Fanfic: Sol et Scelus
Sache! Anders geht es nicht!“, antwortete sie ihren beiden Begleitern. Lenya hatte währenddessen ihr Schwert aus Jake`s leblosem Körper gezogen und rief ihre Truppen zum Rückzug. „Soweit bist du also bereit, zu gehen um mich zu töten. Gut, mehr wollte ich nicht wissen. Und pass lieber gut auf Sky auf, ich will diesen Verräter eigenhändig vernichten. Allerdings nicht jetzt, für heute habe ich genug Blut vergossen. Talleca ist ja auch von den Menschen befreit, ihr drei seit als einzige übrig“, sagte Lenya, versammelte all ihre Krieger (persönliche Anmerkung: gibt übrigens keine Gleichberechtigung bei Dämonen, Lenya ist die einzige Frau da und das auch nur, weil sie den damaligen Anführer getötet hat) und murmelte einen weiteren Spruch mit dem sie und ihre Leute sich einfach in Luft auflösten.
Bei „ihr drei“ machten sich Kenji und Sky natürlich Sorgen, da sie Yuna nirgendwo entdecken konnten. Es stellte sich nach einer halbstündigen Suche heraus, dass sie nur unter einem Felsbrocken lag, sich dabei aber nicht verletzt hatte (sie hat sogar ganze zwei Dämonen getötet) (nur zur Info: Kenji hat 15 vernichtet, Sky 27 und Teiga keinen einzigen, da sie mit Lenya beschäftigt war). Teiga hatte sich an der Suchaktion nicht beteiligt und hatte die ganze Zeit im Sand gelegen und geschwiegen. Kurz nachdem sie Yuna gefunden hatte, kam Sky zu ihr und setzte sich neben sie. „Alles in Ordnung mit dir?“, fragte er, weil es das einzige war, was ihm spontan einfiel. Teiga antwortete erst nach einigem Zögern: „Warum hast du mich aufgehalten? Mit dem Angriff hätte ich es geschafft...“ Sky rief: „Das Risiko war viel zu hoch! Du hättest deine Seele dafür opfern müssen und wärst gestorben. Und nicht nur du: Es hätte die gesamte Insel vernichtet und damit auch Yuna, Kenji... und mich.“ Teiga richtete sich nun auch auf, blickte ihm aber nicht ins Gesicht. „Soll ich ehrlich sein? Das wäre mir egal gewesen. Um Lenya zu vernichten, ist mir jedes Mittel recht, auch wenn ich dafür ein paar Leute töten muss, die im Weg sind.“
Sky rückte näher an sie heran. „Aber was ist... mit Kenji? Er ist doch dein Bruder, oder nicht?“ Zuerst hatte er „Aber was ist mit mir“ sagen wollen, doch er hatte es sich rechtzeitig anders überlegt. Als ob ich ihr irgendwas bedeuten würde, dachte er.
„Er ist... na ja, wie soll ich sagen... er ist eben schwach. Er ist mehr der Typ, der sich im Hintergrund hält und nicht der, der in die Schlacht zieht. Er ist viel emotionaler als ich. Höchstwahrscheinlich würde er es nicht ertragen, wenn ich weg wäre. Es wäre wohl besser so, wenn er mit mir sterben würde, anstatt mir ewig hinterher zu weinen.“ Irgendwie schockierte Sky das. Er hatte sie als lockere Person kennengelernt und hatte sich gefragt, ob sie überhaupt mal ernst sein konnte. Ziemlich plötzliche Sinneswandelung. Dann kam ihm die (für ihn) wichtigste Frage über die Lippen: „Und was ist mit mir?“ Teiga gewann kurz ihr altes Lächeln zurück und tat so, als würde sie ernsthaft nachdenken: „Hm, gute Frage.“ Bevor wieder ein dämlicher Witz kam, ermahnte Sky sie, ganz ehrlich zu sein. Dann sagte sie: „Nun, egal wäre es mir wahrscheinlich nicht, aber in der Situation hab ich nicht an dich gedacht. Lenya`s Tod ist einfach zu wichtig und wir... sind ja auch nicht...“, sie suchte nach dem richtigen Wort, fand es aber nicht. Sie konnte ihm nicht die Wahrheit sagen. Sie wusste noch nicht mal, was „die Wahrheit“ überhaupt war. Er war echt nett und inzwischen sehr wichtig für sie geworden, vielleicht noch wichtiger als ihr Bruder, aber mehr war da nicht! Mal ganz abgesehen davon, dass sie sich diese Art von Gefühlen gar nicht leisten konnte...