Fanfic: A Sengoku-Jidai History
liebe wirklich das Abenteuer. Seltsame Ereignisse besonders. Und das hier war in der Tat „seltsam“. Schnell schnappte ich mir meinen Schulranzen und warf ihn mir über die Schultern.
„Puh…verdammt ist das Ding schwer…“, sagte ich spielend erschöpft. Und wischte mir nicht vorhandene Schweißperlen weg, um die ganze Sache noch etwas abzurunden.
„…Muss an diesem schweren Mathebuch liegen!“, warf ich jedoch schnell lachend ein.
Shio sah mich nur skeptisch an.
„Wie kannst du noch Witze machen? Wir hätten erst gar nicht in diesen Brunnen springen sollen!“, meinte sie nur etwas gereizt und sah sich besorgt um.
Beruhigend legte ich eine Hand auf ihre Schulter.
„Mach dir mal keine Sorgen. Kagome-chan sprang hier schließlich auch hinein, oder?“
Nach kurzem Zögern lächelte mir Shio endlich wieder zu und sagte: „Du hast Recht.“
„Hai!“, sagte ich ebenfalls freudig und zog sie mit zu der Wand des Brunnens.
Nach kurzer Zeit fragte Shio jedoch mit hochgezogner Augenbraue. „Und wie kommen wir jetzt dort hinauf?“
Eine gute Frage. Ich hatte keinen Plan. Dort hinauf zu klettern, wäre mehr als schwer.
Seufzend lehnte ich mich gegen die Wand. Sie war recht kalt, weswegen ich mich gleich wieder von ihr wegdrückte.
„Ich weiß nicht…was macht man denn, wenn man in einen Brunnen gefallen ist?“
„Um Hilfe rufen?“, war Shios simple Antwort.
Überrascht sah ich sie an. Mal wieder hatte sie Recht.
Und dann, wie aufs Kommando, fingen wir beide an um Hilfe zu schreien. Ich hoffe wirklich das uns jemand hört, schließlich habe ich keine Lust hier unten für den Rest meines Lebens zu bleiben…und so lange konnte das ja nicht dauern. Sofort schrie ich noch lauter.
Shiori:
Es war wirklich unglaublich. Hm, ich weiß wirklich nicht ob wir das Richtige getan haben. Ich hoffe wirklich jemand hört uns.
Es vergingen fünf Minuten und immer noch war niemand da. Seufzend sah ich auf meine Uhr. Ich hatte wirklich keine Lust hier ewig rumzuhängen.
Außerdem müsste uns doch jemand hören. Vielleicht sind wir ja auch in irgendeinen Park gelandet. Hach, so viele Fragen…aber interessieren würde es mich schon.
Auch Chiyo hatte jetzt aufgehört um Hilfe zu rufen.
Resigniert wandte sie sich zu mir.
„Ich kann nicht mehr…Mensch ich bin schon ganz heiser von dem ganzen Rumschreien!“
Seufzend setzte sie sich auf den kalten Boden und sah nach oben.
Nun, so wie es wohl aussah, mussten wir hier doch etwas länger ausharren.
Zum Glück hatte ich noch mein Essen dabei. Nur Chiyo hatte ihrs schon vor der Mittagspause verdrückt.
Wenn ich daran zurück denke …und jetzt sitzen wir hier fest. So ein Mist!
„…Und du bist dir sicher, etwas gehört zu haben, Inu Yasha?“
„Keh! Natürlich habe ich etwas gehört!“
Erschrocken sahen wir uns an. Chiyos Augen wurden augenblicklich größer und hoffungsvoller. „Hast du das auch gehört? Klang wie Kagome-chan…“
„Na ja, bei Inu Yasha ist das immer so ’ne Sache….“
„Was willst du damit sagen? Na warte, wenn ich dich in die Finger bekomme!“
„AH, Kagome-chan hilf mir!! “
„Inu Yasha, lass sofort Shippo-chan in Ruhe! “
“Was geht denn da ab?”, dachte ich verwirrt. Ohne Zweifel, die weibliche Stimme war die von Kagome. Aber die anderen zwei…
„Ihr seid ja schlimmer als ein altes Ehepaar.“
„Da muss ich dem Houshi zustimmen.“
Noch zwei weiterte Stimmen…die eine von einem jungen Mann und die andere von einer jungen Frau.
„Endlich kommt jemand!“, riefen wir zwei im Chor und freuten uns tierisch.
Plötzlich jedoch wurde es um uns herum dunkel. Irritiert sahen wir nach oben. Erkennen konnten wir niemanden nur ein schwarzer Schatten, der sich über den Brunnen beugte.
„Hah! Ich hab doch die Wahrheit gesagt!“
„Was meinst du damit Inu Yasha?“
Ein weiterer Schatten beugte sich über den Brunnen. Einen kurzen Moment, herrschte eine Totenstille.
Nervös schaute Chiyo zu mir. Ja, nicht nur sie war angespannt…ich auch.
„Chiyo-chan? Shio-chan?“, fragte eine vollkommen verwirrte Kagome.
„Kagome-chan, hilf uns!“, rief ich zu ihr flehend.
„Wie kommt ihr…ach wir holen euch erstmal raus! Los, Inu Yasha, hol sie da raus!“
„Was? Warum immer ich?“
„INU YASHA!“
„Schon gut. Keh…“
Plötzlich sprang jetzt auch der Schatten in den Brunnen. Leicht erschrocken wichen wir beide einige Schritte zurück.
Jetzt konnten wir den Unbekannten endlich erkennen. Ungläubig sah ich ihn an.
Er hatte einen roten Kimono an, goldgelbe Augen und silberweißes Haar. Aber am seltsamsten waren diese kleinen Hundeohren, die aus seinem Haar hinaus schauten. Schlecht sah er ja nicht aus, das musste ich zugeben, aber mit seinem Benehmen war es nicht soweit her.
Grob faste er mich am Arm an und sprang plötzlich mit mir hoch. Nur noch einen entsetzten Blick von Chiyo konnte ich sehen, bevor ich schon auf einer großen weiten Wiese stand.
Die Sonne schien so hell dass ich meine Augen zukneifen musste. Aber alles roch so…wunderbar. Die Vögel sangen wahrlich um die Wette. Genüsslich ließ ich mir die Sonne auf meine kalte Haut scheinen. Es war wirklich sehr angenehm.
Dann plötzlich bemerkte ich, dass der Junge jetzt auch Chiyo aus den Brunnen geholt hatte.
Sie sah mich etwas ratlos an.
Als ich nach vorne sah, wusste ich auch warum.
Eine seltsame Gruppe starrte uns verwundert an.