Fanfic: Heiraten für Fortgeschrittene

Untertitel: Ihre Familie - Mein Alptraum

Kapitel: ...und die Antwort der Familie

Kapitel 2:…und die Antwort der Familie.

Hier kommt das zweite! Was bleibt da noch zu sagen? Ich weiß!
Viel Spaß beim Lesen! ^^
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Yoko

„Willst du dir das denn nicht doch noch mal überlegen? Ich meine, es kann ja sein, dass dieser Karl ein netter junger Mann ist, aber gegen Kiro kommt er bestimmt nicht an. Du musst zugeben, dass er wirklich gut aussieht und dann noch sein Anwesen…mmh…einfach ein Traum.“
Mir klappt der Mund auf und ich starre zur Tür. Entweder meine Mutter ist heute in Höchstform und will mich unbedingt fertig machen oder hier ist etwas faul. Und zwar gewaltig. Ich meine, will ich mir denn wirklich von meiner Mutter die Vor- und Nachteile meines Verlobten erklären lassen? Antwort: Nein, will ich nicht! (Erstens: Es würde Stunden dauern. Zweitens: Mir würde dazu nur ein Wort einfallen. Genau. Kalt!) Eltern können manchmal so schwierig sein. Meine Eltern jedoch, sind da schon was Besonderes. Ohh, ja. Jetzt weiß ich auch, warum ich hier unbedingt weg wollte. Ist ja nicht zum Aushalten. Ihr glaubt das nicht? Gut, hier ein paar „Geschichten meines tollen Lebens!“

Ich war etwa 14 Jahre alt. Meine Freunde und ich gingen in die Disco, da wir etwas zu feiern hatten: Jeder von uns hatte seine Prüfungen bestanden. (Über mich wollen wir ja nicht sprechen, es fehlten nur noch ein paar Punkte und ich wär durchgefallen. Aber wie schon gesagt. Ich halte meinen Mund!) Als dann einige nach Hause mussten, andere betrunken ins Krankenhaus, blieben irgendwann nur noch mein Freund und ich. Ich sag euch, draußen hat`s gegossen wie aus Eimern. Da ich keine Lust hatte bei dem Regen nach Hause zu fahren, durfte ich bei meinem Freund übernachten und ja, ich weiß was ihr jetzt denkt. Aber nein, ich war ganz anständig. Wirklich. Jedenfalls bis die Polizei das Haus umstellte und dabei war meinen Kumpel festzunehmen. Was meine Eltern damit zu tun haben?
Eigentlich nichts, nur das SIE die Polizei riefen, weil sie 2 Stunden nichts von mir hörten. Das Ganze kostete mich danach auch noch 3 Monate Stubenarrest, wo ich mir dann überlegen konnte was ich falsch gemacht hatte. Ergebnis: null.

Ihr wollt noch mehr? Könnt ihr haben!
Die nächste Gelegenheit meine Eltern zu verfluchen, kam einen Monat später. Ich saß grade im Unterricht in Französisch. Plötzlich ging die Tür auf und wer kam rein? Mein werter Herr Vater. Wer sonst könnte sich die Ehre geben. Er schritt auf mich zu und erzählte mir, vor meiner gesamten Klasse, wohl bemerkt, vom Tod meiner Oma.
Ich mag meine Oma sehr. Sie ist zwar etwas merkwürdig, dafür versteht sie einen am Besten.
Ich war total geschockt und stieg schnell mit meinem Vater ins Auto.
Während der Fahrt erzählte er mir dann ganz locker, als sei nichts gewesen und als würden wir gerade auf dem Weg zu einem wunderschönen Ort, an einem wunderschönen Tag und…wie sagt man noch…ach ja…mit wunderschön freundlichen Menschen:
„Deiner Oma fehlt nichts. Sie ist quicklebendig wie immer. Aber da ist etwas anderes, was du wissen musst…“
Und so erzählte er mir von meinem Lehrer, der angeblich zu tief ins Glass geschaut hatte und Dad`s Meinung nach, nicht würdig war zu unterrichten. Er könnte uns ja etwas tun!
Dieses „UNS“ war eher wie ein „DIR“ gemeint. Meinem Vater ging es nie um andere. Immer war ich im wichtiger. Es ist schön, Mittelpunkt der Familie zu sein. Aber das ist einfach unfair!

Und heute? Ihr werdet nie raten, was sie wieder angestellt haben. Ich klopfe an die Tür, ahne nichts Böses, und schon macht meine Mutter auf….und erzählt mir von meinem neuen „Verlobten“. Nein, es ist nicht Seto, sondern ein gewisser Kiro. Ich kenne ihn von der Schule her und habe nur drei Worte für ihn: hochnäsig, arrogant, stolz. Als ich meinen Abschluss machte, war ich drei Wochen mit ihm zusammen. Ich weiß auch noch genau, was ich bei unserer Trennung gesagt habe: „Du kleiner Perversling! Dich sehe ich nie wieder!“

Dieses Versprechen wurde jedoch von meinen Eltern zu Nichte gemacht, da Kiro so nett war, gleich an meiner Ankunft vorbeizuschauen(Ohh, wie ich mich freue…) Und so stehe ich jetzt in der Küche, mache das Essen für diesen bescheuerten Angeber und werde auch noch von meiner Mutter ausgefragt. Toll. Es hätte so schön sein können, ohne Kiro. Und Seto? Ähh…ich meine natürlich Karl, lässt mich schnöde im Stich. Oh Gott, wenn der herausfindet, dass ich ihn Karl genannt hab, dreht er durch. Aber ich hatte einen guten Grund! Ich wollte meinen Eltern ja nicht gleich sagen, dass er Besitzer einer Firma ist. Immerhin hasst mein Vater Geschäftsmänner, müsst ihr wissen. Dad würde nie zulassen, das mich so einer heiratet, schon gar nicht wenn dieser keinen Wein verträgt. Seto sagt immer, der Alkohol schlägt ihm zu sehr auf den Magen. Wer´s glaubt…
Ich schüttele den Kopf und gucke zu meiner Mutter, die mich immer noch mustert.
„Was hast du mir erzählt? Er arbeitet bei einer Zeitung?“
Oh je, ich und meine große Klappe. Hoffentlich wird Seto mitspielen, sonst sehe ich rot.

Seto

Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort und bei einem gewissen „Karl“:

Die blonden Haare durch einen perfekt sitzenden Hut bedeckt, klapperte „Karl“ mit einem rostigen Auto gerade durch die Autobahn. Ihm war so heiß, er hätte sich ausziehen können. (Autorin: Da wär ich dafür!) Nicht ungewöhnlich bei so einer Schrottkarre, dachte er und verfluchte sich selbst. Wie konnte er nur auf so eine dämliche Idee kommen und sich als ein Anderer ausgeben? Das war doch wohl die Höhe. Er, Seto Kaiba, fuhr gerade die Autobahn entlang mit einem roten, rostigen, stinkigen Pkw. Was für eine Schande! Und dann noch diese Landkarte! Wo dieses blöde Kaff wohl lag? Yoko hatte es ihm gerade so beschrieben, dass er sich schon 6 Mal verfahren hatte. Die Hoffnung, die Karte könnte ihm zeigen, wo es lag, wurde je zerstört, als der Wind sie ihm aus der Hand schlug.
Mit der anderen konnte er wenigstens noch den Zusammenprall mit einem Laster verhindern. Stark abbremsend, riss er das Lenkrad um und wischte sich Schweißperlen von der Stirn.

>>Pink<<

„So eine verdammte Scheiße!“, brüllte er, als ihm das kleine ovalförmige Ding auf den Boden fiel.
Er trat auf das Gaspedal und schon war es um die Kontaktlinse geschehen. Dieser Tag konnte nicht schlimmer werden.
Plötzlich wurde das Auto langsamer. Die Reifen quietschten und kamen zum Stillstand. Zum Glück hatte er noch ran fahren können. Es qualmte von allen Seiten. Mehrere Gegenstände, darunter auch der Rückspiegel, verabschiedeten sich gerade und fielen krachend zu Boden.
Seto seufzte und stieg aus dem Gefährt, was zur Folge hatte, dass die Tür zu Boden fiel. Er öffnete die Motorhaube und Rauch stieg ihm entgegen. Hustend begutachtete er den Schaden.
„Wenn ich Roland in die Finger kriege!“, sagte er, mehr zu sich selbst, als zu dem Auto. Für dieses war alle Hilfe zu spät gekommen. Der Schrotthaufen würde nie wieder fahren. Was konnte er nur tun? Er musste irgendwie in dieses Kaff kommen, aber wie?

Yoko

Ok, ich bin verloren! Auf einer einsamen Insel gelandet, ohne Wiederkehr. Wie öde. Obwohl man das hier kaum sagen kann. Das „Gespräch“ mit meiner Mutter ist vorbei und mein, ach so toller, Verlobter lässt sich immer noch nicht blicken.
Was ich gerade mache? Och, nichts besonderes, außer das ich neben diesem Schnösel von Verlobten sitze, der nicht mal mit mir verlobt ist. Jedenfalls nicht willentlich. Ich frage mich grad, ob ich da was nicht mitgekriegt habe. ARGH! Ich hasse diesen Kerl noch mehr als Setos Schrotttipperrei-Maschine. Womit hab ich das nur verdient?
„So, ich lass euch Turteltauben dann mal allein.“, mit diesen Worten lässt mein Vater mich auch noch im Stich. Willkommen im Land der Ich-bin-ein-Millionen-schwerer-Idiot-und-erbe-von-meinem-Pappi. Ich bin verloren!!!
„Und Süße? Lange nicht mehr gesehen, was?“, Kiro leckt gerade zu an seinem Weinglas. Wie eklig! Nein, so einen werde ich NIE heiraten. Er rutscht näher an mich heran und legt seine Hand auf meine Schulter. Was genug ist, ist genug. Ich schaue in mit einem Blick an, der sagen soll, einen Zentimeter weiter und du bist tot! Aber wie Kiro nun mal ist, kümmert ihn dass einen Scheiß-Dreck, außerdem wagt er es sogar noch tiefer mit seiner Hand zu fahren. Ich glaub ich spinn! Der ist ja noch schlimmer als Seto. Jetzt werdet ihr Zeuge meines bewerten Mann-in-die-Fresse-Schlags. Ich hole aus und….
„Yoko, Yoko, Yoko!“
Zwei kleine Punkte rasen auf mich zu und bevor ich es irgendwie verhindern kann, springen die Beiden aufs Sofa und nebenbei gegen meinen athletischen Körper.
„Aua!“, schreie ich auf, was die Beiden nicht davon abhält mich mit ihren Armen zu umschlingen.
„Taki und Toku, los runter mit euch! Ihr tut mir weh.“
Oh, nein. Oh, nein. Diesen Blick kenne ich und er verheißt nichts Gutes. Die Beiden haben so unschuldige Kinderaugen, da könnte nicht mal Seto seinen Eisblick aufsetzten. Und die große Schwester erst recht nicht.
„Aber wir haben dich doch soooo vermisst.“
Ja, ja, wer´s glaubt wird selig. Die Beiden hatten ganz ANDERE Dinge zu tun, wobei ich nicht wissen will, wie mein schönes Fahrrad jetzt aussieht.
Trotzdem muss ich zugeben, dass ich meine Brüder auch vermisst hab. Das hört sich jetzt zwar bescheuert an, aber mir haben sogar ihre dummen Streiche gefehlt. Außerdem haben sie mich vor Kiro gerettet, eher gesagt: Sie haben Kiro vor MIR gerettet.
„Wann kommt den Onkel Karl?“, fragen die Beiden und grinsen sich an, was in jedem Fall den Weltuntergang bedeutet. Ich gucke skeptisch und gebe Taki eine Kopfnuss.
„Wagt es ja nicht, meinen Verlobten etwas anzutun, sonst setzt es was! Und ihr wollt doch nicht, das Schwesterchen eure Zimmer begutachtet, oder?“
Jetzt glotzen die aber entsetzt. Ich kann mir schon vorstellen, an was sie sich jetzt erinnern. Mit mir ist nun