Fanfic: Sol et Scelus

Untertitel: Dämon des Lichts

Kapitel: Kapitel 31: Der Feind des Feindes

Kapitel 31: Der Feind des Feindes

Ihre Reise dauerte schon zwei Tage. Normalerweise hätte Teiga`s Gruppe den Weg in die Stadt in nur wenigen Stunden geschafft, aber mit dem ganzen Gepäck, das die Vampire mitschleppten, wurden sie langsamer. Auch waren die meisten von ihnen noch ziemlich stark verwundet.

Teiga war das bei ihrer Abreise egal gewesen, denn sie wollte so schnell wie möglich Lenya herausfordern und alle Gefallenen rächen. Nur jetzt musste sie zugeben, dass das vielleicht doch keine gute Idee gewesen war. „Nun kommt schon, das ist schon eure dritte Pause in nur einem Kilometer! Denkt ihr etwa, die Dämonen warten auf euch?“, beschwerte sie sich laut und wurde augenblicklich von allen wütend angestarrt. Mühsam rappelten sich die geschwächten Vampire auf und folgten ihr.

„Meinst du nicht, sie übertreibt da ein bisschen? Die Leute sind verwundet“, flüsterte Yuna Kenji ins Ohr, die beide das Ende der Gruppe bildeten. „Na ja, ich kann verstehen wie sie sich fühlt. Sie möchte sich an Lenya rächen und dazu brauch sie eben die Vampire. Uns läuft die Zeit davon. Mit jeder Minute sterben mehr unserer Verbündeten, während Lenya immer mehr findet“, antwortete der und folgte brav seiner herumkommandierenden Schwester.

Schweigend ging die kleine Gruppe weiter und die Vampire fielen immer weiter hinter Teiga zurück, die sie anführte. Sie achtete gar nicht darauf.

Die Reise verlief ereignislos, bis Sky schließlich zu Teiga kam um ihr mitzuteilen, dass er hier irgendwo in der Nähe mehrere Dämonen wahrnahm. „Ja, das hab ich auch schon bemerkt. Sie scheinen uns aber nicht zu entdecken, sonst hätten sie uns schon längst angegriffen. Was meinst du, wie viele sind es?“, fragte sie ihren Begleiter. „Genug, um uns alle zu töten. Wir sollten uns das mal ansehen“, schlug der vor und Teiga nickte zustimmend. Sie erzählten den anderen, sie wollten nur etwas die Gegend auskundschaften, befahlen Yuna und Kenji jedoch, wegen der Dämonen vorsichtig zu sein. Die Vampire waren einfach nur glücklich über die Pause.

Leise schlichen sie zu der Stelle, an der Sky ihre Feinde vermutete und tatsächlich: Mehrere Dämonen, bestimmt über hundert, hatten dort ihr Lager aufgeschlagen. „Irgendein bestimmter Plan?“, fragte Sky und bekam prompt die Antwort: „Ich plane nichts. Wir greifen an und hoffen, dass wir überleben!“

Wie nett, dachte er. Unglaublich, dass sie mit der Strategie so lange überlebt hat. Na ja, mir fällt auch nichts besseres ein. Attacke!

Also sprangen sie mit gezogenen Waffen zwischen die Dämonen und stellten fest: Die tun ja gar nichts! Die versuchen nicht mal, sich zu wehren!

„Äh, ich fühl mich... ein wenig verarscht“, meinte Teiga enttäuscht, da sie sich schon so auf einen Kampf gefreut hatte. WARUM wollen die überhaupt nicht kämpfen?!

„Heut nicht. Kommt morgen oder so wieder“, erklärte einer der Dämonen und machte damit Teiga`s gute Laune total kaputt. „Was soll denn das?! Ihr seid unsere Feinde, verhaltet euch gefälligst auch so!“, rief sie empört.

``Du solltest dich eigentlich freuen, dass sie nicht kämpfen wollen. So besteht wenigstens nicht das Risiko, dass du auch getötet wirst.``, meinte ihre innere Stimme zu dem Vorfall.

Ich freu mich aber nicht! Ich bin zwei Tage nur gelaufen, ich vermisse das Kämpfen! Die Dämonen machen mir immer wieder meine Pläne kaputt...

Während sie ihren inneren Krieg weiter führte, begann Sky schon ein ausführliches Gespräch mit ihren Feinden, von denen er die meisten kannte. „Was machst du da eigentlich?“ Falls du es vergessen hast: Die sind auf Lenya`s Seite!“, beschwerte sich Teiga erneut und Sky versuchte sich zu entschuldigen: „Reg dich wieder ab. Das meiste sind alte Bekannte. Und sie sagen, sie wollen nicht mehr für Lenya kämpfen. Sie wollen sich uns anschließen!“

Das zeigte die erhoffte Wirkung. Es verschlug Teiga die Sprache. Als sie sich wieder gefasst hatte, begann sie: „Ja, sicher doch. Und das glaubst du ihnen?! Das ist doch nur einer von Lenya`s Tricks! Sie will, dass wir diesen Dämonen vertrauen und wenn wir sie mit uns nehmen, schlitzen sie uns im Schlaf auf! Ich weiß ja nicht, wie du darüber denkst, aber ich würde gern noch etwas weiterleben!“

Sky ließ missmutig den Kopf hängen und die Dämonen begannen zu tuscheln. Aus ihrem Gespräch mit Sky hatten sie ziemlich schnell erkannt, dass er in Teiga verliebt war. Das fanden sie in diesem Moment wirklich nicht nachvollziehbar und einer von ihnen murmelte leise: „Zicke.“

Sie bekam das natürlich mit und fuchtelte schon wieder mit ihrem Schwert rum, als Sky sie aufhielt.

„Hör doch erst mal zu, was sie zu sagen haben! Wir können sie hinterher ja immer noch töten!“(Wütende Blicke der Dämonen, weil man sie aufschlitzen will) Teiga ließ sich erweichen, setzte sich auf den Boden und die Dämonen begannen mit ihrer Geschichte, bei der Teiga nur mit einem Ohr zuhörte.

Was sie mitbekam war, dass diese Typen offensichtlich beim Angriff auf die Vampirhöhle dabei waren und auch viele von denen getötet hatten. Danach führte Lenya sie hierher und eröffnete ihnen, was im unterirdischen Versteck im Berg passiert war, wo Teiga`s Gruppe zuvor war (Lenya hat ihre Krieger im Stich gelassen, um ihr eigenes Leben zu retten).

„Viele unserer Freunde oder Familien sind unter den Opfern gewesen, daher weigerten wir uns, weiter für diese Frau zu kämpfen, die ohne mit der Wimper zu zucken diese Leute sterben ließ. Als wir ihr das erklärten, ließ sie uns hier zurück, ohne Vorräte. Wir kennen uns hier nicht aus und haben keine Ahnung, wo wir hingehen sollen. Aber wir wollen Rache. Rache für unsere Freunde. Deshalb wäre es uns eine Ehre, gemeinsam mit euch gegen Lenya zu kämpfen“, wurde die Geschichte beendet.

Sky beugte sich zu Teiga hinunter und flüsterte ihr zu: „Und? Was hältst du davon?“

„Wir nehmen sie natürlich mit! Sie sind Feinde von Lenya und das sind wir ja auch!“, meinte sie lächelnd.

„Der Feind des Feindes ist also ein Freund?“, fragte Sky erneut unsicher, aber Teiga war schon mit etwas anderem beschäftigt.

„Dann ist es also beschlossen, ja? Ihr helft uns gegen Lenya. Gemeinsam schaffen wir das bestimmt. Nur eine Bedingung: Nennt mich nie wieder Zicke!“

:;:;:;:;:;Muhahaha! Schön, wieder ein Kapi fertig! Und ich komm dem Ende immer näher (heul)... Na ja, dieses Kapi widme ich... hmm... welchem Idiot hab ich denn noch kein Kapi gewidmet? Oh, ich weiß! Dieses Kapi widme ich... meinem Mathelehrer, Herrn Harnischmacher! Als Dank dafür, dass er die letzte Arbeit so schwer gemacht hat, dass ich wahrscheinlich durchfallen werde! Danke für gar nichts!:;:;:;