Fanfic: Sol et Scelus

Untertitel: Dämon des Lichts

Kapitel: Kapitel 21: Maia`s Geschichte

Kapitel 21: Maia`s Geschichte
;:;:;:;:;: Bin wieder da. Bedankt euch bei den Leuten, die Kinofilme machen, dass es jetzt schon weitergeht. Hab nämlich gestern den Film: Die Bluthochzeit gesehen. Falls ihr ihn nicht kennt: Ist ne Hochzeit und der Schwiegervater und ein Restaurantbesitzer geraten aneinander. Nach einiger Zeit eskaliert die Situation: Der Restauranttyp nimmt Braut und Mutter des Bräutigams als Geiseln und der Schwiegervater stellt sich mit einem Gewehr vor das Tor des Restaurants und schmeißt Handgranaten in den Hof.
Der Hund meiner Lieblingsperson wurde erschossen, das hat mich echt depri gemacht. Und ich kann nur schreiben, wenn ich eine Depri-Phase habe. Das macht es mir einfacher als den Menschen, die glücklich sein müssen, um zu schreiben: Depri-Phasen kann man künstlich erzeugen, das ist also kein Problem, glücklich bin ich aber meistens nur drei- viermal im Monat. Da würde man ja nie ein Kapi fertig kriegen!
Also, genug der Vorrede, hier habt ihr, was ich geschrieben habe!;:;:;:;:;:

„Hey, lasst mich gehen! Was fällt euch Idioten überhaupt ein?!“, rief Teiga wütend, die von zwei Dämonen durch einen engen Korridor geschleift wurde. Sie waren wirklich geschickt: Unter der Erde hatten sie sich versteckt, damit man sie nicht entdeckte. Teiga war eben nur zufällig direkt über die Falltür gelatscht, die nach unten führte. Die Dämonen wollten wissen, was da war, öffneten die Tür und Teiga kam herunter gesegelt. Bevor sie überhaupt mitgekriegt hatte, was hier abgeht, hatte man sie geschnappt und ihr ihre Waffen abgenommen. Sie vermutete, dass sie nun zu Lenya gebracht wurde.
``Schon merkwürdig.``
Was ist denn jetzt schon wieder?
``Wundert es dich nicht, dass die Dämonen überall riesige Schlösser gebaut haben, sogar unter der Erde, und die Menschen gar nichts?``
Hm, jetzt wo du es sagst...
``Ja. Ich finde es ungerecht. Ich will auch mal einen Vorteil den Dämonen gegenüber haben!``
Mecker nicht! Das ist meine Aufgabe!
``Ich bin doch du.``
„Warte hier, bis die Herrin kommt!“, sagte plötzlich einer der Dämonen und sie wurde fallen gelassen. Sie saß nun in einem kleinen, quadratischen Raum, der nur von einigen Kerzen erhellt wurde. Die Dämonen gingen hinaus und ließen sie allein. „Ob den anderen wohl schon aufgefallen ist, dass ich nicht mehr da bin? Wenn ja: WO BLEIBEN DIE?! Wollen die mich nicht rausholen, oder was?“, schrie sie den Wänden entgegen.
``Wäre möglich, nach dem, was du zu Sky gesagt hast. Von wegen `Leben wir einfach unser altes Leben weiter` und so.``
Was hast du denn dagegen?! Ich will das so und wenn er mich wirklich liebt, dann muss er das tolerieren!
``Gutes Argument. Denn genau das tut er nämlich. Er respektiert deinen Wunsch, obwohl er es sich anders wünscht. Er liebt dich, verdammt noch mal, und will bei dir sein!``
Genau in diesem Moment kam Lenya herein und Teiga musste ihr Gedankengespräch unterbrechen. Wütend stand sie auf und sagte relativ ruhig: „So sehen wir uns also wieder. Gib mir mein Schwert zurück, dann können wir das alles jetzt auf der Stelle beenden!“ Ihre Mutter schüttelte nur langsam den Kopf und erwiderte dann in einem Ton, als würde sie mit einem Kind sprechen: „Nein, du bist nicht hier, um gegen mich zu kämpfen. Ich habe weit größeres mit dir vor.“
„Und was bitte schön sollte das sein?“, fragte Teiga und nahm schon ihre klassische Kampfposition ein. „Du sollst mir deine Kraft leihen. So wie Maia es getan hat!“, kam die Antwort und Lenya kam ruhig näher.
„Was soll das heißen?“, fragte Teiga verwirrt und trat einen Schritt zurück. Ihre Mutter lachte nur. „Du hast es also immer noch nicht verstanden? Das ist wirklich enttäuschend. Ich hatte dir mehr Intelligenz zugetraut. Nun ich will es dir erklären.“
Teiga wartete darauf, dass sie weitersprach. Das tat sie dann auch: „Denkst du wirklich, Maia ist bei einem Trainingsunfall gestorben? Nein, dafür war sie viel zu gut. Sie beherrschte ihre Techniken perfekt. Sie starb auf meinen Befehl hin.“
„Nein! Wie konntest du...? Warum hast du das getan?!“, war Teiga`s Reaktion.
„Ist doch ganz einfach. Ich habe dir doch schon bei unserer letzten Begegnung gesagt: `Ihre Kräfte waren meinen weit überlegen.`
Im Nahkampf war sie zwar überhaupt nicht zu gebrauchen, doch ihre dämonischen Fähigkeiten waren ungewöhnlich stark ausgeprägt. Sie waren so ganz anders als meine. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um festzustellen, was für eine Kraft es war. Es war eine, die meiner sehr ähnlich ist, aber entscheidende Unterschiede hatte.
Ich wollte Maia dazu bringen, ihre Kräfte für diesen Krieg einzusetzen. Wir wären unbesiegbar gewesen. Doch sie entschied sich dagegen, die Menschen zu vernichten. Aber ich wollte auf ihre Kräfte nicht verzichten. Sie drohte mir, mit den Menschen zu kämpfen, wenn ich sie zum Kampf zwingen würde. Das wäre fatal gewesen. Und wenn ich ihre Kräfte nicht haben konnte, dann sollte sie niemand bekommen! Darum musste sie sterben!“, erklärte Lenya. Sie fuhr fort: „Ich dachte also, ich hätte ihre besonderen Fähigkeiten für immer verloren, doch dann fand ich einen Dämon, der die selben Fähigkeiten besaß, wenn nicht sogar noch stärkere!“
„Über was für Kräfte sprichst du überhaupt? Und was war das für ein Dämon?“, wollte Teiga wissen und die Antwort war: „Der Dämon... warst du. Und die Kraft... ist die Macht über...“
Weiter kam sie nicht, denn in dem Moment stürzte die Decke über ihnen ein und Sky und Kenji kamen herunter, dicht gefolgt von Yuna.
„Wisst ihr, dass das echt der mieseste Zeitpunkt für eine Rettungsaktion ist, den man sich vorstellen kann?“, rief Teiga ihren Rettern zu. Sie folgte ihnen aber brav durch die zerstörte Decke zurück ans Sonnenlicht. „Diesmal töten wir dich noch nicht, Lenya! Wir sammeln noch unsere Leute für den entscheidenden Kampf! Bis es soweit ist... lassen wir dich am Leben“, sagte Sky, der gerade abhauen wollte. Lenya rief ihnen nach: „Pah, wie du meinst. Dann lasse ich diesmal auch euch kampflos gehen! Nur denk daran, Teiga: In wenigen Tagen ist dein achtzehnter Geburtstag! Dort wird sich die Kraft, von der ich eben sprach, auch in dir entwickeln. Und dann... werden wir uns wiedersehen!“
Ach, du kannst mich mal, dachte Teiga. Neue Kräfte, das ich nicht lache! Sie wird mir noch büßen, dass sie meine Schwester getötet hat! Die kann was erleben!
``Meinst du wirklich, dass es so einfach wird?``
Natürlich. Ich hätte sie schon zweimal fast gehabt!
``Sie dich aber auch schon.``
NA UND?! Ich schaffe die schon. Außerdem habe ich ja immer noch meine Freunde. Auf die kann ich mich doch verlassen, oder nicht?
``An sich schon... Nur die Frage ist: Wie lange noch? Nach dem, was du zu Sky gesagt hast, kann ich wirklich nicht verstehen, warum er dir noch hilft...``
Das ist echt fies von dir. Ich will doch nur den einfachsten Weg gehen. Und der muss eben ohne Sky sein...
Sie erhielt keine Antwort mehr, nur Schweigen.
„Verdammt! Jetzt hab ich mein Schwert da unten vergessen!“, fiel es Teiga plötzlich auf. Sie wollte wieder hineinlaufen, wurde aber von Kenji aufgehalten mit der Begründung: „Bist du wahnsinnig?! Die hätten dich töten können und du willst da wieder rein? Das kannst du doch nicht machen, die spießen dich auf!“
Teiga musste ihm wohl oder übel zustimmen. Sie klaute also unbemerkt das Schwert ihres Bruders und die vier beeilten sich, den Berg wieder zu verlassen. „Ähm, warum lassen wir die Dämonen überhaupt am Leben? Wir könnten die doch jetzt ganz einfach alle töten?“, wollte Yuna wissen. Kenji klärte auch sie auf: „Hast du doch gesehen. Wir haben so gut wie alle Gänge einstürzen lassen. Die können da nicht mehr raus und sitzen fest. Wir haben also genug Zeit, unseren nächsten Schritt zu planen.
Aber was mich noch interessiert, Teiga: Warum hat sie von deinem Geburtstag übermorgen geredet? Hat das irgendwas zu bedeuten?“
Die Angesprochene zuckte mit den Schultern und antwortete nicht. Sie wusste ja selber nicht, was das alles zu bedeuten hatte...