Fanfic: Sol et Scelus

Untertitel: Dämon des Lichts

Kapitel: Das magische Feuer

Kapitel 4: Das magische Feuer
Hey, es geht weiter! Bin echt schneller damit, als ich erwartet hatte! (sich-selbst-auf-die-Schulter-klopf) Dieses Kapitel widme ich meiner Freundin CRESCENT, weil sie so ein großer Sky-Fan ist. Na ja, eigentlich sind das alle, die meine Geschichte kennen (bisher zwei Leute). Hoffe, es gefällt den beiden!

Teiga hob ihre Klinge, die sich plötzlich schwarzgefärbt hatte, hoch über den Kopf. Leilani, die sie gerade angreifen wollte, blieb stehen und schrie: „Was für eine Magie ist das?!“ Teiga antwortete ihr: „Dies ist die Kraft der Finsternis. Die wenigen, die diesen Angriff gesehen haben, sind alle tot. Auch du wirst nun ihr Schicksal teilen!“ Teiga sprang auf sie zu und griff sie mit ihrer schwarz glänzenden Klinge an. Leilani versuchte auszuweichen, aber ob es ihr gelang, sah Yuna nicht mehr. Als Teiga zuschlug, hatte sie sich krampfhaft Augen und Ohren zugehalten. Als sie wieder hinschaute, sah sie, dass Leilani blutüberströmt am Boden lag und Teiga mit (ihrem inzwischen wieder normal silbernen) Schwert über ihr stand. Um die beiden herum war ein riesiges Loch entstanden, da die Erde durch Teiga`s Attacke aufgerissen worden war. „Hast Glück gehabt. Hab dich nicht getroffen.“ Nicht getroffen? Yuna fragte sich, wie stark ihr Angriff wohl war, wenn sie einen direkten Treffer landete. „Leilani, jetzt musst du Yuna als Anführerin anerkennen, da ihre Stellvertreterin gewonnen hat. Auch das besagen eure Gesetze, richtig?“ Die Blonde nahm all ihre Kraft zusammen und nickte. Kurz darauf fiel Teiga auf den Boden. Erst jetzt sah Yuna, dass auch sie durch (ihren eigenen) Angriff verletzt wurde. Das lag wohl zu meinen daran, dass ein solcher Angriff bestimmt mehr Kraft kostete als Sky`s Blitzattacke, als auch dass sie mitten drin war, als der Boden um sie herum explodierte. Plötzlich schrie eine Stimme von hinten: „Halt! Mama erkennt sie vielleicht an, aber ich nicht!“ Maike war wieder aufgetaucht und kam nun auf Teiga zu, die sich währenddessen aufrichtete. Sie würde vor so einem Kind doch keine Schwäche zeigen! „Dein Stellvertreter hat gewonnen, aber das lag nur an ihren dämonischen Kräften! Sonst hätte Leilani bestimmt gewonnen! Du musst noch eine weitere Prüfung bestehen!“ Die anderen Kriegerinnen erklärten ihr, dass Teiga den Kampf ehrlich den Kampf gewonnen hatte, aber sie wollte nicht hören. „Sie hat es geschafft, okay Yuna, aber du musst beweisen, dass du die Tochter unserer alten Anführerin Jana bist! Ich verlange, dass du die Prüfung des magischen Feuers bestehst!“ Alle wurden still und nickten. „Ja, die Prüfung wird es beweisen.“ Sagen einige ein paar Minuten später. Andere murmelten: „Ich dachte, nur Jana konnte das magische Feuer rufen...“ Teiga ging zu Yuna und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Entschlossen rief sie: „Gut, ich nehme an. Erklärt mir, was das ist und ihr werdet heute Abend sehen, wie ich eure –hoffentlich letzte- Prüfung bestehe!“ Die Sache mit dem magischen Feuer war schnell erklärt. Es war eine Heiltechnik, die enorme geistige Kräfte erfordert und die nur von der alten Anführerin Jana eingesetzt werden konnte. Immer, wenn jemand verwundet war, ging Jana zu dem Verletzten, blickte ihm scharf in die Augen und konzentrierte sich. Nach einiger Zeit erschienen blaue Flammen und den Verwundeten und fünf Minuten später war derjenige wieder gesund. Genau erklären konnte sich das eigentlich niemand, aber sie glaubten, es sei eine göttliche Gabe. Um ihre Herkunft zu beweisen, sollte Yuna am Abend um Mitternacht Sky auf diese Weise heilen. „So wie ich das verstanden habe, scheint es eine Dämonentechnik zu sein“, stellte Teiga fest, als sie um zehn Uhr abends in einer kleinen Hütte zusammen mit Yuna, Kenji und Sky (immer noch bewusstlos) saß. „Ganz egal, was es ist, ICH KANN ES NICHT!“, antwortete Yuna frustriert. Teiga beruhigte sie sofort: „Keine Sorge, Kenji kann sich mit seinen Kräften um die blauen Flammen kümmern. Jetzt müssten wir Sky nur noch dazu kriegen, rechtzeitig aufzuwachen. Wenn er überhaupt wieder aufwacht“, fügte sie traurig hinzu. Kenji fand, dass Teiga sich viel mehr Sorgen um Kenji machte, als um Yuna. Immerhin war sie es, die alle töten würden, wenn etwas schief ging! Sky war nur irgendein Dämon wie jeder andere. Er war es nicht Wert, dass Teiga sich solche Gedanken um ich machte. Und wieder kam ihm diese eigenartige Stimme in den Kopf: „Sie steht auf ihn.“ Schnell verdrängte Kenji sie. Na ja, wenn sie Teiga schon so egal ist, muss ich Yuna beschützen... „Lady Yuna, es ist soweit. Zeigt uns das magische Feuer!“, sagte eine alte Frau, der man aufgetragen hatte, Yuna zu holen. Teiga nickte dem etwas ängstlich wirkenden Mädchen zu und Yuna erhob sich. Als sie durch die Tür schritt, nahm Kenji Sky mit und ging neben Yuna her zum Marktplatz, während Teiga sich an Yuna`s andere Seite stellte. „Keine Sorge, ich helfe dir. Du kannst dich auf mich verlassen“, sagte Kenji und Yuna lächelte ihn zur Antwort dankbar an.
Die drei wurden von der alten Frau auf den Marktplatz geführt, wo sich bereits einige Neugierige versammelt hatten. Auch Leilani war unter ihnen, obwohl sie sich aufgrund ihrer etlichen Wunden kaum bewegen konnte. „Es ist Zeit, Lady Yuna. Zeigt uns eure Kraft“, sagte sie. Yuna nickte und Kenji legte Sky vor ihr ab. Da sie sich sechsmal den genauen Ablauf des Rituals erklären ließ, kannte sie ihn fast auswendig. Anschließend hatte sie einmal den Ablauf „ihres“ Rituals geprobt, öfter ging nicht, da Kenji nicht mehr sehr geübt in seinen magischen Kräften war und er seine Energie noch für die eigentliche Prüfung benötigte. Yuna formte mit den Lippen stumm die Worte: „Drei... zwei... eins!“ Und Kenji beschwörte sofort die blauen Flammen um Sky herauf. Natürlich verbrannten sie ihn nicht (wäre ja auch dämlich; alle wollen, dass der Typ aufwacht, aber wir verbrennen ihn lieber) und sofort gingen erstaunte „Ohhhhh“s und „Ahhhhh“s durch die überraschte Menge. Nur: davon wacht Sky auch nicht auf. Als nach zehn Minuten immer noch nichts passiert war, wurden die Leute allmählich unruhig. Kenji versuchte Yuna zu verstehen zu geben, dass er die Flammen jeden Moment verschwinden lassen müsste, aber sie starrte die ganze Zeit auf Sky und versuchte ihn dazu zu bringen, wieder aufzuwachen.
Also, so langsam müsste was passieren, dachte Teiga. Sie hatte Kenji`s Zeichen sofort verstanden und wusste, dass es allmählich knapp wurde. Ah, verdammt! Wenn ich doch bloß etwas tun könnte! Sky, du konntest dir aber auch echt keinen besseren Zeitpunkt aussuchen, um im Sterben zu liegen! Ich wünschte, ich könnte irgendwas tun!“ Nun hatte auch Yuna Kenji`s Zeichen verstanden und gab sich noch mehr Mühe, aber zu spät. Kenji konnte die Flammen nicht mehr aufrecht erhalten und sie verschwanden. Die Leute sprangen empört auf. „Ich wusste es, ich wusste es! Du bist nur eine elende Betrügerin! Tötet sie alle!“, schrie Maike und zog ihren Dolch. Yuna wich zurück und wie auf Kommando stellten sich Teiga und Kenji schützend vor sie. „Oh... Hab ich was verpasst?“, fragte plötzlich eine Stimme von unten. Sky öffnete müde die Augen und richtete sich auf. Vor Schreck ließ Maike ihre Klinge fallen. „Sky, du lebst! Was machst du denn auch für Scheiß?!“, rief Teiga fröhlich, fiel Sky um den Hals und umarmte ihn so fest sie konnte. „Was machst du denn da? Lass mich wieder los!“, antwortete der und versuchte sich verzweifelt zu befreien. Maike sagte: „Aber wie... warum...? Du bist es wirklich!“ Alle fielen vor Yuna auf die Knie, bis auf Leilani, die zu stark verletzt war und Sky, Teiga und Kenji, die sich die ganze Zeit fragten, wie Yuna das geschafft hatte. Yuna selbst war vollkommen überrascht, lächelte aber selbstzufrieden.

Am nächsten Morgen hatten alle für „Lady“ Yuna Blumenkränze geflochten und sie ihr feierlich überreicht. Sie hatte auch Leilani`s alte Hütte bekommen (weil sie ja jetzt die neue Anführerin war), doch die musste sie sich mit Teiga teilen, da sie zwar froh war, dass Sky wieder wach war, aber trotzdem nicht noch einmal mit ihm im selben Raum schlafen wollte. Das eine Mal hatte ihr gereicht.
„Lady Yuna, ihr wollt schon wieder weiterreisen? Dann werden wir euch folgen!“ Auf Teiga`s Anweisung hatte Yuna ihren Untertanen gesagt, dass sie weiterziehen wollten. Sie hatte Teiga dazu auserwählt, ihre Wünsche den Leuten im Dorf mitzuteilen, weil sie selbst etwas überfordert war durch die ständigen „Wir lieben euch, Lady Yuna!“ –Sprüche ihrer Leute. Ihre Wunden waren auch wieder verheilt. „Ähm, nein, das geht nicht. Lady Yuna will, das ihr hier bleibt!“, rief Teiga den Leuten zu. Doch die gaben keine Ruhe und wollten ihre Führerin begleiten. Na ja, an sich hätte ich ja nichts dagegen, je mehr, desto lustiger, aber eine solche Gruppe wäre zu auffällig und würde bestimmt öfters von Dämonen angegriffen, dachte Teiga. Ich darf keine Unschuldigen mit hineinziehen. Schon schlimm genug, dass wir Yuna die ganze Zeit in Gefahr bringen, obwohl... „Ja, ihr habt recht. Ihr werdet bei eurer Führerin bleiben!“ Die Leute begannen zu jubeln und Teiga betrat wieder die Hütte. Auch Kenji und Sky waren nun da. Yuna hatte Sky alles erzählt, was er in der Zeit, wo er im Koma lag, verpasst hatte, natürlich auch das mit dem magischen