Fanfic: Einbildung ist auch eine Bildung
komischerweise nicht. Immer wenn ich alleine war, kam er zu mir und munterte mich ein wenig auf.
Dann, eines Tages wurde alles wieder fröhlicher. Wir feierten wieder gemeinsam und tranken uns gegenseitig untern Tisch. Alles war wieder wie früher. Bis zum dem Tag vergoss ich keine Träne. Dann kamen wir wieder an meiner Heimatinsel an. Xavier und ich beschlossen, auf unserer Insel zu bleiben. Einige Jahre später, waren wir glückliche Eltern von zwei reizenden Mädchen. Sie sahen sich nicht sehr ähnlich, doch ihr Verhalten war ein und das selbe. Dann eines Abends suchte ich meine ältere Tochter. Meine jüngere, das Nesthäkchen, schlief schon. Wir fanden ein Brief der Marine. Dieser verriet, das sie in eine Stadt namens Loguetown gebracht wurde. Wir wussten, dass wir nichts mehr tun konnten.
Die Kleine wuchs sehr schnell heran. Da ich die neue Schamanin war, wusste ich, dass meine Töchter eines Tages ganz besondere Wesen werden. Diese merkwürdigen Kopfschmerzen haben sich auf die Kleine, Angy heißt sie, übertragen..."
Nach diesem Satz stoppte Angy.
"Diese Schrift..."
"Was denn?"
Robin hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt, selbst mit lesen beschäftigt und erschrak als Angy nach einer knappen halben Stunde wieder ein Wort sprach. Angy holte einen Brief unter ihrem Kissen hervor und verglich die Handschriften. Und tatsächlich: Sie waren gleich.
"Ich wusste nie, wer dieses Buch schrieb. Ich habe es vor einigen Jahren irgendwo gefunden und mitgenommen. Ich wusste nie, wer es schrieb. Hast du es gelöst?"
"Ja ich weiß eindeutig wer es geschrieben hat."
"Wer denn nun raus mit der Sprache."
"Es war meine Mutter...les dir diese Sätze doch mal durch.
Angy zeigte auf einige Stellen auf diesen Seiten.
"Tatsache, in diesem Satz kommst du drin vor. Dann ist es das Tagebuch deiner Mutter. Aber hier ist die Rede, das deine Mutter mit einem weißhäutigem zusammen war und er dein Vater ist."
"Ja stimmt...hm ah ja jetzt weiß ich es wieder! Sianta erzählte mir ein wenig von meinem Eltern und es war eine weiße Leiche in unserem Dorf vergraben worden. Sianta sagte dann, das es mein Vater war."
"Also bist du keine Reinrassige deines Stammes?"
"Nein, ich bin ein Mischling wie man sagt. Deshalb wurde ich von manchen verachtet und ausgelacht. Ich hasse es wenn man mich so nennt."
"Du Arme, das muss ziemlich schwer für dich gewesen sein."
"Ja, aber das gehört nicht zum Thema. Kannst du mir sagen, was diese Kapitel sag ich jetzt mal, für einen Sinn haben?"
Wieder zeigte sie auf eine Stelle. Robin schmunzelte kurz und sagte schließlich
"Das ist doch ganz einfach. Wenn man in einer Krise mit seinen Kameraden ist, sollte man nicht viele Tränen vergießen, weil nichts bringt und das man immer jemanden an seiner Seite hat, wenn man traurig ist. Und das es auch Zeit braucht."
"So in etwa wie ich dich? Ich meine das mit dem an der Seite haben."
"Ja genau und so wie ich dich."
Dabei lächelten beide. Angy stellte das Buch zurück ins Regal.
"Kommt ihr beiden? Das Frühstück ist fertig."
"Okay wir kommen. Komm Angy, oder willst du hier Wurzeln schlagen?"
"Was ich? Nein, ich komme."
Als sie die Küche betraten, herrschte eine bedrückende Stille. Zorro schaute Angy mit grimmig funkelten Augen an, diese ließ sich aber nicht stören und setzte sich. Als sie fertig gegessen hatte, stand sie auf und ging aufs Deck. Der Rest staunte nicht schlecht, denn so kannten sie Angy gar nicht. Ihr alltägliches "Und lasst es euch noch schmecken" blieb aus. Nami ging unmittelbar danach. Als sie draußen ankam, sah sie Angy, zusammengekauert in einer Ecke sitzen.
"Angy, komm doch wieder zu uns."
Sie schüttelte hektisch den Kopf.
"Nein, das will keiner."
"Na gut aber..."
"Nichts aber! Es reicht mir wie es hier zugeht. Ich will klar Tisch haben und das jetzt! Ich will das alle wieder...normal werden und das wir jeden Tag genießen und jede Nacht mit ruhigem Gewissen einschlafen können. Ich halte es einfach nicht mehr durch Nami verstehst du? Ich habe schon komische Gedanken."
"Hattest du an Selbstmord gedacht?"
"Ja. Ich hatte die Klinge schon an meinen Hals gedrückt. Hier siehst du noch die Spuren"
Angy zeigte Nami die frischen Wunden, die sie sich zugezogen hatte.
"Diese entstanden vor ein paar Stunden als ihr noch nicht wach gewesen wart. Und diese" sie zeigte ihr welche an ihren Armen
"sind 3 Tage alt."
"Das muss aufhören! Es bringt nichts, wenn du dich selbst umbringst, dass bringt absolut nichts! Denn keiner will dich verlieren. Du bist eine sehr gute Freundin und du hast auch jemanden den du liebst."
"Robin..." murmelte Angy vor sich hin.
"Ja. Was denkst du, wird sie denken, wenn sie dich dann tot vor sich sieht? Sie wird sich-so wie ich sie kenne, die Schuld dafür geben und nie wieder etwas tun, das sie nicht bereuen würde. Vielleicht würde sie dir sogar in den Tod folgen, und das wollen wir verhindern. Es ist das Beste für uns alle."
"Aber"
"Es gibt kein aber Angy. Ich bitte dich als gute Freundin, lass es sein. Ich sag dir, es wird sich legen...irgendwann."
"Ja irgendwann, aber bis dahin werde ich schon nicht mehr leben. Du willst es nicht kapieren. Ich habe schon keine Seele mehr, sie ist total zerfressen von Schuldgefühlen und Trauer und Wut. Trauer und Hass ist das einzigste, was ich noch spüren kann. Sogar die Angst ist verschwunden und lieben kann ich auch nicht mehr weil diese drei Gefühle meinen ganzen Kopf ausgefüllt haben und ich einfach an nichts anderes mehr denken kann. Es bleibt keine Zeit mehr für andere Dinge. Aber das willst du nicht verstehen, Du kannst nicht nur das positive sehen, du musst lernen auch ein wenig nachzudenken was die Nachteile sein könnten!"
Reflexartig holte sie aus und schon traf ihre Hand direkt in Nami's Gesicht. Beide hatten hochrote Köpfe. Angy holte unkontrolliert wieder aus, doch Nami konnte noch schlimmeres verhindern. Krampfhaft hielt sie beide Arme fest, um weitere Schläge zu verhindern.
"Ich weiß das du es nicht wolltest. Du brauchst es mir nicht zu erklären."
"Das ist das, was dabei herauskommt. Ich war nicht unter Kontrolle. Das habe ich alles von meinem Vater geerbt. Und das Verletzliche hab ich durch mich selbst bekommen. Die alte Schamanin hatte Recht...ich hätte zu Hause bleiben sollen. Dann wäre alles nicht so schlimm geworden. Aber ich hätte euch dann nur kurz gesehen, und das wäre genauso schlimm gewesen. Wer weiß was jetzt aus mir geworden wäre. Tut mir Leid wegen eben."
"Schon in Ordnung. Ich kann’s verstehen. Aber dieser Klapps da war nichts im Gegensatz dazu was ich schon alles an Schlägen einstecken musste."
"Diese Situation ist die absolute Hölle! Ich will..."
"Psst. Ich weiß wie schwer es für dich jetzt sein muss im Augenblick. Aber alle-naja fast alle stehen auf deiner Seite. Du bist nicht alleine. Bis auf Sanji wird dich ab jetzt jeder beschützen und auf deiner Seite stehen. Da gebe ich mein Ehrenwort drauf."
"Danke Nami. Du bist die beste Freundin die man haben kann. Du bist mir immer eine große Hilfe gewesen, wenn ich Probleme hatte und deine Unterstützung ist mir einer der wichtigsten. Ich wüsste nicht was ich ohne dich sein würde."
"Nicht doch. Ich werde ja noch ganz rot."
"Das bist du doch schon. Im Übrigen, kannst du mich wieder loslassen. ich hab mich abgeregt."
"Oh ja stimmt."
Nachdem Nami Angy losgelassen hatte und sich ein wenig aufrichtete, betrat Zorro das Deck und sah die beiden nicht an.
"Was willst du Mischling denn hier? Mach die Fliege oder ich werde zu deinem fiesestem Alptraum."
"Also jetzt reicht’s." murmelte Nami
"Das ging zu weit mein Freund."
Sie packte Zorro am Kragen und fauchte ihm direkt ins Gesicht
"Sag das nochmal."
"Das weißt du ganz genau."
"Ich weiß das Angy dich verletzt hat, aber kannst du sie dann wenigstens ignorieren und nicht am laufenden Band beleidigen?"
"Ach hat sie sich wieder bei dir ausgeheult um dein Mitleid zu bekommen? Tztztz."
"Sie erwartete kein Mitleid. Sie fühlt sich ziemlich dreckig und das alles wegen dir!"
"Dann soll sie ins Meer springen, mir ist alles Recht."
"Ich kann gar nicht glauben, dass wir uns einst liebten." flüstere Angy zu sich.
"Das ist mir auch ein Rätsel. Ich habe mich in dir getäuscht. War ich nur eine Brücke, damit du dich heimlich an Robin vergreifen konntest?"
"Das langt! Nami lass mich übernehmen! Ich dreh durch!"
"Nein, ich will nicht, dass du verletzt wirst."
"Mich schockt schon gar nix mehr und verletzt bin ich genug."
"Okay aber ich bleibe bei dir."
"Hab ich erwartet."
Nami ließ Zorro los, Angy kam mit ernster Miene zu ihm.
"Was willst du mir zeigen, weil du schon auf irgendwas zeigst."
"Das hier. Sieh es dir ruhig an. Das sind die misslungenen Selbstmordversuche, die du da siehst. Sie entstanden alle dadurch, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte und ich einfach nicht mehr konnte."
"Ich wünschte es wäre gelungen."
"Na gut du willst nicht. Weißt du was? Ihr alle könnt mich mal. Ich versteh nicht wo eure Gedanken schwirren. Ich will nichts mehr von euch wissen. Ich habe keine Lust mehr auf euch!" schrie Angy, schlug gegen die Wand, diese zerbrach in einige Stücke, bis ein Loch entstand, sodass man jetzt in die Kombüse schauen konnte, wenn man sich ein wenig duckte. Dann verschwand sie zwischen den Orangenbäumen.
"Da siehst du was wir davon