Fanfic: Leos Versprechen
Martin halten sie zurück. „Warte, wir machen das.“, sagt Martin und läuft mit Leo zu dem Ritter. Als Martin sein Schwert zieht und : „Lass sie sofort los!“, ruft, dreht sich der Ritter zu ihm um und lacht laut. „Was? Will etwa ein Krieger Anwärter mich zu etwas zwingen? Lass es besser sein Kleiner! Hahahaha!“ er lacht weiter und wendet sich wieder Klara zu. Doch bevor er ein Wort sagen kann hält Martin ihm sein Schwert an den Hals und ruft: „Ich sagte du sollst sie los lassen!“ Klara schaut zittern hinter sich. Leo zieht ebenfalls sein Schwert und hält es aufrecht. „Der König wird es nicht gerne hören, wenn sein bester Ritter nicht besser mit seinen Angestellten um geht als Diebe!“ Der Ritter schaut ihn nachdenklich an und lässt Klara langsam los. Klara läuft hinter Martin und schaut zu was weiter hin passiert. „Wenn du sie noch einmal anfaßt, oder eine andere Person des Schlosses, werde ich dich dem König melden! Es gibt genug Menschen die es bestätigen können.“ Er läßt mit seinem Schwert von ihm ab und zeigt damit in die Runde. Dann wendet er sich Klara zu: „Geht es dir gut?“ Klara nickt und atmet durch. Leo steckt sein Schwert zurück in die Scheide und dreht sich um. Der Ritter nutz die Unaufmerksamkeit der Drei aus und versetzt Leo einen Schlag mit der Faust in Rücken. Leo knallt mit dem Oberkörper gegen einen der Tische und zuckt am ganzen Körper zusammen. Vera läuft zu ihm hin und hebt seinen Kopf an. Leo versucht aufzustehen und hält sich den Kopf. Leise sagt er zu Vera: „Es....geht mir gut....Mach dir keine Sorgen....“Er steht wieder auf den Beinen und schaut dem Ritter ins Gesicht: „Du bist eine feige Ratte! Nur Ratten greifen von hinten an und nicht wenn ihnen der Gegner ins Auge blickt!“ Der Ritter lacht: „Und nur Idioten machen weiter wenn sie verletzt sind und wissen das sie verlieren werden!“ Leo stütz sich auf sein Schwert : „Wie gut das ich weiß, das ich gewinne!“ Leo schwingt sein Schwert und zieht dem Ritter mit dem Fuß die Beine weg. Diese knallt rücklings auf den Boden und kann wegen der schweren Rüstung nicht alleine aufstehen. Leo steht über ihm und sein Schwert zeigt auf denn Hals des Ritters: „Ich habe gewonnen....Gebe endlich auf!“ Vera, Martin, Klara und die anderen Angestellten verstummen. Leo geht zu den Anderen, setzt sich an den Tisch und ißt weiter als wäre nichts geschehen. Vera schaut ihn komisch an und legt den Kopf schief. Klara bedankt sich bei Martin und Leo und muss zurück in die Küche. Nach dem Essen geht Martin zu dem Schmied des Dorfes und lässt sein Schwert schleifen. Er besitzt ein besonderes Schwert, welches schon seit vielen Genrationen in seiner Familie ist. Er weiß nicht was aber irgend etwas ist an diesem Schwert magisch.
Vera geht nachdem sie Klara beim Abräumen der Tische geholfen hat zum Schloßtor und sieht Leo, der angelehnt an die Schloßmauer steht. „Hey, Leo!“, ruft sie und rennt auf ihn zu. Kurz vor ihm stolpert sie über einen Stein und fällt Leo direkt in die Arme. Leo lächelt und sagt: „Du bist immer noch ein Tolpatsch...Genauso wie damals beim Versteckenspielen. „Du bist gemein! Du willst wieder darauf hinaus das ich nicht zählen konnte!“, meint Vera etwas sauer. Leo lacht und antwortet: „Ja genau!“ Vera schaut ihn an. „Ehm...“, Vera geht einen Schritt zurück und fragt dann: „Warum wolltest du mit mir reden?“ „Naja...lass uns etwas spazieren gehen. Ich erzähle es dir unterwegs.“ Vera nickt und geht neben Leo im Schloßgarten spazieren. Nach einiger Zeit beginnt Leo zu erzählen: „Also... Du weißt das wir uns schon von klein auf kennen und ich dich immer beschützt habe....Ich mag dich sehr und wollte dich etwas fragen.“ Veras und Leos Herzen pochen. „Und was ist das?“, fragt sie vorsichtig. „Ich weiß ja das du diese Frage vielleicht schon erwartest aber...Möchtest du vielleicht.....“ Der Rest des Satzes will nicht heraus kommen. Vera schaut ihn fragend an: „Was möchte ich?“
„Nun ja....Möchtest du....Meine Freundin werden?“ Vera sieht ihn an: „Ich bin doch schon deine Freundin du Dummkopf!“, sie lächelt. Leo schüttelt den Kopf und erwidert: „Ich meine nicht so eine Freundin....Vera...Ich liebe dich und will dich irgendwann sogar heiraten!“ Vera verstummt und sieht ihn etwas ratlos an. „Was macht ihr Beiden denn so alleine hier draußen?“ Martin kommt zu ihnen gelaufen. „Hier!“, er zieht sein Schwert, „Das hab ich gerade beim Schmied für die große Schlacht noch einmal verbessern lassen!“
Vera schaut ihren Bruder entgeistert an: „Was für eine große Schlacht?“
Martin schaut zur Leo: „Ich dachte du wolltest es ihr jetzt sagen.“ Leo schaut auf den Boden: „Ich musste ihr erst etwas anderes mitteilen...“ Martin legt einen Arm um seine Schwester und sagt: „Weißt du...Unser König...Er will dem Nachbarland Donir den Krieg erklären, weil es uns immer mehr Land weg nimmt. Und wahrscheinlich macht er es bevor wir unsere Ausbildung zum Krieger vollendet haben...Also irgendwann, im Laufe dieses Jahres...Werden ich, Leo, die anderen Schüler, Ritter und Krieger in den Krieg ziehen um unser Land zurück zu holen.“ Vera schaut ihren Bruder verzweifelt an und lehnt ihren Kopf gegen seine Schulter: „Aber was ist wenn euch etwas passiert? Ich will nicht das ihr im Krieg sterbt! Ich brauche euch doch! Ihr sollt nicht in den Krieg ziehen!“ Vera laufen Tränen über ihr Gesicht. Leo kommt zu ihr und sagt mit sanfter Stimme: „Hey...Wir werden dich nicht alleine lassen. Und wir werden nicht sterben. Wir sind doch die Besten aus der Gruppe!“ Leo versucht sie aufzumuntern. Doch Vera schaut ihn noch trauriger an als zuvor. Leo bleibt bei diesen traurigen Augen fast das Herz stehen. Sie wirft sich Leo um den Hals und weint. Martin scheint genauso überrascht wie Leo über diese Spontanheit von Vera. Leo wird rot um die Nasenspitze herum und legt seine Hand auf ihren Kopf und sagt leise: „....Ich meine es ernst....Ich werde wieder kommen...und Martin und alle anderen auch....“
Leise flüstert Vera ihm etwas ins Ohr: „Ich liebe dich auch....“
Sechs Monate später....
„Hey Martin! Beweg deinen Hintern! Beeil dich!“, ruft Leo vom Schloßhof aus die Fenster hoch.
„Ja! Ich komme jetzt!“, Martin zieht sich seine Rüstung mit Hilfe von Vera an.
Als Vera das letzt Beinteil befestigt hat, sieht sie ihren Bruder an: „Und du bist dir sicher das ihr für den Krieg bereit seit?“ Martin grinst und ballt seine Hand zu einer Faust. „Mit diesen Typen werd ich schon fertig! Mach dir keine Sorgen....Ich geh jetzt runter zu Leo. Du kommst sicher mit zu deinem Schatzi, oder?“ Vera schaut ihn mit einem bösen Blick an und sagt: „Du sollst nicht immer so tun als wäre ich ein Baby und zu klein für einen Freund!“ Sie geht aus dem Zimmer die Treppe hinunter. Vera arbeitet nun schon zwei Jahre und einen Monat im Schloß und ist nun eine feste Angestellte. Sie wohnt seit zwei Wochen mit Martin und Leo im Schloß und dürfen zusammen mit dem König und seiner Familie essen. Sie gehören nicht mehr zu dem niedrigen Personal wie früher. Vera verdient nun genug Geld um sich viele schöne Kleider zu kaufen. Auch Martin verdient sich sein Geld als persönlicher Leibwächter des Königs. Dafür hat er jedoch seine weitere Ausbildung abgebrochen. Leo kämpft nun mit den Profis und hat schon in kleineren Schlachten gekämpft und gesiegt.
Vera kommt unten am Ende der Treppe an. Im Schloßhof haben sich alle Krieger, Ritter und Schüler, die ihre Ausbildung schon abgeschlossen haben in langen Reihen neben und hinter einander aufgereiht. „Unser Glück das wir noch genug Schüler zum Krieger ausbilden konnten. Nun müssen wir die Schüler, die ihre Ausbildung nicht abgeschlossen haben, nicht in den Krieg schicken.“, sagt Leo zu einem Heiler mit dem er sich unterhält. Der Heiler nickt ihm zu und erklärt ihm wie sie aufgestellt werden: „Also, die Ritter ziehen ganz vorne, da sie am besten vorbereitet sind und schon oft bei einem Krieg dabei waren. Danach kommen die Krieger und wir Heiler bilden die Nachhut.“ „Gut!“, sagt Leo. Vera geht leise von hinten auf ihn zu und legt ihre Hände auf Leos Augen. „Vera...“ Leo hebt ihre Hände weg und dreht sich zu ihr um. Vera lächelt und küsst ihn. „Und du willst auch...“ Vera versucht schon die ganze Zeit sie davon abzubringen, in den Krieg zu ziehen doch Martin und Leo sind der festen Überzeugung es zu schaffen. Leo schaut sie an und nickt. „Du weißt was ich dir versprochen habe. Wir werden zurück kommen.“ Eine Wache auf dem Westturm des Schlosses bläst in ein Horn. Martin und Leo schauen sich an: „Das ist unser Zeichen...“, sagt Martin und blickt nach oben in den von Wolken bedeckten Himmel. Leo nickt erneut: „Das Zeichen für den Aufbruch in den Krieg...“ Das große Heer setzt sich in Bewegung. Auch Leo und Martin ordnen sich nun in ihre Reihe ein. Veras Augen füllen sich wieder mit Tränen. Sie läuft vor Leo und hält ihn fest. Martin zieht sie von ihm weg und sagt: „Weine nicht...wir kommen wieder....“ Und Leo schaut sie mit einem verträumten Lächeln an: „Ich versprecht dir noch etwas! Wenn ich zurück komme....Werde ich dich heiraten!“ Veras Augen weiten sich. Sie schaut dem Heer hinterher und ruft: „Ich werde auf eure Rückkehr warten! Martin! Leo!“
Doch das Einzige was man von ihnen hört ist das laute Geräusch des marschierenden Heer. Und einen lauten Ruf: „Für den König!“
Vera fällt auf die Knie und Tränen tropfen auf den sandigen Boden des Schloßhofes. „Du hast doch gehört was sie gesagt haben...Sie kommen zurück...“, Klara legt ihre Hand auf Veras Schulter.
„Du hast Recht...Sie werden zurück kommen!“, Vera steht auf und schaut hoffnungsvoll dem großen Heer hinter her.
„Hast du Angst?“, fragt Martin Leo, der gerade neben ihm her maschiert.