Fanfic: Im Land der Drachen, Hexen und Dämonen

Lesen, da es ständig dunkel und wieder heller wurde. Einige Zeit konnte es Katashi aushalten, doch mit der Zeit wurde es einfach zu viel für ihn.
Er stand auf und legte sich auf sein Bett.
Sein rechter Arm lies er einfach neben seinem Körper liegen. Mit der linken hatte er seine Augen verdeckt, so das alles dunkel war. Er blieb eine weile lang liegen, bis die Müdigkeit ihn ganz einholte und er einschlief.

Am nächsten Morgen wurde er von Lärm geweckt, der aus dem Schlosshof kam. Katashi richtete sich auf und sah aus dem Fenster. Fremde Reiter waren in die Schlossmauern eingedrungen. Sie schlugen alles was nicht nagelfest war mit ihren Schwertern zusammen. Die Kinder und die Frauen liefen weg. Manche wurden gefangen und die Reiter verschwanden mit ihnen in irgendwelche Häuser, die noch nicht brannten. Dort blieben sie einige Zeit.
Die fremden Reiter kamen wieder aus den Häusern. Dabei zogen sie ihre Rüstung wieder richtig, da sie bei dem was sie mit den Frauen trieben gestört hatten und im Wege umgingen. Es klopfte an Katashi` s Tür. Er schloss sie auf um zu sehen wer da war. „Sie müssen schnell weg“ ein junges Dienstmädchen mit grünen Haaren zog Katashi am Arm und deutete auf die Richtung, aus der sie gekommen war. „Aber ich kann doch nicht einfach davonlaufen wenn die Leute unten im Hof meine Hilfe brauchen“ er riss sich los und rannte in die entgegengesetzte Richtung in der das Dienstmädchen gezeigt hatte.

Am vorbeirennen der Wachen nahm er sich eines der Schwerter, die sie an ihren Gürteln hängen hatten und eilte damit hinaus. Bereits als er aus der Tür gegangen war, kamen ihm drei feindliche Ritter entgegen. Katashi zögerte nicht lange und es kam zu einem Kampf.
Er kämpfte an der Seite der Ritter, die die Burg beschützten.
Katashi hatte bei seinen Eltern als kleiner Junge oft Ritter gespielt und er beneidete jeden der eine Rüstung trug. Er hatte viel geübt und nun hatte er eine Gelegenheit, sein selbsterlerntes Können zu testen.

Aus sicherer Entfernung hatte Osamu das Geschehen beobachtet. Er nickte und sagte sich „du hast den ersten Schritt gemacht, nun mache den zweiten“ Osamu drehte dem Fenster den Rücken zu. Mit langsamen aber regelmäßigen Schritten ging er auf ein Buch, das von einem hölzernen Ständer gehalten wurde zu. Er las sich den letzten Absatz durch und blätterte dann die Seite um.
Hin und wieder war von ihm ein seufzen, ein husten oder ein „hm“ zu hören. Seine Augen folgten den Wörtern Wort für Wort, Satz für Satz, Zeile für Zeile, bis er schließlich wieder eine Seite umblätterte. „Komm herein, die Tür ist offen“ erklang von Osamu, noch bevor das Dienstmädchen an der Tür klopfen konnte. Langsam öffnete sich die Tür und das Dienstmädchen, das vielleicht gerade mal das Alter von sechzehn Jahren erreicht hatte, trat in den Raum ein, der den Dachboden des Schlosses darstellte. „Katashi Kazuki hat sich dagegen entschieden und Kämpft mit den Rittern um das Schloss zu verteidigen“ das Mädchen hatte ihren Blick auf dem Boden gesenkt. „Ich weiß, ich weiß“ Das Mädchen hatte die Tür hinter ihrem Rücken geschlossen. „Ai, kümmere dich ein bisschen um Katashi Kazuki“ das Mädchen nickte mit dem Kopf, als Zeichen, das sie die Order verstanden hatte. Dann verlies die den Dachboden und schloss die Tür hinter ihren Rücken. Osamu hingegen trat wieder an das Fenster heran. Er betrachtete den Jungen, wie er das Schwert mit seinem Gegner kreuzte.

Es verging inzwischen eine halbe Ewigkeit und der Kampf wollte kein Ende nehmen. Doch schließlich gelang es den Wachen, die Fremden in die Fluch zu schlagen.

Ai begleitete Katashi Kazuki zurück auf sein Zimmer. Ein Wachmann schleppte ihn auf seinen Rücken dorthin. Durch den Kampf war er schwer verwundet worden.
Im Zimmer legte der Wachmann den Verwundeten auf sein Bett. „Das könnte ein bisschen brennen“ sie drückte ein mit Schnaps getränktes Stofftuch auf eine der vielen offenen Wunden. Der blauhaarige kniff die Augen zusammen und sah in die entgegengesetzte Richtung.
Der Wachmann hatte sich auf den Weg gemacht den Arzt zu holen. Dieser sollte die Wunden zusammennähen. Ai säuberte und desinfizierte die Wunden so lange. „Du hast tapfer gekämpft“ sie lächelte leicht. „Lass mich in Ruh“ Katashi starrte die Decke an. „Du kannst sagen was du willst, ich habe dich längst durchschaut“ Ai lächelte immer noch. „Aber sicher doch“ Katashi hatte einen leicht arroganten Ton in seinen Worten. Er wollte mit dem ganzen Zeug in Ruhe gelassen werden. Und trotzdem wurde er immer und immer wieder damit konfrontiert. Sein Opa hatte immer gesagt, eines Tages werden sie kommen und dich holen. Als dies seine Mutter mitbekommen hatte, was für ein Unsinn der alte Mann erzählte, redete sie dem Jungen ein, das der Opa sich die Geschichten ausdachte. Sie brauchte ihren Jungen, wer sollte denn sonst das Essen nach hause bringen.

Der Arzt trat in das Zimmer ein. „Wo ist denn der Verwundete“ er stellte seinen kleinen Koffer neben dem Bett auf den Boden. „Ach, das ist doch einer der Auserwählten “ Ai nickte und trat beiseite damit der Arzt besser an Katashi heran kommen konnte. Er holte aus seinem Koffer einen Faden, der in einem Schälchen mit Schnaps gelagert worden war. Er zog ihn durch die Öffnung einer Nadel, die wie der Faden in einem Alkoholschälchen gelegen hatte. Mit dem Werkzeug vernähte er eine Wunde die auf Katashi Kazuki` s Arm war. Sie erstreckte sich von Hals bis zum Ellenbogen. Katashi biss die Zähne zusammen. Trotz der Schmerzen die er hatte, vergoss er keine einzige Träne.

Als der Arzt fertig war und wieder das Zimmer verlies, war Ai die einzige die noch bei Katashi war. Sie nahm den Wasserkrug der auf dem Boden stand und schenkte etwas Wasser in den Becher, der auf dem kleinen Nachttisch stand, ein. Diesen gab sie Katashi schließlich, damit er trinken konnte, da er viel Blut verloren hatte.
Dieser nahm es, trank es aus und gab es Ai wieder. „Warum bist du hier? Ich meine, du bist noch recht jung“ Katashi sah Ai an. „Weißt du, ich bin schon mein ganzes Leben hier. Meine Eltern sind gestorben als ich noch ganz klein war. Osamu hat mich aufgenommen und in seine Dienste gestellt“ Katashi lauschte der Geschichte die von Ais Leben berichtete.
Als sie zur Welt kam, war ihr Vater wenige Tage vor der Geburt in einem See ertrunken. Er wollte mit dem Boot nochmals rausfahren und die Netze ausholen. „Es ist viel Arbeit die Netze zu flicken“ hatte er damals gesagt. Dann war er schon aus der Tür gegangen. Man hatte ihn nach dem Sturm tot am Uferrand gefunden. Er starb durch ertrinken. Ais Mutter starb während der Geburt. Die Frau die Ais Mutter bei der Geburt zur Seite stand brachte das Kind zu Osamu, dieser hatte es an sich genommen und einer Mutter, die ebenfalls ein Kind bekommen hatte gegeben, damit sie es mit großzog. Mit sechs Jahren wurde Ai ins Schloss geholt damit sie dort ihr Leben als Dienstmagd fortführen konnte.

Katashi musste schlucken, als er die Geschichte erfahren hatte.
Ai hatte das Zimmer verlassen, damit Katashi sich ausruhen konnte. Er würde viel Kraft brauchen, denn der nächste Tag, würde bestimmt nicht leicht werden.

Am nächsten Morgen krähte der Hahn. Katashi wurde von Osamu geweckt. Dieser rüttelte den blauhaarigen Jungen unsanft aus seinen Träumen. „Wach auf du Faulpelz“ hatte er ihn angeschrieen.
Verschlafen rieb sich Katashi die Augen. „Was ist?!“ er richtete sich in seinem Bett auf und kratze sich am Kopf. Seine Haare waren von der Nacht zerzaust und auch das Kratzen am Kopf machte es nicht besser. „Ich will dich unten im Hof stehen sehen. Du hast also Zeit dich anzuziehen und zu essen“ mit diesen Worten verschwand Osamu so schnell wie er gekommen war.

Fünfzehn Minuten verstrichen und Katashi stand unten im Hof. Ganz wach war er immer noch nicht. Mit der Handfläche wollte er ein Gähnen verbergen, als der Wachobermeister auf ihn zuschritt. „Und hast du dich gut ausgeruht?“ er hielt in beiden Händen Schwerter. „Hier“ er warf Katashi ein Schwert zu. „Ich will sehen wie gut du wirklich bist“ er behielt das andere Schwert und schritt mit schnellen Schritten auf Katashi zu. Dieser konnte gerade ausweichen. Seine Wunden waren noch nicht ganz verheilt. Doch das schien den Wachobermeister nicht zu interessieren. „Das kannst du noch besser. Und um deine Wunden mach dir keine Sorgen, die werden wieder verheilen, und außerdem schadet ein bisschen Bewegung niemanden. Ach und bevor ich’s vergiss, ich bin dein Schwertkunstmeister bis du fertig ausgebildet bist, hast du das verstanden?!“ dem Wachobermeister schien es nicht zu interessieren ob er noch verwunden und ausgelaugt war vom Kampf, der am Tag zuvor stattgefunden hatte. „Ja“ Katashi war immer noch nicht ganz wach. „Ich kann dich nicht hören“ kam mit Nachdruck vom Wachenobermeister. „Jaha“ Katashi war nun richtig wach. Er hob das Schwert und begann mit dem Wachobermeister einen Kampf, da dieser wissen wollte wie gut Katashi bereits in der Schwertkunst war.

Ai kam gerade mit ein paar Eiern im Korb vorbei, die sie aus dem Hühnerstall geholt hatte. //Der ärmste, seien Wunden sind noch nicht richtig ausgeheilt und schon muss er mit den Übungen beginnen die Osamu für ihn bereit hält// sie schritt mit langsamen Schritten weiter, da sie sich die Bewegungen von Katashi genau ansehen wollte. Man konnte sehen das es ihm noch nicht so gut