Fanfic: Sag mir, warum du mich leiden sehen willst

konnte sich gerade noch so halten um nicht noch eine Vase kaputt zu machen. Auch die Schwarzhaarige rieb sich den Kopf. Um sie herum lagen verschiedene Dokumente. Wahrscheinlich war sie auf dem gleichen Weg wie Christin. Schnell versuchte sie die Unterlagen wieder aufzusammeln.
„Können sie nicht aufpassen?“, fragte die Ältere und half der Frau.
„Es tut mir sehr Leid.“, sagte diese schüchtern und fasste sich wiederum an den Kopf.
„Warum muss mir das immer passieren? Herr Kaiba wird ausrasten, wenn er das sieht.“
Christin legte die Blätter auf einen Stapel und blickte dann in das Gesicht der Angestellten.
„Wie lautet ihr Name?“
Überrascht und unsicher sagte die Jüngere: „Naomi McCan. Ich bin die Sekretärin von Herrn Kaiba.“
„Christin Satorishi. Ich will ein Geschäft mit ihm eingehen.“
Die Schwarzhaarige holte tief Luft und hielt vor Erstaunen die Hand vor den Mund.
„Das heißt also, sie sind diese wichtige Partnerin von der uns erzählt wurde? Oh nein, das tut mir alles so schrecklich leid! Bitte sagen sie es nicht Herr Kaiba! Er würde mich sofort entlassen.“
Christin setzte ein Lächeln auf und versuchte eine freundliche Stimme zu wählen.
„Keine Angst, ich werde es ihm nicht erzählen, wenn sie mir nun den Weg in durch diesen Irrgarten zeigen könnten.“
Naomi strahlte und nickte eifrig.
„Sehr gern. Ich danke ihnen.“
So ging sie vor und zeigte den Weg durch ein Labyrinth aus Gängen. Ab und zu gingen sie an anderen Angestellten vorbei, die sie jedoch nicht grüßten, was Christin äußerst komisch fand. Immer hin war Naomi hier tätig und verbrachte sehr viel Zeit an ihrer Arbeitsstelle.
„Da wären wir.“, grinste sie und hielt die Tür auf, damit Christin eintreten konnte.
„Dankeschön.“, sagte diese und betrat das geräumige Büro.
Ein großer Schreibtisch schien als Zentrum zu dienen. Neben den vielen Pflanzen, stand auch ein etwas kleinerer Tisch abseits gelegen für Naomi bereit. Erst jetzt bemerkte Christin, dass dieser Raum menschenleer war. Überrascht wendete sie sich an Naomi.
„Wo ist er denn?“
„Herr Kaiba hat immer sehr wichtige Meetings, weshalb er manchmal etwas zu spät kommt.“
Plötzlich ging die Tür auf und ein missgelaunter, grauhaariger Mann trat ein. Seine grauen Strähnen klebten ihm ins Gesicht, wobei seine Augenringe nicht zu übersehen waren.
„Naomi! Habe ich ihnen nicht gesagt, sie sollen einmal, nur einmal Kaffee kochen, wenn ich zurückkomme?“
„Aber Herr Kaiba…ich hatte ihn fertig, doch sie kamen nicht und da hab ich ihn…“
Der junge Mann schritt in seinem Büro auf und ab. Das jemand Fremdes ihn musterte, schien ihm nicht aufgefallen zu sein. Christin verschränkte die Arme vor der Brust und zog eine Augenbraue hoch.
„Es ist mir egal, was sie machen! Hauptsache, sie machen es gut. Ihretwegen ist uns ein wichtiger Auftrag durch die Lappen gegangen und sie sind zu inkompetent um Kaffee zu kochen? Ich glaube, sie wollen diese Corporation sehr schnell wieder verlassen.“
Immer mehr Tränen rannten über Naomis Gesicht. Dieses Mädchen war wirklich am Ende ihrer Kräfte.
„Bitte tun sie das nicht, Herr Kaiba. Ich meine, was soll ich denn dann machen?“
„Wie schon gesagt, es ist mir scheiß egal, was sie machen, Hauptsache sie verschwinden aus meinen Augen!“
Nun wurde es selbst Christin zu bunt. Was bildete sich dieser Kaiba eigentlich ein?
„Hören sie endlich auf das arme Mädchen fertig zu machen. Ich glaube, jeder hier hat bereits verstanden, das sie schlechte Laune haben, aber das an ihren Angestellten auszulassen ist ein unmögliches Benehmen.“
Erst jetzt nahm der junge Geschäftsmann die Orangehaarige war. Überrascht blickte er in ihre gelben Augen, die gefährlich blitzten.
„Wer sind sie?“
„Christin Satorishi und ich glaube, ich bin hier falsch. Eigentlich wollte ich mit Herrn Kaiba sprechen und nicht mit seinem pubertierenden Bruder.“
Naomi gab ein kleines Angstgeräusch von sich. Diese Frau hatte wirklich Mut.
„Dann folgen sie mir.“, sagte Mokuba und verschwand aus seinem Büro.
Christin zwinkerte Naomi noch mal zu, bis sie den Türrahmen erreicht hatte. Dort angekommen, folgte sie dem Jüngeren zu einer großen Holztür mit den Lettern „Seto Kaiba“
Die Beiden traten ein und sogleich hörte man das rumdrehen eines Rollstuhls. Seto Kaiba blickte die Neuankömmlinge kalt und gefühllos an. Die Hände auf dem Tisch gefaltet, musterte er die junge Frau vor ihm und musste zugeben, dass sie äußerst attraktiv aussah. Ihre langen, schlanken Beine, dazu ihr zierlicher Körper. Vielleicht war sie genau die Richtige, um ihn auf andere Gedanken zu bringen.
„Sie müssen Frau Satorishi sein. Ich habe schon viel von ihnen gehört.“
„Und sie müssen Seto Kaiba sein und wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht viel Gutes über sie gehört.“
Leise verließ Mokuba den Raum. Die beiden Konkurrenten störte das keines Wegs.
„Nun, sie kennen das wahrscheinlich auch. Leute reden und wenn man Glück hat, steht es nächsten Tag nicht in der Zeitung.“
Er trank ein paar Schluck von seinem Kaffee und stellte ihn dann wieder auf den Tisch. Danach hob er die Hand und forderte Christin auf, sich zu setzen.
„Zu unserem Geschäft. Was schlagen sie mir vor?“
Christin nahm ihre große Mappe aus ihrer Tasche und hielt Kaiba ein Dokument hin. Dieser beäugte es interessiert und sagte dann:
„Eine Tochtergesellschaft?“
„Nein, eine Zusammenarbeit. Eine Zusammenarbeit ihrer Firma und meiner. So könnten wir unsere Produkte besser an den Mann bringen und würden auch mehr Umsätze machen.“
„Und wer leitet diese Firma?“
Christin lachte auf.
„Wer wohl? Sie und ich. Die Zentrale wäre ein anderes Firmengebäude. Darum habe ich mich schon gekümmert. Also, was sagen sie?“
Kaiba überlegte eine Minute und lies sich die gewinnbringenden Chancen noch einmal durch den Kopf gehen. Für diesen Vertrag sprachen nicht nur geschäftliche Erfolge. Er grinste und nahm sich einen Stift zur Hand. Mit einer schnellen Bewegung war der Vertrag unterschrieben.
Auch Christin hatte Grund zu lächeln. Kaiba würde sich noch wundern, er hatte gerade seinen Untergang besiegelt…
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Solangsam kommt die Geschichte in die heiße Fase. Bis in 6 Wochen...

lg, Ashley