Fanfic: Heiraten für Fortgeschrittene
Zeit in seinem Zimmer hockt, weil er Liebeskummer hat.“
Der Kleine rümpfte die Nase und hielt noch fester an Yoko. Hätte Seto das geahnt, wäre er erst gar nicht gekommen. Wie konnte man seinen kleinen Bruder, dazu bewegen los zu lassen, wenn dieser doch mit allem Recht hatte? Im Moment wünschte er sich wirklich nichts sehnlicheres, als in seinem Zimmer Trübsal zu blasen. Er seufzte schwer und sah dann zu Mokuba, auf dessen Gesicht sich nun ein Grinsen bildete.
Yoko
Ich bin völlig baff! So baff, das ich gar nicht merke, wie Mokuba meinen Arm immer fester an sich zieht und ich eigentlich vor Schmerzen aufschreien müsste. Aber seltsamerweise bleibe ich ganz ruhig und blicke verblüfft zu Moki. Dieser zwinkert mir zu.
Ich hab gewusst, dass er das nicht versteht. Wenn ich schon mein Leben zerstören muss, dann will ich wenigstens, dass Seto glücklich ist. Auch wenn ich ihm im Weg stehe.
So, jetzt ist es wohl soweit. Ich wende mich zu Moki. Oh, man, wie der mich ansieht. So süß. Trotzdem. Es muss sein.
„Moki, ich glaube, was dein Bruder dir damit sagen wollte, war dass…es mit uns vorbei ist. Weißt du, manchmal glauben Leute sie könnten ein Leben miteinander verbringen…und…“
Moki lächelt. Moment mal. Warum lächelt er? Wahrscheinlich weil er es immer noch nicht verstanden hat. -_-
„Das nennt man dann Liebe!“, unterstützt er mich und zwinkert mir wieder zu. Beurk. Ich kann das einfach nicht!
„Ja, manchmal merken sie dann, dass sie doch nicht zueinander passen und in solchen Situationen ist es nun mal besser, wenn sie sich trennen. Damit sie wieder richtig leben können.“
Das hat gesessen. Moki guckt, als hätte man ihm grad vom Tod seines Meerschweinchens Harry erzählt. Ach, wenn du nur wüsstest wie Leid es mir tut.
„Heißt das ihr…?“, fragt er und guckt wieder zu seinem Bruder. Setos Miene ist unergründlich. Ich habe keine Ahnung, was in ihm vorgeht. Mein Arm schmerzt nicht mehr. Das heißt Moki hat losgelassen. Nun ist es also vorbei. Tja, alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Aber Moki ist noch nicht am Ende und seine Stimme wird immer lauter.
„Du!“, spricht er seinen Bruder an, wobei Tränen über sein Gesicht rollen. „Du hast mir mal gesagt, man soll für das kämpfen, was einem lieb ist. Wann hast du eigentlich gekämpft?“
Nun ist der Kleine aufgestanden. Seine Hände zerren an dem, nach Fisch stinkenden, Pullover seines Bruders. Dieser bleibt immer noch stumm.
„Du hast gesagt, man soll nicht aufgeben. Warum gibst du dann auf? Wie kannst du es diesem Kiro durchgehen lassen, dass er dein Leben zerstört? Die Firma hättest du schon längst zurück!“
Derweil bin ich aus der Tür gegangen. Die Worte Mokis schallen mir noch immer in den Ohren und dicke, Krokodilstränen kullern aus meinen Augen. Am Besten ich geh einfach von hier weg. Dann kann ich wenigstens keinem mehr wehtun. Ich glaub so mach ich das! Ja, ich fang ein ganz neues Leben an. Unter anderem Namen und in einem anderen Land. Wer weiß? Vielleicht werde ich ja doch noch glücklich?
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Das war´s mal wieder. Freue mich, wie immer über Kommis!
lg, Ashley