Fanfic: Fire Curse

„Wir beschlossen, aus jedem einzelnen der fünf Stämme einen besonderen Krieger auszuwählen, und somit ein starkes Team aufzustellen, das den Kampf gegen das Wesen aufnehmen konnte. Die Heritei und Kurotei wählten jeweils einen starken Jungen, der schon einige Kampferfahrung besaß. Sarutei, Maritei und Peritei jedoch entschieden sich für zwei kluge, talentierte Mädchen und einer überaus starken Kriegerin. Somit waren die fünf ausgewählt. Doch dann ereignete sich ein weiterer Angriff...der stärkste Angriff, der sich bisher ereignet hatte...ein Angriff, bei dem ein ganzer Stamm ausgelöscht wurde, der Stamm der Peritei. Nicht ein einziger unter ihnen blieb verschont.“
„So waren es nur noch vier, vier Auserwählte die den Kampf aufnehmen konnten“, berichtete Jakoru, der sich wieder gefangen hatte, weiter, „ Aber das ging nicht. Das Team war perfekt zusammengestellt worden, die Fähigkeiten glichen einander aus und alles war perfekt gewesen, bis zu dem Zeitpunkt. Eines stand fest: wir brauchten noch jemanden....“
Nun blickten alle erwartungsvoll auf den Brünetten und begannen unruhig zu werden. Keichi, der bisher nur geschwiegen und ungläubig zugehört hatte, meldete sich nun unfassbar zu Wort: „ Soll das heißen, dass ich...dass Sie mich...ausgewählt haben?“ Er schluckte. Ryoku nickte und antwortete: „Du hast als einziger überlebt, da lag es nahe, dich zu nehmen. Schließlich hast du bereits Erfahrungen gesammelt, als es in Kirjaka passierte.“
Keichi war geschockt, obwohl er eigentlich schon geahnt hatte, dass er der fünfte der Ausgewählten sein musste. Warum hätte man ihn sonst rufen lassen? Und doch war ihm angst und bange bei dem Gedanken, kämpfen zu müssen.
Einerseits wollte er den Auftrag ablehnen, hatte er doch überhaupt keine Kampferfahrung und würde den anderen garantiert nur zur Last fallen. Doch wenn er in die Gesichter der Stammesführer sah, musste er einsehen, dass er vielleicht doch etwas ausrichten konnte. Er wusste nicht was und wie viel er tun konnte, um das Land zu verteidigen, aber ganz falsch war es wohl, nichts zu tun. Das sah auch Keichi ein.
Er hörte, wie ihm von Ryoku gesagt wurde, dass es seine eigene Entscheidung wäre, sich der Gruppe anzuschließen. Der Junge wusste dies bereits, fühlte sich aber immer noch etwas unwohl dabei. Er beobachtete, wie Elyana nervös mit den Wimpern klimperte und sich zitternd eine ihrer blonden Strähnen aus dem Gesicht strich, Doron, der immer angespannter anfing mit seinem Ohrring zu spielen, und Jakoru und Ryoku, die ernste Mienen aufgesetzt hatten, aber ihre Nervosität ebenfalls nicht verbergen konnten. Und als er dies sah, wusste er was er zu tun hatte. Auch wenn ihn etwas innerlich zurückhalten wollte, es war zu schwach um Keichi umzustimmen, und er willigte überzeugt ein. Zumindest versuchte er es so klingen zu lassen, denn innerlich bereute er schon wieder seine Entscheidung.
Sofort machte sich Erleichterung in den Gesichtern der Zuhörer breit, und Ryoku atmete erleichtert auf.
„Aber ich würde gerne wissen...was genau ist dieses Wesen eigentlich?“, fragte er an Ryoku gewandt. Kurz nachdem er diese Frage ausgesprochen hatte, verdüsterte sich das Antlitz des Saruteis schlagartig. „Das“, flüsterte er geheimnisvoll, „ist das größte Rätsel von allen. Niemand weiß, was es genau ist, niemand hat das Wesen bisher zu Gesicht bekommen.“ Seine Stimme wurde nun immer unheimlicher. „Aber es ist gefährlich, SEHR gefährlich. Vor allem, da wir nicht wissen, um was es sich handelt. Es könnte ein grässliches Monster, eine Elfe oder etwas völlig anderes sein. Ihr müsst auf alles vorbereitet sein, wenn ihr euch auf die Suche danach macht. Seid wachsam und passt aufeinander auf, lasst euch nie aus den Augen. Denn schon das könnte verheerende Folgen haben.“
Keichi kamen darauf erneut heftige Zweifel und er fragte sich, ob das, was er gerade getan hatte, wohl richtig gewesen war. Aber er hatte keine Zeit, darüber nachzudenken denn in diesem Moment erhob sich Ryoku elegant von seinem Thron und sprach: „Gut, das wäre dann alles. Danke, für deine Hilfe, Keichi.“ Er nickte dem Jungen freundlich zu und zwinkerte. Jakoru und Doron ließen es sich nicht nehmen, dem Brünetten aus Dankbarkeit begeistert die Hand zu schütteln und Elyana nahm ihn schließlich am Ende sogar in die Arme und flüsterte: „Passen Sie bitte gut auf sich auf, Meister Keichi. Und lassen Sie sich nicht unterkriegen, egal was auch passiert, die anderen werden Ihnen helfen. Vielen dank.“ Sie löste sich schließlich von ihm und trat ehrfürchtig einen Schritt nach hinten. Keichi, dessen Kopf nun einer blutroten Tomate ähnelte, brachte kein Wort heraus und schwieg betreten. Dann hörte er wieder Ryokus Stimme:
„In drei Stunden werden die beiden weiteren Auserwählten eintreffen. Bis dahin hast du Zeit, die Zwei, die bereits hier sind, näher kennen zu lernen.“ „Heißt das, außer Kite ist noch einer hier?“, fragte Keichi verblüfft. „Aha, ich merke du hast unseren etwas zu früh angereisten Heritei bereits kennen gelernt“, schmunzelte er. „Nun dann kennst du bereits alle.“ „Heißt das“, Keichi wandte sich hoffnungsvoll an den Schwarzhaarigen, „Shio...ich meine Shiori, heißt das, sie gehört auch zu den fünf Auserwählten?“ Ryoku nickte und Keichi war froh, dass zu hören, auch wenn er nicht wusste warum. Vielleicht lag es daran, dass er nun wenigstens jemanden dabeihaben würde, der sich mit ihm vertrug. ’Von Kite mal ganz abgesehen...’, fügte er sarkastisch in Gedanken hinzu.
Er verabschiedete sich von den vieren, indem er sich verbeugte und allen freundlich zunickte, und machte sich dann auf den Weg nach draußen zu Shiori, die bereits ungeduldig auf ihn wartete.