Fanfic: Sol et Scelus
Kapitel: Kapitel 25: Neue Verbündete?
Kapitel 25: Neue Verbündete?
„Ich hasse dieses ewige quer durch die Welt rennen! Wir sollten uns einfach mal auf `ne Wiese setzen und warten, dass irgendwer vorbeikommt. Ist doch dämlich, immer zwischen Menschen und Dämonen hin und her zu rennen!“, beschwerte sich Teiga lautstark, als sich die Gruppe wieder auf den Weg in Alex` Stadt machte, um ihm und Leilani alles zu erzählen was auf dem Berg passiert war. Sky und Yuna waren derselben Meinung, nur Kenji hielt es für notwendig, den Menschen Bescheid zu geben, dass die Dämonen erneut geflohen waren. „Komm schon, Teiga. Was sollen wir denn sonst machen?! Wir haben nichts anderes zu tun! Wenn wir wenigstens wüssten, wohin Lenya verschwunden ist wäre das etwas anderes, aber so können wir eben nichts anderes machen als in der Gegend rumzulaufen!“, versuchte er seine Schwester zu überzeugen, aber sie hörte gar nicht zu. Ohne ein weiteres Wort ließ sie sich einfach auf den Boden fallen und bewegte sich nicht mehr. „Das meinst du doch jetzt nicht ernst, oder? Los, beweg dich!“, schrie Kenji aufgebracht, doch auch das wirkte nicht. Da hob er sie einfach hoch und ging weiter.
Fünf Minuten später warfen sich auch Yuna und Sky auf die Erde, weil sie auch getragen werden wollten. Kenji gab auf und ließ sie kurz Pause machen, da er wirklich nicht alle drei tragen konnte.
„Wir sollten uns mal Gedanken machen, wie wir Lenya besiegen können“, meinte er aber nach einiger Zeit rumsitzen und nichts tun. „Wieso denn? Ich setze wieder meine Licht-Technik ein, so wie letztes mal und dann krieg ich sie schon tot!“, schlug Teiga unbekümmert vor und wurde sofort von ihren Freunden angeschrieen: „Das warst du?!“
Daraufhin erklärte sie ihnen die ganze Geschichte und ließ nur den Teil aus, dass sie dabei stark an Sky denken musste.
„Hmm... so scheint es wirklich kein Problem zu werden... nur, da ist immer noch eine Sache, die mich beschäftigt...“, war Kenji`s Reaktion darauf. „Was denn jetzt schon wieder?!“, rief Teiga genervt und ihr Bruder erklärte: „...Wir sind nur vier Leute! Zu viert gegen eine ganze Armee anzutreten ist doch bekloppt!“
„Wieso?“, fragte Sky, „Da in der einen Stadt warten ja noch Alex` und Leilani`s Leute, die nur darauf warten gegen die Dämonen zu kämpfen. Damit haben wir ungefähr genauso viele Krieger wie Lenya!“
Yuna und Teiga nickten zustimmend, aber Kenji ließ sich nicht überreden. „Äh... ja schon nur wir sollten bedenken, dass das nur Menschen sind (wütender Blick von Yuna)! Wir bräuchten zehn von denen, um nur einen einzigen Dämon zu töten! Wir brauchen mehr Leute. Teiga`s Technik kann sie ja vielleicht aufhalten, nur wissen wir nicht, ob das noch mal funktioniert. Denn genauso bist du: Wenn man dich mal wirklich braucht, kriegst du nichts mehr auf die Reihe!“
„Ja, stimmt“, gab selbst Sky zu.
„Okay, okay, hab schon verstanden! Ich bin nutzlos. Aber wir haben nicht mehr Leute, wo sollen wir die denn hernehmen?! Es gibt eben nur Dämonen und Menschen. Und die Dämonen werden sich uns bestimmt nicht anschließen... wir können nur auf die Menschen setzen!“, meinte Teiga kopfschüttelnd. Alle anderen ließen auch den Kopf hängen, da ihnen auch nichts mehr dazu einfiel. Dann hatte Yuna einen Geistesblitz.
„Hey, vielleicht gibt es da doch noch jemanden, der sich uns anschließen würde! Der größte Feind der Dämonen“
„Das meinst du doch nicht ernst?! Hast du gerade nicht zugehört? Da ist niemand außer den Menschen mehr übrig und die sind schon alle auf unserer Seite!“, meinte Teiga, doch das Mädchen unterbrach sie: „Ja schon, aber ich rede doch auch gar nicht von den Menschen! Da ist noch jemand anderes, in den wir unsere Hoffnungen setzen können...“ Teiga und Kenji hatten keine Ahnung, wovon sie sprach, aber Sky verstand sie sofort.
„Ja, jetzt erinnere ich mich auch wieder! Aber meinst du, die werden sich UNS anschließen? Die verachten Dämonen wie mich und besonders Mischlinge können sie nicht leiden...“
Yuna ließ sich nicht beirren: „Klar, aber sie brauchen die Menschen! Sie helfen uns sicher!“
„WER hilft uns?!“, rief Teiga verwirrt und Sky meinte: „Das wirst du schon sehen! Aber keine Sorge: Selbst wenn sie sich uns nicht anschließen, dir werden sie nichts tun. Höchstens für Yuna könnte es etwas problematisch werden... Aber das wir schon gut gehen!“
Als Kenji hörte, dass es für Yuna gefährlich werden könnte, wurde er wieder etwas unsicher, war allerdings hinterher doch einverstanden. Ihr würde schon nichts passieren, wenn er sie beschützte...
Was starrt der mich so an, dachte Yuna. Mit so ein paar Dämonen werd ich schon fertig, der muss nicht immer gleich in Panik geraten, wenn irgendwer mich angreift... Aber es ist echt süß von ihm...
“Jetzt sagt mir doch endlich, was für Leute das sind! Ich fühl mich ein bisschen ausgeschlossen... (heul)“, sagte Teiga nach einer Weile. Sie hatten sich wieder auf den Weg gemacht, auch wenn Teiga und Kenji keine Ahnung hatten, wohin sie überhaupt gingen. Sky antwortete auch nicht auf ihre Frage und ging einfach weiter.
Es dauerte einige Zeit, bis sie den richtigen Weg gefunden hatten. Anscheinend war, wer auch immer das war, sehr geschickt darin, sich zu verstecken.
„Wir sind ganz nahe dran, ich bin mir sicher!“, meinte Sky, als die Sonne schon fast unterging. „Nur wir müssen uns beeilen. Bei Nacht haben wir keine Chance!“, fügte er hinzu und bewirkte damit, dass Teiga sich noch mehr ausgeschlossen führte, da sie immer noch nicht wusste worum es eigentlich ging.
„Ich weiß nicht. Irgendwie hab ich ein ungutes Gefühl“, sagte Kenji unsicher, als mitten auf dem Weg die bereits verwesende Leiche eines Menschen lag. Er hatte keine sichtbaren Verletzungen, war aber jedoch zu jung, um einen natürlichen Tod gestorben zu sein. „ Hat einer von den Typen, die wir suchen, den Mensch da getötet?“, fragte Teiga unsicher.
„Ganz genau“, erwiderte Sky knapp. Teiga sah sich um und wunderte sich, dass sie nichts, weder andere Menschen noch Dämonen in der Nähe wahrnehmen konnte. Da konnte doch irgendwas nicht stimmen...?!
„Ah, jetzt weiß ich von wem ihr redet! Aber haltet ihr das wirklich für eine gute Idee?“, fiel es Kenji plötzlich ein. Nun fühlte Teiga sich nicht mehr ausgeschlossen, sondern einfach nur dämlich.
Okay, dachte sie, ich bin doof.
„Hier. Hier irgendwo...“, murmelte Sky und blieb vor einer riesigen Felshöhle stehen. „Und was machen wir jetzt?“, fragte Teiga und blickte ihm über die Schulter. „Ganz leicht: Wir warten“, sagte Sky und drehte sich zu ihr um. Dadurch waren ihre beiden Gesichter nicht mal zwei Zentimeter von einander entfernt und Teiga lehnte sich schnell (mit hochrotem Kopf) zurück. „Äh..., w-w-warten? W.... worauf denn?“, wollte sie wissen.
„Darauf, dass es Nacht wird. Aber hier erwischen sie uns sofort. Wir sollten uns da oben auf dem Felsvorsprung verstecken“, schlug Yuna vor und begann schon mit dem Klettern. Kenji war direkt hinter ihr und zog seine Schwester mit sich.
„Hey, was machst du mit mir?! Lass mich wieder runter!“, rief Teiga empört, doch ihr Bruder hielt ihr sofort die Hand vor den Mund.
„Pssst! Sei still! Sie doch mal, die Sonne ist schon untergegangen. Gleich kommen die heraus und sie sind nicht sonderlich... gastfreundlich.“, erklärte er und versteckte sich schnell. Keine zwei Minuten später trat ein, nach dem Aussehen zu urteilen etwa dreißig jähriger Mann durch die Höhle nach draußen. Er blickte sich kurz um und als er nichts erblickte, schrie er: „Los, ihr könnt rauskommen! Sie scheinen uns immer noch nicht entdeckt zu haben!“
Weitere Männer, auch einige Frauen, traten hinter ihm nach draußen. Sie alle trugen lange pechschwarze Umhänge.
„Oh, ich bin schon zu lange da drin gewesen! Es ist so schön, endlich wieder rausgehen zu können! Wegen dem Krieg, den die Dämonen entfesselt haben, müssen wir uns jetzt wie Tiere vor ihnen verstecken! Wir hätten sie damals komplett ausrotten sollen!“, rief eine von ihnen und zeigte dabei blitzende Reißzähne. Jetzt hatte auch Teiga begriffen.
„Oh, verdammt! Das sind ja Vampire!“, reagierte sie auf den eigenartigen Anblick und wurde sofort von allen entdeckt. Wütend stieß Kenji sie in die Rippen.
„Ich hab es dir doch gesagt! Du machst immer alles falsch!“, beschwerte er sich lautstark und trat aus seinem Versteck. Sky und Yuna folgten ihm, nur Teiga blieb sitzen und fühlte sich mies.
„Wer... nein, was seid ihr?!“, frage der, der als erster aus der Höhle gekommen war. „Äh, na ja, wir sind auf dem Weg, die Welt vor den Dämonen zu retten! Ich bin Teiga, Halbdämon. Das ist mein Bruder Kenji, auch ein Halbdämon. Dann sind in unserer Gruppe noch der Dämon Sky und das Menschenmädchen Yuna“, erklärte Teiga und war wieder in ihrem Element. Die Vampire, die sie in der Zwischenzeit schon umstellt hatten, fingen an zu lachen. „Sicher doch! Was soll das denn für eine Gruppe sein?! Dämonen und Menschen verbünden sich nicht!“, rief einer von ihnen. „Wen interessiert das? Sie haben einen Menschen dabei und ihr wisst, was das heißt...“, sagte jemand anderes und bleckte schon die Zähne. „Cool! Ihr wollt die echt aussaugen? Das wollt ich schon immer mal sehen!“, war Teiga begeistert, wurde aber sofort von Kenji niedergeschlagen, der solche Witze absolut nicht leiden konnte.
„.... Ihr seid die totalen Idioten... Aber was wollt ihr überhaupt von uns?“, meinte wieder der, der als erster aus der Höhle kam.
„Ach ja, stimmt! Wir brauchen eure Hilfe gegen die Dämonen, weil die Menschen sonst vernichtet werden! Und das wollt ihr ja sicher auch nicht, immerhin... ernährt ihr euch ja... von denen, oder liege ich da falsch?“, fragte Yuna und lächelte die Vampire freundlich an, so gut es ging (sie fühlte sich in dieser „Gesellschaft“ immer