Fanfic: Blutrot
Kapitel: Mission Impossible
So endlich!^^ das nächste Kapitel ist endlich on! Ersteinmal sorry, dass es zu lange gedauert hat! Aber ich hab ja auch ziemlich langes Kapitel geschrieben! ich hoffe es wird nicht zu langweilig!^^
Besonderen Dank an Magic_lady, weil sie mir immer wieder Kommis schreibt *schnief* du bist zu gut zu mir^^
Soviel von Mir! Lest einfach selber
2. Kapitel
Mission Impossible
Aufgeweckt wurde Jain von dem schrillen Klingeln ihres Weckers, der ihr mit der Zeit immer unsympathischer wurde. Wie oft hatte sie schon vorgehabt ihn aus dem Fenster zu werfen und sich dann umzudrehen, um weiter zuschlafen? Sehr oft. Zum Glück für den Wecker, konnte sie sich dann doch vorher immer zusammen reißen und sich vor Augen führen, warum sie so früh aufstehen musste.
Verschlafen schlug Jain die Decke von ihrem Körper und erzitterte erst einmal. Es war kalt in ihrem Zimmer. Klar. Bei sperrangelweit offenem Fenster. Schlaftrunken schlurfte sie zum Fenster hin und schloss es. Draußen herrschte noch die Dunkelheit und nur die Laternen erhellten die Straße, wenn auch spärlich. Kopfschüttelnd zog Jain die Vorhänge zu und blickte einige Zeit auf den dicken, dunkelroten Stoff. Wie war sie bloß dazu gekommen ein Killer zu werden? Sie wusste es nicht mehr genau. Oder sie wusste es und hatte es verdrängt. Letzteres war wohl das zutreffende.
Jain schreckte erst aus ihren Gedanken hoch, als sie ein zaghaftes Klopfen an ihrer Tür vernahm.
„Ich komme gleich!“ rief sie und verschwand im Badezimmer, wo sie sich fertig machte.
Die schwarze Kleidung saß viel zu eng, wie Jain fand, als sie versuchte die Treppen hinunter zu laufen. Schließlich doch unten angekommen, zog sie sich ihre schwarzen, ledernen Springerstiefel an und warf sich ihren ebenfalls schwarzen Ledermantel über. Christina war schon unten und wartete an der Haustür. Auch Yume und Mitori trudelte einige Minuten später ein. Schnell banden sich die vier noch die, auch schwarzen, Halstücher um den Mund (wie die Banditen), damit ihre Gesichter nicht erkannt wurden. Und Jain band zusätzlich noch ihre durchaus auffallenden Haare zu einem langen Zopf zusammen.
Die vier, mehr oder weniger erwachsenen, Frauen sahen insgesamt ziemlich furchteinflössend aus. Bis unter die Zähne bewaffnet, schwarz gekleidet und mit einem Mörderblick. Denen würde keiner so schnell dumm kommen oder aber er wollte seinen Kopf verlieren.
Jain war die Erste, die das neue Haus verließ und sich auf ihr dunkelrotes mit schwarzen Flammen verziertes Motorrad schwang. Die Anderen taten es ihr mit ihren Maschinen gleich und kurze Zeit später hallte lautes Motorengeräusch durch die ganze Straße.
Schon seit einigen Minuten standen sie nun schon vor dem großen Gebäude, während Christina noch einmal den Plan in Gedanken durchging. Ihr Auftrag lautete, den Boss dieser Waffenfirma zu erledigen, da dieser Waffen an Terroristen verkauft hatte und sich selber als solcher entpuppt hatte. Er war der Polizei entwischt und diese suchte seltsamerweise auch nicht mehr nach ihm. Nun mussten halt die Killer Abhilfe schaffen, wenn auch ohne Genehmigung.
„Also wir gehen da rein, knallen den Alten hab und hauen wieder ab, richtig?“ meinte Jain, die den Plan einfach mal kurz gefasst hatte.
„Der Handlungsfaden ist auf jeden Fall da!“ gab Christina zu „Aber wir müssen sehr vorsichtig sein! Auch noch zu dieser späten Stunde, gibt es hier Unmengen von Wachen, die ebenfalls alle bewaffnet sind! Wir hätten gegen die keine Chance!“
Schnell zog sie das Blattpapier aus ihrer Tasche, das sie diesen Abend ausgedruckt hatte.
„Wir sind hier, also noch vor dem Gebäude. Die erste Schwierigkeit dürfte darin bestehen reinzukommen, ohne den Alarm auszulösen. Das Schloss ist unglaublich empfindlich. Die zweite Schwierigkeit wäre dann, durch die Gänge zu kommen ohne entdeckt zu werden. Es gibt hier auf dem ganzen Gelände unzählige Kameras, die alle überwacht werden. Werden wir von einer entdeckt, können wir einpacken. Und die dritte und letzte Schwierigkeit wäre dann die, den komischen Typen erst mal zu finden und dann zu eliminieren! Er wird unglaublich gut bewacht!“ schloss Christina ihre Erzählung, während der ihr Finger wie wild über die Karte geglitten war.
„Aha…“ machte Mitori, da ihr in dieser Situation nichts Besseres einfiel.
„Das heißt also, dass es schwierig werden wird!“ stellte Yume fest.
„Sehr schwierig!“ bestätigte Christina und faltete die Karte wieder klein und packte sie weg.
„Du hast gesagt, dass Schloss sei total empfindlich!“ nahm Mitori den Faden wieder auf.
Sie interessierte sich für das Schloss, schließlich war sie diejenige die es zu knacken hatte.
„Ja! Eines der ganz Neuen! Die schützten alles noch viel besser. Ein kleiner Fehler und es schlägt Alarm!“ meinte Christina düster „Meinst du, du schaffst das?“ hängt sie noch hinten dran.
„Ich denke schon!“ nickte Mitori.
„So Leute, ab hier! Absolute Konzentration!“ wies Jain die Anderen an, die bloß nickten.
Durch den Schatten, den das Haus warf, getarnt, schlichen sie die Vier zum Eingang. Schon hier waren Kameras vorzufinden. Jain sah sich um und überlegte, dann wies sie die Anderen an zu warten. Schnell schlich sie sich zu einer der Kameras um hier einen Kabel zu kappen. Das rote Licht an der Apparatur erlosch und so verfuhr sie auch mit der Anderen, die ihr gegenüber hing. Sofort winkte sie die Andere heran und Mitori begann mit ihrer Arbeit, während die Anderen ihr Deckung gaben. //Wir müssen schnell machen!// dachte Yume sich und warf immer wieder nervöse Blick auf Mitori, die bei ihrer Arbeit die Ruhe selbst war. //Mein Gott. Mach schneller!//
Yumes Blick glitt dann wieder auf das düstere Grundstück. Es war vollkommen ruhig, nicht mal das Rauschen des Windes in den Baumkronen war zu hören. Rein gar nichts. Und nach endlosen Minuten des Wartens, kamen die erlösenden Worte von Mitori:
„Ich hab’s!“
Sie konnte gar nicht ahnen, was für ein riesiger Stein Yume gerade vom Herzen fiel, als sie sich erhob und die Tür öffnete.
Wieder führte Jain die Truppe an, doch bevor sie sich den Kameras näherte drehte sie sich noch einmal um.
„Wo lang müssen wir zuerst?“
„Zwei Kreuzungen gerade aus! Dann links und dann rechts!“ wisperte Christina und Jain setzte sich wortlos in Bewegung.
Christina hatte nicht übertrieben als sie sagte, es würde schwierig werden. Hier waren wirklich überall Kameras. Sie kamen gut voran, aber ob man das gemeinhin als schnell bezeichnen konnte? Aber es war auch ein Knochenjob, besonders weil Jain diese ganzen Kameras per Hand und ganz allein ausschalten musste. Und das dauerte seine Zeit. Immerhin besser als jetzt schon vor wilden Wächtern davon laufen zu müssen oder in diversen Kerkern zu landen, aus denen man erst mal ausbrechen musste. Das alles war schon einmal vorgekommen, weil die Truppe Jain gehetzt hatte. Darauf war diese natürlich nicht eingegangen, sondern sie hatte ihren Job ruhig und völlig gelassen ausgeführt, doch irgendwer kam auf die grandiose Idee, laut zu sein und peng… waren sie gefasst worden. Seit dem warteten sie einfach schweigend und hofften darauf, dass die Zeit schneller verging.
Endlich hatten sie die Linksbiegung erreicht und schlichen einen nicht langen und sehr schmalen Gang entlang.
Jain konnte, so sehr sie sich auch anstrengte, keine Kameras sehen. Hier konnten doch nicht einfach keine sein… oder doch? Innerlich zuckte Jain mit den Schultern und schlich schnell weiter. Dann endlich kamen die Rechtsbiegung und eine sehr böse Überraschung.
Die Kameras, die in dem eben passierten Gang gefehlt hatte, waren hier in doppelter und dreifacher Ausführung zu finden. Hier waren sie augenscheinlich richtig. Wo sonst würde man so ein hohes Tier bewachen? Bestimmt nicht in einer Scheune mitten im Wald!
Schnell warf Jain einen Blick um die Ecke. Dort vor der Tür standen auch noch mal mindestens fünf Wachen. Das war doch nicht die Möglichkeit. Sie seufzte leise und zog ihre Freundinnen einige Schritte zurück.
„Das gibt es massenhaft Kameras und noch mindestens fünf Wachen! Der Weg nach rechts ist also versperrt! Dort sollten wir uns nur durchkämpfen wenn es nicht vielleicht noch einen anderen Weg gibt!“ flüsterte Jain und sah dabei besonders Christina erwartungsvoll an.
„Ich weiß nicht genau!“
Zögernd breitete sie die Karte wieder aus.
„Theoretisch könnten wir noch diesen Weg benutzten! Aber hier sind viele Fallen eingebaut, weil es wahrscheinlich an Personal gefehlt! Also entweder kämpfen wir uns hier durch oder wir nehmen die Fallen!“ murmelte sie.
„Ich bin dafür dass wir uns die Fallen erst einmal ansehen und dann immer noch entscheiden können!“ meinte Yume und stand wieder auf, da sie sich gerade hingehockt hatte.
Die Anderen nickten. Die Idee war die Beste.
Wortlos nickte Jain und übernahm wieder die Rolle der Führerin. Sie schlich vor, mit geschmeidigen Bewegungen und blickte sich wissend um, um mögliche Kameras sofort ausschalten zu können. Komischerweise fand sie, als die Gruppe den schmalen Gang verließ, keine Kameras mehr.
//Seltsam!// dachte Jain und blickte angestrengt in die Dunkelheit. Keine blinkenden Lichter, die die verheerenden Geräte hätten verraten können.
Langsam hielt Jain an und warf einen vielsagenden und kühlen Blick über ihre Schulter.
„Irgendwas stimmt hier nicht!“ sprach Yume die Ahnung der Anderen aus.
Ein seltsames Geräusch trieb die angespannte Stimmung nur noch weiter.
„WAS war das?!“ fragte Mitori mit brüchiger Stimme.
„Hat sich nach…“ noch bevor Christina auch nur versuchen konnte, die Kleinere zu beruhigen, gab der Boden unter ihren Füßen nach und sie fielen in die unendliche Dunkelheit unter ihnen.
Als Jain endlich wieder zu sich kam, schmerzte ihr ganzer Körper. Sie fühlte sich, als wäre eine Elefantenhorde über sie hinweg gerannte. Nur mit viel Kraft schaffte