Fanfic: Der schwere Weg zu seiner wahren Vampira
Kapitel: Kapitel 5--- Wo ist das Fräulein Polizistin?
So hat etwas länger gedauert, aber hier ist Kappi 5 ^^
Viel spaß beim lesen XD
Kapitel 5 ------ Wo ist das Fräulein Polizistin?
„Was soll das heißen, weg?“, schrie Integra aufgebracht. Walter aber blieb ruhig vor ihrem Schreibtisch stehen. Und nickte nur.
„Ja, Lady Integra. Seit nun mehr zwei Tagen ist er nicht mehr auffindbar! Und als ich in seinen Gemächern war, habe ich nur diesen Brief hier gefunden, adressiert an Sie“, meinte er. Dann überreichte er ihr den weißen Briefumschlag, auf der ihr Name in wunderschöner verzierter Schrift prangte. Sie nahm Walter sofort das schneeweiße Papier aus der Hand.
Der Butler verbeugte sich kurz, ehe er einige Schritte vom Schreibtisch wegging.
Integra nahm kaum einen Herzschlag später den Brieföffner. Mit einer schwungvollen geübten Handbewegung ritze sie die obere Seite des Umschlages auf. Ihr fiel ein kleiner Zettel entgegen, mit einem Ring, der eine seltsame Gravur besaß.
„Was zum Henker…?“, fragte sie sich leise. Sie nahm den Zettel in die Hand. Walter beäugte das Geschehen interessiert.
„WAS!!??? Wie kann er das tun? Hat Alucard das letzte Fünkchen Verstand verlassen!?“, schrie eine Frauenstimme im Kellergewölbe der Hellsingorganisation. „Wie kann er es wagen…?“ Nach diesen Worten rannte die Frau aufgebracht zur Tür. Mit einem Ruck riss sie diese auf und ging mit vor Zorn rot leuchtendem Gesicht aus ihren Zimmer.
Seras war wütend. Nachdem sie diese Nachricht in ihrem Kleiderschrank gefunden hatte.
> Wie kann er so etwas nur sagen? Wie kann er so was nur tun!? Das wird er mir büßen! Wenn ich herausfinde, wo er steckt. Wenn du glaubst, dass ich dich einfach so gehen lassen, dann kennst du mich schlecht, Alucard. Auch wenn du mir nahe gelegt hattest, nichts zu tun. < Mit diesem Gedanken trat ein Lächeln auf ihre Lippen.
Währendessen im Zimmer von Alicen
>Schon volle drei Tage sitze ich hier und starre diese dumme Wand an. Und es wird immer langweiliger. < Alicen drehte sich in ihren Bett um und sah die Seitenwand an. > Was ist hier nur los? Alles ist so ruhig. Von meinem Onkel hört man seit zwei Tagen auch nichts. Was soll ich hier überhaupt? <
Langsam hatte sie es satt. Alicen richtete sich mit dem Kissen auf und sah sich in ihrem Zimmer um. > Es ist so öde hier! < Mit einem traurigen Gesicht seufzte sie und legte sich wieder auf das Bett, damit sie die Wand oben anstarren konnte.
>Na, Langeweile? Mutter? Ja, oder erkennst du meine Stimme nicht wieder? <
>Doch, aber es ist zu schön um wahr zu sein! Du bist… <
>Ich weiß. Alicen, sag, kannst du mir berichten, wo Alucard steckt? <
>Nein, tut mir leid. Seit zwei Tagen habe ich nichts mehr von ihm vernommen. <
Daraufhin war es einige Sekunden lang still, wodurch Alicen etwas nervös wurde.
>Mutter? Mutter? Ich bin noch da. Hast du sonst noch etwas hier mitbekommen? <
Alicen sah verwundert aus. Warum wollte ihre Mutter das wissen? Sie war doch mit Gedankenlesen auch gut beraten, wie sie selbst.
>Ähm.. Ich habe nichts mitbekommen. <
>Verstehe. Dann ist nur Lady Hellsing von hier weggeflogen. <
>Wie nur, Lady Hellsing? Was ist mit ihr? <
>Sie folgt Alucard. Hast du das nicht bemerkt? Alucard ist vor gut zwei Tagen von hier weggegangen und Lady Hellsing folgt ihm wohl alleine. <
>Wirklich? Arme Seras. Mach dir keine Sorgen, es wird schon alles gut. Ja, danke. Ich werde mich nicht mehr sorgen. <
>Am Besten schlaf! Dann ist der Tag bald wieder vorbei. <
>Ja, und ein weiterer langweiliger Tag beginnt von neuem! <
>Ja… das stimmt. Guten Schlaf! Was soll das? Warum bin ich so nervös? <
Wieder sah sie sich in ihrem Zimmer um und auch dieses Mal war niemand zu sehen.
> Dieses Gefühl. Was soll das? Was ist mit mir los? <
Verzweifelt vergrub sie ihre Hände in ihrem Gesicht.
Plötzlich vernahm sie ein Poltern, weswegen sie hochschrak.
„Was? Was war das?“, fragte sie sich laut und sah sich erneut um, aber auch dieses Mal erkannte sie nichts. Wieder kam ein Poltern aus der Etage und dieses war wesentlich lauter.
> Am Besten ich sehe mal nach. <
So stieg sie aus ihrem Bett und tapste mit ihren nackten Füßen zur Tür. Zögernd ergriff sie die Klinke und drückte sie mit Vorsicht herunter. Alicen wusste, dass sie nicht abgeschlossen war. Die Tür ging problemlos auf und sie konnte sich leise Herhausschleichen. Mit vorsichtigen Schritten begab sie sich vor ihre Tür und machte sie wieder zu. Wieder ertönte ein Poltern und dieses Mal konnte Alicen hören, woher es genau kam. Es war aus Seras Zimmer zu vernehmen, was genau neben ihrem lag.
> Seras! <
Ohne auf ihre Schritte zu achten, stürmte sie zu Seras Tür. Ruckartig riss sie die Zimmertür auf, doch als sie hereinstürmte, war niemand zu sehen. Überrascht und vorsichtig ging sie hinein, aber selbst mit ihren Vampiraugen war nichts zu erkennen. „Seras?“, fragte sie leicht besorgt. „Hallo? Seras?!“, aber es erfolgte keine Antwort.
> Vielleicht ist sie noch nicht hier. Aber woher kommt dann dieses Geräusch? < Alicen sah sich noch einmal um und als sie wieder nichts wahrnahm, drehte sie sich um und ging langsam aus ihrem Zimmer.
Sie erreichte gerade die Türschwelle, als ein kalter Hauch ihr über den Nacken strich und sie einen vertrauten Geruch bemerkte. Alicen erschrak und drehte sich um, doch das Einzige, was sie noch sah, waren schwache Gestalten, die lachend in der Wand verschwanden. Sie wusste nicht genau, aber es schien, als sei Seras unter diesen gewesen. „Nein. Nein!“, schrie sie und rannte zur Wand, wo sie diese sah, aber es war zu spät, das Zimmer war leer.
> Seras, wieso? Wieso tust du das? <
Mit einen harten Faustschlag schlug sie mit Tränen auf die Wand ein, denn sie wusste, das waren die Bräute und sie nahmen Seras mit.
Nach wenigen Sekunden wischte sie sich die Tränen fort. Sie wusste, weinen half nichts, also musste sie handeln. Aber wie? Wer könnte ihr helfen? Wem sollte sie es erzählen?
Integra war nun schon über zwei Stunden am Flughafen und wartete ungeduldig, bis sich der dichte Nebel löste. Seit sie auf diesen war, trat der Nebel weiter auf und verdichtete sich immer mehr. Eigentlich war dieses Wetter normal für dieses Land, doch heute war es sichtlich seltsam. So wie am Tag des Angriffes auf die Hafenarbeiter.
Integra sah immer noch aus dem Fenster und beobachtete die Schwaben, die sich langsam übereinander stapelten. Es sah aus wie ein lustiges Spielchen, doch Integra stimmte es nicht lustig auf. Sie hasste es, denn ihre Zeit drängte und eine weitere Verspätung konnte sie sich nicht leisten. Wütend ging sie vom großen Flughafenfenster weg und setzte sich auf einen Stuhl, neben dem ihr Getränk zum Aushalten der Wartezeit stand. Ihre Geduld war am Ende und ihre Nervosität nahm zu. So zeigte es sich, dass sie nicht nur mit den Fingern auf der Stuhllehne tippelte, sondern, dass sie auch eine Zigarre rauchte und den Rauch in kurzen Abständen ausstieß. Während sie das tat, achte sie genau auf den Informationsregler des Flughafens, der die Flugdaten angab. Doch es stand das Selbe, wie vor 15 Minuten: „Gestrichen“. Mit Kraft zerdrückte sie die Zigarre im Aschenbecher und stieß den letzten Rauch aus ihrer Lunge.
„Das dauert mir zu lange! Warum muss der Nebel gerade jetzt kommen?“
Erneut stand sie auf und ging zum Fenster, wo die Schwaben ihr Spiel spielten. Mit einem tiefen Seufzer drehte sie sich erneut um und blickte auf den leeren Raum mit den vielen Stühlen.
„Walter!“, schrie sie durch das ganze Anwesen und lief hoch ins Erdgeschoss. „Walter?! Komm raus!“, schrie sie erneut. Weiter lief sie hoch auf die nächste Treppe und holte gerade wieder Luft, als sich plötzlich eine Tür öffnete. Sofort blieb sie stehen und sah zur Tür.
„Warum rufst du nach mir? Ich dachte, du solltest in deinen Zimmer bleiben.“, sprach eine tiefe Stimme aus der offen stehenden Pforte.
„Walter! Da bist du endlich. Ich muss dir etwas sagen! Etwas Wichtiges!“
Aufgeregt lief sie zu ihm und nahm zittern seine Hand. „Walter, ... Es ist was schreckliches passiert!“
Walter sah die zitternde kleine Vampirin an.
„Wovon sprichst du?“
Alicen wurde stumm und blickte bleich zu ihm, noch bleicher als sie sonst schon war. „Walter…. sie... sie... sie haben Seras…“
„Was ist mit Seras?“ „Sie haben Seras…. Die .. die Bräute….!“
Der Butler blickte verwirrt drein.
„Wie meinst du das? Die Bräute!?“, fragte der Butler irritiert.
„Ja, die Bräute! Sie waren hier und waren unten….und sie ...sie waren bei Seras, sie waren bei ihr…sie…“, stammelte Alicen und ihre Augen flogen wild umher, als würde sofort eine der Bräute um die Ecke huschen. Walter aber packte sie behutsam an den Armen und versuchte ihr in die Augen zu sehen.
„Alicen…“
Es kam keine Antwort.
„Alicen!“, sagte Walter laut.
„Ja…“
„Erzähl noch einmal in Ruhe.“
Die kleine Vampirin sah den alten Butler an und nickte leicht.
„Gut, dann sag mir, was ist passiert?“
Mit diesen Worten ließ er sie los und richtete sich wieder auf. Alicen sah ihn mit Tränen in den Augen an und erzählte ihm was sie gesehen hatte.
Langsam verzog sich der Nebel, doch noch immer war die Starterlaubnis nicht erteilt. Lady Hellsing saß wieder auf ihren Stuhl und rauchte eine weitere Zigarre. Erneut sah sie sich um und noch immer waren alle Stühle leer. Sie wollte gerade zum neuen Zug ansetzten, als sie einen lauten Dong vernahm. Sofort horchte sie auf.
„Eine Durchsage, die Flüge vom Londoner Airport nach Mitteleuropa und Südeuropa sind nun wieder frei gegeben. Bitte begeben Sie sich zu den dementsprechenden Gates ihrer Zielorte. Ich wünsche ihnen einen angenehmen Flug.“
Integra atmete leicht auf, denn nun endlich kam sie von hier weg. Als sie den letzten Zug nahm, stand sie auf und ging mit ihren Taschen zu ihrem entsprechenden Gate. Integra