Fanfic: Sol et Scelus

Gefühl es ist, jemanden, am besten einen mit dämonischem Blut, zu töten. Es ist ihnen ganz egal, dass sie damit auch ihre einzige Hoffnung, die Dämonen zu besiegen, zerstören. Pass auf Sky auf, bis ich wieder da bin!“ Mit diesen Worten verschwand er Richtung Dorf. Als er dort ankam, sah er, dass diese „Idioten“ doch ziemlich gut kämpfen konnten. Teiga hatte neben ihrer Verletzung am Arm noch drei weitere Pfeile in ihrem Körper stecken. Sie war immer noch dabei zu erklären, dass sie wirklich nur helfen wollte. Sie bemerkte Kenji erst, als er direkt neben ihr stand. „Was soll das?! Du solltest doch abhauen!“ „Sorry, aber denkst du ernsthaft, ich lasse dich in so einer Situation alleine?“ Teiga lächelte ihn an. „Wie schön! Jetzt können die beiden Dämonen gemeinsam sterben!“ Das war wieder Leilani`s Stimme, die anscheinend alle Krieger dort anführte. Teiga antwortete: „Also wirklich! Da versuche ich die ganze Zeit zu sagen, dass wir doch auf eurer Seite stehen und niemand hört mir zu! Ich wollte ein Blutbad eigentlich vermeiden, aber nun geht`s ja wohl nicht anders...!“ Plötzlich rief jemand hinter ihnen: „Halt! Es reicht!“ Alle blickten sich gleichzeitig um und sahen Yuna oben am Waldrand stehen. „Diese beiden da riskiere schon seit langem, die Dämonen aufzuhalten und riskieren ihr Leben, um die Menschen zu beschützen, also legt eure Waffen nieder!“ Tolle Rede, nur nützt absolut nichts, dachte Teiga. Umso überraschter war sie, als alle Leute auf dem Platz auf Yuna hörten und tatsächlich ihre Schwerter auf den Boden warfen! „Ähm, warum hat das bei mir nicht funktioniert?“, fragte Teiga laut. Sofort kam die Antwort von allen von Leilani`s Kriegern gleichzeitig: „Weil sie unsere Anführerin ist!“ „Hääh?“, sagten Teiga und Kenji wiederum gleichzeitig. Jetzt blick ich gar nicht mehr durch, dachte Kenji. Yuna schien genauso überrascht wie die beiden Halbdämonen zu sein. Eine von Leilani`s Leuten antwortete erklärend: „Wir haben es sofort an eurer Stimme erkannt, Herrin. Dieses Dorf existiert schon länger. Unsere damalige Anführerin floh, da sie mit der Aufgabe, ein Volk zu regieren, überfordert war und führte stattdessen ein ruhiges Leben in der Stadt. Dabei waren alle von uns glücklich unter ihrer Herrschaft, ganz anders als jetzt unter Leilani`s. Es gibt keine Nahrung mehr. Doch ihr seid die Tochter unserer damaligen Anführerin und ihr werdet uns aus diesen dunklen Zeiten hinausführen!“ Alle nickten zustimmend. Teiga ging zu Yuna und flüsterte ihr ins Ohr: „Kommt das ungefähr hin? Ich meine, hat deine Mutter einige Zeit lang in einem Wald gewohnt?“ Sie antwortete genauso leise: „Eigentlich nicht. Meine Mutter hat die Stadt, in der sie geboren wurde, nie verlassen.“ Sie wollte das den Frauen schon erklären, als Teiga schnell sagte: „Wenn sie ne neue Anführerin haben wollen, lass ihnen doch die Freude! So versucht wenigstens niemand, uns aufzuspießen.“ Dann fügte sie lauter hinzu: „Oder versucht jemand die Freunde seiner Herrin zu töten?“ Alle schüttelten gleichzeitig den Kopf. Nur Leilani starrte wütend zu Boden und rührte sich nicht. Teiga wiederholte: „Oder versucht jemand die Freunde seiner Herrin zu töten?“ Alle blickten nun zu Leilani und warteten auf ihre Reaktion. Die schrie wutentbrannt: „NEIN! Ich bin die Anführerin dieses Dorfes und nicht sie! Und das werde ich nun ein für allemal klarstellen! Ich fordere dich zum Zweikampf auf Leben und Tod heraus, Yuna!“ Alle schwiegen bedeutungsvoll. Teiga antwortete: „Du kannst sie nicht herausfordern. Sie hat noch nie ein Schwert in der Hand gehalten und ist kein Gegner für dich.“ Immer noch wütend antwortete Leilani: „Als mögliche Anführerin muss sie meine Herausforderung annehmen, das fordern unsere Gesetze! Sie muss entweder mit mir kämpfen, oder einen Stellvertreter bestimmen!“ Okay, flüsterte Teiga Yuna ins Ohr. Einer von uns wird für dich kämpfen. Der andere holt währenddessen Sky aus dem Wald. „Also, wie entscheidest du?“, rief Leilani. Yuna überlegte einen Moment. Soweit sie es beurteilen konnte, war Teiga von den beiden Geschwistern die bessere Kämpferin, aber sie war schwer verwundet (sie hat sich übrigens die Pfeile immer noch nicht rausgezogen). Dann muss eben Kenji kämpfen. Teiga ist zwar stärker, aber mit der wird auch Kenji fertig. „Okay Leilani! Du hast es ja nicht anders gewollt! Kenji wird für mich gegen dich antreten!“ Kenji zog schon sein Schwert, als Leilani sagte: „Er darf nicht kämpfen. Unsere Gesetze besagen auch, dass nur Frauen gegen die Krieger unseres Clans antreten dürfen.“ Die Blondhaarige konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Jetzt musste wohl der andere Mischling kämpfen, aber der war verwundet, also kein Gegner für sie. Teiga trat vor. „Schon in Ordnung. Die würde ich sogar noch mit verbundenen Augen erledigen. Kenji, du holst Sky. Bei meinem Orientierungssinn hätte ich ihn eh nie im Wald gefunden.“ Kenji gehorchte sofort und lief in den Wald, während Leilani ihr Schwert zog. Teiga ging langsam auf sie zu und die anderen Kriegerinnen machten ihr dabei Platz. „Fünf Sekunden. Länger brauche ich nicht.“, sagte sie, als sie Yuna`s besorgten Gesichtsausdruck sah. Teiga hielt ihr Schwert immer noch in der Hand und begann jetzt endlich, sich die Pfeile aus dem Körper zu ziehen. „Du bist sehr überheblich, Mischling. Dann zeig mal, was du kannst.“ Teiga antwortete ihr nicht, sondern fing an zu murmeln: „Ich bitte euch, ihr toten Seelen, leiht mir eure Kraft ihre Zweifel zu zerstreuen. Ihr, die ihr mir dient... ENTFESSELT DIE MACHT DER FINSTERNIS!"