Fanfic: Sag mir, warum du mich leiden sehen willst

Sonnenuntergang vor. Atlanta würde ein voller Erfolg werden. Das wusste Christin. Diese Stadt hatte sie noch nie im Stich gelassen und sie würde es dieses Mal auch nicht tun. Sie war das Einzige, auf das sich Christin verließ.
Stumm ging die schlanke Frau weiter und merkte nicht, wie sie angesprochen wurde.
„Na, wenn haben wir denn da?“, grinste ein Mann, dessen Gesicht von einer tiefen Kapuze verdeckt wurde. Trotz dieser Tarnung sah man braune Strähnen unter dem Stoff hervorgucken. Auch die Tatsache, dass er auf Krücken stand, verstärkte die Ahnung, die Christin hatte.
„Herr Kaiba, was treibt sie hierher?“
Der junge Mann zog seine Kapuze ein wenig mehr übers Gesicht.
„Was machen sie um Abstand von der Arbeit zu gewinnen?“
Christin lächelte. (A: Kommt nicht so viele Male vor, dass sie lacht…-_-)
„Diese Auseinandersetzung hast du wohl gewonnen, Seto.“
Das letzte Wort lang ziehend, ging Christin weiter.
„Für sie immer noch Mr. Kaiba!“, sagte der Angesprochene und wischte sich eine Strähne aus dem schattigen Gesicht.
„Ich denke wir sollten ein wenig persönlicher werden, Herr Kaiba. Immerhin sind wir ab morgen Kollegen.“
Ein freches Grinsen schlich sich auf das Gesicht der Orangehaarigen, als sie über ihren Plan nachdachte.
„Und wer sagt dass ich das billigen würde?“, sagte eine arrogante Stimme. Seto stellte sich vor Christin und legte einen Finger unter ihr Kinn, sodass sie ihm nun in die Augen sehen musste. Im Schatten sahen seine blauen Saphire noch schöner aus, als bei Tageslicht, überlegte Christin und legte eine Hand an die Kapuze, um sie im nächsten Moment runter zu reißen. Doch Seto hielt sie davon ab.
„Na, na. Wer wird den gleich so unhöfflich sein? Oder versuche ich ihnen ihre Bluse auszuziehen? Obwohl das gar keine so schlechte Vorstellung wäre.“
„Leider sind wir hier in der Öffentlichkeit, Herr Kaiba. Da wäre es von größerem Vorteil für mich sie zu blamieren.“
Ihre Gesichter waren nun nur noch ein paar Zentimeter von einander entfernt. Langsam näherte sich Seto und ließ zu, dass sich ihre Lippen berührten. Dass er dabei auf Krücken balancieren musste, störte ihn keines Wegs. Als sich ihre Zungen in ihrem Mund trafen, begannen sie neckisch mit einander zu spielen. Ein warmes Gefühl machte sich in Beiden breit und für ein paar Minuten vergaßen sie den Ort, auf dem sie sich nun befanden.
Christin hatte so etwas noch nie gefühlt. Ihr ganzes Bewusstsein schien verrückt zu spielen, wollte nie wieder aufhören. Sie legte ihre Hände um seinen Körper und genoss wenigstens einmal in ihrem Leben keine Sorgen zu haben.
Nur dem Geschäftsmann ging es da einwenig anders. Er kannte keine Gefühle und selbst ein Kuss konnte diese Tatsache nicht vermindern.
Als sie sich wieder trennten, gewann Christin ihre Fassung zurück und sagte:
„Wenigstens können sie gut küssen. Aber glauben sie nicht, dass das ein Grund für mich wäre, mich ihnen zu Füßen zu werfen, wie andere Frauen es vielleicht tun würden.“
„Das sah aber eben noch ganz anders aus.“, sagte Seto und soweit Christin es erkennen konnte, hatte er ein kleines Lächeln auf dem Gesicht. Sie war zu weit gegangen und hatte das Gelingen ihres Planes aufs Spiel gesetzt. So etwas würde ihr nie wieder passieren.
„Ich hatte heute eigentlich noch etwas Wichtigeres vor.“, sagte sie und schaute ihr Gegenüber in die blauen Augen, die im Schatten aufblitzten.
„Und das wäre?“
„Essen gehen.“
Ihre verführerische Stimme war selbst Seto nicht entgangen und so folgte er ihr, bis sie an einer kleinen Straßenecke angelangt waren.

„Und sie fliegen nach Atlanta?“, fragte Tenshi noch einmal und wandte sich wieder den beiden Männern zu. Zigfried nickte, wobei ihm ein kleines Lachen entfuhr.
„Ich hätte mir denken können, dass Christin diesen Ort auswählt. Einen Ort, der ihr so viele schöne Erinnerungen beschert hat. Wenn sie doch nur ahnen würde, dass sie diese Stadt bald hassen wird und zwar für alles, was sie ist.“
Der Einzige, der in diesem Moment nicht in schallendes Gelächter ausfiel, war Tyson. Er wusste genau, was sein Stiefvater vor hatte und diese Vorstellung gefiel ihm gar nicht.
„Das können wir nicht machen!“, sagte er mit fester Stimme und blickte in die Gesichter seiner Mitstreiter. Natürlich hatte auch Tyson sein Ziel vor Augen: Christin zu entmachten um sie dann nie wieder zu Gesicht kriegen zu müssen. Trotzdem war er sich sicher, dass es auch andere Wege geben musste, sie unschädlich zu machen.
„Und was hast du jetzt schon wieder auszusetzen?“, sagte Zigfried mit genervter Stimme und fuhr sich mit der Hand durchs Haar.
„Du weißt genauso gut wie ich, dass der Moment günstig ist! Gerade jetzt, wo sich Christin zu viel Macht anhäuft, müssen wir zu schlagen. Genauso wie Kaiba, wird sie ein für alle mal von der Bildfläche verschwinden.“
Tenshi nickte zustimmend und sprach dann zu seinem Stiefsohn. Seine Stimme hätte sich nicht vorwurfsvoller anhören können.(A:Die Beiden sind schon ein tolles Paar ^^)
„Du kriegst die Chance deiner Schwester alles heimzuzahlen, was sie dir und Chikaja angetan hat. Glaube mir, der Tod ist die Strafe, die sie verdient und erhalten wird. Doch bevor es soweit ist, wirst du ihr noch zeigen müssen, was das Leben wirklich ist und wie sie es in den letzten Jahren verschwendet hat. Was es heißt andere dessen zu berauben. Erst dann wird sie den Tod wirklich fürchten.“
Tyson vermied den Blick zu seinem Stiefvater. War es wirklich richtig ihr Leben zur Hölle zu machen, nur um seins wieder als lebenswert zu betrachten? Würde er danach wirklich glücklich sein?
„Zeige Chikaja das du in der Lage bist alles für sie zu tun. Weißt du noch, wie Christin sie hat leiden lassen? Oder dieser Seto Kaiba? Er hat sie verlassen nur wegen eines kleinen Missgeschickes! Das kannst du ihm nicht durchgehen lassen!“
Zorn stieg im Körper des jungen Geschäftsmanns auf, als er an seine Freundin dachte. Er hatte die Geschichte viele Male hören müssen. Tenshi hatte Recht. Wenn er wollte, dass sie gerecht würde, musste er handeln, koste es was wolle!
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Ihr habt´s gehört. Es geht nach Atlanta in die Geburtsstadt Christins. Das nächste Mal kommt die Ankunft in den USA und die neue Firma, wo die Beiden sich auf so einige Pannen vorbereiten können. Also, bis zum nächsten Mal!

Lg, Ashley