Fanfic: Sol et Scelus
will mir helfen! Aber..., ich habe ja noch Plan B!!! Sie öffnete die Tür und trat zu ihm in seine Zelle. „Aber das stimmt doch gar nicht (schleim, schleim)! Ich hatte nie den Mut es dir zu sagen, doch... hmm, wie soll ich sagen... ich, ich liebe dich!“, rief sie, fiel ihm um den Hals und umarmte ihn. Oh mein Gott, was mach ich nur für einen Mist! Ich schmeiß mich hier an den Typen ran, kurz nachdem ich ihn abgewiesen habe! Die Story kauft er mir doch nie ab! Liegt vielleicht da dran, dass ich bei der Umarmung ein Gesicht gemacht habe, als ob ich gleich kotzen müsste.
Doch entgegen ihrer Erwartungen glaubte er ihr die Geschichte und erwiderte ihre Umarmung, was Teiga dazu brachte, rot anzulaufen.
„A-a-a-aber du...“, stotterte sie, als er sie noch fester umarmte. Sie war so etwas nicht gewöhnt und es war ihr irgendwie unangenehm, hier so zu stehen.
„Ich wusste es. Schon die ganze Zeit“ sagte er. Ach ja, dachte Teiga. Du irrst dich aber. Ich will nichts von dir! Du sollst doch nur so einem anderen Idioten den Schädel einschlagen, dann ist die ganze Sache schon erledigt! Lass mich los... Bitte... Hey, was machst du da?!
Sky hatte sich zu ihr runtergebeugt (er ist ein paar Zentimeter größer) und sie auf die Lippen geküsst.
Großartig. Jetzt kann ich noch nicht mal was dagegen sagen, weil ich ja grade den Mund nicht frei habe! Aber es ist so ein... schönes Gefühl...
Eine Weile standen sie da noch so, erst nach einigen Minuten (die Teiga wie eine Ewigkeit vorkamen) lösten sie sich aus ihrer Umarmung. Anschließend führte Teiga ihren neuen Lover zum König, damit sie endlich gegeneinander kämpften und die ganze Sache geklärt wurde.
„Wähle deine Waffe“, befahl Alex seinem Gegner ausdruckslos und stellte sich vor ihm auf.
Yuna und Kenji hatte man als Zuschauer auch reingelassen und die beiden löcherten ihre Freundin jetzt mit Fragen. „Wie hast du ihn überhaupt dazu gebracht, für dich zu kämpfen?“, wollte Yuna wissen, doch als Teiga genauso rot wurde wie eine Tomate, reichte ihr das schon als Antwort. Der Halbdämon versuchte sich immer noch darüber klar zu werden, warum Sky sie geküsst hatte.
Ich habe doch gar nichts gemacht! Okay, ich habe ihn umarmt und ihm erzählt, ich würde ihn lieben und so weiter, aber das ist doch kein Grund, jemanden zu küssen! Ich will doch nur meine Ruhe vor dem König! Warum muss so was immer irgendwas mit Liebe zu tun haben? Die können mich doch nicht beide lieben! Den einen kenne ich erst seit ein paar Tagen und den anderen wollte ich zuerst niederschlagen! Das kann doch nicht sein, dass sich jedes Mal solche Leute in mich verknallen. Warum kann nicht auch ein Halbdämon seinen Traummann abkriegen? Ein großer, starker Mann mit schwarzen Haaren und dunklen Augen... nach Möglichkeit ein Mischling wie ich, aber ich komme auch damit klar, wenn es ein Mensch ist. Also das genaue Gegenteil von Sky. Und dann küsst mich ausgerechnet der, von dem ich gar nichts will! Aber egal, jetzt schlagen die sich erst mal tot und dann verschwinden wir. Obwohl, totschlagen wäre etwas übertrieben...
Der Kampf begann und Teiga hatte keine Ahnung, wen sie anfeuern sollte. Yuna und Kenji rufen die ganze Zeit: „Vorwärts Sky, mach ihn platt! Vorwärts Sky, mach ihn platt!“ Teiga war unentschlossen, da man ja nicht so einfach einen König oder zumindest Prinz töten kann. Den braucht man ja noch für irgendwas! Aber Sky darf auch nicht sterben. Warum eigentlich nicht? So als Rache für den Kuss. Der muss endlich mal mitkriegen, dass man sich so nicht an Frauen ranmacht! Aber ich kann ihn nicht sterben lassen. Da ist immer noch dieses... Gefühl.
Auch ohne den Einsatz seiner dämonischen Kräfte schaffte Sky es mit Leichtigkeit, Alex zu besiegen. Er entwaffnete ihn und hielt ihm sein Schwert an die Kehle. „Töte ihn! Töte ihn!“, kam es von Yuna und Kenji, die sich das erste mal bei etwas einig waren.
Sky hörte aber nicht auf sie und wandte sich an Teiga: „Was soll ich mit ihm machen?“
Was fragen die denn immer mich? „Ähm,... nein, lass ihn gehen! Sein Volk braucht ihn!“ Alex sagte nichts, verließ schweigend den Kampfplatz und kam nicht zurück. Nur eine Wache kam eine Stunde später, um sie abzuholen.
„Wir haben alles für die Hochzeit vorbereitet! Kommt mit, ihr zwei!“, rief der Mann und wartete darauf, dass die anderen ihm folgten. Teiga hatte keinen Schimmer, was hier überhaupt abging und fragte: „Äh, was für eine Hochzeit?“ Die Wache erklärte überrascht: „Ihr seid nicht von hier? Euer Begleiter hat den Kampf gewonnen, daher gehört ihr zwei jetzt offiziell zusammen! Der König hat mir bereits erzählt, dass ihr verlobt seid, daher haben wir schon eure Hochzeit organisiert! Ihr habt doch kein Problem damit, hier zu heiraten, oder?“
Sky flüsterte verwirrt zu Teiga: „Seit wann sind wir denn verlobt? Ich dachte...“ Er wollte weiter reden, aber Yuna unterbrach ihn fröhlich: „Herzlichen Glückwunsch dem neuen Paar!“
Verdammt, dachte Teiga. Das Elend klebt wie Dreck an meinen Schuhen. Meine Pläne gehen immer schief... Zuerst gesteht er mir seine Liebe, dann küsst er mich und nun heiratet er mich! Interessieren meine Gefühle denn niemanden?!
Kenji antwortete freudig für sie: „Natürlich nicht! Die beiden würden sehr gerne hier heiraten!“ Er zog seine Schwester hinter der Wache her und hielt ihr den Mund zu, damit sie nicht protestieren konnte. Sky folgte ihnen zwar etwas durcheinander, aber freiwillig. Yuna war inzwischen damit beschäftigt, sich ein hübsches Brautkleid für Teiga auszudenken.