Fanfic: Sol et Scelus

Untertitel: Dämon des Lichts

Kapitel: Kapitel 7: Warum kannst du nicht töten?

Kapitel 7: Warum kannst du nicht töten?
„Nein, Teiga!“, schrieen Jake und Sky gleichzeitig. Kenji hätte sich bestimmt auch Sorgen um seine Schwester gemacht, aber er hatte bei seinem letzten Manöver viel Kraft verbraucht und brauchte erst mal eine kleine Pause. Ihre beiden Verehrer wollten sofort ohne nachzudenken ins Wasser springen, doch Lenya`s Krieger hatten bereits ihre Bögen gespannt (eigenartig, normalerweise sind Dämonen auf Nahkampf spezialisiert) und warteten, dass einer von ihnen in Reichweite geriet. Daher blieb Jake stehen, Sky sprang allerdings ins Meer. Zeitgleich schossen die Dämonen ihre Pfeile und zielten auf Sky. Er tauchte unter, wurde dennoch getroffen, was man an dem Schwall Blut sehen konnte, der an die Oberfläche trat. Verdammt, das auch noch! Halt noch eine Weile durch, Teiga! „Nicht aufhören, tötet ihn! Er darf sie nicht erreichen! Feuer, Feuer!“, rief Lenya ihren Leuten zu und die zogen neue Pfeile hervor und ließen sie erneut auf Sky niederprasseln, der auch getroffen wurde, weil er im Wasser nicht ausweichen konnte.
Ein drittes Mal halt ich das nicht aus, aber ich muss Teiga noch an Land bringen. Also schnell! Sky tauchte unter und konnte so knapp einem weiteren Angriff entgehen. Weit vor sich konnte er Teiga erkennen, die immer noch verzweifelt paddelte, um an die Oberfläche zu kommen. Allerdings machte sie alles falsch und wurde immer weiter nach unten gezogen.
Sie ist schon zu lange unter Wasser, jetzt oder nie! Er warf einen kleinen Energieball in ihre Richtung, um auf sich aufmerksam zu machen (er verliert dadurch noch mehr Energie). Sie schaute sich auch tatsächlich um und sah ihn. Sie stieß sich an einem Felsbrocken ab, der hinter ihr war und wurde direkt in seine Arme getragen. So schnell er konnte, brachte er sie an die Oberfläche. Teiga wollte sich bei ihm bedanken, aber Lenya rief dazwischen: „Verdammt, er hat sie! Ihr Idioten, das übernehme ich selbst! Macht des Wassers, ich erbitte deine Hilfe! Verschlinge diese beiden Verräter in deinen Tiefen!“ Die Wellen um sie herum wurden stärker und ein Strudel bildete sich unter ihnen. „Tja, Sky, nun bin ich wohl dran, dich zu retten. Ich hab aber keine Ahnung, ob das klappt, was ich vorhabe, also bring dich lieber in Sicherheit, so schnell du kannst! Ich bitte euch, ihr toten Seelen, gebt mir die Kraft, meine Freunde zu beschützen. Ihr, die ihr mir dient, entfesselt eure wahre Macht!“ Augenblicklich wich das Wasser, das sie vernichten sollte, zurück und verschwand dann völlig, so dass nun alle auf dem Trockenen standen. Das überraschte alle, Teiga eingeschlossen, denn außer der Attacke, die sie gegen Leilani eingesetzt hatte, wusste auch sie nie, was durch ihre Kraft freigesetzt wurde. „Hmm! Deine Macht ist wohl auch gestiegen! Aber wenn du glaubst, das rettet dich und deinen idiotischen Bruder, hast du dich geirrt! Zieht eure Schwerter und vernichtet sie entgültig!“ Klar, schon wieder Lenya. „Ähm, ich finde, wir sollten erst mal zu den anderen zurück. Zu zweit gegen die alle zu kämpfen, wäre irgendwie Selbstmord“, rief Teiga Sky zu, aber als sie sich zu ihm umdrehte und sah, wie verwundet er war, musste sie ihn wohl oder übel Tragen: Dadurch verlor sie schnell ihren Vorsprung und die Dämonen rückten immer näher, doch nun griffen (endlich) auch die Leute aus Talleca an. Sie lief direkt an ihnen vorbei und musste mit ansehen, wie die Menschen von ihren Gegnern in Stücke gerissen wurden. Nur Lenya schien sich nicht um sie zu kümmern und kam immer weiter auf Teiga zu. Kenji richtete sich auf und bereitete sich auf einen weiteren Angriff vor, obwohl Yuna ihn wieder zum Ausruhen überreden wollte.
Teiga wandte sich währenddessen wieder an Sky. „Du wartest hier, ich werde mal sehen, was ich gegen die da unternehmen kann“, sagte sie und hob ein zweites Schwert auf, das am Boden lag. „Schon okay, mit den werde ich locker fertig, so schlecht geht`s mir nun doch nicht. Aber ich fürchte, die da musst du allein erledigen!“, antwortete er und deutete auf Lenya. Teiga nickte und lief ohne ein weiteres Wort ihrer Mutter entgegen. Unglaublich, dachte Sky. Ich hätte nicht gedacht, dass sie das riskiert. Sie stellt sich dem mächtigsten Dämon überhaupt in den Weg, ohne auch nur eine Miene zu verziehen. Ich muss ihr helfen.
Das versuchte er, allerdings kam er nicht an den Dämonen vorbei, die auf ihn zuströmten und musste, ob er nun wollte oder nicht, Teiga alleine lassen und Kenji und Yuna beschützen.
„Du willst dich mir immer noch entgegen stellen? Das wirst du noch bereuen“, rief Lenya Teiga zu, als sie sich genau gegenüber standen. Teiga antwortete nicht. Gut, jetzt wird es ernst, dachte sie. Mal schauen, wie lange sie braucht, um mich total fertig zu machen!
Es dauerte genau fünf Minuten, bis Teiga zusammenbrach. Beide wollten ihre magischen Kräfte nicht einsetzen, doch das hatte Lenya auch nicht nötig. Sie war viel schneller im Nahkampf als Teiga und obwohl diese sich alle Mühe gab, hatte sie doch keine Chance. „Wie möchtest du sterben? Tut mir Leid, aber es muss auf jeden Fall sehr schmerzhaft sein. Du kannst dir nur aussuchen, ob mit dem Schwert oder mit einer Spezialattacke.“ Teiga hörte ihre Mutter schon fast gar nicht mehr, so schwach war sie, aber aufgeben konnte sie auf keinen Fall! Sie versuchte sich aufzurichten, schaffte es auch und hob ihre Klinge. Plötzlich stellte sich ein Schatten vor sie und nahm ihr die Sicht. „Wenn du sie töten willst, musst du erst an mir vorbei!“ Zuerst dachte Teiga, es wäre Sky, der sie da beschützte, doch dann erkannte sie an der Stimme, dass es Jake war. „Pah, ein Mensch! Was für eine erbärmliche Rasse! Weißt du überhaupt, was du da retten willst?“, erwiderte Lenya. Jake hob sein Schwert und stellte sich noch dichter vor Teiga. „Natürlich, denkst du, ich bin blind?! Ich habe doch genau gesehen, dass sie göttliche Kräfte hat! Wie sonst hätte sie das Wasser verschwinden lassen können? Sie ist ein Engel.“ Einen kurzen Moment hatte Teiga`s Herz einen kleinen Hüpfer gemacht, da sie gedacht hatte, er wüsste, dass sie ein Halbdämon war und würde sie trotzdem beschützen. Doch da hatte sie sich wohl getäuscht. Aber irgendwie nahm sie es als Kompliment, dass er sie als einen Engel bezeichnet hatte, da sie wusste, dass Engel für die Menschen etwas gutes waren.
„Dummer Mensch. Aber gut, dann stirbst du eben mit diesem Glauben!“, rief Lenya und stürmte ihm entgegen. Teiga wusste, dass dies vermutlich ihre einzige Möglichkeit war, ihre Mutter noch zu stoppen. Blitzschnell lief sie an Jake vorbei und rannte auf sie zu. Lenya, zu überrascht, um rechtzeitig zu reagieren, wurde von Teiga glatt umgerannt und auf den Boden geworfen. Als sie sich von dem Schlag erholt hatte, merkte sie, wie Teiga über ihr stand und ihre Klinge erhoben hatte, um jederzeit zuzustoßen. „Halt, warte! Überleg dir genau, was du da tust!“, schrie Lenya ihrer Tochter zu. Von dir lass ich mich nicht töten, niemals, fügte sie in Gedanken hinzu. „Und warum sollte ich? Deine große Klappe hat sich aber nicht lange gehalten!“
Mittlerweile versammelten sich mehr und mehr Leute um die beiden und vergaßen den Kampf. Einige Dämonen wollten Lenya helfen, aber sie gab ihnen ein Zeichen, nichts zu tun. „Teiga, du weißt besser als alle anderen, was ich alles getan habe, weil du dabei warst. Du hast geglaubt, es wäre nicht war, doch ich habe dir beigebracht, den Feind zu erkennen, wenn er die gegenüber steht und das hast du getan. Doch glaubst du nicht, du hast diesmal die Falsche erwischt?“, fragte Lenya. Sie wusste nur zu gut, wie leicht Teiga zu beeinflussen war und nutzte dies nun gnadenlos aus. „Was meinst du damit“, kam von ihr als Antwort, wie erwartet. „hör ihr gar nicht zu, töte sie auf der Stelle!“, rief Sky hinter ihr, aber Teiga beachtete ihn nicht und wartete ruhig auf Lenya`s Erwiderung.
„Ganz einfach. Du weißt doch, warum wir die Menschen vernichten wollen, oder? Sie haben viele von uns ausgelöscht, fast wären wir vollkommen ausgerottet worden! Und weshalb? Wegen Typen wie dem da!“, sagte sie und deutete auf einen Mann irgendwo hinter Teiga. Als sie sich umdrehte, sah Lenya ihre Chance. Flink sprang sie auf und schleuderte Teiga gegen eine Felswand.
Wie auf Befehl warfen sich auch die anderen Dämonen in die Schlacht. Sky wollte Teiga helfen, konnte aber wegen der vielen Feinde nicht zu ihr gelangen. „Törichtes Gör. Jetzt musst du dafür bezahlen, dass du mich gegen mich gestellt hast!“ Lenya hob ihr Schwert, Teiga wollte sich verteidigen, aber Lenya war zu schnell, sie konnte gerade noch die Hände zum Schutz heben. Das würde ihr wohl nicht viel bringen. „NEEIN!“, rief Jake, warf sich dazwischen und Lenya spießte ihn direkt auf. „Oh Gott, Jake! Wie kannst du es wagen, das wirst du mir büßen!“, schrie Teiga. Sky und die anderen hatten sich inzwischen zu ihr durchgekämpft und kamen nun auf sie zu. „Ich hab zwar keine Kraft mehr, dich im Nahkampf zu besiegen, aber eine Alternative hab ich immer noch! „Ich bitte euch, ihr toten Seelen, gebt mir die Kraft, diesen Dämon zu vernichten. Ich opfere meinen Körper und meine Seele für einen letzten Angriff und...!“, weiter kam sie nicht, da Kenji und Sky sie zurückhielten. „Hör auf, das wird auch dich vernichten! Du kannst dich doch nicht selbst opfern!“ Teiga versuchte krampfhaft, sich loszureißen, doch auch dafür fehlte ihr mittlerweile die Kraft. „Das ist Sinn der