Fanfic: Große amerikanische Rache

Kapitel: Unendliche Qualen von anderen

Kapitel 6: Unendliche Qualen von anderen
Muss man Freunden eigentlich helfen? Da ist man doch in so einer Notsituation nicht verpflichtet, oder? Aber andererseits, wenn ich jetzt weglaufe, werden die bestimmt sauer sein. Ach egal! Wenn sie bei der Sache sterben, können sie nicht mehr sauer sein! Ja, das ist eine gute Idee, hoffen wir, dass sie sterben! Bin ich nicht eine gute Freundin?
„Bleibt mir von Hals, ihr Verrückten!“, schreit plötzlich jemand und eine der Türen neben mir wird brutal aufgebrochen. Vor mir steht MC, aber nicht so wie sonst: In einem rosaroten Kleid mit Rüschen dran, verschmiertem Lippenstift und etwas Lidschatten. „Was hast du...?“, lache ich und sie unterbricht mich: „Frag nicht. Bitte frag nicht.“ Ich kann erst nach zwei Minuten mit dem Lachen aufhören, dann kommt mir etwas trauriges in den Kopf. Jetzt kann ich ja nicht mehr einfach so abhauen. Ich kann MC ja schlecht da stehen lassen...
Schon wieder wird eine Tür aufgerissen und DJ steht vor mir. „Ich bin fett, ich bin fett...“, murmelt sie immer wieder und unsicher versuche ich sie zu beruhigen: „Äh, stimmt doch gar nicht... Man kann nichts beweisen, solange man keine Waage hat...“ Das war wohl nicht so gut, denn DJ fängt jetzt richtig an zu weinen. „Wie kommst du darauf, dass du fett bist?“, fragt MC und unsere Begleiterin antwortet schluchzend: „Ich bin so fett, die haben mich beim Sumo-Ringen mitmachen lassen! Das war ja noch kein Beweis, aber wisst ihr was? Ich hab gewonnen...“
Okay, das ist ungewöhnlich. Aber nichts gegen den Alptraum, den ich durchleben musste! „Na und, ich wurde von alten Frauen abgeknutscht!“, beschwere ich mich... und werde prompt von den beiden ausgelacht. „Das ist so witzig... du wirst von alten Frauen platt gemacht...“, lacht MC und ich ziele auf einen wunden Punkt: „Wenigstens trag ich kein pinkes Rüschenkleid!“ Jetzt lachen wir alle gemeinsam über MC, die beleidigt dasitzt. So ungefähr... zwanzig Minuten später bemerken wir, dass wir etwas vergessen haben, nur mir fällt beim besten Willen nicht ein, was.
„Atze fehlt!“ Na, kein Wunder, dass ich da nicht drauf gekommen bin. Die ist ja auch erst seit kurzem in unserer Gruppe!
„Wollen wir die wirklich noch suchen? Ich will hier so schnell wie möglich raus...“, meint MC genervt und spricht mir damit richtig aus der Seele. Endlich mal einer, der auf meiner Seite steht! „Ja, lass abhauen!“, schlage ich vor und will schon verschwinden, als DJ sagt: „Wir können sie doch nicht im Stich lassen...“ Ach DJ, du mit diesem Gute-Mensch-Dingens, das ich Mitgefühl nenne. Ist doch absolut überflüssig so was...
Na ja, also rennen wir einfach mal in eine der Türen rein und gucken nach, ob Atze drin ist. Nö, das war nur das Klo. Ein Klo mitten in einem Baumhaus, wie unlogisch, aber egal, wir suchen weiter. Ein Raum mit einem Billardtisch und einer Minibar... das müssen wir uns merken, hier müssen wir wieder rein. Bei der nächsten Tür haben wir Glück. Wir entdecken Atze, die gerade ein paar Peacer aufschlitzt. „Ich brauch noch fünf Minuten, okay?“, meint sie grinsend, aber wir schleppen sie einfach weg. Ich hab einfach keinen Bock mehr, der Schreck von der Kussattacke sitzt mir noch immer in den Knochen.
Mehr oder weniger fröhlich rennen wir aus dem Baumhaus raus und stehen auf einer Straße. „Wohin jetzt?“, frage ich und die anderen zucken nur mit den Schultern. Hier sind wir noch nie gewesen. „Hey, wir könnten auf dem Auto da mitfahren!“, schlägt DJ vor. Na ja, ``Auto`` ist etwas übertrieben: Es ist ein Gurkenlaster. Ich erinnere mich wieder an meine Vorahnung vor ein paar Kapiteln: Atze fährt und die A-2 hinunter, ein Gurkenlaster ist da und wir bauen einen Daniel-Kübbelbück-Unfall... was für eine schöne Vorstellung, aber wir haben keine andere Wahl außer laufen und das will keiner. Also springen wir auf den Gurkenlaster (was witzig aussieht bei MC, da die ja immer noch ihr Kleid anhat. Wir haben es ihr nicht erlaubt, es auszuziehen!) und lassen uns irgendwo hinbringen. Nach kurzer Zeit verfolgen uns die Greenpeacer... in Begleitung alter ``Freunde``...

:;:;:;::;:; Das war mies das Kapi, ich weiß. So, jetzt langsam kommen wir zum großen Finale! Der ultimative Kampf zwischen ``Us4`` (wir sind doch vier, oder? *noch mal nachzähl*) und ``Greenpeacende Amis``. Was für schöne Worte... :;:;:;:;