Fanfic: Sol et Scelus

Untertitel: Dämon des Lichts

Kapitel: Kapitel 15: ...Ist die ganze Familie so?!

Kapitel 15: ...Ist die ganze Familie so?!
Kurz darauf setzte die Vierergruppe ihre Reise mit gemischten Gefühlen fort (keiner wusste, wohin sie gehen sollten, aber egal). Yuna fragte sich immer noch, was Kenji jetzt wohl von ihr wollte und Kenji war einfach nur glücklich, dass Yuna wieder mit ihnen ging. Sky fragte sich, warum er diesen Scheiß überhaupt gemacht hatte und Teiga seine Gefühle gestanden hatte. Teiga war von seinen Liebesbekundungen total verwirrt und lief die ganze Zeit im Kreis, was jedoch niemand bemerkte, da jeder in seine eigenen Gedanken vertieft war.
Sky dachte: `Was sollte das überhaupt?! Ich hätte doch wissen müssen, dass sie so reagiert! Macht sie doch immer!`
Kenji: `Der Typ macht aber auch alles falsch. Er hätte nicht groß ich liebe dich sagen sollen, er hätte sie einfach küssen müssen! Bei Yuna hat es funktioniert...`
Teiga: `Liebe ist Schwachsinn, Liebe ist Schwachsinn, Liebe ist Schwachsinn...`
Yuna: `Was soll ich nun machen? Ich habe doch gar keinen Grund, mit denen mitzugehen! Obwohl, das wäre mal ne schöne Methode, sich an Lenya für den Mordversuch zu rächen... Ja, so mach ich es!`
Sky: `Wie ist das jetzt eigentlich mit Yuna und Kenji? Sind die zusammen, oder was? Ich kann mit den beiden nicht darüber reden, die würden mir nichts sagen. Ich könnte Teiga über ihre Beziehung ausfragen, aber... Die redet ja nicht mit mir!`
Teiga: `Liebe ist dämlich, Liebe ist dämlich, Liebe ist dämlich...`
Kenji: `Wohin gehen wir eigentlich? Wir sind doch schon fast überall gewesen...`
Sky: `Ich bin dämlich, ich bin dämlich, ich bin dämlich...`
Yuna: `Warum reden wir denn gar nicht miteinander?`

So ging es noch eine Weile weiter. Als Teiga keine Worte mehr einfielen, mit denen man Liebe noch bezeichnen konnte, fragte sie laut: „Was machen wir eigentlich jetzt? Lenya ist verschwunden, wir haben keine Ahnung wohin, so gut wie alle Menschen sind vernichtet und wir stehen hier doof auf `ner Wiese rum. Bleiben wir hier oder tun wir noch was?“
Die anderen wurden aus ihren Gedanken gerissen und Kenji antwortete als erster: „Also, mal überlegen... alle Städte, die ich von den Menschen kenne, haben wir bereits aufgesucht und ich glaube nicht, dass die Dämonen in Städte gehen würden, die sie bereits eingenommen haben...“
Sky mischte sich ein: „Hat Lenya nicht irgendwas über Verbündete erzählt? Wenn wir die finden, finden wir auch Lenya... dazu müssten wir nur rausfinden, wer ihre Verbündeten sind!“
Alle starrten in Yuna`s Richtung. „Starrt mich nicht so an! Ich habe keine Ahnung, wer das sein könnte und wo die sich aufhalten! Ich kenne aber noch eine Menschenstadt, in der weder wir noch die Dämonen gewesen sind“, sagte sie. Immer noch starrten alle sie an und warteten darauf, dass sie weitersprach. „Die ist hier ganz in der Nähe, nur ein paar Kilometer vom alten Dämonenhauptquartier entfernt. Ich verstehe zwar auch nicht, warum die Dämonen sie noch nicht angegriffen haben...“ Sofort wurde sie von Teiga unterbrochen: „Hat es einen bestimmten Grund, dass die noch nicht dahingegangen sind? Wenn das nämlich wieder so was ist wie Amorica, dann...“
Yuna schüttelte sofort den Kopf: „Nein nein, das ist eine ganz normale Stadt. Wirklich. Die Dämonen sind nur noch nicht da gewesen, weil die Stadtbewohner mit so gut wie allen anderen Menschen im Krieg sind und Lenya darauf wartet, dass die sich gegenseitig fertig machen. Kommt schon, lasst uns hingehen!“
Die anderen drei folgten ihr skeptisch. Na ja, ich weiß nicht so ganz, dachte Teiga. Menschen sind manchmal echt komisch. Ich frage mich, was diesmal auf uns zu kommt...
Nach wenigen Minuten hatten sie die Stadt erreicht und blickten die zwei Meter hohen Mauern hinauf, die sie umgaben. „Was jetzt? Meint ihr, die Wachen lassen uns rein?“, fragte Kenji seine Freunde. Seine Schwester erwiderte nur: „Das werden wir rausfinden müssen. Das Problem ist, Sky sieht einfach zu sehr wie ein Dämon aus (kein Wunder, er ist ja auch einer). Die werden ihn bestimmt sofort erkennen! Ich glaube, es ist besser, wenn wir nacheinander versuchen reinzukommen. Ich gehe zuerst, dann kommt Yuna, danach Kenji und Sky geht als letzter.“
Gesagt, getan. Im Abstand von ungefähr immer zehn Minuten gingen sie in die Stadt. Zu Beginn wäre Teiga auf Grund ihrer gelben Augen fast laut als Dämon beschimpft worden, aber Yuna verwickelte die Wachen rechtzeitig in ein Gespräch, so dass Teiga schnell durch das Tor huschen konnte.
„Okay, jetzt muss nur noch Sky durch“, sagte Kenji und gab dem Dämon stumm ein Zeichen zu kommen. Er ging zielsicher auf das Tor zu und ließ sich nichts anmerken. Allerdings machte er wohl irgendwas falsch, denn er wurde gefragt: „Einen Moment mal. Wer bist du?“
Bei den anderen dreien war alles immer ohne große Gespräche verlaufen, außer das eine mal bei Teiga, daher machten sie sich ernsthafte Sorgen. „Was ist da nur los? Wir dürfen kein Risiko eingehen. Wenn die rausfinden, dass er kein Mensch ist, werden die uns alle aufspießen! Wir helfen da ein bisschen!“, rief Teiga, lief flink zu den Wachen zurück und zog Sky an der Hand in die Stadt. „Halt wartet! Ich war noch nicht fertig!“, riefen sie ihnen hinterher und verfolgten sie. Teiga schnappte sich schnell noch ihre anderen beiden Begleiter und floh. „Wohin rennst du überhaupt?!“, fragte Kenji und seine Schwester lächelte: „Woher soll ich das wissen?! Ich bin hier doch auch noch nie gewesen! Und was erwartest du eigentlich von mir? Hast du nicht immer gesagt, ich hätte keinen Orientierungssinn? Glaubst du ernsthaft, dass wir irgendwo ankommen?!“
Oh Gott, dachte Kenji. Was sind wir nur für eine Idiotengruppe?
Teiga hatte Recht. Sie kamen nirgendwo an. Nach fünf Minuten endete ihre Flucht in einer Sackgasse. „Meint ihr, wir haben sie abgehängt?“, fragte Sky, der gegen Teiga gerannt war, als sie vor der Mauer gestoppt hatte. „Hmm, kann schon sein. Lasst uns nachgucken, wir müssen eh zurück“, antwortete sie, nicht ohne Sky eine zu knallen und ihn von sich wegzustoßen.
Eng an die Wand gepresst schauten sie sich nach ihren Häschern um. „Ich glaube, die Luft ist rein...“, stellte Yuna fest und sie gingen aus ihrem Versteck. „Da drüben sind sie!“, hörten sie eine Stimme ganz in der Nähe und rannten reflexartig weg. Zufällig genau in die Sackgasse hinter ihnen. „Aber ich habe keinen Orientierungssinn?! Ihr seid doch hier rein gerannt!“, rief Teiga breit lächelnd, weil sie ausnahmsweise nicht schuld war, dass sie jetzt in der Falle saßen. „Stimmt nicht.
Du hast uns wieder mal einfach mitgezogen, wir konnten gar nicht woanders hin...“, sagte Sky und musste eine erneute Ohrfeige von Teiga einstecken. „Hey, ich geb mir wirklich Mühe!“, jammerte sie. Ihr Freund hatte keine Zeit mehr, noch etwas zu erwidern, denn schon wurden sie von einigen Wachen umstellt. Yuna trat vor und zuckte angriffslustig ihr Schwert.
„Geh da weg, Mädchen. Der Mann da hinter dir ist ein Dämon“, sagte einer von ihnen und deutete auf Sky. Das ist der erste, der das überhaupt mitgekriegt hat, dachte Teiga. Aber was jetzt? Schlagen wir sie nieder? Das sind doch die Guten, oder nicht? Warum lassen die uns dann nicht einfach gehen? Ich kann ja schlecht sagen: „Ach, das geht schon klar, wir haben alle dämonisches Blut.“ Wäre Selbstmord...
Sky stieß ihr in die Rippen und flüsterte: „Sind die dämlich. Die glauben, dass nur ich ein Dämon bin! Spiel das Spiel mit, dann lassen sie euch laufen!“ Was meint er damit? Soll ich ihn etwa allein mit denen lassen?
Die Wache sprach weiter: „Los, tretet alle von ihm zurück! Er tötet euch sonst!“ Wie auf Kommando sprang Sky auf und griff eine der Wachen an. Teiga wusste, was sie zu tun hatte. „Hilfe!! Ein Dämon! Und der ist die ganze Zeit mit mir unterwegs gewesen!“, rief sie und sofort hatte sich eine riesige Menschenmenge um sie versammelt, die einen Dämon sehen wollte. Sky machte es den Wachen allerdings sehr leicht und ließ nach wenigen Minuten gefangen nehmen und abführen. Ohne Kommentar verschwanden die Wachen und marschierten mit stolzgeschwellter Brust durch die Straßen zum Gefängnis.
„Äh, gehörte das zum Plan?“, fragte Kenji verwirrt. Teiga antwortete: „Na klar. Guckt mal, wenn wir hier jetzt groß `ne Szene gemacht hätten, hätten die uns alle geschnappt , wir hätten ausbrechen müssen, bla bla bla... So können wir uns noch etwas in der Stadt umsehen und Sky nachher am Gefängnis abholen, sobald er sich befreit hat. Ist doch viel leichter so! Außerdem nervt der Typ ja eh nur, den brauchen wir gar nicht.“ Kenji und Yuna tauschten beim letzten Satz bedeutungsvolle Blicke, die von Teiga jedoch ignoriert wurden. Fröhlich und entspannt machte sie sich auf den Weg zum Marktplatz.

„Seid ihr die drei, die mit dem Dämon unterwegs waren?“, fragte sie eine neue Wache und starrte sie misstrauisch an. Yuna versuchte sie rauszureden: „Öh, äh... ja. Wir wussten nicht, was er ist. Wir hatten keine Ahnung...“ „Folgt mir“, wurde sie unterbrochen und der Mann gab ihnen ein Zeichen, ihm zu folgen. Widerwillig taten sie das und folgten ihm zu einem großen Palast. „Der König will euch sprechen. Trete ein“, bekamen sie eine neue Anweisung, die sie auch erfüllten. „Meint ihr, dass das eine gute Idee ist?“, fragte Kenji, als sie