Fanfic: Einbildung ist auch eine Bildung

verhindern. Angy wiederum wurde alles zu viel und fiel um. Sie bewegte sich nicht mehr. Robin hob sie an, sie atmete noch.
„Wie konntest du es wagen?“ schluchzte sie und drückte Angy gegen sich.
„Tja so ist der Lauf der Dinge, das musst du verstehen. Du kannst nicht immer an den selben Dingen fest halten, weil sie irgendwann vergehen.“
„Das heißt, dass ich nicht an meiner Hoffnung zur Liebe von Angy festhalten kann oder darf?“
„So im Dreh, wer weiß, vielleicht.....betrügt sie dich auch?“
„Das würde sie niemals tun...“
„Du bist schon ziemlich schlau, das gebe ich gerne zu, aber du weißt nicht alles, wie zum Beispiel, dass sie auf ihrer Heimat noch einen Verlobten sitzen hat und er sie beim durchbrennen mit jemand anderem erwischt hat?“
„Das stimmt doch gar nicht, was redest du da für ein Zeug?“
„Naja...“ meldete sich Angy schwach zu Wort
„Ein bisschen was ist schon dran. Ich hab wirklich einen Verlobten zu Hause, der auf mich wartet, aber er, und nicht ich ist durchgebrannt, da hast du was verwechselt.“
„Ja und weiter? Da gibt es mit Sicherheit noch mehr.“
„Nichts weiter, Zorro...ich werde wohl nie....zur Vernunft.... kommen, so lange....du mir nicht verziehen....hast. Denn....du weißt nicht....wie sehr mich das alles....stra...pa..ziert...“
Chopper war nicht schneller, als ihn seine Beine tragen konnten. Der Rest lief hinterher und sie bildeten einen Halbkreis um Angy und Robin, die jetzt verzweifelt auf dem Boden saß und in die Luft starrte. Ihr Blick erinnerte sie an den, den sie als Kind immer hatte, wenn sie traurig war. Ihre Augen wurden groß und sahen immer so aus, als würde sie in diesem Augenblick zu weinen anfangen. Aber sie riss sich zusammen. Ihre Arme hielten Angy verkrampft fest.
„Warum? Warum nur?“ schrie sie aus voller Kehle heraus
„Lass sie mal bitte für einen Augenblick los.“ sagte Chopper freundlich.
„Ich hoffe wir können sie noch retten.“ seufzte Robin und legte sie behutsam hin. Angy’s Atmung war schwach und sie rang um Luft.
„Ich schätze es ist zwecklos, so wie sie sich angestellt hat. Einfach stehen zu bleiben, wie dumm muss man sein. Und das bei mir.“ triumphierte Zorro laut. Ruffy ballte die Hand zur Faust.
„Pass gut auf was du sagst. Ich kann dich schneller über Bord werfen, als du gucken kannst.“
„Tja nur der eine Nachteil das ich ein sehr guter Schwimmer bin, was man von dir nicht behaupten kann.“
„Dafür wirst du noch büßen. Ich schwör dir, dafür wird ich mich noch rächen.“
„Leise Leute, sie kommt zu sich.“

Angy öffnete langsam ihre Augen und nahm dennoch nichts wahr, obwohl sie sah, wer oder was da war. Noch immer japste sie und rang weiterhin um Luft. Dann versuchte sie zu sprechen, doch sie hielt es nicht lange aus.
„Ich...bin Schuld.....an.....der ganzen....Sache.....ich will nicht, dass.....ihr mich rächt oder.....ähnliche Dinge tut, die.....nichts bringen.....denn damit macht ihr alles.....nur noch.....schlimmer.“
„Aber was dir angetan wurde ist unverzeihlich. Vielleicht stirbst du auch.“
„Es ist nur....ein Leben...solange es...nur eins ist und nicht alle....ist alles so wie es sein sollte.“
„So genug geredet. Jetzt muss ich mich um sie kümmern, wir haben schon zu viel Zeit verloren.“
Chopper tat alles was er konnte und für kurze Zeit konnte Angy normal atmen, aber das hörte nach ihrem Hustanfall sofort wieder auf. Sie spuckte jede Menge Blut aus und ihr Gesicht war sehr blass. Nach knapp einer halben Stunde schlief sie ein. Jeder hatte eine besorgte Miene, doch Zorro schaute nur angewidert hin und schaute dann direkt wieder weg. Sanji trug Angy in ihr Bett und setzte sich daneben.
„Jede Minute zählt, wenn was ist, ruft mich sofort.“
„Chopper, es ist das Beste, wenn du bei ihr bleibst, damit du sofort zur Stelle bist, wenn es wieder schlimmer wird.“
„Nami hat Recht. Du solltest bleiben.“
„Gut, mach ich. Und macht euch keine Sorgen, sie wird es überleben, immer positiv denken.“
„Das kann wohl keiner mehr.“
„Ähm hat jemand ’ne Ahnung wo Robin steckt? Ich dachte sie wäre mit uns gekommen.“
„Oh nein.“ hauchte Ruffy und rannte wieder hinaus ans Deck. In der Weite erspähte er Robin und Zorro.
„Und wenn du sie noch einmal anrührst, dann wirst du Qualen, schlimmer als den Tod erleben, das schwöre ich dir. Ich werde sie rächen, ob sie stirbt oder nicht, dass spielt keine Rolle, haben wir uns verstanden?“
Zorro schüttelte nur den Kopf und lachte dabei.
„Deine Einschüchterungstaktik zieht nicht, nicht bei mir. Bevor du mich quälen kannst, hab ich dich schon eher zum Stillschweigen gebracht.“ dabei grinste er frech.
„Na gut, heute lasse ich dich nochmal in Ruhe, aber ich habe dich gewarnt. An deiner Stelle würde ich die Warnung ernst nehmen, denn ich kann auch anders.“
„Du und anders? Das würde ich zu gerne erleben.“
Robin knurrte wütend und verzog sich. Ohne Umwege ging sie zu Angy, um zu sehen, ob sich etwas getan hatte. Leise wie eine Maus schlich sie sich durch die Tür und setzte sich zu Sanji.
„Und wie stehen die Chancen, dass sie überlebt?“
„Sehr, sehr schlecht. Wenn sie bis heute alles übersteht, haben wir schon Glück. Da hilft nur noch abwarten und sehen was passiert.“
Chopper atmete tief durch. Seine Augen richtete er immer auf Angy, um ihre Reaktionen zu beobachten, wenn etwas geschehen sollte. Dann sah er, dass sie sich bewegte.
„Nein, ich kann nicht!“ rief sie und schrie auf. Sie schreckte hoch. Dann hustete sie wieder und ließ sich wieder in ihr Kissen fallen. Dann wurde es still. Alle warteten auf irgendein gutes Lebenszeichen. Bis jetzt war alles ruhig. Keiner rührte sich, geschweige denn ein Wort zu reden.

Angy wiederum befand sich in einem Traum. Dort sah sie sich und alle anderen. Sie selbst lag im Sterben und alle anderen saßen Tag für Tag, Nach für Nacht bei ihr. Nur eine Person fehlte, diese war Zorro. Er dachte darüber nach wie die Zeit am schnellsten verging. Angy öffnete noch einmal die Augen und kämpfte ums Überleben.
„Ich glaube die....Zeit ist gekommen.....wo ich...zu unserem.....Kriegsgott kehre.“
„Nein du darfst nicht sterben, ich brauche und liebe dich doch so sehr!“
Robin’s Gewissen war ausgezehrt und total fertig mit der Welt und dessen Geschehnissen. So verbissen wie sie konnte, verdrang sie ihre Tränen. Schon seit Stunden strich sie über Angy’s Haar und schaute bedrückt zu ihr. Sie hielt sich die andere Hand an ihre Brust und spürte ein schnelles, unrhythmisches Klopfen. Angy schloss ihre Augen. Sie regte sich nicht mehr. Lysop fühlte nach einem Herzschlag. Es gab kaum noch einen. Zorro überkam einen Gewissensblitz, der ihn so schnell es ging zu Angy und den anderen bewegte.
„Was willst du denn jetzt noch hier?“
Zorro setzte sich ans Bett und flüsterte
„Ich weiß, es kommt zu spät, aber es tut mir echt Leid, dass ich dir nie verziehen habe. Ich wünschte ich könnte es wieder rückgängig machen, weil ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, die Gefühle anderer zu respektieren. Bitte verzeihe mir wenn du dort bist, wo du den Rest deiner Zeit verbringen wirst.“
Halb erleichtert, halb schluchzend sprach er diese Worte aus. Angy’s Augen öffneten sich ein zweites Mal und sie sah ihm direkt in die Augen.
„Wie schön das du es verstanden hast. Mein Gewissen ist rein und ich werde geduldig warten, bis du mir folgst.“
Chopper fühlte noch einmal nach Puls und Herzschlag. Doch nicht wie erwartet, hörte es auf, im Gegenteil: Es verbesserte sich wieder! Voller Freude erzählte er es den anderen. Jeder strahlte, wie als wäre ein gesundes Kind zur Welt gekommen. Alle freuten sich sehr.

Dann hörte ihr Traum auf. Ihr nächster Traum bestand nur noch aus schwarzer Leere, bis sie im tiefen Schlaf versunken war.