Fanfic: Leos Versprechen

Untertitel: Meine erste Kurzgeschichte XD

Kapitel: The first one

Leos Versprechen

„Komm, wir spielen verstecken!“
„Ui, ja! Das macht Spaß! Du musst zählen Martin!“
„Was? Schon wieder ich?! Immer muss ich zählen! Ich will nicht immer zählen!“
„Ach na gut dann zählt halt Leo!“
„Was? Ich muss auch immer zählen! Warum zählst du nicht Vera?“
„....Naja...Ich kann noch nicht zählen...“
„Was? Das kann doch nicht sein! Hahahaha!“
„Es ist aber so! Hör auf zu lachen!“
„Hahahahaha!“
„Martin! Leo lacht über mich! Tu doch etwas Bruder!“

So war es früher. Früher, vor elf Jahren....Jetzt sind Vera, Martin und Leo 16 Jahre,19 Jahre und 17 Jahre alt. Martin und Leo werden als Krieger aus gebildet um bei einem Krieg in den Kampf ziehen zu können. Vera hingegen ist ein Zimmermädchen im Schloss Xamto. So können sie sich oft noch treffen und sehen, da die Ausbildung zum Krieger im Schlosshof stattfindet. Vera macht gerade das Bett der Prinzessin, als diese ihr Zimmer betritt. „Vera! Mein Bruder wünscht dich zu sehen. Er meinte es wäre sehr wichtig.“ Die Prinzessin und Vera sind gut Freundinnen, obwohl die Prinzessin erst 12 Jahre alt ist, ist sie sehr erwachsen und klug.
„Er will doch immer das Gleiche, Lucia. Ich weiß nicht ob du es mitbekommst aber er fragt mich schon seit fast zwei Monaten ob ich seine Frau werden will.“ Vera faltet das rosa Bettlaken zusammen und legt es auf einen Nachttisch. Prinzessin Lucia schaut Vera fragend an: „Er will dich heiraten? Aber er ist doch der Herzogstochter versprochen!“ Vera bezieht das Bett und streift das neue Laken glatt. „Weißt du, wenn du die Herzogstochter richtig kennen würdest, würdest du sie auch nicht mögen. Da verstehe ich deinen Bruder. Sie ist eine eingebildete Person der ich ständig alles hinterher tragen soll, wenn sie zu Besuch ist.“ Vera schüttelt das Kopfkissen auf. Lucia lächelt und sagt: „Aber ich kann verstehen warum er dich mag. Ich mag dich schließlich auch und du bist meine beste Freundin!“ Vera legt den Kopf schräg und lächelt leicht: „Ich mag dich auch, Lucia....Aber ich bin mit deinem Zimmer fertig. Ich werde nach deinem Bruder schauen.“ Sie nimmt das zusammengefaltete Bettlaken und geht aus dem Zimmer. Lucia läuft hinter ihr her und ruft: „Ach ja! Ich soll dir sagen das Leo nach dem Mittagessen vor dem Schloßtor auf dich wartet!“ Vera lächelt und winkt Lucia zu, bevor sie um die Ecke geht. Vera geht langsam einen langen Flur entlang. Sie stellt sich immer vor im Schloß wohnen zu dürfen. Doch nur festes Personal darf im Schloß wohnen. Vera gehört noch nicht zu dem festen Personal da sie erst ein Jahr im Schloß arbeitet. Zu dem festen Personal gehört sie erst, wenn sie mehr als zwei Jahre dort arbeitet und man keine Beschwerden über sie hat. Beschwerden kann man sich über sie nicht. Sie ist sehr ordentlich und ein liebes Mädchen. Jeder im Schloß und im Dorf mag sie. Sie wurde sogar einmal mit Leo und Martin zu einem Bankett des Königs eingeladen, an dem eigentlich nur adlige Leute teilnehmen durften. Sie bleibt vor einer großen Holztür mit vielen eingeschnitzten Ranken und Blüten stehen. Langsam hebt Vera den Arm und klopft an die Zimmertür.
„Wer ist da?“, schallt die Stimme des Prinzen durch die Tür. Vera atmet noch einmal tief durch und öffnet die Tür. „Ich bin es, Vera.“, sagt sie und schaut sich in dem Zimmer um. Wie immer liegen allerlei Sachen auf dem Boden verstreut. Kleidung, Bücher, Kissen, ein Stuhl ist umgeworfen und sogar ein ausgelaufenes Tintenfaß liegt auf dem Boden. Sie schüttelt den Kopf und schaut den Prinzen ernst an: „Sag mal, wieso sieht euer Zimmer immer so unordentlich aus? So benimmt sich kein gut erzogener Prinz.“ Doch der Prinz steht von seinem Bett auf und kommt auf sie zu. „Ich habe dir doch schon gesagt das du mich nicht mit Prinz oder Sie und so ein Zeug ansprechen sollst. Du darfst mich mit meinem Namen ansprechen. Sag Stefan zu mir!“ Doch Vera beachtet den Prinzen nicht: “....Oh Verzeihung, Stefan, und ging an ihm vorbei. Sie sammelte die Bücher ein um stellt sie zurück ins Bücherregal. Sie machte eine Schranktür seines Kleiderschranks auf und hängt die Jacken und Mäntel auf Bügel. Die Hosen und Hemden faltete sie und legte sie in die Regale des Kleiderschranks. Stefan schaut ihr grinsend zu, stellt den umgeworfenen Stuhl wieder hin und setzt sich darauf. Dann sagte er in einem hörbaren Ton von Hochmut: „Hör zu. Warum sagst du immer „nein“ wenn ich dich frage, ob du mich heiraten willst?“
Vera stellt ihm eine Gegenfrage: „Wie alt bist du Stefan? Etwa sechs Jahre?“ Prinz Stefan sieht sie verdutz an und schüttelt den Kopf: „Natürlich nicht! Ich bin achtzehn Jahre alt!“ Vera nimmt aus ihrer Schürze einen Lappen und wischt die ausgelaufene Tinte auf. „Dann müßtest du wissen, dass du der Herzogstochter versprochen bist....Und ich hab eh einen Anderen im Auge als
dich.“ Vera steht auf, geht zu einem Fenster und sieht hinaus. Von dort aus sieht man die zukünftigen Krieger des Schlosses miteinander trainiren. Martin, ihr Bruder kämpft gerade gegen seinen Lehrer und schaut ziemlich dumm aus der Wäsche, als dieser in Sekundenschnelle die Spitze seines Schwertes dicht an Martins Hals hält. Man hört den Lehrer und die anderen Lachen. Auch Martin lacht. Leo kommt an die Reihe und muss gegen den Lehrer antreten. Jede Woche wird eine neue Rangliste der besten Schüler aufgestellt. Heute ist wieder einer dieser Wochentage. Leo zieht sein Schwert und verbeugt sich vor seinem Lehrer. Der Lehrer nickt und hebt sein Schwert. Ein anderer Schüler schlägt mit seinem Schwert gegen einen großen Metalldeckel und der Kampf beginnt. Leo ist ein sehr guter Kämpfer und zählt zu den Besten aus seiner Gruppe. Die Schwerter prallen oft gegeneinander. Geschickt und schnell weicht Leo den gezielten Schwerterstichen seines Lehrers aus. Plötzlich nimmt Leo Anlauf und rennt mit gehobenem Schwert auf seinen Lehrer zu. Die anderen Schüler und auch Vera jubeln ihm begeistert zu als er das Schwert gegen die Brust des am Boden liegenden Lehrers hält. Alle klatschen und Vera ruft vom Fenster aus nach unten: „Du bist der Beste Leo!“ Leo dreht sich verwundert um und schaut an der Schloßmauer zum Fenster des Prinzen hoch. Als er Vera sieht lächelt und winkt er ihr zu. Martin lacht und ruft: „Aber deinen Bruder jubelst du nicht zu oder was?“ Vera lacht und schreckt ihrem Bruder die Zunge raus: „Du hast auch nicht gewonnen!“
Sie dreht sich wieder um und der Prinz steht vor ihr und sieht sie unentwegt an. Vera versucht an ihm vorbei zu kommen doch rechts und links ist die Wand und hinter ihr das Fenster. „Was ist? Was willst du jetzt schon wieder Stefan?“ Doch er grinst nur. „Ihn willst du also?....Diesen
Leo?“ Vera schüttelt den Kopf und drückt Stefan weg. „Das geht dich überhaupt nichts an!“ Sie läuft aus dem Zimmer und die Treppe runter zum Speisesaal. Zwei Wachen stehen vor der Tür und schauen sie an. „Ich bin Vera das Zimmermädchen des Königs, seiner Gemahlin und dessen Kindern. Ich möchte zu Klara. Sie arbeitet in der Küche.“ Die Wachen sehen sie kurz an und lachen. Dann öffnet eine von ihnen die Tür zum Speisesaal und lassen sie hinein. In der Küche des Schlosses arbeitet ihre Freundin Klara. Sie schaut sich um und entdeckt Klara, die gerade die Tische deckt. „Klara!“ , ruft sie und läuft zu ihr. Sie lächelt sie an und sagt: „Hallo Vera! Hilfst du mir beim Tischdecken?“ Vera schaut sie schräg an und sagt lachend: „Denkst du ich muss nicht arbeiten? Ich bin voll kaputt! Dieser Prinz Stefan hat sich schon wieder an mich rann gemacht...“ Klara grinst: „Also ich find unseren Prinzen ganz süß!“ „Ach Klara! Du findest alle Jungs süß!“, wieder lacht Vera und hilft Klara die Tische zu decken. Kaum das sie fertig waren öffneten die zwei Wachen die Tür und alle Angestellten des Schlosses setzten sich an die Tische und warten darauf, das Klara und die anderen Köche und Köchinnen ihnen das Essen vorsetzten. Die Gruppe von Veras Bruder und Leo kommen in den Speisesaal. Sie haben ihren eigenen Tisch und werden meist direkt nach den Rittern bedient, da sie die zukünftigen Beschützer des Landes sind. Vera hält Ausschau nach ihrem Bruder und Leo. Diese setzten sich gerade an ihren Tisch und warten wie die anderen auf ihr Essen. Vera läuft zu ihnen und hält ihrem Bruder von hinten die Augen zu. Ihr Bruder lacht und fühlt über ihre Hände um zu erraten wer es ist. Nach einigen Sekunden kommt seine Antwort: „Vera!“ Vera läßt ihn los und quetscht sich zwischen ihren Bruder und einen anderen Schüler. Leo sitzt ihnen genau gegen über und schaut grinsend zu Vera herüber. Vera lächelt zurück. Klara kommt zu ihnen und stellt jedem einen Teller Kartoffelsuppe vor. In die Mitte des Tisches stellt sie einen Korb mit Brot und einen Krug mit Wasser. Ihr Bruder schaut sie besorgt an und fragt: „Hat dich dieser Prinz Stefan wieder angemacht?“ Vera reißt ein Stück von dem Brot ab, tunkt es in die Suppe und beißt ab. Als ihr Mund leer ist sagt sie leise: „Naja, er wollte mich erst nicht gehen lassen, aber hat mir, zu meiner Verwunderung, keinen Antrag gemacht! Und mach dir nicht so viel Sorgen Martin. Du weißt doch, ich bin genau so geschickt und schlau wie unsere liebe Mutter war.“ Martin nickt und beginnt ebenfalls seine Suppe zu löffeln. Auf einmal bricht im hinteren Teil des Speisesaals lautes Gelächter aus. Vera, Martin und Leo schauen sich um sehen wie einer der Ritter Klara am Arm packt und sie anschreit. „Das soll ich essen?! Ich bin aus der Leibgarde des Königs! Ich bin sein bester Mann! Ich verdiene etwas anderes als Kartoffelsuppe mit Brot!“ Klara versucht sich los zu reißen und sagt halblaut: „Lassen sie mich los! Sie tun mit weh!“ Doch der Ritter lacht nur und alle anderen lachen mit. Vera steht auf und will Klara helfen doch Leo und