Fanfic: Sol et Scelus
Feuer. Alle fragten natürlich immer, woher Yuna diese Kräfte hatte, aber das konnte sie auch nicht sagen. „Was gibt`s Neues? Machen die dir wieder das Leben schwer?“, fragte Sky. „Wir reisen weiter“, sagte Teiga, ohne eine Miene zu verziehen. Yuna stand auf: „Gut. Wir müssen jetzt weiter nach Talleca, oder?“ Teiga blickte ihr in die Augen. „Ja, WIR gehen nach Talleca, du bleibst hier.“ Alle drei waren geschockt, vor allem Yuna. „Was meins du damit? Warum soll sie nicht mehr mitkommen, es ist doch auch gar nicht mehr weit.“, fragte Kenji. Teiga wandte den Blick ab und nahm noch etwas Proviant mit, den die Kriegerinnen Yuna zur Verfügung gestellt hatten. „Sie bleibt hier, weil ich es so will. Sie macht nur Ärger und nervt die ganze Zeit.“ Kenji gab immer noch keine Ruhe: „Sie hat uns doch das Leben gerettet, wie kannst du so was sagen?“ Sky stand nun auch auf und stellte sich neben Teiga. Er sagte, er sei ihrer Meinung. Hier konnte Yuna keinen Ärger machen. Kenji und Yuna wollten noch etwas erwidern, aber die anderen beiden waren bereits aus der Hütte gestürmt. Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her, bis Sky schließlich sagte: „Das kannst du echt gut, die unnahbare und gefühlskalte Person spielen. Du willst, dass sie hier bleibt, weil sie hier sicherer ist, als bei uns, stimmt`s?“ Teiga war durchschaut. „Mann, du bist echt gut. Kenji hat`s mir abgekauft. Eigentlich wollte ich auch dich hier lassen, da ich dir nicht vertraut habe, aber mit der Aktion vor Amorica hast du mich überzeugt. Dafür muss ich dir noch danken. Ich hätte nicht erwartet, dass du mir hilfst. Ich habe..“ Sky sah ihr an, dass sie noch etwas sagen wollte, sie hatte auch schon den Mund geöffnet, überlegte es sich im letzten Moment aber anders. „Hey, wartet! Ich hab` alles gehört!“ Das war Yuna`s Stimme, die nun zusammen mit Kenji hinter ihnen her lief. „Wir sind doch ein Team! Außerdem hab ich heilende Kräfte, wie ihr gesehen habt! Ihr braucht mich also!“ Yuna hatte sie schnell wieder eingeholt, war aber ganz schön außer Atem, als sie endlich bei den beiden angekommen waren. Bei den Worten „ich hab` alles gehört“ war Teiga rot geworden und schien richtig froh, dass sie nicht weitergeredet hatte. Was wollte sie Sky nur sagen? „Dir ist schon klar, dass du sterben könntest, wenn du bei uns bleibst, oder?“ Kenji antwortete für sie: „Das ist doch kein Problem, solange wir sie beschützen. Wir sind zu viert doch schon so weit gekommen.“ Ja, dachte Teiga, das sind wir. Wir sind `n bisschen durch die Gegend gerannt. Da haben wir wirklich viel geschafft. Na ja, aber sie scheint magische Kräfte zu haben und sie ist vielleicht nützlich. „Na, wenn du meinst... Aber wir sollten uns endlich beeilen, bevor uns deine Untertanen noch mitkriegen. Gleich morgen früh verschwinden wir, okay?“ Alle drei nickten und gingen zurück in die Hütte.
„Was hast du dir dabei gedacht?!“ Es war mitten in der Nacht, als Yuna plötzlich Stimmen von draußen hörte. Offensichtlich war es die von Kenji. „Wovon redest du überhaupt?“ Das war Teiga und Yuna schlich sich leise zur Tür, um die beiden zu belauschen. „Tu nicht so unschuldig! Ich hab Yuna zugehört, als sie Sky erzählt hat, was in seiner Abwesenheit passiert ist. Sie sagte, du hättest deine magischen Kräfte eingesetzt.“ Teiga lächelte unschuldig. „Oh ja, stimmt. Aber ich versteh nicht, wieso du dich so aufregst, es ist doch alles gutgegangen.“ Kenji trat einen Schritt auf sie zu. „Du weißt aber ganz genau, was hätte passieren können! Genau deswegen hast du dir doch geschworen, das Shimi-damaru nie wieder einzusetzen!“ Jetzt war Yuna verwirrt. Shimi-damaru? Hieß so etwa Teiga`s Angriff? „Ja, du musst mich nicht immer wieder daran erinnern. Vielleicht brauch ich die Technik aber, wenn wir gegen die Dämonen kämpfen!“ Kenji schüttelte den Kopf. „Teiga, du hättest sterben können. Wen interessieren da die Dämonen? Du bist meine Schwester und ich will dich nicht auch noch verlieren. Ich lass nicht zu, dass dir das gleiche geschieht wie Maia. “ Teiga wurde wütend und rief: „Übertreib mal nicht, ich sterbe doch nicht gleich dabei! Und genau WEIL das mit Maia passiert ist, muss ich...“
„Du darfst du dieses Risiko nicht noch einmal eingehen, ganz egal in welcher Situation. Deine Verwandlung von letztem Mal hat mir gereicht!“ Kenji ließ Teiga einfach stehen und ging zurück zu der Hütte, die er sich mit Sky teilte. Schnell ging Yuna wieder rein um nicht von Teiga entdeckt zu werden.