Fanfic: Sag mir, warum du mich leiden sehen willst

Untertitel: Christin+Kaiba

Kapitel: Intrigen und schicksalhafte Entscheidungen...

Kapitel 1: Intrigen und schicksalhafte Entscheidungen

Hallo! Ich bin mit einem neuen Kap da und möchte auch gleich folgenden Leuten freundlich danken:
1. Ketchi (Sie hat mich auf die Idee mit dem Krankenhaus gebracht ^^ und hat den größten Lob verdient!)
2. Meinen Kommischreibern! ^__^ und die, die diese FF sonst noch lesen.
3. Meine Charas, die in diesem Kapi zu leiden haben! >_<

Sooo, diesen Personen ist dieses Kapi gewidmet und ich denke, es gibt nur noch eins zu sagen: Viel Spaß! ^_____^
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„Seto? Bitte wach auf!“
Wieder schien ihm ein helles Licht in die Augen. Er blinzelte und nahm schützend seine Hand davor.
„Bruderherz! Endlich bist du wieder wach. Dachte schon, du würdest nie aufwachen.“
„Mokuba? Bist du das?“
Sein Gegenüber begann zu grinsen.
„So was…nun erkennst du schon deinen eigenen Bruder nicht mehr!“
„Lass deine Scherze, wo bin ich…?“
Er schrie auf und fasste sich schmerzvoll ans Knie. Dicht umwickelt mit Verbandszeug konnte er nichts fühlen.
„Was ist passiert?“, krächzte er und sah dann zu seinem Bruder. Dessen sorgenvolle Miene blickte ihm entgegen, während seine grauen Haare im leichten Wind wehten.
„Du hattest einen Unfall. Soviel ich weiß, ist ein Laster auf dich zu gefahren und du konntest nicht mehr ausweichen. Trotzdem hattest du unheimliches Glück.“
„Was heißt hier Glück? Wann werde ich entlassen?“
Mokuba blickte zu Boden. Er wollte auf diese Frage nicht antworten, dass merkte Seto, dennoch fragte er erneut.
„Wann kann ich hier raus?“
„Nun, Seto…Ein paar Wochen wird es wohl noch dauern. Jedoch hat der Arzt gesagt, man könnte dich auch zu Hause weiter behandeln.“
„Also kann ich zwar nach Hause, muss mich aber noch schonen, richtig?“
Sein Bruder nickte. Seto seufzte und lehnte sich wieder gegen die Kissen.
„Gut. Dann müssen wir nur noch klären, wann man mir das Verbandszeug abnimmt. Damit kann ich ja nicht mal richtig laufen.“
Mokuba machte ein trauriges Gesicht. Er musste es seinem Bruder sagen. Auch wenn das bedeuten würde, ihn noch mehr leiden zu sehen.
„Die Ärzte werden zwar das Verbandszeug abnehmen können, jedoch stehen die Chancen ziemlich schlecht, dass du jemals wieder laufen wirst. Dein Hüftknochen ist gebrochen und wird so schnell auch nicht mehr funktionstüchtig sein, außer es passiert ein Wunder.“
Er schaute seinem Bruder in die leeren Augen. Es schien so, als sei der CEO der Kaiba Corp. irgendwo anders. Eine unheimliche Stille brach an und Mokuba fragte sich, ob sein Bruder jemals wieder der Alte sein würde. So aufgelöst hatte er ihn noch nie gesehen.
„Hau ab!“, sprach Seto in einem festen Ton und Mokuba ging auf die Tür zu. Davor wendete er sich noch mal seinem Bruder zu.
„Du sollst wissen, dass sich dadurch nichts ändern wird, Seto.“
Mit diesen Worten verließ er den kleinen Raum und ließ einen nachdenklichen Seto Kaiba zurück.

Unterdessen, keine 10 Kilometer entfernt, wartete eine gut aussehende, junge Frau vor der Tür ihres Stiefvaters, der sie zu sich gerufen hatte. Keine Zeit blieb ihr den Grund zu erforschen, da sich die Tür bereits öffnete.
Tenshi stand, wie immer, an der großen Glasfront und blickte verträumt nach draußen. Anders kannte Christin ihn nicht. Es musste etwas von hoher Bedeutung sein, wenn er sie in sein Zimmer bat.
„Du weißt, warum ich dich herkommen ließ?“
„Ist es wegen den Entlassungen?“, sprach Christin etwas genervt und verdrehte die Augen. Ihr Stiefvater lachte gehässig auf und drehte sich dann zu ihr um.
„Aber Christin? Wie kommst du denn darauf, Kind? Ich habe gestern mit deinem Bruder gesprochen und ihm klar gemacht, dass du genau das richtige Prinzip anwendest, um eine Firma zu leiten. Genau deshalb sitzt du ja hier.“
Bei den Worten Tenshis war Christin zutiefst misstrauisch geworden. Irgendwas hatte der Alte doch vor. Aber sie würde schon herauskriegen, um was es sich dabei handele. Immer hin war Tenshi viel zu gerissen, als das man mit ihm Probleme haben wollte. Man musste sich in Acht nehmen, um nicht in die Klauen des Wolfes im Schafspelz zu gelangen.
„Gut, Tenshi, was willst du mir sagen? Wie du sicher weißt, ist Zeit Geld und dieses geht dir ja leider aus.“
Bei den letzten Worten wurde Tenshis Miene immer unfreundlicher. Er ließ sich von seiner Stieftochter nicht hinters Licht führen, außerdem würde er dafür sorgen, dass sie ihm nie wieder in die Quere kam. Hass stieg in ihm auf, genau wie an dem Tag, an dem sie sich kennen gelernt hatten. Dieser Tag war der Schlimmste in Tenshis Leben gewesen und was auch immer er tat, er würde ihn nicht vergessen können.
Er bewegte sich auf seinen Schreibtisch zu, sodass er Christin gegenüber saß. Die Augen seiner Stieftochter strahlten nichts als Kälte aus und ließen nicht mal das kleinste Gefühl zu. Einfach perfekt für seinen Plan.
„Nun, Christin. Da du deine Arbeit in den letzten Jahren besser bewältigt hast, als jeder andere und du dadurch meine Erwartungen übertroffen hast, möchte ich dir einen Auftrag geben.“
Die junge Frau lachte kalt auf.
„Du? DU willst MIR einen Auftrag geben? Das ich nicht lache, Tenshi. Du hast hier nichts mehr zu sagen. Gib´s doch zu. Du bist nur noch eine kleine Leuchte, weiter nichts. Und diese wird auch bald erloschen sein. Mein Bruder und ich leiten jetzt diese Firma und du kannst dir sicher sein, dass das nicht lange so bleiben wird.“
Christin setzte ein überlegenes Lächeln auf und blickte gefühlslos auf Tenshi herab. Dieser brachte kein Wort mehr heraus. Wie konnte sie es nur wagen? Dieses kleine Biest. Nachdem er ihr die Hälfte seiner Firma vermacht hatte und sie unter seinem Dach gehaust hatte, erlaubte sie sich so eine Frechheit. Dennoch. Nun galt es ruhig zu bleiben. Wenn er wollte, dass sein Plan aufging, musste Christin seinen Vorschlag annehmen. Ihr Machthunger würde ihr zum Verhängnis werden.
„Ich mache dir einen Vorschlag und du tätest gut daran, ihn auch anzunehmen. Wie du sicher weißt, ist die Kaiba Corp. eine der führenden Spiel-Firmen und stellt daher ein Konkurrent für uns dar. Ich möchte, dass du ein Geschäft mit Seto Kaiba eingehst. So kann er uns nicht mehr in die Quere kommen. Also, was sagst du?“
Seine Stieftochter schlug die Beine übereinander.
„Und warum sollte ich dein Angebot annehmen?“
Tenshi lächelte und ging wieder zum Fenster. Christin traute ihrem eigenen Stiefvater nicht. Vielleicht hatte er ihr doch zuviel beigebracht?
„Es ist dir natürlich freigestellt, ob du deine Spielchen mit ihm spielst oder nicht. Außerdem hat Seto Kaiba schon viele Schicksalsschläge hinter sich. Zwar ist er immer der Unnahbare geblieben, doch für ein junges Genie, wie du es bist, wäre es ein Leichtes ihn auszunutzen. Aber, wenn du nicht willst…“
Der Alter räusperte sich und ging zur Tür. Innerlich flehte er jedoch, Christin würde annehmen und somit ihr Schicksal besiegeln.
„Tenshi, ich glaube ich werde Herrn Kaiba einen kleinen Besuch abstatten.“, sagte eine kalte Frauenstimme und lächelte ihren Stiefvater an.
„Dann sind wir im Geschäft?“
„Wenn ich das bekomme, was ich will, sind wir das wohl.“
Die Tür ging auf und die junge Frau marschierte elegant in ihr Zimmer. Sie hatte heute noch was vor. Zigfried wartete bestimmt schon. Der Blick auf die Uhr verriet ihr, dass sie noch zehn Minuten Zeit hatte und sich deshalb beeilen musste. Schnell zog sie ihre enge weiße Hose und ihr weißes Top an. An der Garage angekommen, musste sie dem Chauffeur nur noch sagen, wo sie hin wollte.
„Zum Café Herman.“

In einem Café in der Innenstadt saß derweil ein rosehaariger Mann. Sein rosafarbener Anzug und sein weißes Hemd waren perfekt aufeinander abgestimmt und betonten sein Aussehen. (A: Na ja.) Aus Langeweile hatte er sich die heutige Tageszeitung genommen und las nun eifrig den Artikel mit der Überschrift: „Seto Kaiba kann nicht mehr laufen?“ Ein Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. Als die Bedienung vorbei kam, bestellte er sich sogleich zwei Gläser prikelnden Sekt. Das musste gefeiert werden. Immer hin kam es nicht sehr oft vor, dass sein Konkurrent sich so etwas leistete.
„Ja, ja, Kaiba. Wohl zu hart gearbeitet, was?“
Er ließ sich den Sekt auf der Zunge zergehen und nahm wieder die Zeitung. Neben dem Artikel war ein großes Bild von einem brünetten Mann zu sehen. Er saß im Rollstuhl und konnte die Leere seiner Augen nicht verdrängen. Die Reporter um ihn herum überfielen ihn grade zu mit Fragen, doch der Braunhaarige antwortete nicht, sondern blickte nur stur grade aus.
„Guten Morgen, mein Schatz.“, drang es nun an Zigfrieds Ohr und er stand auf, um seine Freundin zu begrüßen. Die Beiden küssten sich (A: Ich glaubs nicht! °_°) bis sie sich auf die unbequemen Stühle zurück begaben.
Zigfried grinste immer noch.
„Hast du etwas falsches gegessen oder sehe ich heute so gut aus, dass du deine Augen nicht von mir lassen kannst?“, kommentierte Christin die gute Laune ihres Freundes. Dieser warf ihr die Zeitung entgegen.
„Kennst du diesen Mann auf dem Foto?“, fragte er sie und starrte auf die Zeitung.
Die junge Frau las den Artikel in zwei Minuten durch. Das konnte nicht war sein! Mit geweiteten Augen blickte sie auf das riesige Foto und dann zu Zigfried, der eine Antwort erwartete.
„Nun?“
Christin fasste sich wieder und antwortete:
„Nein, ich habe ihn noch nie gesehen.“
Für einen Moment hatte sie wirklich mit sich gerungen, ob sie ihm nicht von dem Geschäft erzählen sollte. Doch hatte das noch Zeit. Außerdem traute Christin niemandem mehr, selbst ihrem Freund nicht. Sie konnte sich nie sicher sein, ob er sie nun liebte oder sich gerade wieder mit einer seiner Bettspielzeuge traf.
„Das ist Seto Kaiba. Kennst du ihn wirklich nicht?“, fragte