Fanfic: Besuch aus Ägypten 2
Kapitel: Kapitel 2
Am nächsten Tag tigerte Ryou durch seine Wohnung. Er war total aufgeregt obwohl er sich nicht erklären konnte woher seine Aufregung kam. Er konnte keine zwei Minuten ruhig sitzen bleiben seit Bakura ihm heute morgen so ganz nebenbei als er gerade am Frühstücken war, mal eben so erzählt hatte, dass sie heute Besuch von Marik kriegen würden. Sofort hatte er sein Frühstück liegen lassen und hatte damit angefangen seine eh schon saubere Wohnung so gründlich zu putzen, bis nirgendwo auch nur das kleinste Staubkörnchen lag. Dabei schimpfte er gleichzeitig die ganze Zeit auf Bakura was diesem denn einfiele ihm das erst jetzt zu erzählen...
Bakura dem es reichlich spanisch vorkam das Ryou deswegen so ein theater machte, hatte nach kurzer Zeit eingesehen das Ryou ihn eh nicht zu Wort kommen lassen würde und hatte sich estmal auf ein Nickerchen in den Ring zurückgezogen. So entkam er Ryous äusserst selten vorkommender Schimpftirade.
Erst als Ryou endlich mit dem Putzen fertig war traute sich der ´mutige´ Geist wieder aus seinem sicheren Versteck. ~Na? Endlich fertig? Warum bist du überhaupt so nervös?* fragte er seinen Hikari wobei man schon an seiner genervt klingenden Stimme erkennen konnte das er nicht deshalb fragte weil es ihn interessierte oder er sich um seinen Hikari Sorgen machte, sondern nur um zu sehen ob er wieder gefahrlos hervorkommen konnte.
"Wenn du wissen willst ob ich mit putzen fertig bin dann lautet die Antwort ja. Und wenn du wissen willst ob ich mit den Nerven fertig bin dann lautet die Antwort ebenfalls ja," antwortete Ryou völlig fertig. "Verdammt! Wieso hast du mir auch nicht früher was gesagt? Dann häte ich nich was vorbereiten können!"
~Warum ist dir das so wichtig? Sonst machst du doch auch kein sooo großes Trara draus wenn du Besuch kriegst. Okay, du putzt auch dann und käufst immer noch was ein: Kekse oder Kuchen oder sowas aber diesmal übertreibst du echt! Oder liegt es daran dass es diesmal Marik ist der dich besuchen kommt?~ fragte Bakura hämisch grinsend.
Ryou überhörte Bakuras letzte Frage einfach und eilte stattdessen in die Küche. //Verdammt. Ich glaub ich hab gar nichts da was ich Marik anbieten könnte!// Und wirklich konnte er jeden Schrank doppelt und dreifach durchsuchen aber finden tat er nichts. "Ich glaub ich muss nochmal einkaufen gehen," seufzte er still.
~Was? Jetzt noch? Marik kann jeden Moment hier sein!~
"Egal. Ich muss ihm doch irgendetwas anbieten könen. Ich geh nur kurz zum Konditor und kauf ein paar Stücke Kuchen. Bin ja gleich wieder da.~ Und schon zog Ryou sich seine Schuhe an, schnappte sich seinen Mantel, den Schal und seine Handschuhe und zog sie sich im Laufen an.
~Du benimmst dich wie ein verliebtes Mädchen!~ grummelte der Geist des Ringes.
Sofort blieb Ryou stehen: "W-Wie k-kommst du denn d-darauf? Das stimmt doch gar nicht," stammelte er, konnte aber nicht verhindern das er rot wurde. Obwohl... vielleicht hatte Bakura außnahmsweise mal recht und er hatte sich in Marik verliebt? Aber nein... das konnte gar nicht sein! Außerdem... Marik war ein Junge so wie er! Das war doch nicht normal... "Du spinnst. Ich will nichts mehr davon hören," fauchte er schliesslich und lief weiter. Allerdings hatte er aufgehört sich abzuhetzen. Bakuras Frage hatte ihn aus der Bahn geworfen, außerdem wollte er sich selber beweisen das es nicht stimmte.
Erst als er auf dem Rückweg war und sie schon fast wieder zuhause waren hörte er Bakura, der die ganze Zeit auf ihn eingeredet hatte, wieder zu. Aber wahrscheinlich auch nur weil er Mariks Namen hörte. Denn obwohl Bakura gerade andauernd von Marik gespriochen hatte, hatte Ryou nicht wirklich zugehört. Er hatte noch immer an Bakuras Frage zu knabbern.
~Schau mal, dein Angebeteter steht vor dem Haus!~ flötete Bakura.
~Sei still. Er ist NICHT mein Angebeteter,~ fauchte Ryou zurück.
~Ach der arme Marik. Dabei ist er so ein lieber... Und schlecht sieht er ja auch nicht aus. Wenn du ihn nicht willst, vielleicht sollte ich dann mal mein Glück bei ihm versuchen,~ grinste Bakura.
Allein der Gedanke das Bakura Chancen bei Marik haben könnte verursachte Ryou ein flaues Gefühl im Magen aber er schwieg. Das einzige Geräusch das Bakura zur Antwort bekam war ein Schnauben.
In diesem Moment entdeckte auch Marik sie, oder besser er entdeckte Ryou denn Bakura konnte er ja nicht sehen, und eilte ihm freudig lächelnd entgegen. "Da bist du ja. Ich dachte ich hätte dich verpasst. Hat Bakura ir nicht ausgerichtet dass ich heute vorbeikommen wollte?" begrüsste ihn der Ägypter.
"D-doch. Aber erst heute. Deshalb war ich noch kurz beim Konditor," erklärte Ryou verlegen.
"Achso na dann. Ich dachte schon du wärest vor mir geflüchtet," grinste der Größere. Aber du hättest doch nicht extra einkaufen gehen müssen. Aber süß von dir."
Unter dem warmen, snften Blick von Marik wurde Ryou ganz verlegen und er trat von einem Fuß auf den anderen während er seinen Kopf, der plötzlich die Farbe einer Tomate angenommen hatte, gesenkt hielt.
//Wie süß er ist. Ganz anders als sein Yami.// schwärmte Marik.
"L-lass uns reingehen, hier draussen ist es zu kalt," schlug Ryou vor. Und ohne Mariks Antwort abzuwarten ging er zur Haustür und schloss auf. Dann hielt er Marik sogar noch die Tür auf, der sich mit einem leisen ´Danke´ und einem lieben Lächeln bedankte als er an ihm vorbeiging.
Ryou bat Marik sich erstmal ins Wohnzimmer zu setzen während er selber in die Küche ging und den Kuchen wegstellte, Tee ansetzte und sein wild klopfendes Herz beruhigte.
Nach dem der Tee fertig war brachte Ryou diesen und den Kuchen auf einem Tablett ins Wohnzimmer wo Marik ihn auch schon erwartete. "Sorry, das es so lange gedauert hat."
"Ach was, kein Problem. Ich hab mich etwas im Wohnzimmer umgesehen,. Wirklich hübsch hast du es hier."
Das Wohnzimmer war ein großer, heller Raum, auf der einen Seite gab es ein großes Fenster und eine Tür die in den kleinen Garten führte. Die anderen drei Wände waren in einer schönen hellen Farbe gehalten worden und auch die Möbel waren hell, was einen sehr einladenden Touch hatte. Das einzige was fehlte waren Fotos. Es hing zwar ein schönes Gemälde über den Sofa aber ansonsten gab es keinerlei Bilder. Nicht ein Foto von Ryou oder seinen Eltern, seinem Vater vielleicht und auch keines mit seinen Freunden.
Leise bedankte Ryou sich bevor er das Tablett auf den Wohnzimmertisch abstellte und sich gegenüber von Marik setzte. Er schenkte ihnen beiden Tee ein und reichte ihm seinen Teller mit den Kuchen. "Ich hoffe du magst Erdbeerkuchen?"
"Aber sicher. Danke," lächelte Marik.
~Ich glaub was anderes würde er auch mögen.~ grinste Bakura dreckig worauf Ryou schlagartig rot wurde.
"Was ist?" fragte Marik der Bakura ja zum Glück nicht hören konnte.
"Bakura!" meinte Ryou nur.
"Ach so! Kann der mal wieder seine Klappe nicht halten was?" grinste Marik amüsiert. "Malik kann genauso sein, aber wenn du da bist redet Malik eigentlich fast nie. Komisch oder?"
"Ja das ist wirklich komisch. mag er mich nicht?" wunderte Ryou sich.
"Oh, keine Angst. Mit dir hat das eigentlich nichts zu tun. Es geht dabei eher um deinen Yami."
"Um Bakura?" jetzt raffte Ryou gar nichts mehr. Was hatte Bakura denn bitteschön mit Malik zu tun? Hatte er da irgendwas verpasst? Das könnte schon sein da Bakura ihn immer komplett weg sperrte wenn er seinen Körper übernahm, so das er gar nichts mehr mitbekam.
"Ja aber ich verrate lieber nichts. Nachher bringt mich Malik sonst um," grinste Marik weiter, der Maliks Kommentare, er solle ja die Klappe halten, ja so deutlich hörte als würde sie ihm dieser direkt ins Ohr schreien. "Außerdem finde ich das sollten die beiden ganz alleine klären. ich wollte mich eigentlich auch nur nochmal bei dir für gestern bedanken. Es war sehr nett von dir mich einzuladen und überhaupt deine Zeit mit mir zu verbringen obwohl du mich eigentlich ja gar nicht leiden kannst. Schade das Bakura sich einfach eingemischt hat, ich hätte mich gerne noch etwas mit dir unterhalten."
"Gar nicht wahr. Ich hab nichts gegen dich oder so, ich mein... ich...," stammelte Ryou. Als Marik auch noch bei seinen Worten anfing zu lächeln schaute er verlegen zur Seite.
~Ja was denn? Jetzt sag ihm schon was du fühlst oder frag ihn was mit Malik ist. ich will das wissen!~ forderte Bakura.
"Jedenfalls hab ich mir Sorgen gemacht als du einfach gegangen warst. Hast du den Weg in dein Hotel zurückgefunden?"
"Ja hab ich. Nachdem ich gegangen bin, bin ich etwas durch die Gegend gelaufen und plötzlich stand ich davor. Tut mir Leid das du dir Sorgen gemacht hast. Das wollte ich nicht. Hätte ich deine Handynummer gehabt, hätte ich dir Bescheid geben können. Gibst du sie mir?"
"Ähm... äh... ja klar," völlig überrumpelt von dieser frage gab Ryou Marik seine Handynummer auch wenn er sich nicht vorstellen konnte was dieser damit wollen könnte außer Marik wollte sich mit ihm anfreunden! Dieser Gedanke gefiel Ryou. Sehr sogar!
~Hey Kleiner, du machst Fortschritte. jetzt verteilst du schon deine Telefonnummern,~ grinste Bakura, der es liebte Ryou in Verlegenheit zu bringen.
Ganz rot im Gesicht antwortete Ryou seinem Yami, wobei seine Stimme vor Wut und Scham bebte: ~Kannst du nicht mal die Klappe halten? Musst du mich immer ärgern? Warum machst du das?~
~Weil es Spaß macht!~ war die prompte Antwort.
Natürlich! Wie hätte es auch anders sein können? Hatte er wirklich eine vernünftige Antwort von Bakura erwartet? Ryou konnte nur seinen Kopf schütteln. langsam musste er doch