Fanfic: In deinen Augen

Untertitel: Dämon oder Mensch?

Kapitel: Kapitel 5: Neuer Freund? Unmöglich!

Kapitel 5: Ein Freund? Unmöglich!
Immer wieder blieben ihre Stiefel im schlammigen Boden stecken, der vom Regen ganz aufgeweicht war. Leise fluchte sie. Aber es war auch ihre eigene Schuld, sie hatte sich diese ganzen Probleme ja selbst eingebrockt, als sie diesem Jungen geholfen hatte. Er sah aber auch so hilflos aus und diese Dorfbewohner waren einfach krank.
Inzwischen war sie fest davon überzeugt, dass dieser Junge – Chris oder wie er hieß – kein Dämon war. Doch das hatte sie einiges gekostet (nur für die, die es immer noch nicht mitgekriegt haben (MarcChaztaB), es ist jetzt aus der Sicht der Dämonenjägerin). Nun wurde auch sie von den Dorfleuten gejagt, für sie war sie nun auch dämonisch. Sie war auf der Flucht, wieder mal. Darauf lief es eigentlich immer hinaus, wenn sie sich von irgendwelchen Leuten anheuern ließ: Sie machte alles kaputt. Einmal hatte sie einen Dorfbewohner für einen Dämon gehalten und diesen aus Versehen getötet; ein anderes mal vergaß sie, wo das Dorf war in das sie zurückkehren sollte. Doch es war ihr noch nie passiert, dass sie einen Dämon am Leben gelassen hatte, nur weil sie ihn niedlich fand...
Plötzlich hörte sie ein Schluchzen ganz in der Nähe. Automatisch stellten sich alle ihre Nackenhaare auf und sie nahm Kampfstellung ein. Eine Angewohnheit, die sie einfach nicht los wurde. Sie beruhigte sich wieder und ging in die Richtung, aus der das Schluchzen kam. Sie sah, wie etwas auf dem Boden kauerte. Etwas war genau das richtige Wort für diese Wesen mit blutroten Flügeln, das dort hockte. Eindeutig, das musste ein Dämon sein! Sie zog so langsam sie konnte ihr Schwert, doch der Kreatur fiel es trotzdem auf. Als sie sich umdrehte, blitzten ihre gelben Augen auf. „... Chris?“, fragte die Dämonenjägerin und der Junge beruhigte sich wieder. „Was ist mit dir geschehen?“
„Sie hatten recht“, flüsterte er nur und wandte ihr wieder den Rücken. „Sie hatten recht... Ich, ein Dämon... Man hat Weihwasser über mich gekippt und da...“
Erst jetzt bemerkte die Dämonenjägerin die zahlreichen Wunden auf seinem Körper, die sich teilweise schon entzündet hatten. Weihwasser wurde häufig dazu benutzt, um Dämonen dazu zu zwingen, ihre wahre Gestalt zu zeigen. Das war der eindeutige Beweis.
„Dabei wollte ich doch bei den Waisenkindern bleiben... ich wollte nicht weg... aber ich bin dämonisch!“, rief er in unzusammenhängenden Sätzen und da sie die Hintergründe nicht kannte, wusste sie auch nicht, wovon er redete. Sie packte den Griff ihres Schwertes fester. „Was soll ich denn jetzt machen...? Die Dorfbewohner werden mich finden... aber du beschützt mich doch wieder, oder?“, brabbelte er weiter und blickte sich hoffnungsvoll an. Nein, nicht hoffnungsvoll: Erwartungsvoll. Er setzte seine ganze Hoffnung in sie und lächelte, da er fest mit ihrer Unterstützung rechnete. ER konnte nicht länger misstrauisch sein. Er brauchte irgendwen, an den er sich wenden, auf den er sich verlassen konnte. Doch so einen Menschen würde er wohl nie bekommen...
Sie holte mit ihrem Schwert aus und traf ihn am Flügel. Eine tiefe Wunde zog sich nun über die Schwinge und Chris wich verzweifelt zurück. „Was... soll das? Ich dachte du...“ „Quatsch!“, rief sie dazwischen und verängstigte ihn damit noch mehr. „Ich habe dir nur geholfen, weil ich nicht geglaubt habe, dass du ein Dämon bist! Doch jetzt ist es eindeutig, mieser Dämon!“
Chris versuchte wieder zu fliegen, doch mit der Verletzung und der wenigen Übung, die er bis jetzt hatte, war das unmöglich.
Sie schlug noch einmal nach ihm und traf ihn am Arm. Sie hatte Glück: Sie durchtrennte genau seine Pulsadern und er fiel zurück auf den Boden.
Innerhalb weniger Minuten würde er verblutet sein...

:;:;:;:; Ja, ich weiß, ganz tolles Ende: ER sitzt vollkommen verstört da im Wald und sie hat nichts besseres zu tun, als ihm erstmal die Pulsadern aufzuschneiden. Jetzt wär doch ein schöner Moment, die Story abzubrechen... :;:;:;: