Fanfic: Sag mir, warum du mich leiden sehen willst

Untertitel: Christin+Kaiba

Kapitel: Das geheime Treffen

Kapitel 5: Das geheime Treffen

^^ Ja, ich lebe nochXD und diese FF tut das auch noch, auch wenn man ihr das nicht ansieht. Alle Drohbriefe wie immer an die Autorin, die im Moment einfach zu faul ist...sorry. Egal, los geht´s mit Kapitel 5!
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Ein unerwartetes Geräusch durchbrach die Stille und die Augen des Herrn im blauen Mantel wendeten sich seinem Gegenüber zu, der sich die im Mondlicht glitzernden Scherben von seiner bleichen Haut wischte.
„Deine Fähigkeiten scheinen sich zu verbessern.“, bemerkte der junge Mann und schenkte reinen, bernsteinfarbigen Cognac in zwei dafür vorgesehene Gläser. Der Andere wischte sich durch das kurze, braune Haar, sprang elegant wie eine Katze von der Fensterbang, an die er sich im nächsten Moment anlehnte.
„Ich habe gehört, wir hätten Kundschaft.“
Sein Meister nickte.
„Ja, Befehl von oben.“
„Wer?“
Der Schwarzhaarige reichte seinem Schüler ein Glas, bevor er die vielen Scherben begutachtete.
„Wie immer, ein grandioser Auftritt.“, bemerkte er und zückte ein silbernes Feuerzeug, dass er sogleich an die im Mund steckende Zigarette hielt. Die Gesichter der Beteiligten wurden für kurze Zeit beleuchtet, bis die Dunkelheit ihre Identitäten wieder in vollkommenes Schwarz hüllte.
„Der Auftrag?“, drängte der Andere, bevor er kurz an seinem Cognac nippte.
„Hier…“
Seine Züge verhärteten sich, als der Braunhaarige auf das kleine Bild starrte und die Person darauf musterte.
„Mmmh…scheint mir ein hohes Tier zu sein.“
Rauch durchflutete den Raum. Sein Lehrer schloss vor Erschöpfung die Augen.
„Genau deswegen muss es schnell gehen. Morgen, 12 Uhr nachts bringen wir´s hinter uns. Danach wird „Der Siedler“ nur noch ein Mythos sein.“

Nervös schaute die junge Frau aus dem Fenster. Regentropfen übersäten die Fassade des hohen Gebäudes (A: Ja, ja, es regnet schon wieder…ich weiß) und der Wind ließ die nahe gelegenen Bäume erzittern.
Christin seufzte. Sie musste einen Weg aus diesem Schlamassel finden oder ihr Plan würde niemals aufgehen. Dieser Mistkerl hatte es doch tatsächlich gewagt, sie dazu zu überreden ein Zimmer mit ihm zu nehmen und dass auch noch für die nächsten fünf Monate
Noch immer konnte sie seine Lippen auf ihren spüren und dieses unglaubliche Gefühl, dass langsam ihren Körper erwärmte. Hatte sie dieser eine Kuss eines arroganten Eisbergs etwa aus der Bahn geworfen? Hah! Lächerlich!
Kaiba war für sie doch nur eine Marionette, ein Spielzeug, dessen sie sich endledigen würde.
Schwach glitt sie an der Fensterscheibe nach unten und lauschte dem Geräusch des Regens. Tränen glitten über ihr zartes Gesicht wie Perlen, als sie sich an das Geschehnis erinnerte, dass ihr Leben verändert hatte. Es war schon so viele Jahre her. Damals hatte sie sich geschworen niemals wieder zu weinen….und niemals wieder zu lieben. Liebe war etwas, das sie sich kein Geschäftsmann leisten konnte und schon gar nicht eine Frau. In einer Branche, in welcher man jeden Tag um sein Hab und Gut kämpfen und bangen musste. In einer Branche, wo man jeden Tag enttäuscht wurde, gab es keine Gefühle…konnte es keine Gefühle geben.
In ihren Gedanken versunken, merkte sie nicht, wie jemand das Zimmer betrat und leise die Tür hinter sich schloss.
„Na?“, hörte sie ihren Gast sagen, bevor sie sich umwandte und in zwei schmale, blaue Augen sah.
„Hast du schon einen Plan wie du Kaiba seines Lebens beraubst?“, fragte Zigfried interessiert und setzte sich in den schwarzen Ledersessel, der vor Christins Schreibtisch stand. Christin hingegen blieb ruhig sitzen. Sie hatte weder Lust, noch Zeit sich mit Zigfrieds Kommentaren auseinanderzusetzen. Der Rosahaarige (A: Wie sich das anhört…) war in solchen Sachen immer schon höchst eigen gewesen.
„Willst du mir nicht antworten?“, äußerte dieser nun beleidigt und erhob sich. Mit ein paar Schritten war er bei Christin angelangt und hob ihr Kinn hoch. Der Geschäftsfrau wurde das langsam zu bunt. Flink entwischte sie seinem Finger und verließ ohne ein weiteres Wort ihr Büro.
„Also geht es los.“, sagte Zigfried lächelnd.

Unachtsam drängelte sich Christin durch die große Eingangshalle ihrer Firma. Um diese Zeit kamen immer sehr viele Menschen hierher. Manche holten Freunde von der Arbeit ab. Andere, so wie Christin, hatten dringende Geschäfte zu erledigen. Mit aufgeschlagenem Handy sah man die meisten durch diesen Saal gehen, in Richtung Informationsschalter oder zu dem Büro ihrer Chefin, wo eine feindselige Sekretärin schon auf sie wartete.
Auch Christin zückte ihr kleines Telefon, tippte eiligst eine Nummer ein und presste das kleine Gerät mit einem eleganten Schwung an ihr Ohr. Sie wartete, bis sich eine bekannte Stimme meldete und nach ihrem Anliegen fragte.
„Gleicher Ort, gleiche Zeit. Ich erwarte von ihnen unerkannt zu bleiben. Ach ja, und bringen sie mir gleichzeitig ihren Zustandsbericht. Ich will wissen, worüber mein geliebter Stiefvater seinen Kopf zerbricht.“
Mit diesem Worten verschwand das Handy in Christins Jackentasche. Schnelle Schritte waren über dem edlen Marmorboden zu hören, sodass manche Leute von ihrer Arbeit aufblickten und der Orangehaarigen sofort den Weg frei machten. Christin mochte dieses Verhalten keines Wegs. Ihr wäre es lieber gewesen, hätten diese Leute sofort ihre Schreibtische geräumt und wären dann erhobenen Hauptes in die Arbeitslosigkeit gerannt. In der Realität jedoch musste sich die Chefin immer wieder damit bequemen, diese Personen in ihr Büro zu „bitten“, um sie dann persönlich rauszuschmeißen. Frauen brachen meistens in Tränen aus, bei Männern konnte sie sich stets auf ihre Bodyguards verlassen. Ein Seufzen entrann ihr, als sie endlich ihre Limousine erreicht hatte und dem Fahrer eine unfreundlich ausgedrückte Anweisung gab:
„In die Taunussgasse, wird´s bald?“
Der Chauffeur stockte. Hatte er gerade richtig verstanden?
„Verzeihung Miss, aber…“, begann er, wurde jedoch von Christins Gesichtsausdruck zurückgehalten.
Die Ausfahrt öffnete sich und der schwarze Wagen verschwamm mit unzähligen Fahrzeugen. Lautlos glitt er durch die Straßen von Tokio und suchte sich den Weg zum gewünschten Zielort. Der Taunussgasse, einem der gefährlichsten Orte der Stadt. Dort, wo kleine Kinder jeden Tag verschwanden. Dort, wo die Kriminalität nie schlief und bei weitem nicht eindämbar war.
Immer schneller fuhr der längliche Wagen durch die Dunkelheit der Nacht, wurde von ihr verschlungen, bis ein von Schlamm eingenommener Platz sichtbar wurde, der mit spärlichem Grün nicht gerade einladend wirkte. Ein kühler Blick durchforschte das Gelände, als die Tür aufgemacht wurde und der kalte Wind über Christins Schultern strich.
„Soll ich hier warten, Miss?“, fragte der ängstliche Chauffeur, wobei er einen Blick in den Rückspiegel warf.
„Es wird nicht lange dauern.“, sagte die kühle Frauenstimme und schritt auf das umzäumte Gelände zu. Unweit konnte sie mehrere Baumgruppen erkennen, die sichtlich krank im leisen Wind ihre Blätter schwangen, wenn sie denn noch welche hatten. Frierend vor Kälter zog sie ihre Jacke enger um ihre schmalen Schulterblätter. Sie hätte nie gedacht, sich noch einmal hier wieder zu finden. Dieser Platz rief Erinnerungen in ihr hervor, an die sie lieber nicht zurückdachte. Doch nun war nicht der Zeitpunkt in diesen zu schwelgen. Die Mitte des Platzes erreichend, blieb sie stehen und wartete auf ihren Geschäftspartner, der wenige Minuten später sein Antlitz preisgab. Im blauen Mantel umhüllt, schien er Christin schmächtiger als früher. Seine blauen Augen wurden von einer Dichtsitzenden Maske umrahmt, genauso wie seine braunen Strähnen, die über sein Gesicht huschten und kein Detail seiner Identität preisgaben.
„Irgendetwas Interessantes für mich dabei, Fr. Satorishi?“, äußerte er lächelt und rückte seine Maske etwas zureckt.
Die schlanke Frau nickte.
„Ich habe einen Auftrag für sie.“
„So?“, sagte er verwundert und blickte sein Gegenüber direkt in die Augen. Diese lächelte lüstern.
„Ich will, dass sie ihr Können noch einmal unter beweiß stellen.“
Der Braunhaarige hob eine Augenbraue.
„Ich bitte sie, Aoi-san. Habe ich dies nicht schon oft getan?“
Christins Lächeln verschwand, als er ihren Namen erwähnte. Gelbe Augen blickten wie Dolche auf den braunhaarigen Mann herab und musterten ihn von der Seite.
„Ich warne sie. Sie wissen nicht, mit wem sie sich anlegen…Siedler.“
Ein Schuss war zu hören und blitzschnell bewegte sich der schmächtige Männerkörper vor Christin, packte samt die Frau vor ihm und sprang elegant zur Seite. Zwei Gestalten, deren Gesichter sich von dieser Entfernung aus nicht deuten ließen, schritten langsam auf ihren Kollegen zu.
„Was für eine Überraschung.“, entfuhr es dem Siedler, der mit siegenssicherem Ausdruck die beiden Männer musterte.
„Cognac und Carasonne. Welche Freude euch Beide hier zu sehen.“
Die Männer lachten.
„Ja, es ist lange her.“, erwiderte der Eine und grinste in die Dunkelheit auf das kleine Pärchen herab.
„Weißt du.“, begann Cognac und steckte sich eine Zigarette zwischen die Mundwinkel. „Als wir hörten, der Siedler sei wieder in der Stadt, wollten wir unseren alten Freund natürlich sofort einen Besuch abstatten und ihm ein anerkennendes Geschenk überreichen.“
Seine Hände gingen langsam hinunter zu seinen Hosentaschen, um dort ein Feuerzeug zu suchen. Ohne seine Fassung zu verlieren, fing er im nächsten Moment eins auf, dass ihm der Siedler mit elegantem Wurf zu geworfen hatte.
„Brauchst du Feuer?“, fragte der Maskierte grinsend, ließ seine Hand jedoch sofort wieder um Christins Taille sinken, die dies nicht gerade berauschend fand.
„Danke.“, entgegnete Cognac kurz angebunden und sah zu Carasonne, der das Spektakel