die Geschehnisse erinnern. Es war zehn Uhr. Noch waren die Lichter im Park nicht erloschen und ich stand auf um weiter zu gehen. Aber mein Blick fiel auf eine Bank, wo ich einen kleinen Jungen entdeckte. Er war blass und ich beschloss meine Jacke auszuziehen. Ich versuchte den Jungen aufzuwecken, obwohl es mir sinnlos erschien. Als der Junge doch nach einiger Zeit aufwachte, fragte ich ihn nach seinem Namen. Er sagte, dass er Lee heißt. Aus irgendeinem Grund wusste ich, dass er mich anlog, trotzdem blieb ich gelassen. Ich setzte mich neben ihn. Dann habe ich versucht ohne laut zusprechen zu erfahren, wo er wohnt. Meine Versuche waren fehlgeschlagen. Als ich aufstehen wollte hielt er mich fest und sagte etwas hustend: „Ich war das, ich verstehst du!“ Jetzt war ich schockierend. Ich hielt inne. Der Junge sprach schnell mit einer vertrauten Stimme. Er sah mich an, reichte mir meine Jacke wieder. „Du gingst nach Hause. Du warst in der Unterführung. Ich habe..... dich da raus geholt“, fuhr er fort. Ich stand wie angewachsen. Jetzt erinnerte ich mich, was geschehen war... In der Zeit, wo ich ohnmächtig war, waren da so komische Gestalten um mich herum. Ich habe mit ihnen geredet, weiß aber nicht über was. Ich wollte es nicht wahr haben, es waren ja gerademall zwanzig Minuten vergangen, davon waren aber zehn die ich mit diesem etwas seltsamen Lee im Park saß. Ich blickte zum Boden. „Sie wollten dich! Ich habe sie weggeschickt. ..... ich war das, erinnere dich endlich! ....weißt du noch...“, Lee machte eine kurze Pause indem er aufstand und sein leichtes Gewand aus Seide in den kalten Wind flattern lies, „..... damals war es noch schwer mit dir zu kommunizieren.... aber trotzdem hast du mich... dir helfen lassen.“ Ich schaute ihn wieder an und dann fiel mir alles ein... er hat mich damals von so einem weißen Etwas weggezerrt, dieses Etwas war sehr furchteinflößend und es war von einer wahrnehmenden bösen Aura umgeben... doch ich war da noch ein Kind, das nur spielen wollte und dieser Lee war genauso alt wie jetzt, aber wieso ist er immer noch so klein wie damals fragte ich mich in Gedanken..... „Warst du das vorhin?“, Ich sah ihn verirrt an. „Wer waren denn diese komischen Gestalten und wieso bist du immer noch so klein und eigentlich heißt du gar nicht Lee richtig, was bist du überhaupt und wieso mischst du dich in mein Leben ein?“, Ich schrie den Jungen im seidenen Gewand an, mein Blick fiel zum Boden davor bekam ich noch mit, dass er sich nicht mal bewegte. Er schwieg. Ich lief Richtung Hochhaus los. Tränen kamen mir übers Gesicht. Ich lief weiter und kam zu Hause an. Kurz wusch ich mir die Tränen weg und meine Mutter machte mir die Tür auf. Ich zog meine Schuhe aus und ging in mein Zimmer. Auf mein Sofa legte ich mich hin ohne das Licht anzumachen. Mein Zimmer war von einem blauen Schein, der so beruhigend auf mich wirkte umgeben. Weitere Tränen liefen über mein Gesicht. Ich schloss meine Augen und atmete tief durch. Ich versuchte mich an heute abend zu erinnern. Ich war sehr erschöpft und mir war es sehr kalt ich zitterte doppelt so stark, denn ich hatte ja auch eine höllische Angst mich zu erinnern, woher die Angst kam wusste ich nicht. Ich schlief sehr schnell und sehr tief ein. Dagmar.
Am nächsten Morgen wachte ich nicht auf. Meine Mutter versuchte sinnlos mich wach zu schütteln. Dieser Junge stand neben meinem Sofa, wo ich seelenruhig schlief. Ich bewegte mich nicht, aber ich atmete ruhig, so als ob absolut alles in Ordnung war. Der Junge reichte mir die Hand. Ich wollte nicht mitgehen, aber ich tat es. Wir flogen aus dem Fenster. Als ich mein Blick nach hinten warf, sah ich mich und meine Mutter, die weinte. Ich war nicht tot. Alles erschien mir wie ein Traum. Wir flogen so in etwa eine bis zwei Stunden. Er erzählte mir etwas über sich und mich, doch ich sah nur nach vorne und hörte nicht zu. Eines allerdings habe ich mitbekommen, er heißt Reer und ist ein Schutzgeist, der seinen Schützling und das bin ich, vor den bösen Gestalten schützen soll, wenn sie mich in Gefahr bringen.
Danach wachte ich auf und ging ganz normal zur Schule. Meine Mam war wie immer, als ob nichts geschehen wäre. Ich sprach sie auch nicht an. In der Schule angekommen, setzte ich mich auf meinen Platz hin und holte meine Sachen raus. Ein sauberes Blatt legte ich vor mich hin und nahm mir ein Bleistift danach fing ich an zuzeichnen. Meine Freunde kamen bald darauf, doch ich war wie weggetreten. Sie fragten wie es mir geht und ließen mich dann in Ruhe als ich schwieg. Ich mochte sie, sie hatten Verständnis für mich und akzeptierten mich so wie ich war. Ich zeichnete weiter. Bald konnte man eine Pistole auf dem Bild erkennen ich ließ mir beim zeichnen Zeit den wir hatten heute sieben langweilige Schulstunden. Als die Dritte vorbeiging blieb ich für die Pause im Klassenzimmer unter dem Vorwand Bauchschmerzen zuhaben. Ich aß nichts. Ich spitzte meinen Bleistift und zeichnete einen lächelnden Jungen, der die Pistole in der Hand hielt, dann gongte es und weitere Stunden vergingen, bis zur letzten Stunde zeichnete ich auch die zweite Pause zwischen der sechsten und siebten Stunde verachtete ich, die Hausaufgaben schrieb mir meine Freundin auf und danach packte ich meine Sachen ein und beim letzten Gong ging wie alle anderen nach Hause. Das Bild nahm ich mit und zu Hause angekommen zeichnete ich noch, solange bis es fertig war.
Ich schaute aus dem Fenster und plötzlich flog ich wieder mit Reer zu einen etwas komischen großen Fenster, aus welchem ein bläuliches Licht strahlte. Dort angekommen ließ er mich los. Ich sah mich kurz im Raum um und Reer ging vor, kniete hin, sank sein Kopf runter und sprach „Dies ist der Schützling, von dem ich erzählt habe, eure Entschlossenheit.“ Ich sah perplex auf. So was habe ich nicht erwartet. Eigentlich habe ich auch gar nichts erwartet, umso komischer war es. Der Junge stand wieder auf und wandte sich zu mir. Er nahm meine Hand und zog mich vor, ich ließ mich ziehen, denn ich wusste nicht mal wie ich mich verhalten soll. Es war blöd. Mein Bild erschien vor meinen Augen und wurde zu Realität. Ich stand gegenüber einen Jungen, der mich mit einer Waffe bedrohte. Ich wich zurück und bekam es mit der wiederkehrenden Angst zutun. Es war schlimm, denn den Jungen habe ich ja selbst gezeichnet. Er zielte weiter auf meinen Kopf und verfolgte meine Schritte. Ich blieb stehen. Nach einer kurzen Pause in der ich mich nicht bewegte, atmete ich tief durch und blickte in die kalten Augen des Angreifers und `werde ich jetzt sterben´ schoss mir durch den Kopf, denn dieser Gedanke schwebte vor mir so angespannt war ich. Mein Kopf schüttelte ich, um auf andere Gedanken zu kommen. Alle meine Versuche schlugen fehl. Denn beim Anblick meines realen Bildes, kam der Gedanke wieder. Reer schaute mich an, so als ob es normal wäre. Sein Blick spürte ich deutlich auf meinem Gesicht. Meine Haare flogen durcheinander bei der Luftbrise, die vom Fenster kam. Ich schaute Richtung Fenster und als ich mich wieder zu meinem bewaffneten Gegenüber richtete war er nicht mehr da. Ich nahm meine Hände runter. Reer kam zu mir und führte mich hinaus aus dem Raum. Ich konnte an nichts mehr denken, alles was weiter geschah nahm ich nicht wahr und so wusste ich auch nicht, wo ich war. Reer brachte mich wieder nach Hause und erzählte mir, es war meine Angst der ich so in die Augen geblickt habe. Ich glaubte ihm nicht. In meinem Zimmer blieb ich noch sehr lange ich kam nicht raus und ich aß auch nichts. Reer war schon lange verschwunden genauso lautlos wie er erschienen war.
Als es wieder Abend geworden war zog ich mir meine Jacke über und ging raus aus meinem Zimmer. Die Schuhe angezogen sagte ich meiner Mam Bescheid, dass ich erst spät in der Nacht zurückkehren werde und das sie sich ja keine Sorgen zu machen braucht. Ohne ihre Antwort abzuwarten lief ich schnell aus der Wohnung und danach aus dem Hochhaus. Es fing an zu regnen. Ich lief bis ich nicht mehr konnte. Wohin wusste ich zuerst auch nicht. Schließlich war ich im Park angekommen. Ich ging dann ruhig weiter und versuchte mein Atem in Ordnung zu bringen. Ich dachte über Reer nach dann über mich und mein Leben, der zur Zeit keinen Sinn machte, und dann wieder an ihn. Ich verfluchte ihn und setzte mich auf eine nasse Bank. Da ich kein Regenschirm mitnahm, war ich schon