Fanfic: Sag mir, warum du mich leiden sehen willst

Untertitel: Christin+Kaiba

Kapitel: Gespräch unter Brüdern

Kapitel 3: Gespräch unter Brüdern
Oder „Die Waffen einer Frau“

So Leute,
Tja, ich bin wieder zurück und es wird auch normal weiter gehen, dem nach jeden Monat ein Kap. Nochmals „Sorry“ für die lange Wartezeit.
Jetzt aber: Viel Spaß mit dem Kap. und danke für die Kommis beim letzten Mal, sowie ein riesen Dankeschön an meine Beta-leserin!
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Schnelle Schritte waren über den Flur hinweg zu hören. Ihr Auslöser hatte ein bestimmtes Ziel vor Augen. Eine große Holztür, auf dessen Front schmuckvoll der Name „Seto Kaiba“ befestigt war. Unentschlossen blieb die grauhaarige Gestalt vor der Tür stehen, als wolle sie ihren Entschluss noch einmal überdenken. Resigniert seufzend klopfte sie vorsichtig an dem braunen Holz.
„Herein!“, drang eine kühle Stimme dem Neuankömmling, der diesen Befehl sogleich befolgte. Leise schloss er die Tür hinter sich und wischte eine graue Strähne aus seinem Gesicht.
„Mokuba? Ist irgendetwas passiert oder was verschafft mir die Ehre deines Besuchs?“, fragte Seto interessiert und verwies seinen Bruder sich zu setzten. Dessen Miene verfinsterte sich zunehmend.
„Seto, ich muss mit dir reden!“
„Das sehe ich, über was willst du reden? Du weißt, dass ich sehr wenig Zeit habe.“
Mokuba nickte, dennoch sprach er weiter.
„Diese Frau, die letztens bei dir war. Sie sah ihr unglaublich ähnlich.“
Seto sah schockiert zu seinem Bruder. Warum kam er jetzt auf dieses Thema zu sprechen? Sie konnte es nicht sein. Er seufzte und bewegte seinen Rollstuhl zu der großes Glasfront.
„Sie ist tot, Mokuba. Ein für alle Mal. Du kennst die Geschichte.“
Setos Stimme wurde ernst, ohne dass er etwas dagegen unternehmen konnte. Eine Zeit lang herrschte Stille, bis Mokuba wieder das Wort ergriff.
„Irgendwas war anders, als du sie gesehen hast. Fast wie bei Ayane oder Chikaja.“
Der Braunhaarige starrte ins Leere, ohne auch nur einmal zu blinzeln. Wie konnte er diesen Namen nur erwähnen? Er wusste genau, warum er verboten war. Für einen kurzen Moment stiegen in Seto vergessen geglaubte Erinnerungen hoch. Er sah seine geliebte Ayane die Straße überqueren. Wie sie zuvor mit einem kleinen, blonden Jungen sprach und versicherte, ihn nach der Schule abzuholen. Für einen kurzen Augenblick schien sie unaufmerksam, bis ihre leuchtenden Augen in den vielen Lichtern versanken und keine Wiederkehr erhofften.
„Seto?“
Eine, ihm wohlbekannte, Stimme riss ihn aus seinem Alptraum und holte ihn zurück in die Wirklichkeit.
„Ist alles in Ordnung, großer Bruder?“, fragte Mokuba und lächelte.
Seto fasste sich an den Kopf und massierte seine Schläfen.
„Ja, es geht mir gut. Nur ein kleiner Blackout. Wo waren wir stehen geblieben?“
„Bei deinem viel sagenden Blicken, die du Christin zugeworfen hast.“, grinste sein Gegenüber, wobei Schlitze Setos Augen markierten.
„Sie wird nicht mehr als eine kleine Affäre sein. Etwas, um mich abzulenken.“, sagte er grinsend und lehnte sich gegen seinen Stuhl.
Mokuba blickte geschockt zu seinem Bruder. Wie konnte man nur so arrogant sein?
„Seto, hör mir zu. Ich weiß, dass das ein Schock für dich war. Erst verlässt dich Ayane und dann Chikaja…“
„Vielleicht war Chikaja ja auch so etwas Ähnliches. Ich hätte nie gedacht, dass du so wenig über mich weißt, Mokuba.“, unterbrach Seto seinen Bruder und blickte für einen Moment auf das kleine Foto an der rechten Ecke seines Schreibtisches.
Mokuba schüttelte den Kopf. Wenn Seto so weiter machen würde, würde seine Seele bald für immer gebrochen sein. Dies sollte niemals passieren.
„Du kannst mir nichts vormachen. Ich bin dein Bruder. Wenn du leidest, tue ich es auch.“
Seto lächelte und neigte den Kopf etwas zur Seite. Trotz der vielen Verluste würde er eins nie verlieren: seinen kleinen Bruder.
„Heißt das, du bist her gekommen, um diese Christin vor mir zu schützen? Oder sehe ich das falsch?“
„Nein. Ich bin hergekommen um dich vor ihr zu schützen.“, antwortete Mokuba und sah durch das Glas auf die hellen Sonnenstrahlen (A: JA! Ihr dachtet wohl, es könnte hier nur regnen, aber nein! Jetzt kommt auch mal die Sonne! ^^) Wiederum wurde ein Rollstuhl bewegt, sodass Seto Mokuba in die Augen sehen konnte. Er faltete seine Hände und seufzte.
„Und warum bist du der Meinung, dass ich Schutz benötige? Immer hin habe ich keine Sekretärin, die zu inkompetent zum Kaffee kochen ist, die ich aber insgeheim liebe.“
Ein Lächeln durchzog sein Gesicht. Der Grauhaarige wurde zunehmend nervös.
„Aber das ist doch Quatsch. Ich meine, ich habe mich nicht…“
Seto begann zu lachen und sagte mit belustigter Stimme:
„Du hast dich also nicht in die Kleine verliebt? Warum schnauzt du sie dann wegen jeder Kleinigkeit an und zwingst sie Überstunden zu machen?“
„Das geht dich gar nichts an.“, feixte Mokuba und blickte böse zu seinem Bruder.
Dieser hatte sich in zwischen wieder beruhigt und goss nun Kaffee in seine Tasse.
„Du wärest ja selbst du feige, sie zu fragen, ob sie mit dir ausgeht!“
Das war eindeutig zu viel. Wütend stand Mokuba auf, nahm die Kaffeekanne und schüttete das heiße Getränk über die schmalen Hände seines Konkurrenten. Dieser schrie auf und griff nach dem nahe liegenden Handtuch.
„Wie kannst du es wagen?“, schrie er den Grauhaarigen an, der keine Miene veränderte.
„Mmmh, hätte ich gewusst, dass du dadurch aufhörst so viel zu arbeiten, hätte ich das schon vor Jahren getan.“
Mokuba grinste und blickte in das rote Gesicht seines Bruders.
„Wenigstens hast du Mut.“, musste der Braunhaarige zu geben und wischte sich mit einer letzten Bewegung die Kaffeereste von seiner Handfläche.
„Tut mir Leid.“, sagte Moki halblaut.
„Wie kommst du darauf, dass sie eine Gefahr für uns darstellen könnte?“, begann Seto und wechselte das Thema.
„Informationen zufolge war sie an vielen niederen Machenschaften beteiligt.“
„Beispiele?“, verlangte der CEO und ließ sein Blick über seinen kleinen Bruder wandern.
„Du hast sicher von den vielen Firmen gehört, die in letzter Zeit mit der Blanc Corporation fusioniert sind. Man munkelt das sei Christin zu verdanken.“
„Und du meinst ICH sollte den Idioten glauben, die solche Gerüchte in die Welt schicken? Ich bitte dich… Ich habe gründliche Nachforschungen angestellt um ALLES über sie herauszufinden. Denkst du wirklich, ich würde ein Geschäft abschließen nur um eine Frau flachzulegen?“
Mokuba schnaubte beleidigt auf. „Aber Seto! Siehst du es denn nicht? Sie nutzt ihre Vorteile um dich zu schwächen und uns somit die Kaiba Corp. abzunehmen.“
„Nur weil sie dich zur Schnecke gemacht hat?“, schrie Seto und ließ seine Stimme bedrohlicher klingen, als alles andere. Sein Bruder wich ein paar Schritte zurück. Nach all den Jahren hatte er ihn nur ein Mal schreien gehört.
Stille gab Beiden Zeit sich ihres Standpunktes klar zu werden, bis der Ältere, der sich nun mit zornerfülltem Gesicht an seinem Rollstuhl festhielt,mit fester Stimme sagte:
„Ich werde unsere Firma in Atlanta besichtigen. Das heißt also, dass ich morgen abreisen werde.“
Mokuba nickte und sparte sich das lange Protestieren. Es würde sowieso nichts ändern. Er kannte seinen Bruder. Hatte er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt, zog er dieses auch durch, egal was es kosten würde.
„Dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als dir eine gute Reise zu wünschen.“, sagte er und stand auf. Sein grauer Mantel wehte hinter ihm, als er die Tür erreichte.
„Du weißt, Seto, das wir Beide das gleiche Anliegen haben. Wir wollen Beide die Kaiba Corp. schützen, das Einzige was uns noch geblieben ist.“

„Warum, Christin? Ich dachte, dass mit uns wäre etwas Besonders!“
Christin verdrehte die Augen und blickte hinab auf den Großgewachsenen Mann. Seine roten Strähnen funkelten im Mondlicht, wobei seine gelbe Krawatte bestens auf die Farbe seiner Augen abgestimmt war.
„Tut mir schrecklich Leid, Candy, aber du kennst das ja…“
Sie versuchte ein trauerndes Gesicht zu machen und küsste den Rothaarigen zärtlich auf die Lippen.
„Geschäft ist Geschäft und da haben Gefühle nichts zu suchen. Danke für deine Zusammenarbeit. Leb wohl, Cherie.“
Als sie an der großen Eichenholztür ankam, nutzte der am Boden liegende seine Chance und packte Christin an einem Hosenbein.
„Diese Firma ist das Einzige, was ich noch habe! Sag mir, warum du mich leiden sehen willst?“
Eine Träne huschte über sein Gesicht und auch Christin begann nachdenklich zu werden.
Ihr Gedächtnis zeigte ihr einen glücklich dreinblickenden Mann und ein kleines Mädchen. Sie hielten einander sehr fest und nach langer Zeit wünschte sich Christin in den Körper des Mädchens. Dann verschwamm das Bild wieder und die Gegenwart schien die Oberhand über ihre Sichtweise zu gewinnen.
„Nimm dich das nächste Mal besser in Acht vor den Waffen einer Frau, denn sie sind die schönsten und gleichzeitig die gefährlichsten der Welt.“

Die junge Frau verließ ihr neues Firmengebäude und ihre Gestalt verschmolz mit den vielen Menschenmassen, die nun die Hauptstraße säumten. Ihre langen orangenen Haare fielen ihr auf den Rücken. Mit der Hand schwenkte sie einen pappfarbenen Ordner hin und her. Bald war sie tief in ihren Gedanken versunken.
Es war ein harter Tag für sie gewesen und es hatte ewig gedauert, diesen Kerl seiner Firma zu berauben. Trotzdem hatte es sich gelohnt. Die Blanc Corporation war nun um vieles größer geworden und erhielt dadurch eine größere Macht über den Markt.
Ein kleines Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. Wenn sie dies auch bei der Kaiba Corp. zu bewerkstelligen vermochte, standen ihr alle Türen offen.
„Sie können sich warm anziehen, Herr Kaiba.“, sagte sie zu sich selbst und stellte sich ihre Geburtsstadt im