Fanfic: Jenseits der Stille

nicht hören, deswegen schaute er Brigitte fragend an. Mitch schnappte sich eine Leine und befestigte sie am Halsband der Ziege. Er ließ die anderen beiden alleine und machte sich auf den Weg zum Sicherungskasten. Mit einem Ruck öffnete er den Deckel, von dem verrosteten Kasterl, das an einem riesigen Baumstumpf befestigt war. Der Regen peitschte auf die Erde und Mitch hatte Mühe etwas zu erkennen. „Verdammt!“ Der Sicherungskasten war vollkommen kaputt. Der Einschlag musste so heftig gewesen sein, dass die einzelnen Schalter geschmolzen waren. Wütend knallte er die Tür wieder zu und stapfte durch riesige Pfützen mit der Ziege zum Stall. „Mäh, mäh!“ „Ja schon gut!“ Die Ziege zerrte an der Schnur und blieb einfach stehen. „Was ist denn los! Komm, da im Stall ist es warm und trocken! Also mach kein Theater!“ Mitch entriegelte die Tür und trat mit der bockigen Ziege ein. „Puh! Was stinkt denn hier so?“ Der junge Mann wischte sich die Tropfen aus dem Gesicht und hielt sich seinen Ärmel vor die Nase. Er musste sich erst an die Dunkelheit gewöhnen, um irgendwelche Umrisse zu erkennen. Zu seinem Glück kam in diesem Augenblick ein Blitz, der alles um ihn herum erhellte.

„Oh, mein Gott!“

Vor ihm bot sich ein blutiges Chaos. Lauter leblose, blutverschmierte Körper lagen kreuz und quer im Stall herum. Keines der Tiere war mehr am Leben und das Blut vermischte sich schon mit dem einströmenden Regenwasser, dass zur Tür hereinkam. Mitch taumelte nach hinten und stieß mit seinem Fuß gegen etwas. Ein kurzer Blick nach unten verriet ihm, dass er gegen einen menschlichen Fuß gekommen war. Sogar alle möglichen Angestellten waren unter dem Haufen von Leichen begraben. Das erklärte auch, warum niemand ans Telefon gegangen war, alle waren tot. Es musste wirklich ein Massenmörder unterwegs sein! Mitch wurde schlecht, er konnte nicht mehr nachsehen, wer nicht unter den Toten lag, damit er eine Vermutung anstellen konnte, wer dahinter stecken konnte. Aber eine Vermutung hatte er ja: Brigitte!