Fanfic: If your life is just senseless

Kapitel: Where are your tears?

If your life is just senseless

:;:;:; Na ja, der Titel sagt ja schon alles, wie ich finde...
Mein neues Shortstory-Drama. Ich fand mein Cwdt (Cant we die together) so cool (man musste nur wenige Kapis machen), dass ich nun noch eins davon will. Liegt auch daran, dass ich bei meinen anderen Storys nicht wirklich weiterkomme... Und das sind auch keine richtigen Dramen... Ich brauch halt einfach wieder ne Heul-Story! :;:;:;:;

Kapitel 1: Where are yous tears?
Es war irgendwie ein beruhigendes Gefühl, als das Messer über ihren Arm und der dadurch verursachte Schmerz durch ihren Körper fuhr. Sie brauchte den Schmerz, um sich sicher zu sein, dass sie überhaupt noch am Leben war. Und dabei war sie sich inzwischen nicht mehr ganz so sicher wie noch am Anfang.
Der Anfang war erst vor zwei Wochen gewesen, da hatte sie Jonny kennengelernt. An die Zeit davor erinnerte sie sich kaum noch erinnern, nur einige Bilder schossen ihr noch manchmal durch den Kopf, die sie aber mit nichts in Verbindung bringen konnte.
Jonny suchte sich öfters mal einige Straßenkinder so wie sie heraus und verabreichte ihnen Drogen, meistens sofort Heroin. Dann wurde man so lange in einen Keller gesperrt und mit diesem miesen Zeug vollgepumpt, bis man süchtig geworden war. Damit einem Jonny weiterhin Stoff verschaffte, musste man sich prostituieren und Jonny bekam das ganze Geld.
So war es auch mit ihr gewesen. Sie kam grade von einem ihrer widerlichen, nach schweiß stinkenden Freier und hockte in einer vollgekotzten und –gepissten Seitengasse. Sie fuhr sich mit der Klinge ihres Taschenmessers immer wieder über den rechten Arm. Dann über den linken, dann über beide Beine und schließlich auch übers Gesicht. Das Blut floss in den Boden, sickerte in die Rillen der kaputten Straße, versank dort unten für immer.
In den ersten paar Tagen hatte sie anstatt sich selbst zu verletzen geschrieen, geweint, aber nun hatte sie keine Tränen mehr. Sie hatte nur noch Blut und selbst das, so fürchtete sie, würde ihr eines Tages ausgehen. Dann hatte sie nichts mehr, alles verloren. Sie hatte niemanden zu dem sie gehen konnte, nur Jonny, und der würde sie wieder auf den Strich schicken, wo sie entweder brutal vergewaltigt oder von Konkurrentinnen zusammen geschlagen wurde. Sie hatte ihr Taschenmesser nie gegen jemand anderen als sich selbst verwendet, da sie wusste, dass einige von ihren Feinden Pistolen bei sich trugen und sie kaltblütig erschießen würden, würde sie ihr Messer ziehen.
Niemand sah ihr Blut oder wollte es nicht sehen. Niemand sah ihre Wunden am ganzen Körper, noch nicht einmal der Mann, mit dem sie auf der Straße zusammenstieß, als sie sich wieder aufgerappelt hatte. Sie taumelte etwas wegen des hohen Blutverlusts und stürzte immer wieder zu Boden, wobei Schmutz und Dreck in ihre Wunden kamen. Sie würden sich sicher entzünden. Niemand beachtete sie.
Auch ihr Kopf war fast komplett leer. Sie wollte sich nur hinlegen und schlafen, einfach nur schlafen. Für immer schlafen. Sterben.
Sie hatte schon öfter mit dem Gedanken gespielt, sich umzubringen. Es war nicht so schwer, sie müsste einfach nur mit ihrem Messer etwas tiefer schneiden, ins Herz, die Halsschlagader oder die Pulsadern. Doch davon hielt sie noch immer irgendetwas ab. Ein kleiner Funke ihres Überlebenswillen hatte selbst die härteste Zeit überdauert und hielt sie am Leben. Aber auch dieser Funke hing an einem seidenen Faden, der kurz davor war zu reißen.
Sie brach zusammen, kippte einfach nach links in eine Reihe von stinkenden Müllsäcken. Dem Gestank nach zu urteilen, standen sie schon dort seit Wochen. Sie war kurz davor einzuschlafen, als eine breite Hand sie an ihren blutverschmierten Haaren packte und sie anschrie. Die Worte, die der Mann sagte, waren unverständlich aber trotzdem erkannte sie ihn. Das war Jonny. Er wollte wissen, warum sie nicht bei der Arbeit war und wer ihr diese Verletzungen zugefügt hatte.
Er wartete gar nicht auf eine Antwort von ihr und zog sie hoch. Ihre Beine drohten einzuknicken, doch Jonny war das egal. „Ich hab einen Auftrag für dich, bei dem ich deine Hilfe gebrauchen könnte“, meinte er knapp und führte sie durch die Straßen. Er musste sie mehr tragen, als dass er sie zog.
Die Menschen um sie herum wussten, wer sie waren. Jeder kannte Jonny und jeder kannte die braunhaarige Prostituierte, die mehr Narben am Körper trug als andere Leute Schmuck. Doch niemand sagte etwas, obwohl ihnen allen durch den Kopf schoss: „Das Mädchen wird an dem Blutverlust sterben“ oder: „Jonny gehört in den Knast“. Niemand rief die Polizei und niemand achtete auf sie, obwohl beide in den nächsten paar Stunden ein grausames Schicksal erwartete.

Nobody's home
(Avril Lavigne)

I couldn't tell you why she felt that way,
She felt it everyday.
And I couldn't help her,
I just watched her make the same mistakes again.

What's wrong, what's wrong now?
Too many, too many problems.
Don’t know where she belongs, where she belongs.
She wants to go home, and nobody's home.
Its where she lies, broken inside.
There's no place to go, no place to go to dry her eyes.
Broken inside.

Open your eyes and look outside, find a reason why.
You've been rejected, and now you can't find what you left behind.
Be strong, be strong now.
Too many, too many problems.
Don’t know where she belongs, where she belongs.
She wants to go home, but nobody's home.
It's where she lies, broken inside.
With no place to go, no place to go to dry her eyes.
Broken inside.

Her feelings she hides.
Her thoughts she can't find.
She's losing her mind.
She's fallen behind.
She can't find her place.
She's losing her faith.
She's fallen from grace.
She's all over the place.

She wants to go home, and nobody's home.
Where she lies, broken inside.
There's no place to go, no place to go to dry her eyes.
Broken inside.

She's lost inside, lost inside...oh oh.
She's lost inside, lost inside...oh oh yeah.