Fanfic: A Sengoku-Jidai History

auf dieser Schule verloren gewesen. Es war ungewohnt, aber damit musste ich mich wohl abfinden, ob ich nun wollte oder nicht.
Ich verbrachte meinen ersten Schultag mit fünf Mädchen, die eine war natürlich Chiyo, mit der ich sofort Freundschaft schloss und dann waren da noch vier weitere Mädchen. Eigentlich was es Chiyos Idee, mit ihnen abzuhängen, nicht meine, doch ich stellte fest, dass sie alle sehr nett waren. Ihre Namen waren Ayumi, Eri, Yuka und Kagome, und besonders mit letzterer verstand ich mich prächtig. Kagome war echt freundlich und witzig und ich kam gut mit ihr zurecht. Nur…na ja, manchmal erschien sie ein bisschen geheimnisvoll und als ich mich mit Chiyo auf den Heimweg machte, musst sie urplötzlich schnell nach Hause, weil sie noch etwas zu erledigen hatte. Sie verabschiedete sich mit einem hastigen Winken und bog dann schließlich um die Ecke, auf dem Weg zum Schrein, wo ihre Familie wohnte. Etwas seltsam, findet ihr nicht? Natürlich, beim ersten Mal denkt man sich noch nichts dabei, aber was würdet ihr sagen, wenn das nun schon drei Wochen lang so gehen würde? Und was wäre, wenn Kagome zwischendurch immer häufiger krank gewesen wäre und sie nicht zur Schule gekommen wäre? Ja, so nämlich ist es gewesen, genau so. Sie verhielt sich merkwürdig - das viel auch Chiyo und mir auf. Wir wussten nicht, was Kagome vor uns verbarg, wie hätten wir sie auch fragen sollen, sooft wie sie in Schule fehlte. Doch ich glaube Yuka, Eri und Ayumi wussten etwas. Vielleicht bildete ich mir das nur ein, aber es kam mir vor, als wichen sie unseren ganzen Fragen über Kagome aus. Ja wirklich! Letztens, als ich Yuka fragte, warum Kagome dauernd krank sei, fing sie nämlich plötzlich an, über das Wetter zu reden. Über das Wetter! Ich bitte euch, da stimmte doch etwas nicht! Wir mussten wissen was Kagomes Geheimnis war, koste es was es wolle. Wozu sind Geheimnisse da, wenn nicht um sie zu lüften? Außerdem bin ich von Natur aus neugierig.
Chiyo und ich liefen nebeneinander her. Die Schule war aus und wir befanden uns gerade auf dem Heimweg. Es war ein schöner Herbsttag und das bunte Herbstlaub vollführte vor unseren Augen einen wunderschönen Blättertanz, die Sonne schien und ich genoss die wohlige Wärme, die auf meiner Haut prickelte. Auf einmal blieb Chiyo stehen und sagte dann: „Warte mal, Shio-chan! Hast du Lust, Kagome-chan zu besuchen? Jetzt, da sie schon wieder krank ist, würde sie sich bestimmt darüber freuen, was meinst du?“ Ich beäugte das brünette Mädchen misstrauisch. „Du willst doch nur wissen, was sie uns verschweigt hab ich Recht?“, antwortete ich. Chiyo grinste. „Du merkst aber auch alles! Na was ist, hast du Lust?“
„Mmh…okay, von mir aus. Gehn wir zum Schrein.“
„Toll“, erwiderte Chiyo freudig und wies mich an ihr zu folgen. Sie bog um die nächste Kurve und lief nun die lange Straße entlang, die genau auf den Schrein zuführte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, als hätte sie das schon die ganze Zeit geplant gehabt….
Als wir vor dem riesigen Schrein der Higurashis standen, fragte ich: „Und was sagen wir, wenn Kagome uns das mit dem Besuch nicht abkauft?“ „Man wird doch noch wohl seine Freundin besuchen dürfen!“, warf Chiyo empört ein. „Außerdem können wir ja noch behaupten, wir würden ihr die Hausaufgaben bringen.“ „Chiyo, Ayumi hat Kagome bereits die Aufgaben gebracht….“ „Ach, ist doch egal“, winkte diese ab und lächelte. Ich zog eine Augenbraue hoch und sah sie zweifelnd an. Ob das klappen würde? Ich war mir nicht so sicher.
Aber gerade als Chiyo ihre Hand hob, um an der Tür des Gebäudes zu klopfen, hörten wir es. „Ich bin in drei Tagen wieder da, Mama!“, schallte es über den Hof des Schreins und Chiyo und ich zuckten erschrocken zusammen. War das da eben nicht Kagome gewesen? „Pass gut auf dich auf Schatz“, hörten wir eine Frauenstimme besorgt rufen, „und sag deinen Freunden einen schönen Gruß, ja? …ach Kagome, und vergiss nicht, dass…!?“ „Ja ja, Mama, ich pass schon auf, danke!“
Jetzt war es sicher. Es war Kagome gewesen, wessen Stimme wir gehört hatten. Mit gespannten Blicken verfolgten wir, wie sich das Mädchen mit schnellen Schritten auf den Weg zum Schrein machte, sich noch einmal vorsichtig umschaute und dann durch die Tür verschwand. Ich sah Chiyo an und sie schaute zurück. „Sollen wir etwa…?“, fing ich an und sie nickte. Ich wusste was sie vorhatte, ich sah es an ihrem aufgeregten Funkeln in ihren Augen. „Ohne mich!“, sagte ich schnell und drehte mich um, um zu gehen, doch sie hielt mich zurück. „Ach komm schon, Shio-chan! Nur dieses eine Mal.“ Sie sah mich mit traurigen Hundeaugen an und ich seufzte gequält. „Ach nein, nicht das schon wieder…!“ Zum Teufel mit ihrer ständigen Abenteuerlust und ihrem Hundeblick. Warum immer ich? Chiyo druckste noch eine Weile rum, bis ich schließlich einwilligte.
„Na schön…“, ließ ich mich schließlich von ihr überzeugen. „Aber nur dieses eine Mal!“ Chiyo grinste siegessicher und sagte: „Na dann…auf geht’s!“
Leise schlichen wir uns an den Schrein heran und lugten vorsichtig durch einen Spalt in der Tür. „Siehst du was?“, flüsterte ich an Chiyo gewandt und sah mich neugierig um. „Nicht die Bohne“, erwiderte sie und zog die Tür auf.
Was wir sahen, war im Grunde nichts Interessanteres als ein alter morscher Holzbrunnen, der ein paar Meter in die Tiefe führte. Merkwürdig, niemand war zu sehen. Wo war Kagome?
Chiyo beugte sich vornüber und lugte in den Brunnen. „Halloho!“, rief sie und ihre Stimme hallte ihr ein paar Mal zurück. Doch danach blieb es still. „Scheint niemand da zu sein.“
„Mmh“, ich nickte und warf einen Blick in den Brunnen. Irgendwie kam er mir komisch vor, ich hatte ein seltsames Gefühl. „Meinst du, sie ist rein gesprungen?“, fragte ich das brünette Mädchen und nickte unsicher in Richtung Brunnen. „Denkst du wirklich?“, Chiyo musterte das Loch. „Aber dann wäre sie doch da!“
„Ich weiß nicht…ich habe ein komisches Gefühl. So als ob es hier nicht mit rechten Dingen zugeht.“
„Ja, hab ich auch.“
„Und was tun wir jetzt? Sollen wir etwa…da rein?“
Chiyo warf mir einen aufgeregten Blick zu. Und wieder wusste ich, dass ich Labertüte, mich schon wieder in diese blöde Situation reingeritten hatte. Jetzt hatte ich Chiyo schon wieder auf krumme Gedanken gebracht! Na das konnte heiter werden….
„Okay, okay, du musst gar nichts sagen. Von mir aus, aber du gehst vor!“, wies ich das Mädchen an. Sie grinste. „Aber gerne doch!“ Rasch kletterte sie über die Bretter und hockte sich auf den Brunnen. „Also“, sprach sie, „auf geht’s!“
Das letzte was ich von ihr sah, waren ihre langen braunen Haare, bevor sie mit entschlossenem Gesichtsausdruck sprang. Dann beugte ich mich erwartungsvoll über den Brunnen.
Chiyo war verschwunden. Vom Erdboden verschluckt, weg, nicht mehr vorhanden, als wäre sie weggezaubert worden. „Ach du grüne Neune….“, staunte ich. Sollte ich auch springen? Oder doch lieber nach Hause gehen? In diesem Moment wurde mir etwas mulmig, doch dann fasste ich wieder Mut. Was konnte schon groß passieren? Eigentlich konnte ich genauso gut springen.
Ich kletterte auf den Brunnen und starrte in die feuchte Dunkelheit hinab. „Na dann“, flüsterte ich und kniff die Augen zusammen. „Dann mal los!“ Ich löste meine Hände von den Brettern des Brunnens und sprang. Ich erhaschte noch einen letzten Blick nach oben, dann wurde es dunkel um mich herum.

Chiyo:
Uhh. Was war denn nur passiert? Das letzte, an das ich mich erinnerte, war, dass ich in diesen seltsamen Brunnen gesprungen bin, in den auch Kagome-chan sprang bevor sie verschwand. Meine Hand tat etwas weh…hoffentlich war es nichts Schlimmes. Das letzte, was ich wollte, war zu einem Arzt zu gehen…ich hasse sie einfach! Mit ihren weißen unheimlichen Mänteln und ihrer stümperhaften Arbeit. Man konnte ihnen nicht trauen! Vorsichtig versuchte ich meine Hand zu bewegen. Na ja, es ging. Zwiebelte zwar, aber zum Arzt brauch ich nicht zu gehen.
Ein morscher Geruch stieg mir plötzlich in die Nase und holte mich aus meiner Gedankenwelt zurück. Langsam öffnete ich meine Augen. „Kyaaaa!“, schrie ich erstmal als ich sah wo ich mich befand.
Das war der Brunnen, keine Frage, aber was auf dem Boden lag ließ mein Herz flattern. Überall lagen kleinere abgebrochene Knochenstücke herum.
Erschrocken wich ich bis zur Wand des Brunnens. Plötzlich jedoch konnte ich einen Luftzug hören. Als ich nach oben sah, erkannte ich das Shio-chan auf dem besten Weg war, auf mich drauf zu krachen.
Zwar versuchte ich noch das Schlimmste abzuwenden, doch war es bereits zu spät.

Und dann lag sie auch schon auf mir, na ja wenigstens war sie weich gelandet.
Sofort wandte sich Shiori zu mir. „Alles okay, Chiyo-chan?“, fragte meine Freundin sofort besorgt.
„Ja, alles okay“, sagte ich und lächelte gequält. Schnell stand sie auf und half mir auf.
„Was liegt denn da?“, fragte Shio verwirrt als sie die kleinen Knochen auf den Boden sah.
„Der Brunnen ist doch echt total ekelhaft! Wirft Kagomes Familie hier ihre Essensreste hinein?!“, sagte ich beleidigt und verzog angeekelt das Gesicht.
Shio nickte mir zu. Gerade als sie etwas sagen wollte hörten wir jedoch Vogelgezwitscher.
Verwirrt sahen wir uns an. Shio legte ihre Stirn in Falten und fragte verwundert. „Hast du das auch gehört?“
Wie aufs Stichwort sahen wir beide nach oben. Was wir dann sahen, verschlug uns echt die Sprache.
Der Himmel! „Wie kann das denn sein?“, war sofort mein erster Gedanke.
Auch Shio sah irritiert zum strahlend hellen Himmel.
„Aber…aber wir waren doch gerade in diesem Schrein…“, in Shios Stimme hörte man deutlich die Unsicherheit heraus.
„Ja…los lass uns hier raus klettern!“, warf ich sofort freudig ein. Ich