Fanfic: Setos Veränderung

Kapitel: Früheres Leben? So ein Quatsch! Oder doch nicht?

Disclaimer: Nix gehört mir und ich verdiene kein Geld hiermit
"..." gesprochen
//...// gedacht

Früheres Leben? So ein Quatsch! Oder doch nicht?

Seto Kaiba, ein großer, schlankgewachsener junger Mann mit braunen Haaren und eisblauen Augen die auf die meisten Menschen kalt und hart wirkten, saß wie jeden Abend in seinem Büro in der Kaiba Corp. Die Firma die er trotz seinen jungen Jahren, er war gerade mal 18 Jahre und drückte noch die Schulbank, schon leitete. Die Kaiba Corp war die führende Spielefirma auf der Welt. Seit Gozaburo Kaiba ihn und seinen kleinen Bruder Mokuba aus dem Waisenhaus geholt und adoptiert hatte war er darauf vorbereitet worden diese Firma eines Tages zu leiten.
Gozaburo hatte ihn hart gedrillt und ihn Tag und Nacht geschult um einen harten Geschäftsmann aus ihm zu machen und das war ihm auch so gut gelungen das Seto selbst in seiner Freizeit hart und kalt rüberkam. Nicht mal Zeit für seinen kleinen Moki hatte er damals gehabt. Und auch heutzutage hatte er wenig Zeit für seinen kleinen Bruder und bekam ihn selten zu sehen. Aber das wichtigste war doch das es ihnen heute gut ging und er seinem Bruder all das geben konnte was er sich als Kind so sehr gewünscht hatte.
Müde saß er an seinem Schreibtisch und arbeitete sich durch den großen Stapel an Verträgen und Aktenordnern die noch vor ihm lag. Normalerweise würde ein Firmenleiter sich nicht so um die Arbeit kümmern und sie lieber seinen Geschäftsführern auftragen um sie hinterher nur noch einmal zu kontrollieren was ja viel einfacher wäre. Aber seit seine früheren Geschäftsführer die sogenannten `Big Five´ ihn zusammen mit seinem ärgsten Kontrahenten Pegasus J. Crawford betrogen und versucht hatten ihn auszuschalten um selbst an die Leitung der KC zu kommen vertraute er anderen noch weniger als vorher schon. Lieber arbeitete er jeden Tag bis zum umfallen als noch einmal dieses Risiko einzugehen. Den damals hatten sie seinen kleinen Moki entführt und versucht ihn zu erpressen. Aber schließlich war alles noch einmal gutgegangen und er hatte nicht nur seinen Bruder wieder, sondern auch noch seine Firma behalten. Das alles war jetzt schon 2 Jahre her und seitdem arbeitete er größtenteils eben lieber alleine um niemanden mehr eine solche Chance zu geben sich seine KC, die er alleine aufgebaut hatte und die er von einer Rüstungsfirma zu einer Spielefirma gemacht hatte, unter den Nagel zu reißen.
Gereizt rieb er sich über die Augen und dachte nur genervt: //Muss dieser Scheiß immer so klein gedruckt sein? Da verdirbt man sich nur die Augen mit und Kopfschmerzen krieg ich auch schon...// Seufzend stand er auf und ging ins Vorzimmer um sich einen frischen Kaffee zu holen. Es war schon spätabends und seine Sekretärin hatte bereits seit einigen Stunden Feierabend, er war allein in der Firma wenn man den Wachdienst außen vor ließ.
Während er darauf wartete das sein Kaffee durchlief stellte er sich an den Schreibtisch seiner Sekretärin und durchblätterte seinen Terminkalender. Stöhnend stellte er fest das er auch morgen wieder volles Programm haben würde. Plötzlich wurde er leichenblass und ihm wurde schwindlig, schnell ließ er sich auf den Stuhl sinken, der zu seinem Glück gleich neben ihm stand, denn sonst wäre er sicherlich auf den harten Boden gefallen weil seine Beine ihm den Dienst versagten. //Scheiße nicht schon wieder...// dachte er mehr als nur etwas gereizt. Seit kurzem hatte er öfter diese Schwächeanfälle und sie wurden immer schlimmer. Bisher waren es nur Schwindelanfälle gewesen die jedes Mal nach ein paar Sekunden vorbei waren aber das ihm jetzt schon die Beine versagten... //Vielleicht sollte ich doch mal zu einem Arzt gehen und das untersuchen lassen aber dafür hab ich gar keine Zeit. Außerdem wird der mir bestimmt nur sagen das ich mich etwas mehr schonen sollte und darauf kann ich gut und gerne verzichten.// überlegte sich Seto. Außerdem hasste er Ärzte.
Doch diesmal war sein Anfall nicht so wie sonst. Ihm wurde übel, kotzübel und seine Hände verkrampften sich in die Lehnen des teuren Stuhls. Er hielt seine Augen zusammengepresst um nicht sehen zu müssen wie das ganze Zimmer um ihn herum rotierte aber viel half das auch nicht. Er spürte es trotzdem, es war ein Gefühl als würde sich alles um ihn drehen. Das schwarze vor seinen Augen wurde immer dunkler und dann fing er plötzlich an Sternchen zu sehen. Er wusste schon gar nicht mehr wo oben und wo unten war als es plötzlich aufhörte, so schnell wie es gekommen war so schnell war es auch wieder verschwunden. Blass und am ganzen Körper zitternd hockte er noch einige Minuten auf dem Stuhl und stützte seinen Kopf auf seinen Armen ab. //Vielleicht wäre ein Arzt diesmal doch ganz gut. Ein Neurologen oder was weiß ich... Aber diese Anfälle müssen aufhören. Das kann doch nicht sein das mein Kreislauf bei jeder Kleinigkeit zusammenbricht...//
Mit zittriger Hand wischte er sich eine verschwitzte braune Haarsträhne aus dem Gesicht und stand zögerlich auf. Langsam und etwas wankend ging er zur Kaffeemaschine und goss sich erst mal einen schönen heißen Kaffee ein, den er dann auch gleich trank. Etwas gestärkt machte er sich auf den Weg zurück in sein Büro aber nach arbeiten war ihm nicht mehr zumute. Stattdessen fuhr er seinen PC herunter, räumte die Akten zur Seite und zog sich seinen langen, weißen Mantel an der seine schmale Hüfte so gekonnt betonte und sicher auch ein Grund war warum ihn viele Frauen aber auch Männer hinterher sahen, was er aber lediglich mit einem verächtlichen Blick abtat. Für Beziehungen war er viel zu misstrauisch und Zeit dafür hatte er ja eh keine. Nachdem er sich seinen Mantel angezogen, seine Fahrer bescheidgegeben hatte das er ihn abholen konnte und sich noch ein paar Unterlagen rausgesucht hatte die er in der Schule durcharbeiten wollte, machte er das Licht aus und verließ sein Büro. Kaum war er unten kam auch schon seine Limousine um die Ecke gefahren und er konnte einsteigen und sich nach hause in die riesige Villa, die er alleine mit seinem Bruder und ein paar Angestellten bewohnte, fahren lassen wo er auch gleich ins Bett stieg und in einen tiefen traumlosen Schlaf fiel.

Der nächste Morgen war ein schöner, sonniger Donnerstagmorgen und pünktlich um halb acht klingelte Setos Wecker um ihn für die Schule zu wecken. Gut das er Donnerstags immer erst ne Freistunde hatte. So konnte er wenigstens am Donnerstag etwas länger schlafen.
Noch müde streckte er sich bevor er aus dem großen Bett krabbelte und auf das Bad zulief. Wie alle Schlafzimmer in der Kaiba Villa hatte auch seines ein eigenes Badezimmer. Schließlich hatte er mehr Geld als er überhaupt ausgeben konnte und da konnte er sich so etwas auch leisten. Selbst der Trakt für die bediensteten war komfortabel eingerichtet wenn auch natürlich nicht ganz so gut wie der Rest des Hauses.
Nach einer schönen kalten Dusche zog er sich an und ging in den Speisesaal wo ihn schon ein reichhaltiges Frühstück erwartete. Aber mehr als das Essen interessierte ihn sein Kaffee und seine Morgenzeitung die auch beide schon bereit standen bzw. lagen. So verschanzte er sich hinter seiner Zeitung, trank genüsslich seinen Kaffee und aß ne Kleinigkeit bevor er wieder seine Limousine vorfahren ließ um sich zur Schule bringen zu lassen.
Dort angekommen wurde er gleich umgerannt. Aber nicht etwa von einer seiner zahlreichen weiblichen Fans sondern von einem schlanken Jungen mit blonden Wuschelhaaren und schokobraunen Augen der einfach in ihn hereingerannt war.
"Joey Wheeler! Du hirnamputierter Idiot! Hast du keine Augen im Kopf?" moserte Seto gleich los. Den wer außer Joey Wheeler würde es schon wagen ihn, Seto Kaiba, über den Haufen zu rennen? Niemand wäre so unverschämt.
Aber anstatt sich zu entschuldigen und Seto hochzuhelfen blieb der erst mal verblüfft und außer Atem von seinem Spurt auf dem großen Firmenchef liegen. "Hast doch selber Schuld! Was versperrst du mir auch den Weg? Guck gefälligst selber wo du hinläufst du Hirni," giftete Joey zurück. Niemand außer ihm besaß die unglaubliche Frechheit Seto Kaiba zu beschimpfen aber Joey und Seto streiteten sich immer wenn sie sich nur sahen. Sie konnten gar nicht anders. Was mitunter ziemlich nervig war, besonders für die Lehrer denn zu allem Übel waren die beiden Streithähne in einer Klasse.
"Komm mir nicht so Köter. Und geh endlich runter von mir." Seto schubste den etwa einen Kopf kleineren Joey von sich runter und stand dann schnell auf. Den Staub von seinen Mantel klopfend starrte er auf den Blondschopf. "Warum bist du überhaupt schon hier? Sag bloß du kommst heute mal pünktlich zum Unterricht?" spottete er weiter.
Joey, der es überhaupt nicht leiden konnte als Köter oder ähnliches beschimpft zu werden, nur weil er nicht so reich war wie Kaiba und von der Strasse kam, knurrte diesen an. "Warum nicht. Ab und zu komm sogar ich pünktlich." Joey stand ebenfalls auf und sah kampfbereit zu Seto hoch.
"Aber nur wenn du dich beeilst. Der Unterricht fängt gleich an," stellte Seto mit einem gelangweilten Blick auf die teure Uhr an seinem Handgelenk fest.
Fast schon panisch griff Joey nach Setos Handgelenk und zerrte ihn hinter sich her zum Klassenraum.
"Hey. Was soll das lass mich gefälligst los," zeterte der Überraschte als er mitgezogen wurde. "Hörst du schlecht? Du sollst mich loslassen."
Doch anscheinend hörte Joey nicht auf sein `Herrchen´. Erst als sie beide atemlos in der Klasse ankamen ließ er Setos Handgelenk los. Als wäre nichts gewesen setzte er sich zu seinen Freunden die ihn überrascht ansahen. Nicht nur das Joey mal pünktlich war was schon ungewohnt genug war, nein er hatte auch noch Seto hinter sich hergeschliffen und sich nicht mal mit ihm gestritten. "Was ist denn los mit euch? Sagt bloß ihr habt euch