Fanfic: Im Land der Drachen, Hexen und Dämonen
Kapitel: Katashi Kazukis Geschichte
„ Gesprochenes der Personen“
// Gedanken einer einzelnen Person//
(Anmerkungen von mir)
Ein junger Mann, mit längeren blauen Haaren und schwarz gekleidet, in Hose und T-Shirt, schritt den Korridor entlang. Wenige Schritte später bog er rechts um eine Ecke um dort den Gang bis zum Ende zu gehen. Über all an den Wänden hingen Gemälde von Adeligen, die ihre Lebenszeit schon längst beendet hatten und große Dinge verrichtet hatten. Wie zum Beispiel, der große Taro, der zu seiner Lebzeit die gefürchtete Hydra gefangen genommen und ihr die Köpfe abgeschlagen hatte. (Die Hydra hat neun Köpfe , die kennt ihr bestimmt aus irgendeiner Saga. Sobald ich wieder weiß wo ich das mit der Gelesen hab, reich ich’s nach, damit ihr euch ein Bild machen könnt).
Auf dem Boden standen in regelmäßigen Abständen große Blumentöpfe, mit den farbenfrohsten Blumen die im ganzen Land zu finden waren.
An seinem Ziel angekommen schritt Katashi Kazuki, der junge Mann mit den längeren blauen Haaren durch die Tür, die die Mitte der Wand zierte. „Und hast du dich wieder eingekriegt?“ er schloss die Tür hinter sich und sah den Jungen an, der auf dem Bett saß, das an der rechten Wand bei einem Fenster stand. „Ach komm, lass mich doch in Ruhe“ der Junge mit den kurzen roten Haaren, giftete Katashi an. Er saß auf dem Bett, die Füße hatte er angewinkelt und sein Blick war dem Fenster und allem was sich draußen befand gewidmet.
Draußen beobachtete er wie die Menschen im Hof ihrer Arbeit nach gingen. Hin und wieder kamen Wächter vorbei, die nach dem rechten sahen.
Auf dem kleinen Nachttisch der neben dem Bett stand, war ein Glas und ein Wasserkrug. Ein Dienstmädchen hatte es vor gut zwei Stunden dort abgestellt, damit der neue Schlossbewohner trinken konnte, wenn er es beliebte. „Das ist doch verrückt“ ohne seine Blicke abzuwenden begann Isamu Takashi zu reden. „Das kann doch gar nicht sein, das ist bestimmt nur ein böser Traum“ der rothaarige Junge fuhr sich durch seine kurzen Haare, er hatte damit beabsichtigt, eine Strähne aus seinem Gesicht zu streichen, die sich ohne irgendeine Erlaubnis von ihm dorthin verfrachtet hatte. „Du solltest es aber glauben, denn das ist die Realität“ Katashi Kazuki setzte sich in Bewegung um an das Bett mit der darauf sitzenden Person zu gelangen. Isamu Takashi seufzte tief „Ja klar, die Realität, was ist das schon, eine Illusion, die euch irgendein Idiot vor vielen Jahren vorgelogen hat“. Ohne es zu merken, säuselte Isamu irgend einen Blödsinn daher. Seine Blicke waren immer noch aus dem Fenster gerichtet. Katashi Kazuki setzte sich nun neben den Jungen, der nicht viel jünger war als er selbst. „Du kannst das sehen wie du willst, es wird sich nichts ändern, auch wenn du es gerne wolltest“ Katashi Kazuki lies eine seiner beiden Hände auf Isamus Schulter ruhen. Dann sah er, wie Isamu Takashi aus dem Fenster.
Es begannen sich dunkle Wolken über dem Anwesen aufzustauen. Die Menschen im Hof waren dabei, ihre Stoffe, Gemüse und Obst, das Vieh und andere Sachen in die Häuser zu schaffen.
Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen. Die Kinder spielten trotz schlechtes Wetter weiter ihre Spiele. Sie schienen es zu genießen, das kalte Nass auf der Haut zu spüren, die nasse Erde auf ihren Kleidungsstücken zu sehen und sich gegenseitig zu fangen. Die Mütter der Kinder kamen um diese ins Haus zu holen, da der Regen stärker wurde.
„Du wirst dich schon noch daran gewöhnen. Mir ging es am Anfang genau so, es wird zwar ein bisschen hart und du wirst dich schlapp fühlen von den ganzen Kämpfen und Reisen, aber du wirst sehen, mit der Zeit willst du es nicht mehr missen“ Katashi Kazuki erhob sich und schritt wieder auf die Tür zu. Zurück blieb ein leicht gereizter, verwirrter und übermüdeter Isamu Takashi, der immer noch auf dem Bett saß und aus dem Fenster starrte. //Von wegen, so weit kommt es noch// Isamu Takashis Blick verfinsterte sich. Sein Körper fing an zu zittern und ohne es zu wissen, entwich ihm unbemerkt eine Träne. //Ich werde mich ganz einfach weigern, genau, das ist es, soll’n die sich doch einen anderen suchen. Ich mach da bestimmt nicht mit, ohne mich//
Draußen herrschte derzeit ein starkes Unwetter. Die Bäume bogen sich, manche verloren sogar eine ihrer schönen saftigen, grünen Blätter.
Das Wasser auf einem See, der nahe des Schlosses lag, schlug hohe Wellen. Ein kleines Fischerbötchen konnte gerade noch so wieder an seinen Steg gelangen, der Fischer, der in dem Boot saß, hatte Mühe und Not in sein Haus zu kommen.
Katashi Kazuki bog um die Ecke, die er am Anfang gegangen war. //Isamu Takashi wird sich schon noch einkriegen. Und dann wird er sehen, das es gar nicht so schlimm ist, wie sein Großvater ihm das eingeredet hat// Katashi Kazuki konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen und so zogen sich seine Mundwinkel leicht nach oben.
Der blauhaarige wusste genau, dass es zwar nicht leicht werden würde für Isamu Takashi aber das mussten schließlich er und die beiden Zwillinge auch durch machen, und warum sollte es bei Isamu anders werden.
Was vor vier Jahren geschah:
Die Tür eines kleinen Hauses wurde geöffnet. In der kleinen Küche saßen die vier Bewohner. Ein alter Mann, eine alte Frau, eine Mutter im mittleren Alter und ein Bursche im alter von neunzehn Jahren.
Die Mutter sprang auf, so dass der Stuhl nach hinten umkippte. Sie fiel vor den drei Männern auf die Knie die dabei waren, in die Wohnung einzutreten. In ihren Augen waren unzählige Tränen, die ihren Weg die Wange hinunter suchten. Von hinten trat ein Mann an den Wachen vorbei. „Oh bitte, lasst mir meinen Sohn“ die Frau flehte um ihren Sohn, den Osamu, der Magier des Königs, mitnehmen wollte. Deswegen war er gekommen, um den jungen Katashi Kazuki zu holen. Ihn auszubilden für den Kampf und die Weisheit gegen das Böse. Um die Welt zu retten und dafür zu sorgen, das alles so bleiben würde, wie es sich entwickelt hatte. Der Magier war gekommen um ihn die alten Schriften zu lehren, da er einer der vier Auserwählten war, die das Land vor dem bösen Nanashi schützen sollten.
Nanashi war ungefähr so alt wie Osamu. Wie der Magier versuchte er seine Ziele und Träume zu verwirklichen. Er hatte sich vor langer Zeit zurückgezogen um in der Verborgenheit seine dunklen Pläne weiter zu schmieden und sie zu verbessern. Außerdem war er dabei ein gewaltiges Heer aufzubauen, die das Land überrollen sollten, damit er die Macht an sich reißen konnte.
Der Junge hinter dem Rücken des Großvaters versteckt. So hofften er und die Großmutter, das sie ihn nicht so schnell finden würden.
„Lasst das, ihr wisst doch genau, wozu er geboren wurde“ Osamu schob den Großvater beiseite. „Ihr könnt mir doch meinen Jungen nicht einfach so wegnehmen“ die Mutter weinte so doll, das man das was sie sagte, durch das schluchzen nicht deutlich verstehen konnte. „Aber ich nehme ihn dir doch nicht weg, er wird nur, wenige Tage weg sein. Später wenn er von sich aus lernen wird, kann er dich jederzeit besuchen“ Osamu war bei dem Jungen angelangt. Er nahm ihn am Arm und verlies das Haus. Die Wachen kehrten den Leuten ebenfalls den Rücken zu.
Alles was im Haus, das zuvor noch so fröhlich war, zurückblieb, war Trauer. Trauer über den angeblichen Verlustes des Burschen, der neunzehn Jahre in seinem Heim verbringen durfte, bevor ihn Osamu holen kam.
Du wirst einen Knaben gebären.
Er ist einer der wenigen Auserwählten
Die bestimmt sind, unsere Welt vor
Nanashi zu schützen und alles so zu erhalten
Wie es die Welt selbst erschaffen hat..
Ich werde in neunzehn Jahren kommen
Und ihn mitnehmen.
Er soll die alten Schriften lernen
Und gemeinsam mit den drei anderen
Auserwählten, sein und unser
Schicksaal erfüllen
Das waren die Worte, die damals Osamu zu den Eltern gesagt hatte. Sie waren damit einverstanden. Aber dies hatte sich nach dem Tod des Vaters geändert. Katashi Kazuki war mit zehn Jahren für das Wohlergehen der vierköpfigen Familie verantwortlich. Da der Großvater war schon zu alt um für Essen zu sorgen.
Auf dem Schloss wurde Katashi Kazuki sein neues Zimmer gezeigt. Er saß, wie Isamu Takashi, auf seinem Bett und sah aus dem Fenster. Er dachte immer wieder an die Worte, die sein Vater ihm am Sterbebett gesagt hatte. Mit den letzten Worten, die seinem Sohn Mut machen sollten, war er dann gestorben.
Katashi Kazuki wurde von einem hellen Blitz, der von einem ohrenbetäubenden Donner gefolgt wurde, aus seinen Gedanken gerissen. An der Tür, die er abgeschlossen hatte, klopfte es seit ein paar Augenblicke. Katashi Kazuki stand auf um sie zu öffnen. Vor der Tür stand Osamu. Er hatte etwas in der Hand. Es war ein großes altes, leicht verstaubtes Buch. „Hier, dies wirst du lesen und dann werde ich dich prüfen“ Osamu drückte Katashi das Buch in die Hand. Dann suchte er seinen Weg, der in die Tiefe des alten Schlosses führte. Verwundert und ohne ein Wort zu sagen, stand der blauhaarige Junge im Türrahmen. Er schloss die Tür wieder ab und setzte sich auf den Stuhl, der am Tisch stand. // und das soll ich wirklich alles lesen?// Er legte das Buch auf den Tisch und schlug die erste Seite auf. Seine Augen weiteten sich als er die vielen kleinen Buchstaben erblickte, die alle Lateinische Wörter bildeten.
Schon nach der ersten Seite bekam er Kopfschmerzen. Das lag nicht nur an dem Text, der er eigentlich ohne Mühe verstehen konnte, sondern viel mehr daran, dass das Gewitter kein Ende nehmen wollte. Denn ständig erhellten Blitze die Gegend, die von vielen Donnern begleitet wurden. Seine Augen hatten viel Arbeit mit dem