Fanfic: Die Herren des Haushalts
Kapitel: Kochen?
Tja meine Lieben Leser, da bin ich wieder, bereit euch mit einer neuen Ff zu quälen. Das ist so zu sagen mein Dankeschön für all die leiben Geburtstagsgrüße!
Mein Compi ist zwar noch immer von diesem sch**ß Virus lahmgelegt, aber auf Paps Firmenlaptop lässt es sich auch ganz gut schreiben.^^ Und Ren-nii-chan war auch noch so nett mir aufzuschreiben, wie ich das hinbekomme und nun kann ich das auch ganz allein! Also los:
“*****”, jemand spricht.
°*****°, jemand denkt.
(*****), mein Kommentar, welches ihr auch gerne überlesen könnt.
“Yo! Hao! Was macht ihr denn da mit der Pfanne?”, schimpfte ein blondhaariges Mädchen.
“Wir braten Spiegeleier.”, verteidigten sich die beiden Zwillingsbrüder.
“Aber doch nicht so! Ihr müsst die andere Seite der Pfanne benutzen. Oh Hao! Wenn ich gewusst hätte das du genau so eine Niete im Haushalt bist wie Yo, dann hätte ich dich niemals bei uns einziehen lassen!”, meckerte sie weiter.
“Wie nett von Anna.”, raunte der Langhaarige seinem Bruder zu. Yo nickte nur, er war grade damit beschäftigt die Spiegeleier von der Pfannenrückseite abzukratzen.
“Jetzt versteh ich auch warum sie am Anfang immer runtergelaufen sind.”, ging ihm ein Licht auf. Anna seufzte ergeben. Nun hatten sie schon mal Besuch von Yos Großvater und die beiden schafften es nicht mal ein paar Spiegeleier zu braten. Der Alte würde sie wahrscheinlich auch noch als unfähig, die beiden in den Haushalt einzuweisen, betrachten. Das hatte ihr nun wirklich noch gefehlt.
Der Besagte saß im Wohnzimmer und langweilte sich. Seine Enkel brauchten, obwohl der ein schon in etwa 500 Jahre Lebensehrfahrung hatte, erstaunlich lange um ein Abendessen auf die Beine zu stellen. Das musste ja was ganz besonderes sein was die da in der Küche ausheckten. Gucken gehen was sie dort zubereiteten war ihm ja verboten worden.
Vor 3 ½ Stunden hatte Anna die beiden in die Küche gescheucht und bis jetzt waren sie nicht wieder aufgetaucht. Hatte das bei seiner Schülerin Tamao auch immer so lange gedauert?
Er stand auf, um nun doch mal in der Küche nachzusehen. Er war halt ein sehr neugieriger Greis. Es roch im Haus auch gar nicht danach als würde jemand kochen. Aber was sollten sie sonst in der Küche treiben?
Als er die Küche betrat herrschte augenblicklich Stille. Erschrocken starrten Hao und Yo ihn an. Auch Anna wurde leicht blass um die Nase. Jetzt würde rauskommen das sie es in 1 ½ halben Jahr immer noch nicht geschafft hatte den Zwillingen das Kochen und andere Taten im Haushalt beizubringen. Die würden es sogar schaffen sich selbst mit dem Straubsauger zu erwürgen. Yomei sah sich prüfend in der Küche um. Außer einer Pfanne, die Yo krampfhaft versuchte hinter seinem Rücke zu verstecken, in der Hand hielt.
“Wann gibt es denn nun endlich Abendessen?”, fragte er prüfend.
“Äh - also - ja -”, stotterte Yo rum. Anna vergrub ihr Gesicht in den Händen. Hao wollte nicht groß versuchen sich herauszureden. Er war jetzt mal so ehrlich und würde zugeben das er nicht die geringste Ahnung davon hatte wie man kochte. Es brachte eh nichts lange um den heißen Brei herumzureden, er würde nie kochen können und Yo auch nicht. Und irgendwann würde es eh rauskommen. Außerdem fiel ihm auch grade keine geeignete Ausrede ein, mit der er sich jetzt elegant hätte retten können. So blieb ihm nur die Option “Geständnis der Unfähigkeit”. Das er, der zweitstärkste Schamane und Bruder des Schamanenkönigs mal in so eine idiotische Situation geraten würde. Wenn er das geahnt hätte, wäre er niemals bei Yo und Anna eingezogen!
“Ich bin jetzt mal ganz ehrlich, ich kann überhaupt nicht kochen. Yo und ich haben uns bis jetzt immer mit Fertiggerichten an Annas Kontrollen vorbeigeschmuggelt.”, unterbrach er Yos irres Gestotter das seinen Großvater irgendwas erklären sollte. Sein Bruder sah in zuerst mit großen Augen an. War Hao etwa lebensmüde? Aber es stimmte, sie hatten alle beide keine Ahnung vom Kochen und dem restlichen Haushalt. Er konnte sich noch gut erinnern, wie er und Hao mal beim Fensterputzen gleich vier Scheiben zerdeppert hatten. Anna hatte sie neue kaufen lassen und weil nach diesem kauf ein Loch in der Haushaltskasse herrschte mussten sie 2 Wochen lang hungern. Anna hatte sich in dieser Zeit immer zu Ryu oder Run, die immer noch in der Nähe wohnte eingeladen. Hao und ihn hatte sie nie mitgenommen.
Seine Verlobte schüttelte resigniert den Kopf. “Ich geb’s auf euch in die ganzen Koch- und Haushaltskurse zu schicken.”, sagte sie und verließ die Küche. Nun waren Yomei und seine beiden Enkel allein. Yo sah Anna hinterher. “Ich glaube es war wirklich das beste ihr zu sagen das wir mit dem ganzen Kram”, er deutete auf verschiedenen Küchengeräte, “überhaupt nichts anfangen können.”
“Wenigstens seid ihr ehrlich und gebt es zu.”, grummelte sein Großvater im Hintergrund. Yo zuckte zusammen. Ach du liebes bisschen! Den hatte er ja ganz vergessen. Wie würde sein Großvater auf dieses Geständnis reagieren. Auch Hao geriet jetzt ins Schwitzen. Man konnte ja wirklich viel mit dem Alten anstellen, aber irgendwo hatte sich der Greis wohl mal eine Grenze gesetzt. Und diese Grenze fing beim Kochen an. Von da an ließ er einem nichts mehr durchgehen und ergriff immer die härtesten Maßnahmen um die letzte Generation der Asakuras, also ihn und seinen Bruder, zu perfektionieren.
Yomei ging ohne noch ein weiteres Wort zu sagen wieder aus der Küche hinaus. Yo und Hao schauten sich verdutz an. Sie hatten jetzt eine große, mehrstündige Moralpredigt oder sonst was schlimmes und langweiliges erwartet und nun das! Da waren sie ja noch mal mit dem Leben davon gekommen. Beiden atmeten erleichtert aus und verstauten sämtliche Küchengeräte wieder in den Schränken.
Anna saß im Wohnzimmer rund zappte durch die Abendsendungen. Das machte sie immer wenn sie etwas ärgerte oder diese beiden Idioten von Zwillingen sie mal wieder bloß stellten. An einer Dokumentationssendung über ein neues Schulprojekt, das Schule und Alltagsleben verband blieb sie schließlich hängen.
Das Projekt das dort vorgestellt wurde, funktionierte so:
In so etwas wie einem Internat, nur das jeder Schüler zusammen mit einem anderem, in einer gemeinsamen 3 Zimmerwohnung wohnte, in der sie selbst wirtschaften mussten. Damit wollte man die Fähigkeiten der jungen Leute im Haushalt stärken.
Die Schüler, die an dem Projekt teilnahmen, wurden von ausgebildeten Fachkräften, mit Auszeichnungen und Examen und so weiter, unterrichtet. Das Internat lag in London Mitte und war ein riesiger Gebäudekomplex einer renovierten Altbaute.
Es gab an dieser Schule die ganz normalen Fächer wie Englisch, Japanisch, Mathe und Naturwissenschaften und dann noch die so genannten ‘Nachmittagsfächer‘.
Dort wurden dann Dinge wie Kochen, Putzen, gutes Benehmen und vieles Mehr gelehrt. Sie waren über den ganzen Nachmittag verteilt, sodass man eigentlich kaum Freizeit hatte. So sollten die Schüler lernen sich selbst zu versorgen.
Aber am besten gefiel ihr ja das Strafsystem. (Typisch Anna XDD) Wenn die Noten schlecht, oder der Haushalt unordentlichgeführt war, dann musste man in eine kleinere Wohnung umziehen, die vielleicht kein eigenes Bad oder Fernseher hatte und ein Teil des Budgets wurde einem gestrichen. So wurde ein gewisser Druck auf die Schüler ausgeübt. Anna war noch ganz fasziniert von dem Strafsystem und dem Projekt, da saß Yomei auch schon am Telefon. Er wählte die Nummer der Sponsoren die immer noch ‘Versuchskaninchen’ für ihr Projekt benötigten. Yo und Hao würden bald solche Versuchskaninchen sein.
Die beiden Betroffenen wussten noch nichts von ihrem Schicksal sondern faulenzten in ihren Zimmern. Yos schlief schon als Hao von einer dunklen Vision erfasst wurde. Als diese wieder vorbei war, lag Hao flach atmend auf seinem Futon. Wie er dort hingekommen war und was er in der Vision gesehen hatte, daran erinnerte er sich nicht mehr. Er schlief über die ganze Grübelei was das wohl zu bedeuten hatte ein.
Yo war von Anna, die sich nun auch schlafen gelegt hatte, geweckt worden. In 4 Tagen sind die Sommerferien schon wieder zu Ende. Dann beginnt wieder die Schule und der Alltag und alles ist so wie immer. Er seufzte und drehte sich auf die andere Seite. Das konnte ja was werden. Dieses Jahr musste er auf alle Fälle besser werden, ansonsten würde er nicht versetzt werden. Dreimal hatte sein Direktor jetzt schon beide Augen zugedrückt damit er versetzt werden konnte.
Das er in diesem Schuljahr dem ganzen Alltag entkommen würde, daran dachte er noch gar nicht.
Ein Chinese tat das schon. Das nächste Schuljahr würde für ihn, entweder der absolute Horror werden, indem man ihn auf so ein Versuchsinternat schickte, oder er würde sich eine Verlobte suchen müssen. Das das beides nicht so seine Wunschoptionen waren, konnte man sich ja denken.
Aber so lauteten die Bedingungen seines Großvaters nun mal, nachdem dieser, eine ganze Woche, also sieben Tage, in Rens Haushaltsführung überlebt hatte und sich nun ernsthafte Sorgen, um das Überleben seines Enkels machte. Tao der Älteste hatte keine ruhige Minute mehr gehabt, dauernd fragte er sich ob Ren nicht schon verhungert oder dem Alkohol verfallen war. Insgeheim hoffte dieser ja das sein dummer Enkel sich für die Verlobte entscheiden würde, damit hätte man sich dann das Fortbestehen der Dynastie auch für die nächste Generation gesichert und auch gleich noch die Gefahr eines Hungertods ausgeschaltet, aber sein Enkel dachte gar nicht daran. Lieber auf so ein Internat als eine Verlobte! Freund hatte er hier ja eh nicht, also warum nicht nach London umziehen. Er wusste wie die Strafen an diesem Internat erfolgten, aber solange er einen nicht allzu schlampigen Zimmergenossen hatte, würde er in einer schön großen Wohnung leben. Finanziell würde seinem Konto das Internat auch kaum schaden,