Fanfic: Sol et Scelus
darauf einigen, wer im Bett und wer auf dem Boden schlafen sollte, also schliefen an Ende beide auf dem Boden.
„Teiga, du trägst ja gar nicht das Kleid, das ich für dich ausgesucht habe!“ Teiga antwortete so leise, dass man sie kaum verstehen konnte: „Denkst du ernsthaft, ich ziehe mich vor dem da um?“ Yuna erkannte sofort, dass es doch keine so gute Idee gewesen war, die beiden in einem Zimmer übernachten zu lassen. Während Sky und Teiga sich über den Tisch hinweg, an dem sie saßen, wütende Blicke zuwarfen, stand Kenji auf mit der Begründung, sie hätten die Kühe schon viel zu lange draußen stehen lassen und ging sie holen. Teiga und Sky fingen nun an, sich gegenseitig zu beschimpfen und Yuna versuchte, die beiden wieder zu beruhigen. Auf einmal wurden alle drei ganz still. Auch Yuna konnte jetzt spüren, dass irgendetwas hier war, was nicht hierher gehörte. „Hast du nicht gesagt, die Dämonen würden einen großen Bogen um diese Stadt machen?“ Teiga konnte eindeutig mehrere Dämonen hier in der Gegend fühlen, die sich alle auf sie zu bewegten. Anscheinend hatten sie es nicht (wozu auch?!) auf die Einwohner dieser Stadt, sondern auf Teiga abgesehen. „Dachte ich ja auch. Sollen wir kämpfen? Dann lass uns nach draußen gehen, hier ist zu wenig Platz.“ Teiga erklärte, sie wolle nicht kämpfen, da vielleicht einige Einwohner verletzt werden könnten. Es wäre besser, sich heimlich rauszuschleichen und die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen. „Ich schaff die schon alleine. Du läufst mit Yuna aus der Stadt, so schnell du kannst!“ Sky sagte, dass es selbst für Teiga zu viele Gegner waren und wollte ihr helfen, aber sie schickte ihn und Yuna weg. „Hey, seht mal, da drüben ist sie!“, schrie einer der Dämonen, als Teiga rauskam. Obwohl Teiga die Dämonen wahrnehmen konnte, spürten diese sie nicht, selbst wenn sie direkt vor ihnen stand. Das lag daran, dass sie zum Teil ein Mensch war. Es war für Dämonen viel schwieriger, Menschen wahrzunehmen, da sie keine magischen Kräfte hatten. Daher konnten auch immer noch viele von ihnen vor den Dämonen flüchten. Allerdings konnte Teiga sich jetzt nicht wegschleichen, da Lenya ihren Kriegern bestimmt gesagt hatte, wie sie Teiga erkennen konnten. „Cool, ich hab schon ewig keinen richtig anstrengenden Kampf mehr gehabt! Hoffentlich seid ihr stärker als meine letzten Gegner!“ Leider musste Teiga feststellen, dass es wirklich so war. Obwohl die insgesamt zwanzig Dämonen sie in den kleinen Gängen der Stadt nicht gleichzeitig angreifen konnten, waren sie stärker, als Teiga erwartet hatte. Nach kurzer Zeit erkannte sie, dass sie keine Chance gegen sie hatte und flüchtete in den einzigen Weg, wo sich noch kein Dämon befand, dafür aber verängstigte Stadtbewohner, die sich an ihre Partner klammerten. Die Leute hatten sogar damit aufgehört, Blumen auf sie herab zuwerfen. Irgendwie wurde Teiga diese Stadt dadurch viel sympathischer.
„WAS?! Ihr hast sie da einfach allein gelassen?!“, schrie Kenji Sky an, der mit Yuna aus Amorica geflohen war und kurz danach Kenji getroffen hatte. Als Yuna ihm die Geschichte mit den Dämonen, die plötzlich aufgetaucht waren, erzählt hatte, reagierte er ein wenig... übertrieben.
„Das sind selbst für Teiga zu viele, das schafft sie nicht alleine! Die werden sie töten!“ Sky suchte schnell nach einer Entschuldigung: „Ja ich weiß, denkst du, ich wollte sie da im Stich lassen? Aber du weißt ja...“ Er deutete in Yuna`s Richtung und warf Kenji dann einen Blick zu, der so viel bedeuten wie: ` Na ja, wir müssen sie eben beschützen. Es ging nicht anders.` Kenji verstand ihn sofort: „... Trotzdem. Ich muss zurückgehen. Bleib mit Yuna hier.“ Auf einmal hörten sie eine Stimme, die aus der Stadt kam. „Hey, Leute! Ich find`s echt toll, dass ihr euch so große Sorgen um mich macht, aber sollten wir nicht abhauen?“ Die drei sahen Teiga auf sich zulaufen, gefolgt von inzwischen nur noch achtzehn Dämonen. Zwei der eher langsamen Wasserdämonen konnte sie leicht hinter sich lassen.
Kenji nahm Yuna wieder huckepack, weil sie den Dämonen bestimmt nicht ohne seine Hilfe entkommen konnte und lief Teiga hinterher, die in genau diesem Moment an ihm vorbei rannte. Sky stand noch eine Sekunde unschlüssig da und überlegte, ob er nicht doch kämpfen sollte, entschied sich aber dann doch zur Flucht. Überrascht stellte Teiga fest, dass er ziemlich schnell war und bald hatte er sie eingeholt. Aus der Nähe konnte er schon einige Schweißtropfen auf Teiga`s Gesicht erkennen. „Schaffst du das noch?“, fragte er etwas besorgt. „Na ja, ich flüchte bestimmt schon ne Viertelstunde vor denen ((hat wieder mal den Stadtausgang nicht gefunden)). Lange kann ich das Tempo sicher nicht mehr halten. Kenji kommt wahrscheinlich auch nicht mehr lange mit, wegen dem zusätzlichen Gewicht. Wir müssen uns schnell was besseres überlegen...“ Sky sagte lächelnd, er würde sich schon darum kümmern und blieb plötzlich stehen. Die Dämonen liefen weiter auf ihn zu und zogen ihre Schwerter. „Tut mir Leid, Sky, aber Befehle sind Befehle! Wenn du jetzt aufgibst, werden wir dich verschonen“, rief der Anführer von ihnen und machte sich für einen Angriff fertig. Teiga blieb stehen und wollte zurücklaufen, um Sky zu helfen, doch er hielt sie zurück. Dan wandte er sich wieder den Dämonen zu. „Ich bin dem Mischling noch was schuldig! Sorry, Jungs!“, fügte er hinzu und murmelte etwas Unverständliches. Auf einmal stieß plötzlich ein Blitz auf einen der Dämonen herunter, obwohl am Himmel keine einzige Wolke zu sehen war und verbrannte ihn zu Asche. Die anderen blieben plötzlich stehen, schienen sich aber keine große Sorgen wegen den Blitzen zu machen, obwohl jetzt einer nach dem anderen getroffen wurde. „Ist ja ein ganz netter Versuch, Sky, aber das hältst du nicht mehr lange durch. Nicht, ohne selbst dabei zu sterben!“, sagte ein Dämon, kurz bevor auch er verbrannt wurde. Sky konnte allerdings noch den letzten vernichten, kurz bevor er bewusstlos zusammenbrach.