Fanfic: Freundschaft, Liebe und Linh

Kapitel: Der Neue

oki^^ hier ist nun der erste teil meiner ersten fanfic.... bitte seid deshalb nich so grob zu mir^^"

danke an alle im voraus, die meine ff lesen^^ vielen dank....

HIER GEHT'S LOS!!!!!

Wieder einmal hat er sie nicht sonderlich wahrgenommen. Sie sieht ihn jeden Tag in der Schule, aber auch in dem Café, in welchem sie arbeitet. Trotzdem nimmt er sie nicht wahr….

Ihr Name ist Linh. Sie ist 16 Jahre alt und besucht zurzeit die 11. Klasse eines Gymnasiums. Linh ist relativ hübsch, doch ein Model ist sie wohl nicht. Sie hat eine gute Figur, glatte schwarze Haare bis über die Schultern und blaue Augen. Linh wohnt alleine und jobbt in einem Café, um sich zu finanzieren. Ihre Eltern bezahlen lediglich ihre Miete. ,,Warum?”, werden sich jetzt wohl einige fragen. Es klappte halt nicht mehr zwischen ihnen. Andauernd haben sie sich gestritten. Da blieb ihnen nichts anderes übrig, denn Verwandte, bei denen Linh unterkommen könnte, haben sie leider nicht. Und die Möglichkeit ,,Heim” kam für sie nicht in frage!

Er heißt Fiore. Ein 18-jähriger Schüler von Linhs Schule. Jedoch besucht er die 12. Klasse. Man könnte ihn als Schulschwarm bezeichnen. Selbst bei den Jungs kommt er mit seiner Art gut an. Er sieht klasse aus mit seinen blonden Haaren und seinen leuchtenden smaragdgrünen Augen. Noch dazu ist er ziemlich muskulös und bei seinem Lächeln wird einfach jedes Mädchen schwach.

Auf dem Weg zur Schule denkt Linh mal wieder über Fiore nach.
,,Warum nimmt er mich nicht wahr? Wahrscheinlich falle ich unter den vielen anderen hübschen Mädchen einfach nicht auf… Aber was kann ich dagegen tun? Ich möchte, dass er mich endlich bemerkt! Aber bald ist es bestimmt zu spät und er hat ‘ne Freundin. Es ist wohl hoffnungslos…”
Und da steht Fiore umringt von Mädchen auf dem Schulhof. Linh stellt sich vor, wie schön es wäre, jetzt als seine Freundin neben ihm zu stehen und die eifersüchtigen Blicke der anderen zu sehen. Aber solange er sie nicht wahrnimmt, wird sie es sich wohl nur vorstellen können.
Nun kommt auch Serafin, Linhs beste Freundin. Sie ist ebenfalls 16 Jahre alt und geht auch in ihre Klasse. Serafin hat langes gewelltes braunes Haar, zwei verschiedene Augenfarben und ebenfalls eine gute Figur. Außerdem scheint sie die einzige zu sein, die nicht auf Fiore steht.

,,Hey, Linh! Haste gut für das Diktat gelernt?”, fragt Serafin.
Linh schaut sie verwirrt an. Hat sie etwa vergessen, dass ein Diktat geschrieben wird?
,,Verdammt!”, antwortet Linh, ,,In Rechtschreibung bin ich doch so schon nicht gut, aber ohne lernen pack ich das nie!”
Serafin erwidert: ,,Ach komm, ich hab auch nicht gelernt. Das schaffst du schon so.”
Aber Serafin ist wohl die einzige, die so denkt. Für Arbeiten lernt sie nie und trotzdem hat sie einen Notendurchschnitt von 2,0. Linh muss immer kräftig pauken, schafft es aber gerade mal auf 2,9.
Es gongt und gemeinsam gehen die beiden Mädchen in ihre Klasse. Erst mal zwei Stunden Französisch. Linh kann sich sowieso nicht konzentrieren. Sie muss weiter an Fiore denken, der sich gerade mit Mathematik plagen muss. Es ist ja klar, dass Linh seinen Stundenplan auswendig kann…
In der dritten Stunde findet dann das Diktat statt und es fällt ihr schwer nicht an Fiore zu denken, damit sie sich endlich konzentrieren kann. Mit Mühe und Not schafft es das Mädchen dann doch das gesamte Diktat mitzubekommen.

Nach der Schule ist Linh bei der Arbeit. Fiore sitzt mal wieder an seinem Stammtisch und mal wieder hat es ihre Mitarbeiterin und Fiores Klassenkameradin Dana vor ihr geschafft ihm seinen üblichen Cappuccino zu bringen. Es ist immer das selbe Spiel und immer an dieser Stelle wünscht sich Linh, dass sie in Fiores Klasse wäre. Dann würde er sie wenigstens etwas kennen. Aber auch das kann sich Linh halt nur vorstellen. Am liebsten würde sie jetzt zu ihm hingehen und ihm sagen was sie fühlt. Aber dafür ist Linh viel zu schüchtern. Also trägt sie ihre geheimen Gefühle weiter in sich, wie einen Knoten, den man nicht aufbekommt. Doch schon bald soll sich in ihrem Leben etwas ändern…

Am nächsten Schultag bringt Frau Raps einen neuen Schüler mit in Linhs und Serafins Klasse.
,,Stell dich doch bitte selber vor. Das sollte in der 11. Klasse ja wohl zu schaffen sein” sagt sie. ,,OK… Ich bin Kai. Ich habe einige Zeit mit meiner Familie im Ausland gelebt.”
,,Wo denn?”, fragt ein Mädchen.
,,In Japan und Russland.”
,,Wie alt bist du?”, fragt eine andere.
,,17.”
Linh kann in den Augen der Mädchen einen eigenartigen Glanz erkennen. Diesen haben sie sonst nur, wenn sie Fiore sehen. Sollten sich jetzt vielleicht alle auf Kai stürzen und Linh freie Fahrt auf Fiore lassen? Das wäre die Chance! Aber bei ihrem Glück ist es ausgesprochen unmöglich, dass es so kommt.
Die anderen Mädchen kommen aus dem schwärmen gar nicht mehr raus. Kai jedoch scheint das nicht weiter zu interessieren und er setzt sich auf einen freien Platz. Ach wie gern hätte jetzt gerade jedes Mädchen einen freien Stuhl neben sich gehabt.
Linh kann immer noch nicht glauben, dass die anderen Mädchen Fiore so einfach vergessen hatten. ,,Haben die zwei irgendwelche Gemeinsamkeiten?”, überlegt sie, ,,Er hat etwas längere schwarze Haare und ist etwas kleiner als Fiore. Das ist aber ein großer Unterschied. Die einzige Gemeinsamkeit ist der restliche Körperbau. Sie sind beide ziemlich muskulös. Aber sonst…”
Mehr konnte Linh bis jetzt nicht erkennen. Aber trotzdem scheinen alle Mädchen an ihm etwas besonderes zu sehen. Linh jedoch will Fiore jetzt nicht hängen lassen. Aber die anderen Mädchen anscheinend auch nicht. Das muss sie in der Pause feststellen. Nun pendeln alle zwischen Fiore und Kai hin und her. Soviel zu der ,,Wegfrei-Theorie”…
Dann fällt Linh zum ersten mal eine Eigenart an Kai auf. Er scheint kein einziges Wort mit den Mädchen zu reden und zeigt auch sonst kein Interesse an ihnen.
,,Vielleicht ist er schwul”, äußert sich Serafin.
,,Meinst du?” fragt Linh entsetzt.
,,Klar, warum nicht? Alle gut aussehenden Kerle sind entweder vergeben oder schwul. Das ist immer so.”
,,Aber vielleicht ist er dann ja vergeben und seine Freundin verbietet ihm jeden Kontakt mit anderen Mädchen.”
,,Das halte ich für unwahrscheinlich. Wo gibt es denn bitte so eine hyper eifersüchtige Tussi? Eifersucht gehört wohl dazu, aber das ist übertrieben.”
Aber Linh bleibt der Meinung, dass Kai nicht schwul ist. Vielleicht ist er ja nur etwas eingeschüchtert, obwohl sie sich auch denken könnte, dass dies nicht die einzige Schule mit Mädchen ist, die auf ihn stehen. Also hätte er damit schon Erfahrung gemacht.
Schnell spricht sich rum, dass es einen zweiten Fiore an der Schule gäbe und immer mehr Mädchen kommen um ihn zu sehen. Sogar welche von anderen Schulen. Selbst die Jungs scheinen interessiert. Doch Kai bleibt still und versucht sich weiterhin unauffällig zu verhalten, was natürlich allein durch sein Aussehen nicht klappt.

Linh will unbedingt mehr über Kai erfahren. Sie driftet von ihren Gedanken an Fiore ab. Aber wie soll sie das anstellen? Er redet doch nicht. Vielleicht würde er, wenn nicht so viele dabei sind. Also müsste sie ihn schon allein erwischen, um ein Gespräch zu bekommen. Aber auch dies würde wohl schwerer sein, als erhofft.

Am nächsten Tag verfolgt Linh Kai auf dem Weg nach Hause. Sie hat sich extra frei genommen. Unbemerkt und mit Sicherheitsabstand schleicht das Mädchen hinter ihm her. Zumindest glaubt sie unbemerkt zu sein. Aber falsch gedacht. Kai hat sie schon bemerkt, ist aber noch nicht sicher, ob sie ihn verfolgt. Er biegt die nächste Straße rechts ab, dann wieder rechts und danach noch mal. Jetzt ist er sich vollkommen sicher. Kai versteckt sich hinter der nächsten Kurve und wartet ab. Linh tappt natürlich, immer noch nichts ahnend, in seine Falle.
Ziemlich verwirrt fragt sie ihn: ,,Woher wusstest du…?”
,,Vollkommen klar”, antwortet er, ,,Niemand würde beabsichtigt im Kreis laufen.”
Und da wird es Linh klar. In dieser Straße waren sie eben schon einmal. Nun kommt sie sich ziemlich dämlich vor.
,,Also was willst du?”, fragt Kai.
,,Ich möchte dich kennen lernen.”
,,Ach ja?”, erwidert der Junge, ,,Da bist du nicht die einzige. Und du wirst auch nicht die einzige sein, die keine Möglichkeit bekommt!”
In diesem Moment sieht Linh Kai tief in die Augen. Vorher hatte sie diese noch nie gesehen. Seine Augen sind kalt, wie zwei Eiszapfen, was nicht nur an seiner eisblauen Augenfarbe liegt. Linh fühlt praktisch die Kälte, die Kai ausstrahlt. Er verhält sich zu ihr komplett abweisend.
Daraufhin verschwindet Kai ohne irgendein Wort. Linh jedoch bleibt regungslos stehen. Nun ist sie sich ganz sicher. Er hat nichts mit Fiore gemeinsam. Dieser ist nämlich immer nett und hat auch nicht so einen eiskalten Blick. Er strahlt Wärme aus und Kai Kälte. Sie sind der genaue Gegensatz. ,,Und Fiores Lächeln erst!”, schwärmt Linh.
Kai lächelt nie. Er mag wohl keine Menschen. Daher ist es ausgeschlossen, dass er eine Freundin hat. Aber schwul ist er auch nicht, denn sonst müsste er ja doch jemanden mögen. Wie bezeichnet man denn einen, der niemanden mag, geschweige denn liebt? Vielleicht als… Aber Linh fällt nichts dazu ein, egal wie lange sie auch nachdenkt.

Am Telefon erzählt Linh alles Serafin.
Die fragt darauf hin: ,,Hast du ihn genervt, dass er so reagiert hat? Ich meine, so verhält sich doch niemand.”
,,Aber du hättest seine Augen sehen sollen. So eiskalt, kein Anzeichen von Gefühlen.”
,,Du hast ihn zu einem schlechten Zeitpunkt erwischt. Er war vielleicht gerade geknickt wegen etwas.”
,,Hm… Ja, kann sein.”
,,Und jetzt hör endlich auf über diesen Kai nachzudenken! Du machst dich so nur selbst kaputt.”
Aber das ist leichter gesagt als getan. Linh bekommt Kai einfach nicht aus ihren Kopf. So etwas ist